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Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

So viele von euch haben uns geholfen, das vergessen wir nicht.

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Donnerstag, 31. Dezember 2015

Der Fragebogen.

Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen. Und mir gleich eine “Stalkerin” eingetreten, die mein Umfeld nach “Fortschritten” befragt. Die Fetischisten der letzten Jahrzehnte hatten mir eigentlich gereicht.

Haare länger oder kürzer?
Etwa gleich.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Etwa gleich. Außer im übertragenen Sinne, ich bin deutlich weniger merkbefreit in Bezug auf Menschen, die mir nicht guttun.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Ich weiß es nicht.

Der hirnrissigste Plan?
Wenn sie hirnrissig wären, wären sie ja nicht meine Pläne. Fragt doch nächstes Jahr mal nach instinktgesteuerten Handlungen.

Die gefährlichste Unternehmung?
Puh. An vieles gewöhnt man sich ja, das für andere der Oberhammer wäre, wenn man jahrzehntelang tief über Katastrophengebiete fliegt.

Der beste Sex?
Im Jahr? Keine Ahnung. Ungestörter.

Die teuerste Anschaffung?
Einmal komplett neue Garderobe. Örks.

Das leckerste Essen?
Vietnamesisch, italienisch, selbst gekocht ...

Das beeindruckenste Buch?
Puh. Ich habe sehr viele gelesen. Ich mochte Septimus Heap, ich liebe Jane Yellowrock, ich genoss Charley Davidson und gerade lese ich Dead Witch Walking. Alles von Laini Taylor und Ilona Andrews, alles von Nina Kiriki Hoffman, alles von Anne Bishop, C.E. Murphy und ....

Der ergreifendste Film?
Hm ... Ergreifend ist nicht meine Richtung. Gilt “Guardians of the Galaxy” oder war das noch ein Jahr vorher?

Die beste CD?
Die Maulina-Trilogie (fürs Kind, ich habe keine CD gekauft)

Das schönste Konzert?
Eine klare helle kleine Stimme, die Weihnachtslieder sang den ganzen Advent über.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Arbeit, Familie, Schlaf, dicht gefolgt von Freunden und Lesen.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Mein Rudel, Freunde.

Vorherrschendes Gefühl 2015?
Here we go again.

2015 zum ersten Mal getan?
Einem Mieter gekündigt. Flüchtlingshilfe. Freiwillig und bewusst in einen Verein eingetreten, obwohl es auch anders gegangen wäre.

2015 nach langer Zeit wieder getan?
Ehrenamtlich mit Kindern gearbeitet.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Das waren mehr als drei.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Das kommt alles erst 2016 :-)

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Freundschaft. Mal kam sie an. Mal wurde sie weggerotzt. Ganz wie im echten Leben.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Freundschaft.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Ich liebe dich.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ich liebe dich.

2015 war mit 1 Wort…?
Ausbaufähig.

 

# 31. Dezember 2015 um 05:01 PM
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Mittwoch, 07. Dezember 2005

Erkenntnisse und Tagebuchgeblubber

Es dürfte etwa auf dasselbe herauskommen, ob fünf unbeaufsichtigte Kindergartenkinder oder ein Mann und ein Kater zweifarbige Weihnachtsplätzchen backen und die Küche danach einfach sich selbst zum Eintrocknen überlassen. Der Schokoladenteig muss phänomenal geschmeckt haben. Er wird uns evtl. noch lange als fester Teil der Inneneinrichtung begleiten.

Man beantwortet fünf Mails und hat dann sieben neue. Ob das alles wohl richtig ist so …

Meine Mutter schickt immer noch Geschenke vorab, weil wir ja verbindlich vereinbart hatten, uns zum Fest selbst nur eine Kleinigkeit zu schenken. Seit dem großen Adventskranz gestern (wuah) hege und pflege ich einen Plan. Diesen gewissen Plan, es ab 2006 doch einfach ganz und gar zu lassen mit den Geschenken. Man wird ja wohl noch träumen dürfen. 

Trollzüchtigung zu unterlassen ist etwa so schwierig wie mit dem Rauchen aufzuhören, nehme ich (Nichtraucherin) an. »Don’t feed the spackotrollos«: Ob talentfreie Beleidigungszeichnung, Amok laufendes Rumpelstilzchen oder blöde Comments/Mails von gefrusteten Personen, Füttern ist und bleibt verboten. Meistens klappt’s, ein Leben ist sehr hilfreich. Heute seltenen Rückfall in die Freizeiterfüllung der Unwürdigen durchlebt und gleich über mich selbst geärgert. (Nein, eben nicht in der Blogosphäre. Legt euch mal ein größeres Web zu, es gibt da draußen noch sehr viel mehr ... zu tun.)

Der neue Kater ist eine Quäke. Wir sind / ich bin seit 15 Jahren an Katzen gewöhnt, die nur dann Jammerlaute von sich geben, wenn sie auch wirklich was zu beklagen haben – dieser ist ein kleiner Drama King und schreit vor Hunger, Entzücken, Vorfreude und einfach so oder wenn er rennt, spielt, Leute sieht, gähnt und angreift. Ich zucke unweigerlich tief zusammen. Seufz.

Miss Peppermint verhaut ihn und alle Beobachter unserer kleinen Idylle finden das gut und richtig so (ich verzeichne eindeutigen Applaus aus der Nachbarschaft zu diesem Thema), denn sie sehen ja auch, wie Kenzo sie zu quälen und beißen versucht. Verhauen werden findet er wirklich nicht schlimm, das hält ihn nicht groß auf. Auch wenn es sich nicht so anhört, wir vier harmonieren eigentlich ganz gut. Teenager brauchen eben immer ein paar abweichende Regelungen. Weil sie selbst ziemlich abweichen.

Übrigens ist Kenzo vier Monate und drei Wochen alt und wiegt 3 kg. Eventuell komme ich auf das Asyl-Angebot von Wapiti noch zurück :-)

# 07. Dezember 2005 um 04:56 PM
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Samstag, 20. August 2005

Tricks of the mind oder warum fällt mir das jetzt ein

Heute fielen mir auf einmal die Mütter meiner Schulkameradinnen ein, die damals in dem Alter waren, in dem ich jetzt bin. Meine eigene Mutter hat und hatte ihren Weg, unterrichtet auch nach ihrer Pensionierung noch ein bisschen in der Musikschule, die sie mit gegründet hat als junges Mädchen. Aber die Mütter der anderen hatten in meiner Erinnerung eigentlich nur Jobs, wenn sie gerade geschieden wurden oder bald werden würden und das waren dann so Dinge, die ich eher unter experimentell abhaken würde: 38jährige, die eine Lehrstelle in der Buchhandlung finden oder einmal vierteljährlich einen Yoga-Kurs gaben und ähnliche wunderbare Dinge, von denen man Teenager eher nicht miternähren kann.

Vermutlich, so denke ich heute, haben diese Frauen sehr darauf geachtet, ihre Unterhaltsansprüche nicht zu riskieren, sonst hätten sie wirklich arbeiten müssen. Aber damals kam es mir bizarr vor. Ist es wohl auch.

Dann war da noch die Mutter einer Bettina. Die Mitschülerin selbst würde ich nicht erkennen, wenn sie sich auf und ab hopsend vor mir befinden und mit einem Namensschild beschriftet sein würde - was mir schon zwei Jahre nach dem Abi genau so mit ihrer besten Freundin passierte, die ich im hellen Bereich einer Disco nicht mehr identifizieren konnte, obwohl ich acht Jahre lang das Klassenzimmer mit ihr ‘geteilt’ hatte.

Nicht absichtlich. Ich habe diese Gabe, belanglose Menschen einfach komplett zu filtern, ein zeitsparender Segen. Es sei denn, die Gefilterten stehen vor einem und wissen nicht, warum man sie nicht erkennt und denken, man will bloß gemein zu ihnen sein. Dabei ist das gar nicht so. Ich defragmentiere und was nicht von Bedeutung ist, fällt weg. So einfach ist das.

Die Mutter dieser Britta trug kleine türkische Seidenpantoletten mit einem besonders hohen Absatz, meistens gestickt in Pink oder Türkis passend zum Nicki-Hausanzug. Eine winzige Frau mit winzigen Füssen in einem winzigen Haus. Sie hatte in dem eckigen kleinen Reihenhausflureingang eines dieser offenen Regale, mit denen jede noch so großzügige Diele wie eine Rumpelkammer aussehen würde, in dem standen ungefähr 200 Paar sehr hochhackige Schuhe, in denen sie in der Wohnküche und auf der kleinen Terrasse umhertippelte.

Einmal klingelte ich eine Stunde zu früh (ich mag keine Uhren tragen, deswegen bin ich fast immer etwas zu früh, damals oft viel zu früh) und Bettinas Mutter öffnete, wobei sie eine dieser offenen Holztreppen herunterkommen musste. Auf jeder Stufe machte sie ein Geräusch, das ich sehr bedenklich fand und ich fragte sie nach dem Öffnen der Tür sofort besorgt, ob es ihr nicht gut gehen würde. Sie erzählte mir dann, dass sie ihr Leben lang so extrem hochhackige Schuhe getragen habe und nun hatte sie Schmerzen, wenn sie zu flachen Tretern wechselte, deswegen waren sogar die Hauspantolettchen solche Stiegen. Auf den engen Treppen mit dem Holz könne sie aber mit den hochhackigen Schuhchen nicht laufen, also kletterte sie nur einmal am Tag runter und abends wieder hoch. Ich kann mich nicht erinnern, sie je außerhalb des Hauses gesehen zu haben, ehrlich gesagt.

Die Frau war keine 40 und hatte sich selbst in einem nicht auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Haus eingesperrt mit ihren kaputten Füßchen wie eine Chinesin mit sorgsam beiseite gefaulten Zehen und Stummeln unter Seidenpantoffeln und niemand schien das irgendwie bemerkenswert zu finden. Niemand hat auch nur verstanden, was mich daran erschreckte. Bettinas Mutter war eben Bettinas Mutter, wen sollte sie kümmern - und warum?

Bettina selbst wechselte irgendwann zwischen der 9. und der 11. Klasse von der strickenden, Pastellfarben tragenden und gelockt-bis-bezopften Strebermädchentruppe zu den echt harten Supercoolen, die nur in schwarzem Leder herumliefen, aussahen wie mangelernährt (nicht unterernährt, nur schlecht) und von denen die strebsame Poppertruppe munkelte, sie würden kiffen. Der schöne Bernd war schuld an der Verwandlung. Aber den würde ich auch nicht mehr erkennen, obwohl wir in der Vorbettinazeit viele Stunden zusammen am See herumgelegen haben.

Bettinas Mutter würde ich wiedererkennen und ich ahne auch, sie ist immer noch blond onduliert auf sehr hochhackigen Tippelschuhen. Sie hatte damals schon ihr Leben angehalten und sich mit wenig Aufwand festgelegt, aber viel zu früh.

Bei einigen Menschen scheint irgendwann eine Art von Uhr stehen zu bleiben, was ihre Träume (und Schuhe und Look) angeht. Alles andere kostet eben mehr Energie.

# 20. August 2005 um 10:35 AM
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Sonntag, 14. August 2005

Wir haben’s gut.

Drei kleine hellgrüne Frösche mit rostroten Beinen kleben von außen am Badezimmerfenster, rutschen ab, verschwinden, krabbeln wieder hoch. Sie müssen von Wald und sumpfigem Teich aus über die Straße bis in den Lichtschacht gekrochen sein, um sich dann durch das Gitter zu quetschen, alle paar Monate passiert das mal. Der Kater führt sich wie ein Wachhund auf, stolziert vor der Scheibe auf und ab dort oben auf dem Fensterbrett und schreit ab und zu die rotgrünen, sich vergeblich festklammernden und immer wieder abrutschenden Schatten hinter der Milchglasscheibe an. Oliver kann bei dem Geschrei schlafen, ich eher nicht.

Also gähne ich hier ein bisschen herum und überlege, ob Kaffee oder Espresso. Das Katzenmädchen hat zwei Monate nach ihrer Schur eine apart verwuschelte Kurzhaarfrisur, lehnt als lässiger Ball in der Katzenhängematte und streckt ab und zu eine forderne Pfote nach mir aus für ein bisschen Geknuschel. Die Frösche sind ihr egal, doch das wird sich ändern, wenn sie erst in der Badewanne sitzen. Das dauert aber noch.

Potenzielle Prinzen und Bonsailöwe können warten, Oliver soll sich ausschlafen, bevor die Froschrettungsaktion losgeht und alle Mitbewohner unter 15 Jahren sehr, sehr aufgeregt rummauzen werden. 

# 14. August 2005 um 09:23 AM
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Montag, 01. August 2005

Bollywood Dance

Mal wieder ein Link für Schnipseline: Das deutschsprachige Bollywood-Dance-Portal. Mit einer Übersicht der bekanntesten Filme, und mit noch viel mehr Links zum Thema.

Da ich neulich mal in Tinas Bollywood Workout DVD schauen konnte, weiß ich inzwischen auch, warum das Getanze und Gehopse als ‘Training’ bezeichnet wird. Puh. Und dazu dann noch die ganze Zeit diese Musik ...

p.s.
Ich hab den Comment-Link ausgeschaltet, weil hier mal wieder so ein Irrer mit Potenzproblemen tobte und gestern auch dafür sorgte, dass der Server neu gestartet werden musste.

# 01. August 2005 um 06:23 AM
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