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Freitag, 28. August 2015

Es gibt da einen Haken. Jetzt.

Der Mann ist immer wieder schockiert, wenn ich mir weiße Tesa-Powerstrip Wandhaken nachkaufe.

Nicht, weil es so viele sind.

Sondern weil ich mir angewöhnt habe, mir dort einen Haken zu machen, wo er fehlt und ich ihn aber brauche und ein Haken meinen Komfort so deutlich erhöht, dass die 50 Cent sich lohnen:

Krankenhausbadezimmer, Hotelbäder, Umkleidekabinen bei größeren Aktivitäten, schlecht ausgestattete Toiletten und so weiter.

Keine Sorge, ich mach sie dann auch wieder ab. Naja. Nicht in Krankenhauszimmern und Toiletten, wenn sie wirklich fehlten.

Zum Glück haben auch nicht mehr so viele Einrichtungen Wände mit Fliesen in Bahama-Beige, so dass ich mich auf Weiß beschränken kann.

# 28. August 2015 um 08:52 AM
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Samstag, 01. August 2015

Kein Wunschkonzert

Wenn mal bitte jemand herausfinden könnte, warum in Blogs kaum noch jemand kommentiert - aber wenn, dann sind die Bemerkungen von Fremden leider kaum noch interessante Ergänzungen wie früher?

Heute sind (oft) nur noch unerwünschte Analysen, noch unerwünschtere Beratungen und übergriffige Wertungen im Angebot. Gelegentlich garniert mit süffisanten Belobigungen, wenn einer der vorbeisurfenden Egomanen einen eigenen Gedanken wiedererkennt und sich angenehm gespiegelt fühlt.

Kurz zusammengefasst: Zu viele haben doch ein Rad ab, und das hängt nicht mehr locker am Fahrgestell.

Ich meine jetzt nicht die typischen Begleiterscheinungen: Die notorisch auftretenden Drüberalleskommentierer, die selbst ernannten Oberlehrer und die militanten Missionare zu den üblichen Verdächtigen unter den Aufregerthemen.

Wir haben wahrscheinlich alle gelernt, diese größtenteils einfach zu ignorieren, weil sie sich gut einordnen lassen - viele ansonsten normale Menschen mutieren auf Facebook zur Thread-Pocke, was soll man da machen? Nix.

Aber wie jemand das virtuelle Wohnzimmer anderer Leute betreten kann in der Annahme, dass eine umfassende Wertung erwartet und willkommen ist, das finde ich einfach nur verblüffend.

Einerseits eine solide Grundhaltung, als sei man ein zahlender “Gast”, andererseits die Kostenlos-Mentalität, dekoriert mit Gespack: In Deinem Blog muss ich nicht investieren in Bekanntschaft oder Freundschaft, um eine Meinung dazulassen - hier kann ich einfach hämisch reinrotzen.

Zwar meine ich gar nicht dieses Blog, sondern andere. Trotzdem ist es fraglich, ob ich die Kommentarfunktion offen lasse. Nicht, dass sich hier so viel tut, es geht mehr ums Gesamtgefühl. Wo ich privat herumblogge, muss es mir nicht alles an den Rand spülen, was rumkreucht, wenn ich doch mal aktiver werde.

Ach ja, und bei meinem privaten Facebook kann deswegen nicht jeder kommentieren, weil ich so schon kaum noch nachkomme mit dem Lesen der Benachrichtungsdings. Gefährlich oft klicke ich auf “alles als gelesen markieren”, wenn ich noch gar nicht überall war, das muss nicht noch weiter eskalieren.

Mir ist zwar bekannt, dass sich dazu auch schon Leute kritisch geäussert haben, aber so lange sie sich nicht die Mühe machen, mich persönlich darauf anzusprechen, erfahren sie die Begründung halt auch nicht von mir persönlich.

Dann habe ich noch ein Wort für euch, das ich heute zur Welt gebracht habe: Nölant.

Nölant/in: Jemand, der/die so oft rumnölt, dass das Genöle nach einer Weile alles ist, was einem zu jener Person noch spontan einfällt, obwohl er/sie sicherlich/hoffentlich noch andere Talente hat und wahrscheinlich sogar nett ist, aber virtuell die rumkrittelnde Dauerplärre gibt und damit irgendwann einfach jeden anderen Eindruck übertönt.

# 01. August 2015 um 07:24 AM
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