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Sonntag, 10. Dezember 2006

Kratzschrank adieu

»Hab geträumt« murmelte der halbwache Mann, »wir wären nachts bei IKEA gewesen. Furchtbar.« Das war dann der Moment, in dem ich beschloss, kompensierenden frisch gemahlenen frisch gebrühten Starbucks Christmas Blend zuzubereiten. Denn wir sind nachts bei IKEA gewesen. Und es war furchtbar.

Als wir im Frühjahr die erste Wohnung kauften, wussten wir: Die Mieter bauen ein Haus, und wir ziehen eben dann ein, wenn es fertig ist und die Wohnung saniert werden kann. Als wir einen Monat später das kleine Appartement nebenan noch dazukauften, um später beides zusammenzulegen, war klar: Wir zahlen nicht weiter Miete, da ziehen wir jetzt ‘einfach’ übergangsweise ein, auch wenn das bedeutet, Küche und Bad mit einem Wohnschlafbüro von 10 Quadratmetern zu haben. Die Küche ist schön groß und hat enorm viel Stauraum, das Bad ist noch größer und hat noch viel mehr Stauschränke/Wäscheschränke, und es sollte für uns ja kein Problem darstellen, die andere Hälfte des kleinen Zimmers auch noch so zu füllen, dass man übergangswohnen konnte. Als das Bett drinstand, war es nämlich schon zur Hälfte voll.

Wir hämmerten sämtliche kleinen Wandschränke aus der alten Wohnung an eine Wand, hängten den Fernseher unter die Decke und verwandelten den ehemaligen Esstisch in einen 2-Personen-Computerarbeitsplatz mit Drucker an der Wand, indem wir den ehemaligen Doppelbett-Frühstückstisch einkürzten und die Monitore darauf stellten. Erstaunlich, wie gut wir so nah zusammenarbeiten können. Mein altes neues Gerümpelregal ist mein neues altes Gerümpelregal und für die Kleidung kauften wir einen niedlichen blau-weiß-gestreiften Stoffschrank pro Person. Fertig.

Das war alles gar nicht mal so eng wie man annehmen würde, sah sogar noch richtig nett aus und passte prima.

Dann zogen die Katzen mit ein und Kenzo entdeckte die niedlichen neuen Stoffschränke sofort. Als Thron, als Klettermöbel, als Kratzbaumersatz. Um senkrecht daran hoch zu laufen, sich Spielzeug mit rauf zu nehmen, sie gründlich zuzuhaaren und überhaupt. Jede seiner freien Minuten verbrachte er damit, die Schränke zu zerlegen, und er hat viele freie Minuten.

Das Ergebnis war dann nicht mehr so schön.

Faustgroße Kratzlöcher sind nicht Geschmackssache, sondern untragbar, jedenfalls für mich. Sobald aus den Ritzen richtige Reißlöcher mit Einblick auf die Wintergarderobe wurden, war es aus. Wir wohnen, schlafen und ich arbeite noch mindestens vier Monate in diesem Zimmer, vielleicht auch sechs. Sich auflösende Möbel passen absolut nicht ins Konzept. Also sind wir tatsächlich gestern Nacht zu IKEA gefahren, das jetzt samstags bis 22 Uhr auf hat, und haben Schränke gekauft. Furchtbar, tatsächlich.

Zwei eher »kleine« Schränke. Einer passte ins Auto, der andere wird morgen geliefert (IKEA liefert ohne Aufpreis in jedes Stockwerk/Zimmer). Der superbillige Sonderangebots-Schrottschrank im Fast-Holz-Look, den wir vernünftigerweise genommen hätten (denn wir haben ja einen Kleiderschrank … er passt bloß nicht ins Übergangszimmer, jedenfalls nicht, wenn dort noch was anderes stehen soll zusätzlich), der war glücklicherweise ausverkauft.

Das Erlebnis wurde dominiert von einem gewaltigen Berg großer Stofftiere für 4,99 Euro, die jeder und alle außer uns durch die Gegend zu schleppen schienen: Eisbären, Elche und weiße Hunde mit schwarzen Flecken. Wir tranken einen Kaffee, um das Erlebnis durchstehen zu können. Das Restaurant war voll von Erwachsenen, die sich Köttbullar-Kinderteller holten und sich dann beschwerten, der Preisselbeerenklecks würde fehlen, der gar nicht zum Kinderteller gehört, was die Thekendame nicht müde wurde zu erklären. Fordernd den Teller hingestreckt blieben sie stehen, die ach so schlau sparenden Erwachsenen mit dem Essen zum Kindertellerpreis, und beharrten. Arme Service-Kräfte.

Der Mann hat den ersten Schrank größtenteils zusammengebaut und in den Flur gestellt. Der Flur ist schmal, der Schrank füllt ihn aus. Jetzt ist der Mann verschwunden, keine Ahnung warum und wohin, und ich sitze im Zimmer mit dem Stück Flur hinter dem Schrank, sauber getrennt von Toilette, Küche und Ausgang. Hallo? Ob er jemals wiederkommt?

# 10. Dezember 2006 um 04:52 PM
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Freitag, 08. Dezember 2006

Ich [herz] Käsebrötchen

Ein Rückschritt in meiner persönlichen Essensevolution: Aus dem Haus, knapp um die Ecke, ganz frisch gebackenes helles Brötchen kaufen, wieder hoch, hauchdünne Schicht Butter, dicke Schicht junger oder mittelalterlicher Gouda: *hhhmmmmmm*.

So lange Käsebrötchen mir nur auf Thekenauslagen, Büffets und in Kantinen begegneten, hatte ich das noch gut im Griff, zumal sie dort oft mit altem Weißbrot, sich aufbiegenden Käsekanten oder in Gesellschaft unappetitlicher Deko-Artikel oder anderer Speisen präsentiert wurden und man nie sicher sein konnte, wer sie zusammengepatscht und dabei wer weiß wie angetatscht hatte. Ich war mir auch nie ganz sicher, ob die gute Laune wirklich mit dem Käsebrötchen zusammenhing oder mit der Unbeschwertheit des Unterwegslebens, denn wenn ich nicht unterwegs war, lebte ich ja nicht unbedingt in der Nähe von Käsebrötchen und Weißbrot kommt normalerweise nicht vor bei uns.

Jetzt weiß ich es besser.

Der Bäcker im Haus nebenan backt jede Stunde frisch. Weia.

Käsebrötchen und ich, das ist wie Schokolade und Trüffel, RTL und Schrott-TV, wie Gurke und Glas. Es dauert nie lange, kommt aber immer wieder. Gerade jetzt, während ich dies schrieb, verschwanden zwei rundliche Momentgefährten mit Gouda im Gepäck für immer vom Planeten.

Wie das eben so ist mit der Leidenschaft, wenn es sich um eine verzehrende handelt.

# 08. Dezember 2006 um 03:33 PM
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Dienstag, 05. Dezember 2006

Vor-Nikolaustag

Erst ging die Tür nebenan auf und im Flur landete ein Paar Reitstiefel - der linke vorsorglich mit einem Foto des kleinen Bruders garniert. Ein altes Foto zwar, aber der Nikolaus würde ihn schon erkennen.

Wir kamen da gerade nach Hause und Oliver würdigte die geschickt gewählte Stiefelgröße anerkennend. Wir begannen dann, uns ein bisschen um den einzelnen kleinen Turnschuh zu sorgen, der im Erdgeschoss vor einer Tür herumstand. Wussten die Eltern von dem jungen Mann überhaupt, dass dieser per Turnschuh auf den Nikolaus hoffte? Der Turnschuh war ja auch ziemlich dreckig.

Die Tür nebenan ging noch mal auf und die Stiefel wurden kontrolliert und anders angeordnet, an den einen wurde noch eine dekorierte Weihnachtssocke gehängt, damit er besonders verlockend aussah. (Ja OK, wir guckten auch auf den Flur. Aus Gründen.)

Der einsame Turnschuh also. Wir durchsuchten unsere eher nichtvorhandenen Süßwarenvorräte und fanden nichts Präsentables. Entschieden uns dann, aus einem noch nicht verschickten Geschenk einen mittelkleinen netten Stoffelch mit Weihnachtsschal zu zupfen und in den Turnschuh zu stecken.

Nebenan die Tür ging noch einige Male auf. Dann gab es eine lange Pause, dann kamen größere Personen und taten Schokolade in die Stiefel. Das wissen wir, weil wir gewartet haben, bis sie weg waren, um auch etwas hineinzustopfen. Da wir von dem genialen Fototrick von Lea nichts geahnt hatten, waren unsere kleinen Geschenke aber beschriftet.

Dann ging Oliver ins Erdgeschoss und stellte fest, dass jetzt neben dem kleinen Schuh ein Tütchen mit Süßigkeiten stand. Als er sich bückte, um den Stoffelch trotzdem in den Schuh zu stecken, kam der 17jährige Sohn der Nachbarn aus dem ersten Stock nach Hause und erwischte ihn dabei.

Ich gehe davon aus, dass er jetzt denken wird, Oliver hätte das Kind beklauen wollen. Vielleicht muss ich aber auch bloss die Lachtränen abwischen, um wieder klar zu sehen.

# 05. Dezember 2006 um 09:39 PM
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Montag, 04. Dezember 2006

Nein. Es ist nix.

Die vielen Blog-Einträge, die ich nicht schreibe, handeln von den Menschen in dem großen Haus und den Begegnungen unterwegs auf den Straßen und der Datenautobahn. 

Ich schreibe nicht über den großen schwarzen Hund aus dem ersten Stock und wie er auf Kenzo traf und das ganze Katzenfutter fraß oder dass der Kater sich später stundenlang schnurrend auf der Stelle wälzte, auf der Nedrick gesessen und ihn angeknurrt hatte.

Überhaupt nicht erwähnen möchte ich die Rosine, die ich in der S-Bahn traf und die mich unentwegt von oben bis unten musterte. Nach einer Weile identifizierte ich das runzlige Männchen im schwarzen Mantel mit weißem Käppi als orientalischen Opa, ungefähr dreimal so alt, halb so groß und ein Drittel so schwer wie ich – wahrscheinlich hat die verbotene Erotik meiner offen wallenden Mähne über 18cm geöffnetem Ausschnitt ihm einen solchen Kulturschock verpasst, dass ihm komplett entfallen ist, wie ungehörig das Anstarren unzüchtig aufgemachter Damen ist. Finster starrte er mich an, finster starrte ich zurück. Dann dachte ich mir »ach, was soll’s« und lächelte ihn strahlend an. Entsetzt starrte er zurück, brachte irgendwie ein recht starres Grinsen zustande und verließ an der nächsten Haltestelle brabbelnd den Zug, vermutlich um zu den Katholiken überzutreten. Aber darüber schreibe ich gar nicht.

Die neue Bettdecke ist kein Thema mit ihren 220x240 cm, von denen ich mir einen kuschelig-geräumigen ungestörten Aufenthaltsort versprach und die ich jetzt doch immer mit der ganzen Bande teilen muss. Auch mit denen, die einen anderen oder eigentlich keinen Wärmebedarf haben oder ein Körbchen mitbringen wollen. Kein Thema, ehrlich.

Kein Thema sind die Pfeffernüsse, die ich backen möchte. Ganz schlichte, ganz einfache Pfeffernüsse, mir fehlt nur das Hirschhornsalz, das hole ich mir aber gleich noch.

Ebenso wenig möchte ich darauf eingehen, dass ich einen dieser äußerst fiesen Tiefengrundpickel am Ohr habe, die sich immer wieder mit Eiter füllen, egal wie oft man hineinpiekst, ihn ausquetscht oder klug völlig in Ruhe lässt. In der zartesten Haut, am Ohrläppchen, beginnt der so genannte Kraterpickel gerne ganz tief innen mit einem harten Kern. Wenn man ihn bemerkt, ist es längst zu spät, denn auf verhärtendem Talg tief im Gewebe prangt dann schon eine eitrige Entzündung, die sich dort hartnäckig mindestens zwei Wochen lang amüsiert. Immer wieder neu füllt. Explosionsartig austretender Eiter, oder große Eitertropfen, Eiter-Blut-Gemisch … es hat gute Gründe, dass ich über diesen unter Make-up so unscheinbaren Pickel nicht schreiben will.

Am allerwenigsten aber möchte ich darüber schreiben, dass nette kleine 10jährige Mädchen von ihren Lehrerinnen, Ärzten und Müttern gesagt bekommen, dass sie bedenklich übergewichtig sind, wenn diese hübschen 10jährigen Mädchen dünne Ärmchen, dünne Beinchen, schmale Schultern, ein kleines Gesicht und tatsächlich nur ein bisschen Babyspeck am Bauch haben, also keinesfalls irgendwelches tatsächliches Übergewicht mit sich herumschleppen. Denn dann werde ich wütend und möchte Sportpädagoginnen den Kiefer brechen, wenn ich höre, dass diese einem kleinen Kind - das übrigens topfit ist, rund um die Uhr Sport treibt, rennt, spielt, reitet und radfährt und mehrmals täglich drei Stockwerke hoch steigt - ins Gesicht sagt, dass es ja ganz erstaunlich sei, wenn so ein dickes Kind die Übungen beim Geräteturnen überhaupt noch machen kann.

Aber darüber schreibe ich ja nicht.

# 04. Dezember 2006 um 03:20 PM
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Sonntag, 03. Dezember 2006

Stöckchen Weitwegwurf

Nervige dämliche

Stöckchen"spiele” ... ich lerne allmählich, dass es weit unkomplizierter ist, das Blog mal eben mit Mainstream zuzuschrotten, als viel darüber nachzudenken oder gar zu diskutieren, jemanden abzuweisen oder gar einfach zu ignorieren. Also, Petra :-) da ist das Stöckchen, den Mangel an Begeisterung über Stockspiele bitte ich zu entschuldigen *g*

Entweder/oder-Stöckchen

HSV oder Bayern?
Ich kann auf beide gut verzichten, aber auf die Bayern kann ich noch viel, viel besser verzichten.

Beatles oder Rolling Stones?
Hm. Nehme eher beide.

Schwarzenegger oder Van Damme?
Bäähäääblärgh.

Rot- oder Weißwein?
Mineralwasser bitte, meistens.

Mallorca oder Ibiza?
Nein danke, ich passe komplett.

Berlin oder Bonn?
Wenn’s sein muss, dann Berlin.

Auto oder Motorrad?
Auto.

Pizza oder Pasta?
Mal so, mal so.

Fernsehen oder Radio?
Informationen im Audio-Format gehen nur übers Radio in mein Ohr. Tagsüber Radio, abends TV.

PC oder Apple?
PC.

DVD oder VHS?
DVD.

Tag oder Nacht?
Ja.

Sekt oder Selters?
Selters bitte. Viel.

Internet Explorer oder Mozilla?
Firefox.

Schwarz oder weiß?
Ja, gerne.

CD oder Vinyl?
CD.

Kaffee oder Tee?
Mal so, mal so. Oder Espresso, frisch gemahlen.

Füller oder Kuli?
Tastatur.

Schokolade oder Chips?
Eiscreme oder Flips.

Dusche oder Wanne?
Wanne. Wenn sie 2m lang ist, wie meine (Hurra!).

Turn- oder Lackschuh?
Muss beides nicht zwingend sein, nur beim Sport natürlich Sportschuhe.

Winter oder Sommer?
Herbst geht auch.

Steak oder Würstchen?
Steak.

Blut oder Fleisch?
Medium. Falls das hier gemeint ist. Falls jedoch Blut- oder Fleischpenis gemeint ist, so nehme ich Fleisch, denn das Auge isst mit.

ARD oder ZDF?
Ach, naja .... VOX, oft.

Spiegel oder Focus?
Ich verpasse da bei beiden nicht wirklich viel, nehme ich an.

Nokia oder Motorola?
Egal. Erreichbarkeit wird überschätzt.

Ski oder Strand?
Metropolen.

Adidas© oder Puma©?
Egal.

Brief oder E-Mail?
Mail oder Fax.

Tatort oder Polizeiruf?
Nein danke.

Anruf oder SMS?
Bitte lieber E-Mails.

James Bond oder Borat?
Borat geht gar nicht.

Hund oder Katze?
Katzen.

GZSZ oder ViB?
Nein danke.

Familie oder Freunde?
Familie.

BMW oder Mercedes?
Unwichtig.

FAZ oder SZ?
Naja, geht so.

Simpsons oder Spongebob?
Kann sehr gut auf beide verzichten.

Heidi oder Naomi?
Kann ebenfalls gut auf beide verzichten.

Micky oder Donald?
Kann extrem gut auf beide verzichten.

kicker oder SportBild?
Kann wirklich gut auf beide verzichten.

YouTube oder myVideo?
Kann absolut gut auf beide verzichten.

Sean oder Roger?
Roger geht ja nicht, Sean ist selbsterklärend großartig.

GMX oder WEB?
web.de und gmx.de

Ich werfe mit dem Stöckchen wild um mich und treffe *ponk* dich.

# 03. Dezember 2006 um 08:15 PM
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