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Sonntag, 23. September 2007

Unterlassungsvorschläge

Keine Scherze über Wehen machen, wenn man im Möbelhaus an der längsten Schlange gelandet ist. Die Menschen vor einem würden einen entweder auch ohne Drama oder wahlweise sowieso niemanden vorlassen, der nicht mindestens aus den Augen auf ihre Ware blutet.

Der Mann aber wird nervös. Und das kann man dann auch nicht brauchen.

# 23. September 2007 um 07:50 PM
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Krankenhauswahl (wenn man denn eine hätte)

Mir wäre es ja nie in den Sinn gekommen, mehrere Krankenhäuser abzuklappern, um eines für die Geburt auszusuchen. Kriterien festlegen (Kinderklinik nebendran, auf Risikoschwangerschaften spezialisiert), eines in der Nähe aussuchen, zwei Monate vorher hin und sich alles zeigen lassen, anmelden und dann dort gebären.

So war der Plan. Ganz normal. Ich liebe normal.

Dann stand ich am letzten Tag der 12. Woche plötzlich nachts in einem See von Blut und Gewebeklumpen und uns blieb nichts anderes übrig, als in diesem Gemetzel nachzusehen, ob das Kind darin enthalten war. In dieser furchtbaren Nacht lernte ich, dass man als Notfall in einer renommierten Klinik auflaufen kann, um frontal vor ein desinteressiertes mieses Weib zu knallen, die erst mal 10 Euro Praxisgebühr und das Ausfüllen von acht Formularen fordert, während man den Flur vollblutet – nur um dann eine Dreiviertelstunde einer fröhlich telefonierenden Ärztin vom Dienst zu lauschen, die später das Gespräch mit einem lockeren “so früh in der Schwangerschaft kann man eh nichts tun” eröffnet.

Die Woche in jener hier im Umfeld hoch angesehenen Klinik war der blanke Horror. Nicht nur wegen der wahrhaft grauenvollen alten Frauen in meinem Zimmer, den teils sehr rotzigen Nachtschwestern und dem klebrigen Dreck rund ums Bad und Bett.

Am besten gefällt mir ein Krankenhaus in Ratingen, in dem ich einige Male zwischendurch gelandet bin, nach einem Sturz oder mit unerwarteten Schmerzen, aber leider gibt es dort keine Kinderklinik und auch keine Spezialisten, das hilft uns also nichts. Vielleicht würde ich instinktiv wieder dorthin fahren, so mitten in der Nacht und in Panik … aber so lange man eine Chance auf Planung hat, möchte ich so sicher wie möglich für die Kleine planen.

Klinik 2 hatte ein versifftes Ambiente, das so dermaßen jeder Beschreibung spottet, dass ich mir diese auch spare. War auch nicht so ganz mein Stadtteil, ich trage keine Waffen. Die letzte Option Klinik 3 wies dann diesen ach so einfühlsamen Oberarzt vor und ich hatte mich bereits damit abgefunden, dann eben trotz dieses prallen Intros dort aufzulaufen.

*

Das erzählte ich nun meiner Hebamme, die ich mir ursprünglich nur für die Nachsorge gesucht hatte. Sie arbeitet außerhalb von Düsseldorf, in einer ganz anderen Stadt. In einer Klinik, die Spezialisten für Risikoschwangere und eine Kinderklinik hat – und sie findet, wir sollten dann doch einfach zu ihr kommen. Mal schauen, was mein Arzt dazu sagt, diese neue Idee gefällt mir ganz gut. So lange wir von einem geplanten Geburtstermin reden, kommt es auf 10 km mehr Fahrt nun wirklich nicht an.

Babymädchen wiederum hat strikte Anweisungen erhalten, sich nun noch mindestens so lange unauffällig zu verhalten, bis unsere frisch ernannte Beleghebamme aus dem Urlaub zurück ist. Das sollte der Nachwuchs besser sowieso, wir haben unsere Baustelle leider erschöpfungsbedingt nicht im Griff und daher immer noch kein zweites Zimmer. Das ist noch nicht Dramapotenzial genug, ich habe ein Medikament erst vor wenigen Tagen und nach neuen Erkenntnissen folgend dem Gespräch mit dem Chefarzt der Horrorwarnungen abgesetzt und das Zeugs muss mindestens x Tage aus dem Körper sein vor irgendwelchen Eingriffen.

Lauter gute Gründe für Fräulein H., nun noch eine gute Weile die Füße stillzuhalten. Gerne zwischen meinen schmerzenden Rippen.

# 23. September 2007 um 06:21 PM
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Mittwoch, 19. September 2007

Alle Werte sind bestens.

Babymädchen übt weiter alles, was ein Bilderbuchbaby können muss und klemmt mit dem Kopf nach unten an der perfekten Stelle im Bauch, strampelt zuverlässig mehrmals am Tag kräftig zu meiner Beruhigung, macht tolle CTG-Linien und hörbare Blubbergeräusche.

Alle Werte sind bestens. Auch die vom mehrfach wiederholten Zuckerbelastungstest. Das einzige Problem ist diese zu treffende Entscheidung. Erst möchte ich meinen Arzt noch sprechen, der noch eine Weile im Urlaub ist. Dann wird man sehen.

Gestern wurde mir klar, dass die vor mir sitzende Miss Peppermint nicht mich so zärtlich anschnurrte, sondern das herumkaspernde Baby. Wenn ich mit dem Stethoskop in den Bauch horche, höre ich sie für das andere Real Life trainieren. Sie ist groß, nicht zu schwer und orientiert sich mit ihrer Entwicklung exakt an sämtlichen Lehrbüchern.

Mit geschlossenen Augen kann ich sie sehen.

# 19. September 2007 um 02:45 PM
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Update »Wünsch dir was«

Mehrere Gespräche und ÄrtzInnen später und nach deren Telefonaten mit- und untereinander weiß ich nun, dass der erfahrene Chefarzt aus dem vorherigen Eintrag so strikt für einen Terminkaiserschnitt ist, weil er vor ein paar Wochen einen Notfall hatte bei einer Patientin, die ähnliche Risikofaktoren aufwies wie ich. Es wäre wohl fast schief gegangen sowohl für Mutter als auch für Kind, dort kam noch eine Gerinnungsstörung mit dazu.

Meine Güte. Der arme, arme Mann. Es muss übel schlimm sein, als leitender Arzt in einer Klinik für RISIKOschwangerschaften und –geburten beschäftigt zu sein und dann tatsächlich mal eine zu erleben, die sehr riskant verläuft.

Gespräche wie das mit uns geführte sind trotzdem nicht das, was ich darunter verstehe, wenn jemand seine Berufserfahrung einbringen möchte, das Trauma soll er bitte woanders verarbeiten, für mich tun’ s auch normale Erläuterungen zu den möglichen Faktoren. Er gibt selbst zu, dass das Vorbereitungsgespräch nicht gut gelaufen ist. Inwiefern, kann ich ihm gerne auch noch mal persönlich erklären, wenn nötig. Wäre doch schade, wenn manche Zwischenfälle nur für einen der Beteiligten unvergesslich sind.

Eins wird mir allerdings immer klarer: Wenn ich mit meiner Kranken- und Vorgeschichte inklusive Risikofaktoren irgendwo unerwartet und als akuter Notfall auflaufe, ist die Wahrscheinlichkeit eher groß, dass ich trotz Wehen und vermutlich auftretender Geburtspanik der souveränste Mensch weit und breit bin - vor allem aber nachts im Kreißsaal und wenn irgendein bräsiger Junior Dienst hat.

Das war jetzt leider nur ein halber Scherz.

# 19. September 2007 um 08:49 AM
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Dienstag, 18. September 2007

Wessen Wunsch?

Man sollte meinen, dass der Planungstiefpunkt dieser Schwangerschaft erreicht war, als Oliver die Tür der kleinen Toilette in unserem Altbau hier aushängen musste, damit ich dem Baby nicht die Klinke in den Rücken drücke.

War aber nicht so. Es geht noch besser:

Ein Chefarzt, der seine Forderung nach einem (meinem) Wunschkaiserschnitt (sein Wunsch, nicht meiner) unter anderem damit begründet, dass es für eine Familie mit mehreren Kindern (“ein gefestigter Familienverbund”) vielleicht noch etwas anderes sei, ein Baby bei der Geburt zu gefährden, aber wir hätten ja noch keines (und “wenig Chancen auf weitere”) und sollten schon daher besser keinerlei Risiko eingehen ... der schlägt ein öffentliches Klo in der eigenen Wohnung nicht nur um Längen, sondern gleich um Kilometer.

War kein gutes Wochenende.

# 18. September 2007 um 12:34 PM
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