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Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

So viele von euch haben uns geholfen, das vergessen wir nicht.

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Mittwoch, 31. Oktober 2007

Fast 4 Wochen

Ein Mensch im Fernsehen behauptet, die beste Tochter der Welt zu haben.

Der Mann gibt ein böse gefährliches Knurren von sich.

Ich erkläre ihm, was für mich selbstverständlich ist: Es muss sich bei dieser Sendung um eine Aufzeichnung aus der Zeit vor dem 4. Oktober handeln.

Er beruhigt sich wieder.

*

Sehr weise von Mama Natur, Babys mit kugelrund samtigen Marzipanköpfchen und großen blanken Augen auszustatten. Irgendwas Glibberiges in Schwarz mit Schuppen hätte nachts um halb Vier ganz schlechte Karten, da könnte es das Mäulchen noch so weit aufklappen.

Man kann so viel Zeit damit verbringen, kuschelnd und küssend ein leise vor sich hin brabbelndes kleines Mädchen auf dem Arm zu halten, dessen Verdauungsorgane ein sanftes Gurgeln und Glucksen von sich geben. Ach was: Man kann nicht nur, man sollte. Man muss. Sie wächst so schnell. In Kürze wird sie damit anfangen, mit den falschen Jungs auszugehen. Die Zeit bis dahin muss ich nutzen.

Henrietta bei Nacht

# 31. Oktober 2007 um 02:16 PM
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Donnerstag, 25. Oktober 2007

3 Wochen

Henrietta 3 Wochen

Die Katzen setzen sich vorwurfsvoll vor uns und maunzen, wenn sie schreit. Pepper schnurrt ein seligen Patenkatzenschnurren. Kenzo gibt den Rüpel mit ADD und würde sehr gerne mit in die Wiege. Muss sich aber mit dem gut abgedeckten Kinderwagen begnügen.

Henrietta hatte zunächst auf 3.000 Gramm abgenommen, wiegt jetzt aber 3.600 Gramm und ist fast 6 cm gewachsen: Die kleinste Größe Strampler passt jetzt fast. Sie ist zart, bezaubernd, sehr entschieden. Heute hat sie versucht, den Stillrhythmus von “alle zwei Stunden” auf “alle 45 Minuten” zu beschleunigen, aber da ist die zu melkende Mama irgendwann zusammengebrochen. Urghs.

# 25. Oktober 2007 um 02:47 PM
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Mittwoch, 24. Oktober 2007

Lagerkoller

Theoretisch könnte hier ein Eintrag über das Stillen stehen und darüber, wie es die Menschen eint. Denn alle, auch die Ahnungslosesten, wissen eins genau: Dass nur Muttermilch die angemessene Nahrung für ein Baby ist und dass es daher die heilige Pflicht und im Grunde einzige Option einer Mutter ist, dieses damit zu versorgen.

Eine Information, die in der Regel eher ungebeten verteilt wird – dafür aber unaufhörlich und als gut gemeinter Rat verpackt. Braucht kein Mensch, diese Art von Belehrung. Das hält aber niemanden davon ab, uns damit zu nerven, wie wichtig doch das Stillen ist.

Als 24/7-Provider des kostbaren Gesöffs würde ich also gerne eine längere Abhandlung darüber verfassen, dass Muttermilch zwar sowieso die Wunderwaffe unserer Wahl ist und das Stillen auch prima klappt: Jawohl, wir stillen. (Eigentlich stille nur ich, aber bitte, wen interessieren die Details?)

Das Verfassen dieser längeren Abhandlung scheitert aber daran, dass ich seit etwa drei Wochen nicht länger als 2 Stunden am Stück geschlafen habe und völlig erschöpft bin. Stillen ist nämlich nicht nur gesund, es ist auch irrsinnig, wahnwitzig anstrengend und zehrend. Abgesehen von der Bindung (nicht die zwischen Mutter und Kind, sondern meine ans Bett) und der Nähe (zwischen Mutter und Kind und die räumliche Entfernung zu Waschmaschine und Trockner, wenn man nur ungefähr 20 Molton- und Mulltücher gekauft hat statt 200 wie man es anfangs wollte) bedeutet Stillen zurzeit vor allem Hunger, sehr große Müdigkeit und noch etwas:

Wenn jemand schreit, tropfe ich aus allen Frontkanälen.

Leider ist es dabei völlig unerheblich, welche Art von Nachwuchs die kläglichen Geräusche macht. Egal ob das Baby quiekt, die Katzen miauen oder Tokio Hotel herumweinen, die Milch schießt ein.

# 24. Oktober 2007 um 05:18 PM
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Mittwoch, 17. Oktober 2007

/gähnt verhalten

Morgen wird Henrietta zwei Wochen alt und ich kann es immer noch nicht wirklich fassen, wie anders die Welt plötzlich ist. Sanfter an den Kanten, viel weiter geöffnet und verletzlich, unglaublich groß und voller Möglichkeiten. So unglaublich stressig. Absolut wunderbar.

Aus dem knubbeligen kleinen Kartöffelchen ist schon jetzt ein Persönchen mit großen blanken Augen geworden, die aufmerksam jede Bewegung im Zimmer verfolgen. Will sie essen, schmatzt sie auf zwei Fingern - so verstehen auch ungeübte Eltern ihr Anliegen. Das kann noch heiter werden hier.

Die langen Finger krallen sich energisch um meine Finger um ihren Kopf, wenn ich sie stille - hoch oben über den Ohren und zwar an beiden Seiten. Das sieht dann etwa so aus, nur dass im offenen Mund die Nahrungszufuhr steckt und ihre Hände feste meinen Daumen und kleinen Finger umklammern (wenn sie das macht, nennen wir sie Munchie).

Als die Hebamme zu uns sagte “Der Rhythmus bleibt jetzt erst mal so” sollte das bestimmt tröstend klingen. Momentan kann ich noch nichts tröstendes daran finden, alle zweieinhalb Stunden für etwa 60 bis 90 Minuten zu stillen, damit unser Baby nicht zu Chucky (die Mörderpuppe) mutiert, aber da sich mein Hirn sowieso gerade in einen Brei aus Babyglück und Schlafmangel verwandelt, kann das durchaus auch an mir liegen. Das Baby ist jedenfalls perfekt, sie kann nicht der Grund sein.

Henrietta hat so viele schöne Geschenke und Briefe bekommen, ich muss mich unbedingt richtig für alles bedanken, sobald die Tage nicht mehr so komplett durchgeflauscht sind. Und Fotos machen.

Theoretischer Schlafmangel ist übrigens immer noch was ganz anderes als praktischer, ebenso wie man sich wesentlich unbefangener für einen Kaiserschnitt entscheidet, wenn man noch keinen ausgebadet hat. Vielleicht schreibe ich ihn dann doch noch, den Geburtsbericht - das ist vermutlich einfacher, als die ganzen einzelnen Mails zu beantworten.

Aber nicht heute.

Bild20

# 17. Oktober 2007 um 11:26 AM
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Montag, 15. Oktober 2007

Mooh.

Stillen geht übrigens auch mit nur einer Hand, während man mit der anderen das ausgiebig nach Aufmerksamkeit verlangende Blog versorgt.

# 15. Oktober 2007 um 10:19 AM
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