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Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

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Norderney

Montag, 26. Februar 2001

Waiting

Waiting von Ha Jin.

‘Waiting’ ist ein wunderschönes,  langsames Buch, das den Leser in eine ferne Welt voller Träume, Gedanken -  und Einsichten in die chinesische Kultur zur Zeit des chaotischen Mao-Regimes führt. Auf der einen Seite ein Arzt, der in jungen Jahren von seinen Eltern verheiratet wurde. Auf der anderen Seite die jungfräuliche Geliebte, die gesetzestreu und fast durchgehend geduldig auf ihn wartet. Jahr um Jahr kehrt Lin in sein Heimatdorf zurück, um seine Ehefrau zu einer Scheidung zu bewegen. Jedes Jahr kehrt er unverrichteter Dinge zurück, da Shuyu der offiziellen Trennung nicht zustimmt. Diesmal soll alles anders werden, denn Manna Wu wartet nun schon 18 Jahre auf ihn ...

Wie eine kostbare Pergamentrolle entrollt sich behutsam das Bild eines völlig fremden Lebens. Ein bisschen ist es ein Geschenk, denn auch dieses Buch habe ich aus London mitgebracht, nachdem ich nur die ersten 20 Zeilen gelesen habe. Das hätte auch daneben gehen können. Ist es aber nicht. Behutsam und eindringlich nimmt die Lebensgeschichte von Lin gefangen - um den Leser dann mit einer fast unbeschreiblichen Endgültigkeit betäubt zurück in seine eigene Welt zu entlassen.


Some books turn a page and touch your heart.


P.S.
Hab gerade die deutsche Übersetzung gefunden. Würde aber vorschlagen, weder die Beschreibung noch die Kritiken noch das deutsche Buch zu lesen, sondern die englische Version zu inhalieren ... wie echten grünen Tee.

# 26. Februar 2001 um 11:00 PM
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Sonntag, 25. Februar 2001

Nun ist Oliver wieder zuhause, seufz ... ...

Nun ist Oliver wieder zuhause, seufz ... und ich bin immer noch hier. Es war ein wunder-, wunderschönes gemeinsames Wochenende und ich habe jetzt Inselkoller. Der vergeht auch wieder, denke ich. Irgendwie habe ich es mir verkniffen, gleich die Taschen zu packen und mitzukommen nach Düsseldorf.
Bevor mich jetzt wieder alle ausschimpfen :-) wie schon per Mail: Gearbeitet und geschrieben habe ich natürlich nach Möglichkeit nur, wenn Olli gerade am Strand unterwegs war, eine Radtour machte, etwas zum Essen aus dem Restaurant holte oder schlief. Er sollte ja ein bisschen was von der Insel haben.

Wieder liegt eine Woche vor mir, und ich muss immer noch umdenken: Montage sind nicht mehr schlimm :-) Ausser, Oliver fährt weg. Ihr seht schon, viel anderes habe ich heute nicht im Kopf.

Oder doch, eins noch: Meine Mutter möchte einen Computer. Mit Internetzugang. Ernsthaft. Ich wollte nie Klavier lernen, ich hasste meine Blockflöte, diese Tochter einer Musikpädagogin hat nichts weiter gesungen als einen sexy House Song, der eben deswegen nie erscheinen konnte. Nicht nur deswegen, aber auch deswegen *g* Und nun will sie, meine Mutter, einen PC. Das hat mich wider Willen schwer beeindruckt und ich habe direkt einen bestellt. Nix sagen, Papa! Es ist ein gebrauchter, und wir müssen den erst aufmöbeln, einen Monitor besorgen und gebrauchtes Win95 kaufen und so weiter, das kann noch etwas dauern. Vor allem, weil ich noch auf der Insel bin und ein Weilchen bleibe und natürlich auch, weil Computer, die man mitten in der Nacht bestellt, in der Regel dann doch nicht am nächsten Morgen geliefert werden *ggg*

Irgendwann wird dieses Tagebuch in seiner jetzigen Form sterben, weil zu viele Leute es lesen, die zu nah sind. Glaube ich. Ich bin nicht sicher, könnte mir das aber gut vorstellen. Es würde auch eine Menge Energie für andere Dinge freilegen, oder auch nicht ... ich weiß es eben noch nicht. Natürlich kann es auch sehr gut sein, dass ich einfach mit den Schultern zucke wie bisher, wenn jemand den öden alten “das könnte ich aber nicht” oder den “für mich wäre das ja nichts” oder den “ist das nicht zu öffentlich?” Spruch lässt. Ehrlich, ich wünschte mir ganz oft sehr doll, andere Menschen wären wesentlich origineller ;-)

# 25. Februar 2001 um 11:00 PM
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Samstag, 24. Februar 2001

Offene Fragen/fehlende Infos zum Eintrag von gestern: ...

Offene Fragen/fehlende Infos zum Eintrag von gestern:

Himmel :-) was tut Ihr mir an?? Wer seid Ihr alle? Und wie viele??? An manchen Tagen denke ich, vielleicht sollte ich mir doch mal so ein Schnüffeldings installieren, um meine “wichtigen” Referenzen auszuwerten. Aber dann bleibt es doch immer dabei, dass es mir eigentlich dafür zu egal ist. Ich bin ein gebranntes Kind: Es hat mal eine Frau gegeben, die sogar fremde Passwörter unauthorisiert benutzte, nur um in ihren und einem fremden Logfile Tag für Tag für Tag abzugleichen, ob ich in einem bestimmten Gästebuch und auf ihrer Seite war, so fixiert war die auf mich (so krankhaft fixiert und wütend, wohlgemerkt. Auf deutsch sagt man wohl auch neidzerfressen.) Derart ausgeschnüffelt werden ist ein Gefühl, als sei man in Hundekacke getreten. Gut, dass ich mich waschen kann. Das Zeug selbst ist allerdings und bleibt, was es ist, gelle? ;-)


Was das Thema “Meer” angeht, welches Euch anscheinend ziemlich fasziniert ... das Meer und ich, wir haben leider nicht viel voneinander, auch dann nicht, wenn ich bis zum Wasser laufe. Mir tut jeder Knochen weh, wenn ich es so weit geschafft habe und auf der abschüssigen Strandpromenade kann ich nicht gut laufen. Über feuchte Dinge kraxeln sollte ich wohl lieber lassen, und überall wo ich hinkann, wimmelt es Meter für Meter von energischen Ehepaaren mittleren Alters im pensionierte-Lehrer-Partnerlook.

Wie passiert sowas? Geht man irgendwann in einen Laden und sagt “Bitte geben Sie mir diesen schicken beigen Parka mit der blauen Paspelierung da vorne einmal in meiner Größe und einmal für meinen Mann hier”? Oder ist es so, dass der einkaufende Teil nach Hause kommt und stolz verkündet “Sieh her, was es diese Woche bei Tchibo gab! Und sie hatten es sogar auch noch in Deiner Größe!”

Vielleicht habe ich ja auch einen entscheidenden Trend verpasst und man markiert sein Männchen jetzt so. Obwohl, wenn ich ehrlich bin, da nehme ich dann doch lieber einen Edding und schreibe hinten auf den nett gerundeten Teil “meins!” drauf.

Es liegt nicht nur an diesen uniform gekleideten Herrschaften, die mit Rucksäcken und Stirnbändern mit festem Erobererschritt den Strand abmarschieren und vor denen man rechts und links in die Büsche springen würde, wenn es welche gäbe. Aber ich nehme es dieser Insel irgendwie übel, dass ich nach über drei Wochen immer noch nicht kerngesund bin. Wir haben eine belastete Geschäftsbeziehung, sozusagen. Obwohl, die Insel hat mir eine wunderschöne riesengroße Tasse (naja gut, drei) geschenkt, die nicht mal teuer waren, hm, bis auf eine davon. Mupfeln habe ich auch ein paar. Ich versuch es einfach noch mal :-)

# 24. Februar 2001 um 11:00 PM
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Freitag, 23. Februar 2001

Das Meer - es ist noch da! ...

Das Meer - es ist noch da! :-)))

Touched by an Angel heißt so eine amerikanische Schmonzettenserie, in der ein Engel namens Monica mit irischem Akzent rumrennt und Menschen dabei hilft, den rechten Weg zu erkennen. Nun steh ich ja bekanntermassen total auf solche Erziehungsberechtigten, bin aber trotzdem fasziniert davon, welche Höhen (bzw. Tiefen) die Berge des Kitsch in der Originalfassung erreichen. Die Folge von gestern wird kaum im deutschen TV erscheinen, dazu ist sie viel zu “komplex” (hahaha), denn es geht um einen Angestellten eines Amtes zur Aufspürung vermisster Kinder, der von einem gefallen Engel (also jetzt Teufelin) in eine Beziehung gedrängt wird - woraufhin Monica in einem leuchtenden Nachthemd erscheint und ihn aufklärt, was da abläuft. Dass nämlich seine neue Freundin ihn von seiner wahren Berufung - diesem Beruf halt - abbringen will.

Da in Amerika innerhalb von 45 Minuten plus Werbung alles immer gut wird, sieht er das natürlich ein und das fluoreszente Nachtgewand samt Monica entschwindet. Im Nebenstrang der Handlung werden die vermissten Kiddies allesamt aufgefunden, um die es geht, klar. Nun kommt aber endlich :-) der Punkt, warum ich von dieser Folge trotz Geblubber, Kitsch und idiotischer Handlung seltsam berührt war. Diese Monica und ihr politisch korrekter Hilfsengel, eine übergewichtige, ältere und farbige Frau (nicht behindert und wohl auch in diesem speziellen Fall keine Jüdin, aber sonst ganz gut gewählt ......) tauchen also immer im richtigen Moment auf, zwingen den zu Helfenden ein Gespräch auf und ermuntern sie dazu, ihr Herz auszuschütten. “Hey, ich bin ein Engel” würde bei mir wohl nicht wirken, aber das ist wieder ein anderes Thema. Hm.

Bei beiden entscheidenden Momenten mit Schlüsselpersonen ging es nicht darum, ob jemand ein Kind entführt oder nicht darauf aufgepasst hatte oder die Suche aufgegeben hatte oder sich als Eltern schlecht fühlt oder oder oder. Es ging in zwei Variationen darum, dass jemand Informationen der Polizei Informationen unterschlagen hatte oder unterschlagen wollte, um selbst und im Alleingang den großen Retter zu spielen.

Yihaaa. Das nenne ich eine realistische Serie. Engel hin und her, beleuchtete Nachthemden und lüsterne Teufelinnen, aber DAS Syndrom kenne ich leider.

“Ich meinte es doch nur gut!” werden sie im Brustton der Überzeugung sagen, alle, die gerne im glorreichen Glanze leuchten wollen und das selbst mit Nachdruck glauben (wollen). So kommt es, dass die aufwendig aufbereiteten Seiten über vermisste Kinder von Ariana einfach von Dritten kopiert werden. Dass Leute sich Domains zu Projekten registrieren, die es schon gibt, weil die egoistische Gier nach “etwas Eigenem” überwiegt - wenn sie selbst betroffen sind (wenn sie es merken *g*) gilt es natürlich als Unverschämtheit!

Dass der zuckersüsse Vorschlag kommt, mir das Klapse-Projekt abzunehmen, natürlich nur, um mich zu entlasten und nicht, um es an sich zu grabschen und sich damit zu schmücken (was ich da über Jahre investiert habe, sieht man ja an den Webseiten nicht).

DESWEGEN kommen alle gerannt, um sich in Projekte mit gegen die Öffentlichkeit erhobenen mahnenden Zeigefingern zu stürzen, um sich nach dem zweiten Atemzug bereits in vereinsdeutsches Machtgerangel zu verstricken, denn um im Glanz zu stehen, muss es die vorderste Front sein, gelle? Wenn man selbst nichts er-/findet, bleibt ja nichts übrig, als sich aufs Trittbrett zu stellen und die anderen - je nach den eigenen Möglichkeiten - runterzuprügeln oder ans Bein zu pinkeln. Da ich das schon so oft beobachtet habe, war ich richtig angenehm verblüfft davon, dass das die üble Versuchung war, der es hier zu widerstehen galt. Richtig so. Beten ist viel besser. Auf die Knie, Hände zusammen und in tiefe Gedanken versinken, so kann man wenigstens nichts anrichten. Der Zweck heiligt nämlich nicht die Mittel, so schön diese Ausrede auch klingt.

# 23. Februar 2001 um 11:00 PM
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Donnerstag, 22. Februar 2001

Von der Einstellung der “kleinen” T-Online Flatrate ...

Von der Einstellung der “kleinen” T-Online Flatrate bin ich zwar nicht betroffen, da wir T-DSL haben. Trotzdem habe ich einen Tipp für Euch: Eine kleine und kinderleicht zu installierende Software, die sich immer automatisch für Euch bei dem günstigsten Internet-by-Call Anbieter einwählt - und zwar nur solche, bei denen man sich vorher nicht extra anmelden muss! Da kommen schon mal Minutenpreise von 1,5 Pf statt den derzeit “handelsüblichen” 2,5 Pf, und bei 90 Pf in der Stunde kann man ja nun wirklich nicht meckern. Du musst nicht mehr machen, als die kleine Software downzuloaden und doppelzuklicken, das Modem zu bestätigen und schon kann es losgehen. Hier der Link: [url=http://www.oleco.de]http://www.oleco.de[/url]
Jetzt bin ich drei Wochen auf der Insel und hatte einen massiven Rückschlag. Mehrere Behandlungen mussten ausfallen, weil es nicht gut gewesen wäre, das schlimmere Bein auch noch zu stimulieren. Ist mir jetzt auch egal, ich mach erst mal weiter wie bisher.

Das holländische Einsteigerbuch liegt hier und bringt mich zum Kichern, denn hinten drauf steht Met dit boek bij de hand kan ik mij binnen de kortste keren webmaster van onze basketbalsite noemen (Bert, 21). Wir wissen nicht, wer Bert ist oder was sein Arzt oder Apotheker raten würde, aber ich fühle mich schwer verantwortlich für eine fremde ferne Basketball-Webseite in den Niederlanden. Bert, wenn ich dir helfen kann, melde dich, deine Sprache ist mir nicht fremd! (Solange les French webmasters debutants mir von der Pelle bleiben ....)

Mental geht es mir recht gut, denn ich verwöhne mich ausgiebig, gehe täglich nett essen, arbeite zu vernünftigen Zeiten und VOR dem Termindruck (!!!) und schlafe viel. Ich habe Miss Armada einen 5-Stunden-Akku zusätzlich spendiert, hehe ... und ein bisschen Arbeitsspeicher in ihrer Kleidergröße. Ich würde das mit dem Langzeitakku ja gerne offiziell damit begründen, dass ich jetzt einen ganzen Tag lang im Bett arbeiten kann, bloss habe ich noch nie ein Bett gehabt, das weiter als 2 Meter von einer Steckdose entfernt war. Aber unterwegs hat es mich oft geärgert, wenn ich nach anderthalb bis zwei Stunden aufhören musste. Ausserdem WOLLTE ich, denn Miss Armada ist ein transportables Organ geworden, und an meinen Organen hänge ich ein bisschen. An den meisten (grmpf). Ist schon klasse, wenn fast alle materiellen Dinge, die man sich wünscht, zur Geschäftsausstattung gehören *gggg* Hardware in all ihren Ausführungen kann so ... erfüllend sein ;-)

Fällt mir gerade ein: Ich muss das ja gar nicht begründen - ich kann so unvernünftig sein wie ich will. Und werde noch damit belohnt, dass zwei Artikel doppelt erschienen sind und dieser unerwartete Zusatz deckt rein zuällig weit mehr als meinen kleinen Einkauf ab, so. Man muss auch mal Glück haben und nicht immer nur Schmerzen in allen Knochen.

So, und an diesem Freitag heute gehe ich ans Meer. Ich will jetzt nicht mehr warten.

# 22. Februar 2001 um 11:00 PM
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