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Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

So viele von euch haben uns geholfen, das vergessen wir nicht.

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Samstag, 26. April 2008

Unterhaltungen vor dem Wachwerden

Ich, anklagend die Tüte mit den herumfliegenden Brotscheiben hochhaltend: »Das Brot ist durcheinander!«

Er, ohne auch nur hinzusehen: »Richtig. Ein verwirrtes Brot - habe ich der Bäckereifachverkäuferin gesagt.«

(Immerhin widerstand ich der Versuchung, die Scheiben wieder in der richtigen Größe hintereinander weg zu sortieren.)

# 26. April 2008 um 09:01 AM
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Mittwoch, 16. April 2008

Willkommen, kleines Orakel!

Silke hat’ s geschafft!

Herzlich willkommen auf der Welt, kleine Orakeltochter. Hoffentlich nennen sie dich nicht wirklich Hoshi, sonst müssen wir mal eine Blogger-Namensspende durchführen und ein paar Gegenstimmen sammeln :-)

# 16. April 2008 um 04:25 PM
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Dienstag, 15. April 2008

Gefährliches Terrain

Bei der Ankündigung, dass gleich Eros Ramazotti mit Anastasia singt, sollte man sich in gemischter Frauenrunde tunlichst verkneifen zu bemerken »Manche Leute sind auch vor gar nichts fies«.

Denn es muss nicht notwendigerweise Radio, ein Versehen oder gar ein Zufall sein, wenn solch ein Liedchen erklingt.

(Weia.)

# 15. April 2008 um 11:44 AM
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Donnerstag, 10. April 2008

VorherNachher

Als Bastelidee evtl. etwas ambitioniert, aber da ich im Muttertags-Blog keine Bilder zuschneiden muss, landete die Anleitung nicht im Heimwerker-Blog. Was auch nur heißt, dass wir das Blog übers Renovieren noch sanieren müssen, damit man auch dort das Gallery-Tool nutzen kann. 

# 10. April 2008 um 03:02 PM
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Mittwoch, 09. April 2008

Auf dem Weg zur modischen Kurzhaarfrisur

Eine Info vorab: Eine Kurzhaarfrisur fängt für mich dort an, wo die Haare nicht mehr auf unten der Hüfte, sondern oben an der Taille aufliegen. Dieser Eintrag ist also nichts für Korinthenkacker, Pagenköpfe oder Ohrläppchenfetischisten.

Dann noch der obligatorische Disclaimer: Bitte nicht weinen. Es gibt viele Frauen, denen kurze Haare toll stehen – mir fallen spontan zwei liebe Freundinnen ein, bei denen eine andere Frisur gar nicht in Frage käme, so perfekt passt die nicht vorhandene Länge.

Alles klar? Können wir? Gut.

Im letzten Sommer eröffnete 50 Meter von uns entfernt ein Hairdesign-Shop. Sie nennen sich wirklich so und drohen mit ‘italienischem Hairdesign’, die Werbefotos sehen durchgehend so aus, als hätte jemand Ungutes und Haariges mit ambitionierten Möchtegern-Popstars getan: Mühsames Zurückprügeln der 70er mit asymmetrischen Ponys, vorteilhafte Haarscheitel quer überm Gesicht und alle Modelle haben diesen Myspace-Webcam-Blick von schräg unten, als würde ihnen gerade jemand die Eierstöcke, wahlweise Hoden quetschen.

Ich bin dann trotzdem mal hingegangen, schließlich wollte ich nur die Spitzen schneiden lassen, so viel kann da eigentlich nicht schief gehen.

Friseurbesuch geht so: Zuhause wasche ich meine Haare, lasse eine Kurpackung einwirken und gehe dann mit noch feuchter Mähne in einen leeren Friseursalon, wo ich etwa zwei Stunden darauf warte, an die Reihe zu kommen. Fünf Meter links von mir bekommt Waltraud oder Edelgard ihre zweiwöchentliche Zementwelle und berichtet während des Einlegens über sämtliche Details der problematischen Beziehung ihres jüngsten Sohnes mit einer geschiedenen Frau, die sogar ein Kind mitgebracht hat und nur sein Geld will.

Dann muss ich mich woanders hinsetzen, egal wo ich vorher gesessen habe, und soll dann aufstehen, damit die kleine mir die Haare schneidende Person auch an die Spitzen kommt. Also stehe ich vier bis fünf Minuten, bekomme das Ergebnis gezeigt, nicke und zahle.

Vorher kämpfe ich lange mit mir, ob ich so viel abschneiden lasse, bis alles wieder ‘gesund’ ist oder ob ich nur das Gröbste einkürzen lasse. Ich entscheide mich stets für das Gröbste, doch das liegt scheinbar nicht ganz in meiner Hand.

Früher, vor dreieinhalb Millionen Jahren, bin ich in der freudigen Erwartung zum Friseur gegangen, mich mal ein bisschen verwöhnen und entspannen zu lassen und wurde von hysterischen Damen mittleren Alters belehrt, dass es un-mög-lich sei, eine Mähne von solcher Menge zu waschen und zu fönen in der Hektik ihrer Abläufe. Zwar war ich anfangs etwas erstaunt, hatte ich doch angenommen, das Waschen und Fönen von Mähnen wären die Abläufe, aber ich bin ja lernfähig und ging fortan, siehe oben, gewaschen und vorbereitet in die beiden Salons, die von meiner gar nicht sehr exotischen Haarlänge überfordert waren.

Manchmal spielte ich vorher noch das Termin-Spiel. Bei dem einen Salon steht an der Tür »jederzeit auch ohne Termin« und man wird sofort angemotzt, warum man denn keinen vereinbart hätte, sobald man zur Türe hineinkommt. Bei dem anderen steht »nur mit Termin« und wenn man einen vereinbaren möchte, folgt eine Belehrung, das sei doch wirklich nicht nötig. Finde ich ja auch, aber die Regeln dieses Spiels lerne ich wohl nie.

Diese noch halbwegs neuen Designer nun sind genau gegenüber. Ich rufe da nicht an, ich gehe grundsätzlich mit frisch gewaschenen Haaren vorbei, es ist immer leer, ich warte immer eine lange Weile unter Beschallung durch fremde Familiengeschichten und dann lasse ich mir kurz und schmerzlos die Spitzen schneiden und habe wieder acht bis zehn Wochen Ruhe.

Letzte Woche setzte ich mich also in einen der Designersessel und überlegte, wo ich wohl gleich stehen würde – immer noch nah genug, um mehr über den Studienabbrechenden Enkelsohn von Frau Würgerskirchen-Emmeling zu erfahren, der vielleicht sogar heimlich raucht? Da merkte ich plötzlich, wie jemand meine Haare zusammenraffte – nicht ungewöhnlich für einen Friseurbesuch, sollte man meinen – nur dass ich plötzlich hintenüber im Waschbecken hing, ohne Frisierumhang oder Vorwarnung, und richtig gründlich eingeweicht wurde, während meine Designerin des Tages triumphierend zischte: »Trockenschnitte machen wir GAR NICHT!«

»Wie bitte?« Scheinbar musste ich ihr erklären, dass ich schon das vierte Mal dort war und die anderen vier Male einen Trockenschnitt erhalten hatte, wenn man das denn so nennen kann, da ich ja frischgewaschen auftauche. Also erklärte ich es ihr. Sie weichte mich prompt noch gründlicher ein und verkündete ein weiteres Mal: »Trockenschnitte machen wir nicht! Das ist ein Paketpreis, ich kann Ihnen da jetzt auch nichts nachlassen!« Es war ihr deutlich anzumerken, dass sie sehr stolz auf ihre schnelle Reaktion war und sich für ungemein geschäftstüchtig hielt.

Aber HALLO.

Mich kann so ein Mensch nicht erschüttern. Ich meine, ich kaufe bei Ebay-Händlern ein, treffe mich heimlich und nichtheimlich mit Bloggern und lösche seit Jahren Spammer aus allen Anwendungen, die ich täglich benutze – abgrundtiefe Dumpfheit ist keine Überraschung, sondern wird allmählich zu dem, was ich schon im Vorfeld erwarte, wenn ich auf Abläufe mit Automatisierungspotenzial treffe und dann merke: Man lässt diese Möglichkeiten leider nicht aus.

Sie durfte mich also fönen. Es hat sich wahrscheinlich nicht wirklich gelohnt, fünfundzwanzig Minuten an meinen Haaren herumzupusten, um drei oder fünf Euro mehr zu verdienen. Aber bitte sehr, zu ändern war der Ablauf der Dinge nicht mehr, dazu war es draußen zu frostig und ich zu durchweicht. Bis sie fertig war, hatte ich mich von dem Gefühl erholt, einfach mal eben eingetunkt worden zu sein und ihre gesamte Familiengeschichte, aber auch die von Frau Würgerskirchen-Emmeling erfahren, denn wenn Nullinformationen durch die Ohren durchrutschen, geht das durchaus auch stereo.

Erst zuhause realisierte ich: Drei Zentimeter hat sie abschneiden sollen. Dreizehn hat sie gekürzt. Genau die Länge, zu der ich mich hatte überreden wollen. Für meine Verhältnisse bin ich also halb kahl.

Das war’s. Keine Pointe. Der Enkelsohn von Frau Würgerskirchen-Emmeling möchte ‘irgendwas mit Medien oder Marketing machen’ und die Anwesenden, mich eingeschlossen, waren auch alle nicht sonderlich originell. 

# 09. April 2008 um 10:47 AM
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