Moving-Target.de

Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

So viele von euch haben uns geholfen, das vergessen wir nicht.

Navigation

Aktuell | Rubriken | Archiv seit 1996

Blogosphärisches | Blogroll | Über ...

Aktuellste Einträge:

Abonnieren:



Letzte Kommentare:

Linn in Von Arschlöchern lernen: War das auf Facebook? Als ich den Anfang des Artikels las, wollte ich auch auf jeden Fall ...

Britta in Norwegen in Der vierte Wunsch: Vielen lieben Dank für die letzten Einträge - und den Elfen. Hmpf, ich weiß nicht wie ich es ...

Graugrüngelb in Es gibt da einen Haken. Jetzt.: Das ist ja ‘ne nette Idee. Ich fahre ja in den urlaub immer mit diesen Handtuchhaken, die man über ...

Thomas Arbs in Mittwochs im Düsseldorf: Das ist phantastisch. Es ist schwer zu schlucken, aber es soll ja auch nicht leicht sein. ...

melody in Mittwochs im Düsseldorf: (Ich weiß, dass der liebe echte Löwenherz gegen Muslime in den Krieg gezogen ist, aber die ...

Peripherie

Haupteingang
Notizblog
Webdesign CMS
Kurzgeschichten
Kuechenzeilen.de
Muttertag
Schutt & Asche
Notizblog | Akne Tarda
Lebkuchenhaus | Düsseldorf für Kinder

Kontakt

Impressum

powered by ExpressionEngine








Freitag, 26. Februar 2010

To shop or not to shop

Einkaufen konnte ich ja schon immer ganz schlimm, und mit Tochterkind fallen zusätzlich Barrieren, von deren Existenz ich wahrscheinlich vorher niemals etwas bemerkt habe. Noch ahnt das Kind nicht, dass es noch eine andere Auswahl gäbe als die im eigenen Schrank. Wenn ich es also zu normalen Öffnungszeiten mal in die Innenstadt schaffe, kehre ich mit reicher Beute heim. Heute gab es beim Accessoire-Dealer gerade eben noch ein paar Sommerkleidchen, die besten sind Mitte März längst ausverkauft.

Kinderkleidchen, wohlgemerkt. Beim ersten dachte ich mir noch nichts dabei, als die Verkäuferin mir strahlend erzählte, dieses Hängerchen wäre so arg niedlich, dass sie es auch für sich selbst gekauft habe. Bei der zarten Kleinmädchentunika wurde ich dann allerdings stutzig, als Verkäuferin 2 meinte, diese hübsche Tunika in der tollen Farbe habe sie sich auch, in der größten Kindergröße ....

Daraufhin fragte ich die anwesenden Damen geradeheraus, ob sie es denn normal fänden, in Kindermode zu passen. Ob sie denn beide Größe 32 oder 34 hätten oder was denn sonst los sei?

Nö, meinte die eine, ganz normale Kleidergröße, und dicke Schenkel habe sie, wie ein Pony. Die andere erläuterte, dass sie auch eine 40 tragen würde, aber die Tunika würde sich an ihrem Pferdearsch nicht stören. Nummer 3 gab zu, tatsächlich so zierlich zu sein, erklärte aber parallel, über so gut wie kein Brustgewebe zu verfügen und deswegen in alles reinzupassen. (Falls jemand weiß, warum Frauen immer so viel Wert darauf legen, sich selbst runterzumachen, wäre ich über eine Information erfreut.)

Es war übrigens eine lockere und freundliche Unterhaltung, diese Verkäuferinnen fanden es nicht besonders unnormal, von einer dicken Frau nach ihrer Kleidergröße befragt zu werden und benahmen sich so zutraulich wie die Wesen, die wir sonst im Streichelzoo besichtigen. Also habe ich mir die Damen genauer angeschaut. Schenkel wie ein nettes Brauereipony, stimmt. Pferdehintern, check. Tittenfrei, check. Passten trotzdem oder deswegen alle in Kindermode.

Wenn alle dünnen Frauen, die über den Kleidergrößenschrumpfwahn klagen, einfach mal kurz bei der Mädchenmode gucken würden? Vielleicht verhindere ich gerade eine Massendepression.

Oder es gibt gar keine Pointe für diesen Text. Das kann natürlich auch sein.

# 26. Februar 2010 um 12:04 PM
On Target • 4x FeedbackDrucken





Samstag, 06. Februar 2010

Stampfer

Sie läuft den Gang entlang mit drei kleinen zottigen Hunden und erst als sie näher kommt, sehe ich: Zwei davon sind ihre Stiefel, unförmige große Fellbatzen. Vor Überraschung muss ich loslachen und sie wirft mir einen bitterkalt verächtlichen Blick zu, der meinem eigenen von den Füssen nach oben folgt, bis wir uns begegnen - ich weiche ihr nicht aus. Dann lächle ich ihre Feindseligkeit einfach weg, bis sie schmilzt und das Mädchen schmunzeln muss. Der dünne kleine Hund hat sich in meine Tasche verliebt, muss aber dank Leine seinen beiden Freunden folgen.

# 06. Februar 2010 um 09:11 PM
On Target • 0x FeedbackDrucken





Seite 1 von 1 Seiten insgesamt.