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Mittwoch, 06. Juni 2007

Schmetterlinge im Bauch

Oder so fühlt es sich an.

Einer von diesen Tagen, an denen man aufwacht, als würde man aus einer Hülle steigen, um sie hinter sich zerfallen zu lassen. Ich geh zwar nur zum Arzt mal wieder, mental geht es mir aber jetzt schon besser. Mich muss es nämlich gar nicht interessieren, ob jemand anderes gerne über die Nutzung unseres Wohnraums bestimmen würde, egal wie aggressiv er/sie das angeht.

Sollen sie doch alle ihre Macken und Zwergdackel züchten, aber bitte ohne meine Zeit zu stehlen.

# 06. Juni 2007 um 06:03 AM
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Dienstag, 05. Juni 2007

Einfach nur müde.

Todmüde sogar. Ich merke, wie mir die Konfrontation von heute morgen auch Stunden später noch in den Knochen sitzt und mir die Energie abzieht und weiß, dass ich eine Entscheidung treffen müsste. Danach zumute ist mir jetzt nicht. Außer Ruhe kommt mir jetzt nichts auf die Haut.

# 05. Juni 2007 um 09:04 PM
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Die Wut

Die Wut der B. erinnert mich an das blindwütige Rasen, wenn man jemanden durch sachlichen Rückzug aus dem Bekanntenkreis entfernt, der nach einer kurzen Phase anfangen wird zu behaupten, er habe sich zurückgezogen und das dann fast übergangslos auch selbst glaubt, um ab dann hinter dem Rücken zu hetzen.

Vielleicht passiert das nun. Wir werden sehen. Ich habe auf das dumpfe Brüten nicht reagiert, bin sachlich geblieben. Es kann also in jede Richtung ausgehen. Wie immer. Wie alles.

# 05. Juni 2007 um 01:28 PM
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Mehr Glaubenskriege, andere Baustelle

Beiläufig erwähne ich, dass in der neuen Wohnung nicht mehr geraucht werden wird, wenn wir sie saniert haben. Betont beiläufig sogar, denn im Grund wird auch im jetzigen Wohnungsdrittel nicht geraucht, nur hält unser Gast B. sich nicht daran. Sie hat vor einigen Wochen zwar offiziell verkündet, mit dem Rauchen nun aufgehört zu haben und konsumiert seitdem immer nur eine Zigarette hier und da »weil es mir besser geht damit«, leider eben in unserer Küche und ohne auf die Bitte zu hören, es doch nun zu lassen.

Es sei ja nur ein Zigarettchen, erklärt sie dann und drückt die Fluppe einfach in der Spüle aus. Wir haben noch keinen Balkon und während andere Besucher auf den Flur bzw. mal kurz ins Treppenhaus ans Innenhoffenster gehen, hat B. es eben gerne nett. In unserer Küche ist es zweifellos nett. Eigentlich ein guter Grund mehr, sie nicht zu verräuchern.

In der neuen Wohnung wird also nicht mehr geraucht. Obwohl das Thema nicht neu ist und auch schon für diese Räume gilt, wenn man unsere Wünsche denn respektiert hätte, wird B. nun wütend. Es ist die Art von dunkelrotblinder Wut, die Türen im zwischenmenschlichen Bereich zufallen lässt, denn sie rastet ziemlich heftig aus und teilt mir mit, sie würde sich nichts verbieten lassen. Huh.

Ich antworte also schön sachlich, dass ihr niemand etwas verbietet, wir entscheiden nur für unsere Räume, dass dort nicht mehr geraucht wird, und zwar gar nicht mehr, zukünftig auch nicht mehr das vereinzelte Zigarettchen in der Küche.

Mir ist bekannt, dass B. in ihrer eigenen Wohnung selbstverständlich nicht raucht, sondern auf den Balkon geht und das auch von Partner und Gästen erwartet. In unserer Küche sieht sie das leider nicht so eng.

Unser neuer Balkon wiederum ist klein und hübsch und hat bereits ein neues Glasdach bekommen, damit man dort bei jedem Wetter gemütlich sitzend auslüften kann. Auslüften, nicht rauchen. Er wird nämlich zum Schlafzimmer gehören und mir missfällt der Gedanke sehr, dann tote Asche und dreckige Aschenbecher dort stehen zu haben, plus Leute, die durch unsere sehr privaten Räume stapfen, um sich die Lungen zu verpesten. Man könnte auch sagen, dass ich es eigentlich bevorzuge, wenn unsere ganze Wohnung rauch(er)frei ist. Inklusive Balkon.

Daraufhin flippt B. nun völlig weg und ich darf erstaunt feststellen, dass sie sich in ihren Rechten beschnitten fühlt, wenn sie unseren Balkon nicht zum Rauchen nutzen kann, ganz so wie es ihr gefällt. Dazu schweige ich einfach mal, in der Annahme, dass ich es selbst entscheiden kann, ob ich den Balkon meines Schlafzimmers als Raucherzone freigebe.

Es sieht allerdings so aus, als würde B. das anders sehen.

Sie ist der Meinung, dass es ihr gutes Recht ist, sich zum Rauchen auf den Balkon zu stellen, wenn es einen Balkon gibt und dass nicht ich das zu entscheiden habe, wenn ich ihr schon in der Wohnung das Qualmen untersage. Den Hinweis, dass es sich nicht um einen ans Wohnzimmer angehängten Balkon handelt, sondern um einen Rückzugsort, der zum privaten Schlafzimmer gehört, lässt sie nicht gelten. B. tobt vor Wut und ist der Meinung, dass man ihr etwas wegnehmen will, das ihr zusteht.

Mir kommt das nicht sehr logisch vor, es ist doch gar nicht B.s Balkon …

Zum ersten Mal in meinem Leben stehe ich mitten in der militanten Nichtraucherecke, obwohl ich einfach nur meinen eigenen Wohnraum und meine ächzenden Bronchien vor dem Lungendreck anderer Menschen schützen möchte.

In diesem Gespräch bin plötzlich ich Die Böse.

Das ist schon OK, denn ich war viel zu oft viel zu lieb und nett in den letzten Jahren, was solche Themen und manche Menschen angeht. Auch solchen Geisteshaltungen gegenüber war ich leider früher viel zu geduldig. Hätte B. mir zum Beispiel nicht in diesem aggressiven Tonfall mitgeteilt, dass ihr ja wohl das Recht zusteht, unseren Balkon aller Privatheit zum Trotz ganz nach ihrem Ermessen zu benutzen, wäre ich wahrscheinlich gar nicht auf den Gedanken gekommen, ihn raucherfrei zu halten. Mit solchen Anspruchshaltungen konfrontiert sieht das schon wieder anders aus.

Ist eigentlich ganz nett hier in der militanten Nichtraucherecke. Schön saubere Luft - und die muss ja niemand einatmen, der das nicht will.

# 05. Juni 2007 um 08:58 AM
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Heiterkeit am Morgen

Authentische Werbung auf Tchibo.de: Finster dreinblickende junge Gestalten in Schwarzweiß, neben denen steht »Hört auf, euch zu verkleiden und zeigt der Welt, wer ihr wirklich seid.« Bwahaha!

Geheimnisvoll und angenehm depressiv, wahlweise verschlossen, wahlweise verrucht wirken zu wollen kommt wohl nie aus der Mode. In meinem Alter darf man darüber grinsen, immerhin bin ich letzte Woche von einer (10jährigen) Person gefragt worden, wie das damals so war mit den Hippies. Ich befürchtete zunächst, dass es um freie Liebe ging, meine Ansichten weichen eventuell etwas ab von denen der Mütter hier im Haus, wie ich schon feststellen durfte. Glücklicherweise war aber nur die Mode gemeint. Und Nein, ich war nicht live dabei.

# 05. Juni 2007 um 07:08 AM
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