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Dienstag, 09. September 2008

Strategien, gescheitert

Man lernt ja ganz schnell, dass es jene Ommas vom Kind fernzuhalten gilt, die keinen Ekel vor dem Abschlecken von Löffeln und Schnullern verspüren und leider noch weniger Abscheu vor dem anschliessenden Wiedereinführen ins Kind.

Erstens weil gerade einige ältere Frauen das tatsächlich ohne Weiteres ununterbrochen tun würden offensichtlich, wenn man sie nur lässt. Und zweitens, weil Hygiene nicht nur eine Worthülse ist und drittens, weil man Karies nur durch den Speichel anderer Leute (mit Karies) bekommt. Und so hält man bitteschön den eigenen Speichel von Gegenständen und Nahrung fern, die danach ins Baby wandern.

So weit, so klar.

Aber wenn das Baby die Gelegenheit nutzt, mir im Halbschlaf mal eben eine Faust in den Mund zu stecken und beim erschrockenen Öffnen meiner Kiemen völlig überraschend vorspringt und mit der Zunge bis tief zu meinem Gaumen schlabbert und sich dann kaputtlacht, kann ich irgendwie auch nicht wirklich was dafür.

Bäh.
.

# 09. September 2008 um 05:49 PM
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Dienstag, 02. September 2008

fünfzigplus

Etwas verwirrend ist es ja schon, Texte für eine »ältere Zielgruppe« zu schreiben und dabei festzustellen, dass man bereits ab 50 von den Werbern in die große Seniorenkiste gesteckt wird, so zuordnungstechnisch.

Nicht wie die 50jährigen, die ich kenne: Bloggend, sehr aktiv nölend und nörgelig, Yogakurse gebend oder besuchend, Bauernkaten sanierend, Marathon laufend, alte Jeeps reparierend oder 25jährige Sozialpädagoginnen beglückend.

Sondern wie softe hoch betagte Rentner eben, die allmählich zu schwächeln beginnen, was den Haushalt angeht und vor dem Fernseher sitzend auf den monatlichen Besuch der holden Verwandtschaft warten, auf dass diese ihnen einen Treppenlift anbringt oder die Wasserkisten trägt.

Alles muss gut leserlich in Großbuchstaben, ohne Anglizismen aufbereitet und in gut verdaulichen Häppchen sein, Vertrauen einflössen und so wirken, als sei es gut zu bewältigen.

OK.

Das letzte Mal, als ich nachschaute, lagen zwischen 50 und dem Ende der durchschnittlichen Erwerbstätigkeit noch anderthalb Jahrzehnte - mindestens. Ich dachte immer, Senioren seien Rentner und umgekehrt oder so sollte es zumindest sein.

Doch wenn es um Zielgruppen geht, hätten sie einen wohl gerne schon ab 45 in der lukrativeren Schublade und beschränken sich nur mühsam mit der Einteilung auf 50. Dabei ist der Trend doch gerade andersherum, nie waren die Menschen so lange fit und aktiv.

Nicht nur die möchtegernen Ewigjungen, die fünfstellige Summen und gnadenlos viel Zeit investieren, um sich zu konservieren, sondern fast alle sind heute »jünger« als ihre Eltern im gleichen Alter. Auch ohne Tünche und Chirurgie, einfach so in sich.

Das ist kein persönlicher Verdienst, kein Lottogewinn und auch längst keine Ausnahme mehr (und wer sich ein bisschen pflegt und auf die regelmäßige Zuführung von Alltagsgiften wie Nikotin und Alkohol verzichtet, hält sich dann auch noch optisch einfach besser, finde ich).

Der werbetechnisch angepeilte Bedürfniswandel, den ein Erwachsener allen Klischees zufolge beim Eintritt ins Seniorentum erfährt, dürfte meinen Beobachtungen nach mit 50 noch recht weit entfernt sein, vielleicht sogar noch zehn Jahre weiter weg, als er es früher gewesen wäre.

Außerdem ist es wohl eher die Ausnahme, dass jemand mit gerade einmal 50 möglichst bald zu den Senioren gerechnet werden möchte, ganz im Gegenteil fühlt sich niemand gerne »alt« und älter sind immer die anderen, man selbst eher nicht.

Das kann man wunderbar immer wieder an 70jährigen beobachten, die über ihre Altersgenossen entsetzt erzählen, die seien ja so furchtbar ergraut und vergreist inzwischen … während sie selbst sich trotz flächendeckend vorhandener Spiegel fühlen, nun ja, wie fünfzigplus, nehme ich an.

# 02. September 2008 um 09:29 AM
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