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Freitag, 02. Februar 2007

Entzaubert

Der nett aussehende Businessknabe, der als optisches Naschzeug durchging, bis er sich weiße Ohrstöpsel anbrachte und ausgerechnet Hotmail öffnete. Hasta la Vista, Baby. So ausgestattet taugt auch der schönste Mann nicht mehr zum Hingucken.

# 02. Februar 2007 um 06:19 PM
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Straßenbahn

Eigentlich wollte ich lesen, aber dann stiegen Peter und sein Freund ein und setzten sich mir gegenüber. Peter hatte sich gerade frisch die Hand aufgeschrammt und fluchte ausgiebig alle Flüche, die er sich in den letzten 70 Jahren aufgesammelt hatte. Als er fertig war, gab ich ihm ein Taschentuch, er tupfte die Wunde halbwegs trocken und in Ermangelung anderer Möglichkeiten pappte ich ein Compeed-Sohlenpflaster quer über seine Handfläche. Da ich jetzt ja quasi sein Leben gerettet hatte, gab es kein Gesprächsausweichen.

Aber das wollte ich auch gar nicht, denn wir befanden uns sowieso schon längst in einer Diskussion darüber, warum seine Enkel zwischen 17 und 22 so selten zu Besuch kämen und warum heutzutage überhaupt jeder ein blödes Handy und Internet brauchen würde. Sowas würden die Enkel nicht hören wollen, meinte ich einfach mal so auf Verdacht, schliesslich würden die Handys sowieso nicht wieder verschwinden und diese Kids müssten sich nun mal in einer modernen Welt bewegen und zurechtfinden - vielleicht kamen sie ja selten zu Besuch, weil sie keine Lust darauf hatten, ständig zu hören, dass ihre Interessen blöd und überflüssig seien? Das brachte Peter gut in Wallung. In freundlich interessierte, gestikulierende und lebhafte Wallung, nicht die andere Sorte, die kein Mensch braucht. Leider musste er aussteigen, als wir uns gerade darauf geeinigt hatten, dass er Handys ja einfach mal so hinnehmen könnte.

Auf der Rückfahrt stieg eine dunkelrotgefärbte ältere Frau ein, der jemand auf den Fuss trampelte - versehentlich, nehme ich an. Daraufhin begann sie zu brüllen und zu schimpfen, in Düsseldorf seien die Leute ja sowas von scheisse, so aggressiv, so laut, so nervig, sie würde zum Karneval sowieso lieber nach Köln fahren, so! Und noch mal von vorn, und dann noch mal, und noch mal. Sie erheiterte den ganzen Waggon von vorne bis hinten, von Kopftuch bis Kinderwagen und als sie endlich ausgestiegen war, brachen wir alle zusammen in kollektives Gelächter aus. Hat sie ja hoffentlich keiner gezwungen, die Stadt zu betreten.

Entsetzlicherweise stellte ich dann fest, dass ich mitten drin aussteigen kann und dann in einer Ecke lande, in der ein Starbucks, Subways, Strauss Innovation, ein Bio-Bäcker, ein Bio-Metzger und drei Dutzend Supermärkte sind, ganz furchtbar bequem mal eben am Weg nach Hause. Gefährliche Sache, das. Ich werde lernen müssen, damit umzugehen.

# 02. Februar 2007 um 02:41 PM
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No Frauenparkplatz, thanks.

Vor ein paar Monaten traf ich eine Frau Doktor, die ich aus Versehen Frau ohne Doktor nannte, woraufhin ich mich entschuldigte, woraufhin sie mir erzählte, sie kenne das von den männlichen Herren Doktoren und Professoren nicht anders, die selbst wiederum immer viel Wert auf Nennung ihres Titels legen würden, Frau Doktor aber stets ohne benannten. Und die Kolleginnen auch.

Es war zwar nicht der richtige Ort dafür, aber ich erinnere mich noch daran, dass ich sanft explodierte und den einen oder anderen rhetorischen Vorschlag zur aufklärenden Güte, eventuell auch hilfreicher Umerziehung machte: Ein Herr Doktor, egal welcher, wird doch wohl noch lernen können, wenn eine Frau Doktor eine ist? Und warum eine Frau Professor Doktor sich Frau ohne alles nennen lassen soll, während selbst Dipl-Ing und Supermarktzweigstellenleiter auf der Nennung ihrer Titel bestehen, weiß ich auch nicht. So.

Heute morgen traf ich Frau Doktor wieder und nannte sie diesmal sofort ganz richtig. Woraufhin sie mich anstrahlte und erzählte, sie hätte sehr oft an mich gedacht seitdem. Immer wenn jemand ihren Titel wegliess - und sie sich dann freundlich darum bemühte, ihn in Erinnerung zu bringen. Sie berichtete von einem Vortrag, in dem sie damit den weiblichen Anteil des Publikums zum Giggeln gebracht hatte und freute sich darüber, dass ich so deutlich ausgesprochen hatte, was sie schon lange ärgerte.

Ich bin jetzt gerade froh. Über meine große Klappe und weil sie an mich gedacht hat aus genau den richtigen Gründen. Ein kleines Geschenk zum Wochenende.

(Das mit dem Frauenparkplatz bitte ich im übertragenen Sinne zu verstehen. Wer das nicht kann, sollte sich nicht hier parken. Finde ich.)

# 02. Februar 2007 um 02:30 PM
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Donnerstag, 01. Februar 2007

6 kuriose Dinge

Ein Stöckchen vom Kleinen Bruellen. Ich hasse Stöckchen, weiß aber, dass mir das nichts hilft.

Also ich »Schreibe 6 komische oder kuriose Dinge über dich und gebe das Stöckchen an 6 Personen weiter.«

Komisch oder kurios ist sicher sehr relativ. Aber, nun gut:

1. Seit ich mich erinnern kann, werfen mir Leute die sch… Eigenschaften vor, die sie selbst haben (und ich durchaus nicht immer). So werde ich tief launisch angezickt, ich solle doch bitte nicht launisch sein - superschlecht gelaunt bebrummelt, ich solle mal keine schlechte Laune haben und enorm aufbrausend angebraust, ich solle jetzt mal nicht so aufbrausend sein. Das alles, wenn ich lammfrom drauf bin, übrigens. Inzwischen lache ich drüber. Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat euch nur das Hirn verbrannt?

2. Was immer ich auf dem Teller habe, ich entscheide mich beim ersten Bissen für ein System und esse dann erst entweder nur das Gemüse, dann nur die Kartoffeln und danach das Fleisch - oder ich lege eine Reihenfolge fest, um abwechselnd Gemüse, Beilagen, Fleisch zu essen. Das Leckerste bleibt liegen bis zuletzt.

3. Meine Blogeinträge werden fast grundsätzlich missverstanden. Bin ich gut drauf, erhalte ich Trost. Brauche ich Trost, ernte ich lachende Kommentare, ganz oft und immer wieder gibt es die seltsamsten Missverständnisse. Ich kann einen Sachverhalt so ausführlich erläutern, dass ich mich schon selbst beim Lesen erbrechen muss und doch wird irgendjemand mailen oder kommentieren, der das Gegenteil verstanden hat. WARUM??!

4. Ich liebe es, Geschenke zu machen. Erhalte aber nicht gerne welche. (Das gilt nicht immer, aber doch ziemlich oft.)

5. Ich hasse Stöckchen, beantworte aber trotzdem einige. Nicht alle.

6. Ohne Nahrung kann ich lange aushalten, ohne Wasser (wach) keine zwei Stunden.

Das Stöckchen werfe ich nach Kirstin, Susi, Biggi, Traute, Martina und last, but definetely not least Ines.

# 01. Februar 2007 um 05:01 PM
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Augen zu und durch

So heißt ein Artikel aus der SZ, Zitat: »In einer Gesellschaft, die chronisch unausgeschlafen ist, in der Menschen, die genügend schlafen, als faul beschimpft werden, und solche, die ungesund leben, als engagiert gelten, hängen Gelingen und Scheitern einer Beziehung stark davon ab, ob es einem Paar glückt, sein Nacht- und sein Bettleben aufeinander abzustimmen. Jedes Liebespaar muss dabei einen Prozess durchlaufen, der niemals abgeschlossen ist. Ständig kommen neue Störfaktoren dazu, das können Kinder, Krankheiten oder sogar Haustiere sein.«

SOGAR Haustiere???

Der Text geht so weiter »So berichtet Rosenblatt von einem Mann, der sich beim Sex durch die Katzen seiner Frau gestört fühlt. Während sie angab, die Tiere kaum wahrzunehmen, war er überzeugt davon, dass die Tiere ihn beim Geschlechtsverkehr unablässig anstarrten.«

Dazu sagen wir jetzt mal nichts, wobei ich Anstarren wirklich für kein Problem halte, sondern spannungsgeladene Situationen solcher Art eher entstehen, wenn mehr als ein bis zwei der Anwesenden die Krallen ausfahren und an unpassenden Stellen ein bisschen herumkratzen.

»Sogar Haustiere«, daran kaue ich allerdings.

Seit The Kenzo Days für uns begonnen haben, sind die Nächte nur noch gestückelt zu haben, sehen Türen untenrum zerschreddert aus, Miss Peppermint ist überdurchschnittlich gut durchblutet und Dutzende Bekannte erklären uns ungefragt, ihnen wär so ein Kater ja doch ein bisschen too much, als könnten wir die Liebe zu dem Knödelvieh jetzt wieder abschalten und dann einfach ruhig durchschlafen.

Sogar Haustiere, jaha. Sogar.

# 01. Februar 2007 um 03:03 PM
Saftnasen • 3x FeedbackDrucken





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