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Donnerstag, 19. April 2007

Samstag, Ankunft

Vier Uhr früh ist keine gute Zeit für eine Landung in einem Dreibettzimmer, schon gar nicht, wenn man gar nicht auf einen Krankenhausaufenthalt vorbereitet ist. Ich ließ die Kleidung so leise wie möglich neben das Bett fallen und kletterte im T-Shirt und im Dunkeln zwischen die Laken, um die anderen Insassen nicht zu stören. Schnell wurde mir klar: So lange ich nicht mit einer Blaskapelle einmarschiert wäre, hätten sie mich sowieso nicht gehört. Links von mir wurde ein mächtiger alter Wald zersägt. Rechts röchelte es rhythmisch und dramatisch, aber gerade noch ausreichend durchgehend, um nicht zur ersten Hilfe inklusive erlösendem Luftröhrenschnitt anzusetzen.

Zwischen Schnorcheln und Röcheln lag ich, zählte die Flecken an der Decke und wartete auf den Schlaf, der erst nach Stunden zu mir kam. Für ungefähr fünf Minuten, dann brach um mich herum die Hölle los. Erst dachte ich, verdammt noch mal, warum muss ausgerechnet ich ein Zimmer direkt neben einer Baustelle erwischen. Dann merkte ich: Der Lärm kam von links. Und von rechts.

Links von mir telefonierte Roswitha P. mit ihrem Liebsten, der vielleicht nicht unbedingt schwerhörig war, aber deutlich sprechen musste Frau P. trotzdem - schließlich ging es um den sehr wichtigen Sauerbraten, den sie vier Tage nach ihrer Entlassung gerne essen wollte und um das ‘Sößchen’, das sie ‘dabei haben wollte’. Außerdem musste sie naturgemäß etwas lauter werden, um gegen den Besuch von Waltraud W. anzukommen. Der Sohn von Waltraud W., ‘der ist beie Pollezei’, war vor Dienstantritt mit Frau und Kind vorbeigekommen, um die Mutter noch vor dem Arbeitsbeginn für ein Stündchen zu besuchen. Vor dem Arbeitsbeginn war zwar auch vor dem Krankenhausfrühstück, aber die Familie von Frau W. war eben sehr flexibel.

Die muntere Bande rund um Waltraud W. wiederum war quasi genötigt, sich ein bisschen anzuschreien, weil die sorgfältige und andauernde Sauerbratenplanung so einen Geräuschpegel hatte.

Dazwischen saß ich immer noch halb aufrecht, zählte kurz meinen eigenen Puls, kniff mich selbst ins Handgelenk … alles bestens, weder hatte der unerwartete Höllenlärm einen Schaden ausgelöst, noch schlief ich und hatte einen schlimmen Traum. Ich hatte einfach nur das Pech, als stillgelegter Notfall in einem Zimmer mit bestens ausgeruhten und im Grunde bereits wieder kerngesunden älteren Damen gelandet zu sein, während ich mir nichts weiter als eine dunkle ruhige Höhle zum Gesundschlafen wünschte.

Shit happens, da konnte man wohl nichts machen.

So weit ich mich erinnern konnte, hatte ich noch kein einziges Geräusch gemacht, seit ich mich auf Zehenspitzen ins Mittelbett zwischen Röcheltrompete und Schnarchoboe geschlichen hatte.

»Weisse«, sagte Roswitha in anklagendem Tonfall zu ihrem heimischen Sauerbratenspezialisten, »weisse, wir zweie beide hatten es SO SCHÖN RUHIG HIER DIE GANZE ZEIT. Jetzt liegen wir leider zu dritt.«

Ich teilte das Bedauern völlig.

# 19. April 2007 um 03:35 PM
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SPAM ist überall

Ich rufe die Krankenkasse an, weil ich schon wieder vergessen habe, was ich wohin schicken muss (es ist irgendwie nicht meine Woche). Werde auch nett beraten, und dann fragt mich doch allen Ernstes der Sachbearbeiter, ob ich ihm nicht ein paar Bekannte von mir nennen könnte, die er mal auf eine potenzielle Mitgliedschaft ansprechen kann.

Es kommt für mich nicht in Frage, meine Bekannten mit Werbung zu belästigen, habe ich daraufhin gesagt. Die Leute, die ich kenne, erkundigen sich schon selbst, wenn sie was suchen. So wie es auch sein sollte.

Wie widerlich ist es doch manchmal. All diese ekelerregenden Verkäuferwürstchen, die überall auftauchen, wo Klarheit und Lösungen richtig wären und nicht unendliche, allgegenwärtige Klebrigkeit. Die einen verkaufen Waren, die anderen

wollen

müssen ihr Ego plustern und diese Rabattmarkenmentalität obendrauf gibt mir den Rest.

# 19. April 2007 um 10:27 AM
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Mittwoch, 18. April 2007

Platsch gemacht

Fünf Tage Krankenhaus. Ungezählte Mails. Alle schönen Projekte schon wieder verschoben. Urlaub kaputt, Sonne verpasst, viel zu viele Spritzen bekommen, jetzt noch ein paar Tage krankgeschrieben.

Wie soll ich das nur meiner Vorgesetzten beibringen?

# 18. April 2007 um 02:29 PM
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Freitag, 13. April 2007

Something completeley different

Der Plan: Nachbarin F. und ich kochen uns durch unsere soeben gemeinschaftlich entstehende Sammlung typisch englischer Desserts, sobald wir genug davon zusammengetragen haben - später wandern die dann in die Kuechenzeilen, irgendwann muss ich es ja trotz aller Widrigkeiten schaffen, die neu zu eröffnen wie schon lange geplant.

Wann? Bald. Diesen Sommer, in diesem Theater.

Die Frage: Wie fotografiert man eigentlich Essen am besten, hat jemand brauchbare Tipps? Es ist nicht so eilig, aber falls jemand einen hilfreichen Link hat, freuen wir uns. Freiwillige Fotografen, die wir viereckig füttern können, gehen eventuell auch, das ist so eine Terminabsprachesache :-)

# 13. April 2007 um 05:33 PM
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Donnerstag, 12. April 2007

Internet Magazin am Kiosk

Im aktuellen Internet Magazin stehen ein Artikel von mir über Twitter und ein Text über Schuh-Blogs. Ja, Schuh-Blogs. Seite 50. Fragt nicht warum dieses Thema, ich weiß es gerade auch nicht. Ebenso kann ich die Frage nicht beantworten, warum ich nur alle x-einhundert Jubeljahre auf eine Print-Veröffentlichung von mir hinweise, obwohl ich es monatlich tun könnte ... während andere sogar über Verlinkungen berichten, geschweige denn über Veröffentlichungen on- oder offline (was ja auch alles in Ordnung ist).

Irgendwie vergesse ich immer, dass sogar Marketiere, Angeber und Schaumschläger wesentlich mehr Wahrnehmung ernten. Tut aber auch nicht weh, so wie es ist. Also mir jetzt. Sonst würde ich es ja ändern.

(Normalität wird unterbewertet. Spätestens seit Kultivation künstlicher Misantrophie das neue Carpe Diem ist.)

# 12. April 2007 um 11:20 PM
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