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Freitag, 15. August 2008

Zwi-Zwa-Zwickmühle.

Ein Raum voll netter Muttis, die eifrig Lieder für kleine Kinder singen, genau nach Anweisung klatschen und alle Übungen mitmachen, die von einer netten Musiklehrerin vorgeklatscht, gesummt und gesungen werden.

Lauter ganz kleine Kinder, die durch den Raum tigern, ab und zu mal eine Rassel oder ein Klangholz erwischen und eher zufällig mitmachen und ansonsten wohl einfach nur die anderen kleinen Kinder anschauen, die Musik zur Kenntnis nehmen und warten, was das Leben an Muttis Seite wohl als Nächstes mit sich bringt.

Auch wenn die singenden und klatschenden Muttis sich offensichtlich großartig amüsieren: Ein ganz großer Schmarrn ist das, die Vorvorstufe der Vorstufe zu musikalischer Früherziehung in einer so großen Gruppe, das sage ich jedenfalls. Selbst mit der Prägung durch eine ganze Sippe an Musiklehrern, Opernsängern, Dirigenten etc von denen wir abstammen und der entsprechenden Erfahrung mit Kleinkindmusikbespassung von allem, was ich so selbst erlebt und mitbekommen habe, ist diese Mütterbeschäftigungstruppe etwas, das mir viel zu laut, voll und früh vorkommt für ein Baby. In einem Jahr wäre es OK, zumal die anderen Kinder sowieso deutlich älter sind.

Man könnte das spontane Experiment also wieder beenden.

Wäre da nicht das kleinste und jüngste anwesende Kind, das überglücklich eine große Rassel schwingt und kein Auge mehr von der Gitarre lässt. Selig auf dem Popo hopst, wenn ein neues Lied beginnt und vor Begeisterung summt und quiekt bei jedem Klatschlied und sich immer wieder strahlend in dem ganzen Lärm umschaut. Macht die Musik eine Pause, hält sie die Rassel an - um sie beim ersten neuen Takt dann wieder ernsthaft zu schwenken.*

Babymusikschule also.

Singen und Klatschen muss dann allerdings Oliver übernehmen.

*Babygrrls spürbar großes Interesse an Musik war auch der Grund für das verfrühte Hineinschnuppern in diesen Kurs.

# 15. August 2008 um 11:59 AM
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Dienstag, 12. August 2008

Dialoge für die Ewigkeit

»Guten Tag, meine Internistin hat mich zu Dr X überwiesen und ich bräuchte nun einen Termin.«
»Oha, das sieht aber gaaaaaaanz schlecht aus ....«
»Nun. Dr X ist doch ein Arzt, oder? Es geht leider nicht um Pediküre oder sowas Optionales, sondern ich brauche tatsächlich einen Untersuchungstermin.«
»Das geht in diesem Jahr aber nur noch mit Wartezeit.«
»Was heißt denn ‘mit Wartezeit’ konkret?«
(Ja, ich weiß es. Aber ich musste es einfach mal fragen.)
»Dass Sie mindestens zwei Stunden Zeit mitbringen müssen, bis Sie drankommen.«
»Aber wenn ich sowieso zwei Stunden warten muss, und Sie wissen das schon Monate vorher, warum kann ich dann nicht von vornherein zwei Stunden später kommen?«
(Nennt mich Donna Quichotta.)
»Ja, nee, wenn die dann alle zwei Stunden später kämen!«
»Eben. Wäre das nicht praktischer?«
»Nee, also das geht nicht, wir haben das probiert [hier ganz lange ganz wirre Begründung für die Terminplanung à la Muppetshow mit Gutsherrensyndrom einsetzen]«
»Ach so. Na, dann warte ich eben.«

WAS SOLL MAN AUCH SONST DAZU SAGEN?

Ende Oktober also.

Und jetzt stecke ich mein quietschendes Handgelenk wieder in die Schiene, die ich mir selbst verordnet habe. Aber dieser therapeutische Blogeintrag musste sein, denn in 36 Minuten soll ich schon wieder in einem Wartezimmer sitzen. Mit der sonnigen Aussicht auf mindestens 2 Stunden Wartezeit, diesmal aber ohne Ankündigung. Nur mit Ahnung aus Erfahrung.

# 12. August 2008 um 07:19 AM
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Samstag, 02. August 2008

Magische Selbstheilungskräfte

Es war einmal vor langer Zeit, da bekam ich nach vielen Jahren des zusammengewürfelten Wohnens meinen ersten Backofen und freute mich sehr über die Information, dass es ein selbstreinigender sei. Wie das funktionieren sollte, darüber dachte ich nicht nach. Mir reichte in meiner jugendlichen Unbekümmertheit wohl die Gewissheit, dass der Ofen sich selbst versorgen konnte und so furchtbar viele Ofengerichte machte ich als damals Festangestellte und Nutzerin der Firmenkantine auch nicht.

Zwei Jahre später kam eine Freundin für eine längere Zeit zu Besuch, die Aufläufe liebte und mir irgendwann auf dem Weg von Küche zur Tür mitteilte, sie habe nach der letzten Lasagne mal alle Gitter rausgenommen und den Selbstreinigungsprozess gestartet, ich könne jetzt drei Stunden lang nichts backen.

Oh.

Ebenso wenig wie mein Backofen sich selbst auf Vordermann bringen konnte, können dies leider Foren und Mailinglisten mit Problemen. Deswegen werden sie gewartet, administriert, upgedatet und noch mehr neudenglische Sachen und immer sind es Menschen, die sich darum kümmern.

Daher freue ich mich auch immer wieder und wieder so ungemein, wenn ich Mails lese, aus denen klar hervorgeht, dass Admin-Info-Mails nicht gelesen wurden, im Support-Forum steht dann aber: »Ach, das ist bei mir von alleine wieder weggegangen« und drei andere fröhlich in den Reigen einstimmen und meinen »Dann warte ich mal, sicher geht es bei mir auch von alleine wieder weg.«

Ja, genau.

Was als erstes fast von alleine weggeht, ist die Motivation, sich um so was zu kümmern, ehrlich gesagt. Vor allem, weil das technische Problem oft vor dem Monitor sitzt und quengelt.

Bei meinem Ofen war mir ja wenigstens noch versprochen worden, dass er ein Selbstversorger ist. Jedenfalls war die Ansage missverständlich genug. He.

Aber die Annahme, dass das ganze Internet mitsamt aller Möglichkeiten und Communities ein großer organischer Wirtskörper ist, der seine Gäste zuvorkommend, bereitwillig und ohne jeden Einsatz von außen (Wartung) oder innen (Brain Activity, Nehmen *und* Geben, einfach mal die Schnauze halten wenn ahnungsfrei und so weiter) komfortabel pflegt und ernährt, die ist mir wirklich ein Rätsel.

# 02. August 2008 um 07:50 AM
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