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Sonntag, 05. März 2006

Der Verdacht erhärtet sich

Hier sitze ich herum und sollte viereinhalb andere Dinge tun, und zwar dringend. Stattdessen überlege ich herumgoogelnd, woher wohl dieser Ausdruck kommen mag: »Der Verdacht erhärtet sich.« Verhärtet hab ich auch schon gehört, tendiere aber nur zum Erhärten.

Er kommt auf, er liegt nahe, drängt sich auf. Man setzt sich ihm aus, steht unter ihm. Erst wird er erregt oder geschöpft, später erhärtet.

Mir fällt so einiges ein, das festere Konsistenz einnehmen kann, um einem gewünschten Ergebnis näher zu kommen. Himbeerwackelpudding. Meinungen. Verdacht.

# 05. März 2006 um 11:34 PM
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Samstag, 04. März 2006

I’ve got that thinking feeling

Mit dem Kaffeepott in der Hand zum Blogeintrag ansetzen und mal wieder merken: So einfach ist das nicht mehr, man will einfach nicht mehr so viel und locker erzählen wie früher.

Unvergessen ein Tag vor einigen Jahren, an dem ich mich über Wochen aus dem Tal der Schmerzen hochgekämpft hatte und endlich eine ganze lange Strecke laufen konnte, ohne alle paar Meter anzuhalten und diesen Trainingserfolg für das geschwächte Bein mit einem Shopping-Trip inklusive Restaurantbesuch feierte. Es war ein toller Tag, ich kam nach Hause und bloggte spontan einige Zeilen darüber, Sonne, Shopping, Steak - mir geht es gut, man muss auch dankbar sein dürfen. Eine halbe Stunde später eine Mail in der Box, gallebitter schwarz dräuende Gehässigkeit: eine hirnlose konsumgeile **** sei ich, er würde mich nun nie wieder lesen. Baff.

Da sitzt man dann und hätte sich fast gerechtfertigt. Das war damals, als es nur knapp 100 Blogger :-) gab und man noch nicht so oft horrende Leute getroffen hatte, deswegen prägten sie sich mehr ein. Dank Google wusste ich damals schnell, wie der Absender wirklich hieß und wo er bloggte und hatte dann nicht mehr das Gefühl, irgendwas erklären zu wollen. Es war dann irgendwie egal, nachdem ich sein eigenes Blog gelesen und verstanden hatte, dass er nicht so wirklich zufrieden war und ich als Ventil hatte herhalten sollen. Aber es hat mir eine oder zwei Stunden aus einem Tag gerissen, der ein Sieg sein sollte über eine ziemlich miese Phase und deswegen vergesse ich das nicht wirklich, auch wenn ich natürlich normalerweise nicht daran denke.

Wenn ich etwas bloggen möchte und es mir dann anders überlege (wie heute), dann fällt mir diese Ätzmail wieder ein. Denn da hängen sie jetzt dutzendfach an den Leitungen, die ganzen kleinen Cyberkröten, die den ganzen lieben langen Tag nichts anderes zu tun haben, als anderen die Luft rauszulassen aus ihrer Freude, ihren Unternehmungen, ihren Erzählungen. Weil der eigene Sud so bitter schmeckt, sie sich irgendwie mies fühlen in ihrem Leben und die anderen es scheinbar so viel besser haben - und auch, weil sie so gerne richtig doll wichtig wären, nehme ich an.

Ich sehe da übrigens gewisse Zusammenhänge, vielleicht ist es einfach intergalaktisch gesehen ganz richtig so, wenn sich jemand eher mies mit sich fühlt, der ständig Mieses über andere denkt/redet. Whatever.

Was den Blogeintrag von heute angeht, der wurde durch diesen ersetzt. Man hat einfach nicht immer Lust darauf, sich nicht aussuchen zu können, mit wem man die eigenen Erzählungen teilt.

# 04. März 2006 um 11:11 AM
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Donnerstag, 02. März 2006

Morgenrituale, Katzenwellness

Jeden Morgen lege ich den kleinen Kater lang ausgestreckt auf eine weiche Decke und knubbele ihn von oben bis unten durch. Von vorne, von hinten und seitlich. Ohren kneten, umklappen, reinschauen, Nacken kraulen, unterm Kinn auch, jede Pfote wird der Länge nach sanft gerubbelt und dann kitzele ich ihn unter den Achselhöhlen, krabbele die bespeckten Rippchen und bohre sanfte Finger in den strammen kleinen Bauch. Massieren, kraulen, kuschelkneten. Beinchen strecken, ein bisschen in die Hinterbacken zwacken und alle Pfoten spreizen und angucken. Katerbaby kennt das vom ersten Tag an, fordert diese Behandlung durch energisches Quietschequäken inzwischen morgens bereits von selbst an - dann macht er sich unter meinen Händen wohlig lang, damit ich auch bloß nichts vergesse. Jeder Rückenwirbel bekommt eine eigene Umrundung, jede Kralle wird begutachtet und am Ende ist der ganze kleine dicke große Kater rundherum entspannt und wurde (fast) überall geknuffelt, gestreichelt, gestupst und ein bisschen herumgeknödelt. Jetzt liegt er da rum, Plauze nach oben. Sein Schnurren ist bis ins Nebenzimmer zu hören.

Das ist meine Antwort auf die Frage: Warum sind eure Katzen so entspannt und zutraulich?

Aber es ist auch eine gute Methode, stets halbwegs entspannte Tierarzt-Besuche zu verbringen, weil das Tier eben schon daran gewöhnt ist, ‘untersucht’ zu werden und sich ohne Angst drehen und wenden lässt. Ich könnte noch mehr Ausreden für die Knödel-Session finden, aber jetzt ist das Katzenfräulein dran :-)

# 02. März 2006 um 09:03 AM
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Mittwoch, 01. März 2006

Gimme Five

1. Kennst du einen Schwulen?
Außer meinem Bruder? Ja.

2. Kennst du eine Lesbe?
Ja.

3. Warst du schon mal in einem Schwulen-Club?
Ja.

4. Wie findest du die Verteufelung der Homosexualität durch die Kirche?
Wie soll man die wohl finden? Weltfremd ist da wohl nur der Anfang eines längeren Statements.

5. Sollen Homosexuelle heiraten dürfen?
Heiraten dürfen oder die gleichen Rechte und Absicherungen haben? Ja. Beides.

erinnert via Sebastian

Das sind sehr merkwürdige Fragen. Ich hätte vielleicht eher gefragt, wann - ob und wie freiwillig der letzte HIV-Test war, ob man der Safer-Sex-Philosophie folgt oder nur Verhütung betreibt, ab welchem Punkt man Literatur als erotisch empfindet und wie man am schnellsten die Luft aus einer knisternden Situation lassen kann (Steuererklärungen sind ein gutes Thema, Schwiegermütter und Katzenklos auch).

# 01. März 2006 um 04:30 PM
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Accessoires für den beginnenden Wahnsinn

Magersüchtige Weihnachtsmänner, die sich auf der Flucht vom Vorstadtbalkon strangulieren, sind jetzt nur noch eine von vielen Möglichkeiten, sich dem alltäglichen Irrsinn zu ergeben. Man kann alternativ auch ein Baumgesicht auftragen. Auf einen Baum, versteht sich. Oder eine Zwergeneisenbahn mit Solarlicht betreiben: »Die zauberhafte Zwergenbahn mit Laterne ist ein origineller Blickfang für den Garten. Ihre Nachbarn und Passanten werden Augen machen!« Meine Passanten vor allem, hier im Hinterhofgarten. Die vierbeinigen.

Ehrlich gesagt bin ich da jetzt nicht so konkret kaufgefährdet. Den Lagerverkauf für Designer-Handtaschen, der jetzt noch mal 20% Rabatt auf Picard gegeben hat, den hat allerdings jemand mit einem seltsamen Humor in meiner unmittelbaren Nähe aufgestellt.

# 01. März 2006 um 02:14 PM
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