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Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

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ranting

Dienstag, 16. Juni 2015

Thema Raumgreifer, auch Mansplainer oder Belehrbären genannt

Volker schrieb auf Facebook im Rahmen eines (freundlichen) Austauschs über die Meta-Ebene von Feminismusdiskussionen unter anderem “Die Gruppendynamik sorgt dafür, dass Männer, die auch nur kritisch hinterfragen (z.B. wie ich, wenn ich etwas plausibel finde aber nicht völlig verstehe) gleich zu “denen” gehören.”

Einen Teil meiner Antwort möchte ich gerne hier ablegen:

Das Problem, das viele erhitzte Diskussionen über diese schwierigen Themen meiner Meinung nach haben: Immer noch ein weiterer “ergänzender relativierender Fakt”, der von einer Problemlösung wegführt, um das Gespräch über das Problem zu verwässern, fühlt sich nach dem x-ten und xx-ten Mal einfach nur noch supernervig an. Wie ein platzgreifender Mann nämlich, der in einen überfüllten Waggon steigt und alle nötigt, sich mit seinen auseinandergeklappten Knien, Körpergerüchen und der unerwünschten Ansicht auf sein Gemächt zu beschäftigen, weil er wie alle anderen Reisenden ein Anrecht darauf hat, so zu sitzen, wie es ihm behagt. Alle dürfen reisen, alle dürfen reden, er natürlich auch, inhaltlich hat er genau so oft Recht oder Unrecht wie alle anderen auch, aber gefühlt hat man immer diese unangemessen weit ausgeklappten Knie und die sich am Hoden kratzende Pranke im Blickfeld und alles nimmt standardmässig, aber doch unangenehm viel Platz ein und ja, irgendwann NERVT ES NUR NOCH, dass immer ein Mann reinkommt und einem das eigene Problem aus seiner Sichtweise neu erklärt, ob er nun darf oder nicht.

# 16. Juni 2015 um 09:40 AM
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Mittwoch, 03. Januar 2007

Briefe ins Nichts

Lieber Herr Gesangsverein,

Sie schreiben mir sehr viele Mails. Die Absicht hinter dieser Lawine aus Dringlichkeiten liegt zweifellos in einer gewünschten Beschleunigung der Abläufe in diesem kleinen Paralleluniversum: Sie denken, dass Sie nur genug Druck ausüben müssen, um schneller, höher, weiter zu kommen und Ihre Wünsche zügig durchzusetzen. Soeben kam Mail Nr. 17 zu diesem Projekt, wobei ich nur noch die Mails zähle, bei denen ich es noch nicht geschafft habe zu antworten.

Mein lieber Herr Gesangsverein, eben gerade diese Tonnage an sich widerverhakenden Nachrichten verhindert, dass ich überhaupt vorankomme bei Ihren Anliegen, denn Sie mischen ständig neue Wünsche mit unter, die ich dann erst aus dem eigentlichen Auftrag heraussortieren und diskutieren muss. Sie können nicht eine einzige Antwort einfach mal abwarten und rufen dann auch noch an, um sicher zu gehen, dass Sie sich ganz vorne in der stehenden Schlange an den Schalter drängen können.

Bloß: Hier ist ja gar kein Schalter. Hier ist auch keine Schlange, obwohl Projekte anstehen. Wenn ein Gesangsverein wie Sie aus einer klar abgezirkelten Aufgabe einen Medusenkopf an Kommunikation und Widerhaken erschafft, aus dem dann jeweils dreizehn Schlangen nachwachsen, wenn man einen zischelnden Zopf abschlägt, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn das Entwirren dieser Frau Medusa dann auch genau so lange benötigt, wie das Kämmen eines zerstrubbelten giftigen Schlangenbündels nun mal dauert.

Anders ausgedrückt, mein lieber Herr Gesangsverein: Hätten Sie mich einfach mal in Ruhe gelassen, als ich signalisierte, dass ich mich wieder melde, sobald ich weiter bin, hätten Sie schon längst alles, was Sie nun auf Biegen und Erbrechen herbeierzwingen möchten. Was nicht funktioniert, weil so viele Mails im Weg liegen, die Sie selbst geschrieben haben und die nun laut herumschreien, dass sie allesamt ebenfalls berücksichtigt werden müssen. Jetzt muss der Medusenbatzen warten, bis lauter Angelegenheiten mit einem festen Termin fertig sind, damit man überhaupt vorwärtskommt.

Genug geschubst und gedrängelt, wir machen das ab jetzt einfach ganz normal. Da guckste, was?
Ein schönes neues Jahr allen Sängern plus Orchester
und bis bald.

# 03. Januar 2007 um 10:23 AM
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Montag, 24. Oktober 2005

Verteidigung

»Faxgeräte die hinter Geschäftstelefonnummern geschaltet sind, sind Verteidigungswaffen.« schreibt Martin Röll und bringt mich auf ganz neue Ideen. Wo es doch Leute gibt, die völlig hysterisch 28mal nacheinander den AB anrufen, während ich zufällig mal kurz im Bad weile.

Ich könnte dazu übergehen, das Fax einzustöpseln, wenn die Keramik ruft. Vielleicht hilft das ja. Mit einer anderen Art von Ungeduld - unterschwellig fordernden Mails - kann ich inzwischen gut umgehen: Sobald eine solche Mail kommt, wandert das Anliegen dieser Person einfach nach ganz unten unter den Stapel.

Und hey, ich freue mich schon an dem Tag, an dem ich alles schreddern werde, was dann noch auf dem Stapel liegt. Man muss mich nur genug nerven, dann wird man mich schon los und alles, was ich blöderweise freundlich angeboten habe zu erledigen.

# 24. Oktober 2005 um 02:10 PM
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Donnerstag, 04. August 2005

Und zum Dritten für heute

Weil ich meinen Dampfreiniger-Tag habe: Verliebt in Berlin. Nachdem bereits die dritte, ansonsten geistig eher normal wirkende weibliche Person aus meinem Bekanntenkreis mir allen Ernstes mitteilte, sie würde sich mit Lisa Plenske identifizieren und die sei ja so niedlich, habe ich mir die Sendung auch mal angetan.

Hallo? Geht’s noch?

Ich gratuliere den Machern zu dem Mut, den es zweifellos kosten muss, eine ‘Telenovela’ von solch erlesener Humorfreiheit zu inszenieren, aber an den Inhalte könnte man doch noch feilen und wenigstens vereinzelte Prisen Intellekt drunterpumpen.

Die Faszination dieser kaugummigezerrten schlichten Fernsehromanzen erschließt sich mir einfach nicht, beim besten Willen nicht. Die hässlichen Entlein im Büroalltag, die platonisch den Buckel krumm machen für irgendwelche Sales-Chauvis mit charmanter Ausstrahlung und einer gut versorgten Frau daheim, die habe ich mir schon im großen Zoo des Lebens angesehen. Es war traurig. Es ging nie irgendwie aus, es ging nur immer weiter.

Und wenn Oliver mich noch einmal »Schnattchen« nennt, gibt es hier vermutlich einen fast spontanen Fall von ehelicher Gewalt.

# 04. August 2005 um 12:13 PM
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Mittwoch, 23. März 2005

Wer immer da mit meinem AB podcasten möchte ...

... sprich dich aus. Sprechen Sie sich aus. Reden Sie, Mann! Oder Frau. Anrufen und auflegen, nachdem der Spruch aufgesagt wurde, wird nicht dazu führen, dass ich drangehe.

(Man kann also doch nicht kommunzieren.)

# 23. März 2005 um 11:09 AM
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