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Dienstag, 17. Februar 2015

Auf leisen Pfoten

Seit ein paar Wochen lungert dieses Blog auffällig unauffällig in meiner Nähe herum. Beobachtet scheinbar desinteressiert alles, was geschieht und leckt sich betont beiläufig die Pfoten.

Reibt sich im Vorübergehen an mir und lässt die Schnurrhaare beben, um dann doch unbeteiligt zu tun.

Ich habe es bereits darauf hingewiesen, dass die Welt online sich verändert hat, seit wir regelmäßigere Auftritte hatten. Nie gab es so viele Blogs wie heute, nie waren dermassen viele so schmerzhaft leer trotz kontinuierlicher Druckbetankung.

Mein Blog erinnert daran, dass es aus guten Gründen nach einem beweglichen Ziel benannt wurde. Genau genommen wurde es so von mir betitelt, weil ich als ein Moving Target bezeichnet wurde von jeManndem,  aber egal.

Es streckt sich und reckt sich und schaut ansonsten nicht mal hin. Aber weg geht es auch nicht.

# 17. Februar 2015 um 10:27 PM
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Freitag, 23. Januar 2015

Rückblick

Ob wir es schon mal bereut hätten, eine Wohnung gekauft zu haben und nicht ein Haus, fragte mich eine Bekannte.

Dazu fällt mir folgendes ein.

Ein paar Wochen nach der Geburt meiner Tochter kam ich sehr erschöpft aus der Stadt und setze mich auf die Bank vorm Haus, bevor ich mein entzündetes Bein nach oben in unser Stockwerk schleifte.

Der Baum über der Bank war kahl, wie immer im November. Ich hatte daher einen guten Blick auf den ersten Stock und konnte unfreiwillig folgendes beobachten:

Die Miteigentümerin bewegte sich herausguckend hinter den Fenstern im ersten Stock. Sie presste dann ihr Gesicht vors Fenster. Zuckte zurück. Riss die Augen weit auf, drückte sich eine Faust vor den weit aufgerissenen Mund und begann, mit dem rechten Arm zu wedeln, um das Herbeirufen ihres Mannes tatkräftig zu unterstützen. Der Mann kam, beugte sich vor. Gegrüßt hat übrigens keiner von ihnen. Dann standen beide im Fenster und starrten mich an, wie ich auf der Bank saß.

Was war die Frage noch mal?

Ach ja. Bereut nicht wirklich. Anders vorgestellt hatten wir uns zwar vieles, aber das ist ja immer so.

# 23. Januar 2015 um 10:29 AM
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Montag, 21. Juli 2014

Mein Blog wird heute volljährig!

Das ist mir gerade eben eingefallen. Um es unauffällig ein paar Wochen vor dem Jubiläum wieder zu entstauben, ist es wohl ganz leicht zu spät. Aber schließen werde ich es natürlich auch nicht, immerhin sind 18 Jahre eine tolle lange Zeit.

Natürlich blogge ich immer, ich habe nie wirklich pausiert. Aber eben nicht hier. Sondern für Kunden, privat, auf eigenen Projekten.

Das Kind ist fast 7 und wird in diesem Jahr eingeschult. Miss Peppermint hat uns vor drei Jahren verlassen, jetzt wohnen Miss Sally und Spike hier, die vermutlich fluffigsten Katzen der Welt. Kenzos Kommentar: Er habe eigentlich keine Kinder gewollt.

Hier wollte ich wieder eröffnen, wenn alle Folgen des großen Feuers überstanden sind. Ich sag mal so: Wie gut, dass ich in jener Nacht nicht wusste, dass es Jahre dauern würde.

Ich überlege mir mal, in welcher Form ich weitermache. Meine Blog-Software ist zum Glück ein Profi-Tool, das es nicht übel genommen hat, locker mal vier Jahre ohne Update und Wartung zu verbringen ;-)

# 21. Juli 2014 um 01:45 PM
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Dienstag, 07. Mai 2013

“Ein Blog, das ich bei Facebook schrieb …”

Neulich auf einer anderen virtuellen Ebene unterhielten sich Menschen über Vernetzung und eine Frau verkündete ganz nebenbei, dass sie „ihren Blog ja bisher nur auf Facebook führen würde“.

Meine erste Reaktion war natürlich ein Kotzkrampf.

Ein völlig berechtigter Kotzkrampf,  denn die Annahme, dass ein Selbstbestätigungs-Account in einem gnadenlos verflachten kommerziellen sozialen Netzwerk mit einem Blog gleichzusetzen ist, die ist völlig falsch.

Irgendwie aber auch ganz richtig.

Deswegen war meine zweite Reaktion, die mir bisher erhalten bleibt, auch eher amüsiert: Och, warum eigentlich nicht.

Das Netz, das wir früher einmal bewohnen konnten, ist sowieso unwiderruflich zerstört worden dadurch, dass jetzt alle an allem teilnehmen können.

Es kann aber nicht schlecht sein, dass alle an allem teilnehmen dürfen.

Kein Weg führt zurück. Alles geht, dann geht auch das.

Ins Internet reinschreiben, egal wo, ist ein “Blog”. Meinetwegen. Es musste ja so kommen, irgendwann.

Was von den Kostbarkeiten bleibt, sind Nischen. Zirkelblasen. Erinnerungen und die Möglichkeit, immer noch genau das zu tun, was man tun möchte.

Das ist nicht wenig. Ich habe also keine Klagen.

Auch mit iPhone an der Backe und Facebook im Hirn kann man Magie im Internet finden … Seelenfreunde, Wahlfamilien, Ehrgeiz, Ziele und neue Träume.

Da bin ich mir ganz sicher.

Woanders gespeichert für alle Zeiten sind die weißen Nächte und fast endlosen Tage im kostbaren, langsamen Datenstrom, als alles anfing. Ein Geschenk, das sich so niemals wiederholen lässt.

Aber das auch nur vermissen kann, wer es kennt.

Das alles ist nicht wenig.

Ich habe keine Klagen ... und wer seinen Facebook-Account ein Blog nennen möchte, darf das bei mir gerne tun.

*

P.S. Es heißt DAS Blog.

P.P.S. Ein Blog ist so viel Tagebuch, wie die Bloggerin es möchte. Oder so wenig.

# 07. Mai 2013 um 10:04 AM
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Montag, 07. Januar 2013

Der rauchfreie Balkon

Wir sind Nichtraucher. Deswegen wird in unserer Wohnung nicht geraucht. Soweit besteht ganz sicher kein Erklärungsbedarf, da sind wir uns eventuell auch alle einig.

Wir möchten aber aus diversen Gründen auch nicht, dass auf unserem Balkon geraucht wird.

Das wiederum ist ein höchst interessantes psychologisches Experiment.

*

Ich habe ja nie geraucht, aber ich stelle mir vor, dass ich so eine Ansage „Bei uns wird nicht geraucht, und wir möchten das auf dem Balkon auch nicht haben“ einfach zur Kenntnis nehmen und akzeptieren würde, wenn ich Raucherin wäre.

Denn Rauchen ist ja nicht Origami, Stricken oder iPhone-Sucht, nett-lästig-harmlos und sonst nix: Man erzeugt Müll, verpestet die Luft, hinterlässt Geruch. 

Wenn jemand das im eigenen Lebensraum nicht haben möchte, dann sollte man das einfach akzeptieren. So meine naive Annahme.

Tatsächlich aber passieren seltsame Dinge, wenn man freundlich darüber informiert, dass man eine rauchfreie Etage mit einem rauchfreien Balkon möchte.

Eine Person keifte, dass man sie in ihren Persönlichkeitsrechten beschränken würde (hä?), wenn sie nicht mal an der frischen Luft rauchen dürfe bei uns und verschwand wutschnaubend auf Nimmerwiedersehen (das war eine Haushaltshilfe, die mir auch in der Schwangerschaft keine rauchfreie Etage gönnen wollte. Ja, das Thema ist mehrere Jahre alt, aber immer noch aktuell).

Wäre die Dame noch drei Minuten länger geblieben, so hätte ich ihr erklären können, dass Rauch auf und von unserem Balkon leider immer zurück in die Wohnung zieht. Auch wenn jemand die Tür hinter sich zugemacht hat, stinkt es irgendwann nach dem Hereinkommen unweigerlich drinnen nach Rauch, wir hatten ja bedauerlicherweise inzwischen Hunderte von Handwerkergelegenheiten, das zu testen.

Aber auch wenn es gar nicht stinken würde, wir haben unsere Gründe, wir haben diesen Wunsch, wir wollen auf unserer Etage, in unserem Lebensraum keinen Rauch.

Genauer gesagt: Wir hatten schon auf sehr viele sehr unterschiedliche Weisen ganz üble Erfahrungen mit Zigaretten, mit Kippen, mit Rauch. Schon Jahre vor dem Brand hatten wir Grund genug, Nikotin strikt abzulehnen (gesundheitliche Katastrophen der und durch die Kettenraucherverwandtschaft). Danach kam der Brand, danach das Verarbeiten der Erfahrungen und der Verbrennungen und der Rauchvergiftung, auch beim Kind.

Unsere Wohnung soll also komplett rauchfrei sein und bleiben, bitte.

Andererseits muss ich gar nichts erklären, oder? Rauchfreie Etage ist rauchfreie Etage, und ob auf dem Balkon geraucht wird, entscheiden immer noch wir. Dachte ich.

Bis eine Bekannte sich meine Erläuterungen anhörte, mich dann rundherum anstrahlte und mir lieb lächelnd mitteilte „Ach was, auf dem Balkon, da darf man doch schon rauchen“.

Das war so herrlich selbstverständlich für sie, dass man über meine absurde Ansage ebenso selbstverständlich einfach hinweggehen konnte.

*

So geht das jetzt weiter, oder?

Jeder einzelne Raucher wird erst mal erstaunt sein, generell eine Erklärung/Rechtfertigung erwarten und dann ist es Glückssache, ob diese auch akzeptiert wird, richtig?

# 07. Januar 2013 um 01:32 PM
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