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Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

So viele von euch haben uns geholfen, das vergessen wir nicht.

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Sonntag, 28. März 2010

Gestern, auf dem Wochenmärktchen

Der erste von den vier Wagen ist der Verkaufsstand der Fleischerei und man tut gut daran, ihn als erstes aufzusuchen, denn die Auslage leert sich schnell. Ganz hinten lag schön anzusehendes dunkles Fleisch unter Rosmarin und ich fragte die Verkäuferin, was das nun sei. Lamm, meinte sie.

»Schade, der Mann mag kein Lamm. Dann nehme ich doch was anderes.«

Die ältere Dame neben mir sofort: »Ja machen Sie doch trotzdem das Lamm! Wenn es Ihnen schmeckt!«

Ich: »Och nö, ich möchte gerade am Sonntag dann doch lieber etwas kochen, das mein Mann auch gerne mag.«

Graugelockter Mann um die 50: »Ja was verwöhnen Sie den denn so?!«

Ich: »Sind Sie etwa neidisch? Sie können ja mal nett sein zu Ihrer Frau, dann werden Sie vielleicht auch verwöhnt.«

Daraufhin brach ein großes Gruppengelächter und -gebrabbel aus und ich wage mal zu behaupten, wir haben uns alle noch ein Viertelstündchen lang ausgezeichnet amüsiert und gingen danach ein Stückchen besser durchblutet unserer Wege.

Spannend fand ich, dass jede einzelne der älteren Frauen der Meinung war, ihr Mann habe eben das zu essen, was auf den Tisch kommt und wirklich alle fanden es erstaunlich, dass wir gemeinsam kochen (oder abwechselnd, oder wie es gerade passt). Diese Damen sind natürlich auch um einiges älter und daran gewöhnt, ihren Männern daheim die Haushälterin zu geben und ihnen notfalls noch den Arsch hinterherhzutragen (etwas, woran ich mich nie gewöhnen würde).

Wir hier besprechen meistens gemeinsam einen ganz groben Plan für die nächsten Tage, vor allem wenn Gäste erwartet werden, und kaufen dann dementsprechend ein.

Mein Vater meinte dazu den Spruch ablassen zu müssen, dass er nun wirklich nicht zu wissen brauche, für wann ich eine Hühnersuppe plane und wann einen Auflauf.

Daraufhin erklärte ich ihm, dass ich ja auch nicht mit ihm gesprochen hatte, sondern mit Oliver und dass ich es wenig erstaunlich finden würde, wenn jemand keine Ahnung hat, wie viel Arbeit ein gut durchgeplanter Haushalt mit Baustelle macht, der nicht mal seinen gebrauchten Teller bis zur Spüle stellt. Ob er Lust darauf hätte, mir das mal eine Woche abzunehmen? So mit Bio-Kost fürs Kleinkind, ebenso bio Kochen für Gäste mit drei Mahlzeiten am Tag und möglichst auch noch ‘hochwertiger’ Kuchen am Nachmittag, nebenbei Planen der Baustelle, meiner fehlenden Gesundheit, der anliegenden Arbeit und dem ganzen Drumherum? Aber dann bitte auch inklusive meiner Vollzeitberufstätigkeit.

Heute morgen stellte er seine Tasse dann selbst in die Spüle.

# 28. März 2010 um 08:18 AM
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Mittwoch, 24. März 2010

Ich mag Müll*

Unbestätigten Meldungen zufolge wurde am Mittwoch, dem 24. Februar 2010 zwischen 8:15 und 8:30 Uhr, im Düsseldorfer Stadtteil Oberrath ein Müllfahrzeug der Awista über diverse Strassen hinweg von mehreren Personen verfolgt.

Ein kleiner Mensch von etwa 98 Zentimetern hüpfte auf einem Bein und sang “Der Müll, der Müll, der Müll ist da!” Die ältere Person hüpfte nur ab und zu, erklärte aber genauestens dem kleinen Menschen (und diversen Passanten, die nicht rechtzeitig wegguckten), wie das Müllauto die großen Tonnen holt und den Inhalt verschluckt. Das Publikum nickte teils anerkennend, teils hüpfte und sang es.

Augenzeugen könnten bestätigen, dass sowohl der Fahrer als auch die rundum muskulösen Tonnenträger schwungvolle Bewegungen mit ausgewählten Gliedmassen vollführten.

Oder, wie die Tochter in der Kita stolz erzählte: “Müllautomann gewinkt hat!”

Auch meine Begeisterung wurde honoriert: Auf dem Rückweg ohne Kind haben sie mir auch gewinkt.

-

*Oskar’s Song: Ich mag Müll,
alles, was staubig ist, schmutzig und dreckig,
alles, was rostig ist, gammelig und speckig,
ja ich mag Müll.

(Sesamstraße)

# 24. März 2010 um 07:47 AM
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Dienstag, 23. März 2010

Katerkind

Wir haben eine Schaukel im Wohnraum, so ein großes rundes Ding von einem Meter Durchmesser. Kinder werfen sich mit Wonne darauf, die eine oder andere Mutter hat sich aber auch schon erkundigt, wie viel die denn aushält (ca. 100kg, da am darüberliegenden Dachbalken befestigt).

Als ich zum ersten Mal sah, wie der Kater darauf schaukelte, hielt ich es noch für einen Zufall.

Inzwischen kann man zu jeder Tageszeit an einem zufrieden vor sich hin schaukelnden Katzenvieh vorbeigehen - er weiß es zu schätzen, wenn man ihn anstubst. Dann muss er nämlich nicht aufstehen, Schwung nehmen und nochmal hineinspringen.

Das Kindermächen, zu dieser Gewohnheit befragt, meinte nur: “Ach, und ich dachte, der rutscht nur.”

Eine Rutsche haben wir nämlich auch.

# 23. März 2010 um 03:31 PM
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Ein Fall von “Augen zu und durch”

Irgendwann heute morgen dachte ich ‘Heute flutscht das Timing ja nur so’.

Früh aufgestanden, Duschen und Haare waschen, anziehen, wichtige Projektmails geschrieben, Kitafrühstück in Bentodose gepackt, selbst Müsli gegessen. Das Kind geweckt, angezogen und aus dem Haus transportiert, bis zur Kita gebracht und mit noch ein bisschen Beschleunigung würde ich es trotzdem bis 9.00 Uhr zum Arzt schaffen.

Nicht schlecht. Dachte ich. Bis ich merkte, dass ich in den Hausschuhen des Mannes an der Ampel stand.

# 23. März 2010 um 12:10 PM
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