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Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

So viele von euch haben uns geholfen, das vergessen wir nicht.

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Sonntag, 12. September 2010

Kein Dach.

Weil so viele fragen: Unser Haus ist derzeit mit Planen abgedeckt und ich lehne mich sicher nicht zu weit aus dem Übergansgsfenster, wenn ich schreibe: Alle aus dem Haus warten - und hoffen, dass sich dieser Zustand möglichst bald ändert.

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Gestern war ich zum ersten Mal nach sechs (?) Wochen wieder in unserer Wohnung, um die verlinkten Fotos zu machen und ein Schreiben einzuwerfen. Und um mich endlich von diesen Räumen zu verabschieden, denn es wird nun mal nie wieder wie früher.

Wenn ich mir die verbrannten Balken so ansehe und daran denke, wie lange das schon geschmort und gebrannt haben muss, bevor jemand etwas bemerkte, bin ich allerdings weiterhin einfach nur total froh, dass niemand zu Schaden gekommen ist außer OIiver, und dessen Wunden heilen jetzt allmählich.

Bei dem Gedanken daran, was den Menschen im Haus alles hätte passieren können, grübelt man über eigene verlorene Einrichtungs- und Erinnerungsgegenstände nicht mehr viel nach.

# 12. September 2010 um 12:09 PM
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Mittwoch, 08. September 2010

Heute vor 2 Monaten, um etwa 22 Uhr

Vor zwei Monaten plus ein paar Stunden sind wir aus der brennenden Wohnung geflüchtet.

Viel zu berichten gibt es leider momentan nicht, denn mir wird ganz sicher kein zweites Mal der Fehler unterlaufen, dass ich über etwas schreibe, dass (a) aus x-und-drölfzig Gründen immer noch nicht abgeschlossen ist oder (b) das ich, falls abgeschlossen, trotzdem noch nicht schriftlich habe.

*

Wir finden uns allmählich in der Übergangswohnung zurecht, auch wenn noch recht oft ‘Phantomschmerzen’ auftreten, wenn ehemals geschätzte Gegenstände vermisst werden. Wir haben alles, was wir brauchen.

Das Übergangshaus ist prima und voll netter Menschen.

Unserer Tochter geht es gut. Sie spricht zwar immer noch vom Brand, hat aber keine schlimmen Träume oder ähnliches und freut sich schon darauf, dass wir “zurückgehen nach Hause, wenn alles heile gemacht ist”. Wie wir ja auch :-) wir hoffen sehr, dass die Sanierung bald beginnt. Momentan fehlt noch ... ein Dach. Und alles andere, das aus einer Etage eine Wohnung macht.

Die Brandwunden auf Olivers Rücken heilen und sind nur noch halb so groß. Für die nicht ganz so Empfindlichen: So sieht eine Verbrennung dritten Grades dann nach ca. zwei Monaten aus: Rückenfoto. Er würde es vermutlich auch nicht zugeben, wenn er noch starke Schmerzen hätte, aber da er sich inzwischen mit einem Salatbesteck den Rücken juckt, bin ich optimistisch.

Wie es mir geht, weiß ich nicht.

Jeden Tag denke ich an die Menschen, die uns geholfen haben. Es beschäftigt mich sehr, wie viele sich auf den Weg gemacht haben, einfach für uns da waren, spontan eine Mail mit einem Hilfsangebot geschickt oder in den Blogs kommentiert haben, von der Spendenaktion gar nicht erst anzufangen. Ich kann das alles immer noch nicht richtig fassen, es war alles so surreal und ich weiß gar nicht, wie wir das alles verdient haben.

# 08. September 2010 um 01:08 AM
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