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Dienstag, 21. Juli 2009

Ich hab gar keine Meinung.

Aber ein kristallklares Déjà-vu, denn ich muss daran denken, wie ich nach meiner Meinung gefragt wurde zu einem “Web 2.0” Projekt und wahrheitsgemäß antwortete, dass ich noch keine hätte, weil ich das Projekt noch nicht kennen würde.

Daraufhin ist die mir nur sehr flüchtig bekannte Frau, die mir ihre Teilnahme an diesem Projekt scheinbar auf irgendeine verschrobene Art und Weise unter die Nase reiben wollte, völlig übergangslos in einem recht erbärmlichen, aber wohl dringend benötigten Orgasmus aus Hass, Häme und Nachrede implodiert. Tenor ungefähr so wie “Du bist ja nur neidisch”, wobei die Untertitel wohl eher lauteten “ich hasse dich, weil ich neidisch auf dich bin und nun bist du gefälligst neidisch auf mich, kreischkotz” oder so ähnlich. Recht nervig jedenfalls.

Anschließend hat sie damals ihren befreundeten Kindergarten auf mich gehetzt, die alle im Chor plärrten, dass ich ja sowas von immer schon total dooooof und jetzt auch absolut neidisch sei. Monate später begutachtete ich das Projekte und stellte still für mich fest, dass ich jetzt aber wirklich nicht viel verpasst hätte, wenn ich es nicht angeschaut hätte. (Wo diese Personen geblieben sind, weiß ich heute nicht mal mehr.)

Aber ich habe daraus gelernt, dass ich mir besser sehr gut überlege, auf wen und womit ich meine Zeit verschwende, wenn ich um eine Meinung gefragt werden, denn Deppen fressen ganz offensichtlich viel mehr Nerven und Zeit als Leute, die sich lohnen. Vor diesem Zwischenfall hätte ich gedacht, dass ein Satz wie “Eine Meinung bilde ich mir, wenn ich das Produkt gesehen habe” genug Aussagekraft hat - nachher wusste ich dann, dass die Größe des gegenüber befindlichen Zwischenspeichers wesentlich zum Verständnis beiträgt. Nunja.

Ewig her das alles. Was am Déjà-vu nichts ändert.

Von mir also bisher keine Meinungsäußerung zum aktuellen Aufregerthema.

Nun habe ich eben “endlich” den berühmten Telekommunikations-Spot gesehen und er gehört wie “Du bist Deutschland” genau zu der Sorte Werbung, die ich nicht mag und die mich nicht erreicht und die ich auch sonst nicht so richtig gut finde, weil man nur herumraten kann, wofür überhaupt geworben wird. Wird also vermutlich rasenden Erfolg haben, ich scheine Mainstream-Gedöns ja magnetisch abzustossen :-)

Aber vielleicht habe ich jetzt doch eine Meinung.

Was da nun abgeht an persönlichen Diffamierungen der Blogger, die teilnahmen, kommt mir mal wieder so verdammt bekannt vor. Gesichtslose Fratzen, die daheim im Badezimmerspiegel einem engagierten Menschen mit nachhaltiger Meinung begegnen, in Wirklichkeit aber nicht mal einen sachlichen Tonfall und ihre eigene Realnamensnennung in einer Diskussion hinkriegen. Muss das sein? Sind das die gleichen Menschen, die anderswo erwarten, als Erwachsene für voll genommen zu werden, ja?

Man kann einfach mal davon ausgehen, dass die als Schauspieler gebuchten Blogger schon groß sind und selbst entscheiden können, wo sie gerne mitmischen möchten und was sie dafür bekommen. Wenn sie einen Fehler machen oder an Glaubwürdigkeit verlieren sollten, werden sie auch das ganz sicher verkraften und mit sachlicher Kritik müssen sie eben umzugehen lernen oder sich zurückziehen. Man wächst oder man weicht aus und beides kann genau das Richtige sein, denn die innere Wellness ist so wichtig wie das innere Kind (Anmerkung der Redaktion: Es handelt sich um einen internen Scherz, wenn das innere Kind erwähnt wird. Nicht um eine Schwangerschaft.)

Aber jetzt dieses wüste, primitive Aufheulen des Mobs und das Draufhauen ohne Rücksicht auf Verluste, weil die Cliquenwärme oder andere Mobber so schön den Rücken aufheizen und man sich dabei so umfassend selbstgerecht vorkommen kann, das Bashing und Mobbing und der Hass, die Häme ... das alles kann einen Menschen auch schwer verletzen, ja richtiggehend beschädigen. Unabhängig davon, ob andere es mitbekommen: Wie tief das bei wem geht und wer sich wann wovon getroffen fühlt, weiß man nicht, bis es zu spät ist.

Und dazu hat niemand ein Recht, genauso wenig wie darauf, jemanden mit einem Hammer ins Gesicht zu schlagen. Der Unterschied ist eh nur minimal.

# 21. Juli 2009 um 04:40 PM
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Blog-Geburtstag

Guten Morgen Blog,

heute wirst du 13 Jahre alt und diesmal habe ich deinen Geburtstag nicht vergessen. Mit der Pubertät warst du ein bisschen früher dran als andere, wie bei vielen anderen Dingen auch. Inzwischen geht es uns wieder gut hier, denn die Welt hat uns endlich eingeholt.

Man wird nicht mehr als exzentrisch betrachtet, wenn man ein möglichst leichtes Notebook wünscht und im Grunde niemals offline ist von Home Office bis Hochzeitsreise. Hunderttausende leben jetzt so, denn viele andere ernähren sich davon, aber das weißt du ja selbst.

In die Statistiken habe ich seit Jahren nicht mehr geschaut – je mehr Besucher, desto mehr Generv und Trouble, das habe ich immer wieder lernen können in der Phase, als hier teilweise (bis zu) 10.000 Visits am Tag aufprallten. Jetzt sind es (hier in diesem Blog) nur noch wenige hundert, darunter einige treue gelegentlich kommentierende Leser, über die ich mich immer wieder freue und die mir tatsächlich viel mehr bedeuten, als eine anonyme Viertelmillion im Monat es je konnte.

Wenn man keine Marketingziele erreichen muss, machen die x-tausende Besucher/Tag nur flauschig in der Birne. Ein privates Blog ersetzt aber rein gar nichts oder sollte nichts Wichtiges im Leben wie Anerkennung oder Zuneigung ersetzen müssen, denn ein Blog kann immer nur ein schöner Zusatz sein. Streich mal das “nur”. Es gibt wesentlich blödere Interessen.

Ab und zu kommt der eine oder andere Vollzeitspack vorbei und erinnert mich daran, wie gut ich es habe. Bei Vollmond oder wenn Antville Serverprobleme hat, zum Beispiel. Dann denke ich an die guten schlechten alten Zeiten, als Rufmordkampagnen ausreichten, um ein schäbiges Produkt bekannter zu machen und freue mich darüber, dass ich mich richtig entschieden habe, als ich irgendwann meine Prioritäten neu sortieren musste. Ich hatte Glück. Und ein bisschen mehr als das.

Binsenweisheiten für Blogger: Das Leben online ist viel schöner, wenn man offline auch eins hat.

Also, Blog. Wir bloggen also einfach gemütlich ein bisschen weiter, wann immer es uns überkommt, OK? Du kriegst irgendwann mal ein modischeres Designkleid, wenn ich Lust habe. Aber auch erst dann.

Nun feier schön. Man wird nur einmal dreizehn.

# 21. Juli 2009 um 06:53 AM
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Mittwoch, 15. Juli 2009

War ein Fehler.

Den Mann ein bisschen damit foppen, dass er mit der schicken neuen Brille aussieht wie eine erwachsene, weit attraktivere Version von Harry Potter?

Selbst schuld, wenn er jetzt bei jeder Gelegenheit (gerne auch Unbeteiligten gegenüber) beiläufig erwähnt, dass er am Ende der Sommerferien wieder nach Hogwarts muss.

# 15. Juli 2009 um 08:16 PM
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Kiss Kiss Bang Bang

Eines Tages wird die Tochter vielleicht fragen, wie wichtig der erste Kuss denn so ist.

Dann werde ich sie daran erinnern müssen, dass sie bereits am 15. Juli 2009 mit weit aufgerissener Schnute und heraushängender Zunge Marlon W. geküsst hat, der ziemlich begeistert wirkte und ebenfalls den Mund weit öffnete. Drei halbwegs fassungslose Kleinkindmütter können die Action auf dem Sandkastenrand bezeugen.

Anschließend haben die beiden dann einen Sandkuchen gebaut und teilweise gegessen.

Auch da habe ich mich rausgehalten.

# 15. Juli 2009 um 07:54 PM
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Let’s do the time warp again

Unter dem Moskito-Baldachin liegt ein sehr großes, wunderschönes Kind und schläft entspannt, die Hand lässig im schnurrenden Norwegerfratz vergraben. Sie sieht aus wie mindestens einen Meter zehn lang, dabei sind es nur 87 Zentimeter und ein halber.

»Wo kommt dieses meterlange Kind nur her?« frage ich versonnen den Mann, der es weiß: »Aus dem kleinen Bett da drüben.«

# 15. Juli 2009 um 05:30 AM
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