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Montag, 13. Februar 2006

Müde fern der Heimat

Ich möchte eine Standleitung zu Weihnachten. Den USBkäfer hab ich gar nicht gebraucht. Und jetzt fahre ich in ein internetfreies Hotel in einer sehr niedlichen Stadt, mit deren Namen und Leitungen ich viele Erinnerungen verbinde.

Nacht.

# 13. Februar 2006 um 09:03 PM
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Sonntag, 12. Februar 2006

Selbst schuld.

Ich: »Kannst du mir deinen USB-Stick leihen?«
Er: (schaut fragend, es ist noch früh am Tag und Worte nur in karg verfügbar)
Ich: »Du hast doch sogar zwei. Leihst du mir den einen?«
Er: (knappstmöglichst) »Liegt im Büro.«
Ich: »Und der andere.«
Er: »Kaputt.«
Ich: »Dann muss ich wohl meinen eigenen nehmen.«
Er: (Bekommt plötzlich verzückte Laune von dieser scheinheilig friedlichen Sorte, auf die man einfach nur draufhauen möchte. Weil ihm einfällt, was ich für einen USB-Stick habe, versteht sich.) »OK.«

So nehme ich also morgen mein eigenes USB-Speicherzubehör mit zum Kunden.

Mir fällt jetzt gerade leider nicht mehr ein, wieso ich es mal eine gute Idee fand, mir statt eines normalen Sticks einen USB-Goldkäfer zu kaufen, dem man die Flügel spreizen und den Popo auseinanderklappen muss, um an den Stecker zu kommen.

Aber ich hatte sicher meine Gründe.

# 12. Februar 2006 um 01:42 PM
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Freitag, 10. Februar 2006

Me and the Muff

Unterwegs in der Stadt muss ich immer aufpassen, dass ich nicht zu lange in den Gesichtern der Menschen versinke, die ich gerne länger betrachten würde. Nicht nur, weil es unhöflich ist, jemanden anzustarren oder weil das Objekt der Beschauung sind angegriffen fühlen könnte. Sondern vor allem, weil ich jetzt genug Geschichten eingesammelt habe, die ich niemals hören wollte und die mir quasi entgegen sprangen, nur weil ich jemanden angelächelt habe, der mich beim Betrachten erwischte.

In Wartezimmern erfahre ich beispielsweise von jedem beliebigen Mitpatienten jedes eiternde Detail plus Besorgnis-Level der noch lebenden Verwandtschaft, das Eisbrechen dauert keine zwei Sekunden. Wohlgemerkt, ohne dass ich mich überhaupt darauf einlasse.

Denn das Eis, es bricht einfach. Dann schlägt das Mitteilungsbedürfnis der anderen über mir zusammen, als würde in meinem Gesicht der Hinweis fehlen, dass ich gar nicht zum Bekanntenkreis gehöre. Es kann jederzeit passieren, besonders aber schlägt der Abstandshalterfrass in Wartezimmern, an Kassenschlangen und in öffentlichen Verkehrsmitteln auf.

An der Bushaltestelle lerne ich alles über warme Schuhe, das liegt wohl an den dicken Klotschen, mit denen ich nun mal unterwegs bin. Neuerdings auch vieles über die Körpertemperaturen anderer Leute, denn Oliver hat mir zu Weihnachten einen Muff geschenkt (er hält ihn allerdings für eine Handtasche, immer noch) und Ariana dazu noch ‘Marktfrauenhandschuhe’ ohne Finger. Das inspiriert, vor allem die Damen. Ganz besonders jene, die schon lange keinen Muff mehr gesehen haben, die Idee aber gut finden.

In Bus und Bahn arbeite ich an einer statistischen Erhebung mit dem jetzt schon absehbaren Ergebnis, dass die meisten Düsseldorfer die tiefer gelegten Niederflurbahnen besser als die altmodischen finden. Das passiert einfach, denn sobald ich eine der ‘höheren’ Straßenbahnen beklettere, wirft sich irgendeine Oma beim Ein- oder Ausstieg mit ihrem Rollator kopfüber fast die Stufen hinunter und ich springe dazwischen und befördere das Gestell rauf oder rein. Dreimal letzte Woche. Das muss irgendwas bedeuten, nur was? Jedenfalls kommt man danach mit dem Inhalt der halben Bahn ins Gespräch, auch wenn man gar nichts sagt. Dabei würde ich lieber nur gucken.

Gesichter, meistens.

Vorhin habe ich eine hübsche quadratische kleine Madame mittleren Alters im schwarzen Nerz mit passender Mütze gesehen, die majestätisch vorne auf einem Klappsitz thronte und bis ins letzte Detail von Mäntelchen und Mimik so wirkte, als würde sie eigentlich auf einen Pferdeschlitten im sibirischen Schnee gehören. Hinten natürlich, mit einem dienstbeflissenen Kutscher auf dem Bock, für den der maßregelnde Gesichtsausdruck bestimmt war, mit dem sie in der Bahn uns Fußvolk bedachte. Ein dunkelroter Knospenmund auf sahneweißem Oval, garniert mit funkelnden Kirschenaugen und einem amtsanmassenden Blick, da fehlten wirklich nur noch die Lakaien.

Direkt daneben saß ein außerordentlich flippiges orangefarbenes Lederjäckchen mit vielen schicken Details und einer Dame mit Klämmerchen und Kämmchen im Haar, die auf den ersten Blick wie eine als 45jährige verkleidete 15jährige mit viel zu viel Taschengeld aussah und auf den dritten dann wie eine Frau über mindestens 40, die regelmäßig und viel in einen modischen Look investiert. Oder in einer Agentur arbeitet, in der sie in absehbarer Zeit aus den branchentypischen Altersrastern rutscht – oder die ihr gehört, was ein Herausrutschen selbstverständlich elegant verhindert.

Diese hübsche Brünette hätte ich sehr gerne länger und genauer angeschaut, denn sie wirkte kein bisschen lächerlich oder gewollt und das ist bei einem solchen Modezicken-Outfit in jedem Alter eine reife Leistung, die keiner einfach so in den Schoss fällt. Sie bloggte aber mit einem geringelten Stift auf einem Notizheft herum und sah sich dabei die ganze Zeit prüfend um, so dass ich mir immer nur Einblicke stehlen konnte, statt wirklich gut und lange hinzuschauen.

Sie würde garantiert nicht spontan damit anfangen, ihr Mitteilungsbedürfnis an Fremden auszuleben. Warum auch, wenn man schreiben kann? Wahrscheinlich entsteht in einem Paralleluniversum gerade jetzt ein Blogposting über Frauen, die zu gestreiften Hosen Skischuhe tragen und dabei auch noch mit Muff herumlaufen.

# 10. Februar 2006 um 12:24 PM
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Der Babykater liebt Rosenkohl

Verdammt. Ich hatte ja keine Ahnung, wie ungestört ich trotz Katzen 15 Jahre lang essen konnte. Also vorher.

kenzo2006-02-10a

# 10. Februar 2006 um 11:37 AM
Saftnasen • 6x FeedbackDrucken





Donnerstag, 09. Februar 2006

Biokiste, aber ohne Random Greenstuff bitte

Heute ist also wieder Biokisten-Tag. Ich habe die aktuelle Kiste zum Anlass genommen, den Bauernhof anzumailen und darum zu bitten, die Überraschungskiste gegen eine »normale« wöchentliche Gemüsebestellung auszutauschen. Die Austernpilze sind schuld, die ich eben angewidert in die Kühlschrankecke packte, oder der Grünkohl, oder das ganze dunkelrot blutende Gemüse, das ich irgendwann in den Müll werfen muss, wenn die Nachbarn es auch nicht wollen, was sie in der Regel eh nicht tun - oder die Tatsache, dass von den wirklich leckeren Dingen immer zu wenig in der Kiste ist, während wir uns allwöchentlich mit kübelweise Zeugs abgeben mussten, das wir gar nicht wirklich gerne kochen wollen.

So macht das keinen Sinn/Spaß. Wenn ich mit Gemüse experimentieren will, kaufe ich mir das schon selbst und suche es selbst aus. In der restlichen Zeit bin ich nicht daran interessiert, besonders gezwungen originell zu sein, sondern möchte einfach regelmäßig ausreichend (!) Zwiebeln, Tomaten, Salat, Kartoffeln und so weiter bekommen. Weg mit der Überraschungkiste, das ist nur die logische Konsequenz. Ich koche jeden Tag, immer Frischkost, so dass ich Random-Gemüse nicht halb so spannend finde wie zB jemand, zu dessen Neujahrsvorsätzen eine plötzlich bessere Ernährung gehört *g*

Also habe ich eine hübsch langweilige Liste von den Dingen eingereicht, die wir wirklich essen. Ergänzt um eine längere Liste mit ebenfalls in Frage kommenden Gemüsen und eine eindeutig formulierte Aussschlussliste für das Geschredder, das ich hier nie wieder sehen will.
Nun hoffe ich, das Abo lässt sich entsprechend umwandeln. Wenn nicht, dann trennen wir uns eben von der Kiste.

Was schade wäre. Denn die Sachen, die wir mögen, sind in toller Qualität.

Das wollen wir *niemals* haben: Zucchini, Grünkohl, Austernpilze, rote Beete, schwarzer Rettich, Mangold, Auberginen, Bohnen, Erbsen, Fenchel, Rotkohl, Spinat, Zuckermais, Pastinaken, Topinambur, Artischocken, Einlegegurken, Endivien. (Einiges davon mag ich ganz gerne, aber ich möchte es nicht aufgezwungen kriegen, indem es auf einmal in der Küche steht.)

Das geht immer: Blattsalate, Kohlrabi, Brokkoli, Chicoree, Rosenkohl, Chinakohl, Weißkohl etc, Kräuter, Kresse, Salatgurke, Lauch, Radieschen, Rettich, Schwarzwurzel, Sellerie, Spargel, Speiserüben, Steckrübe, Wirsing, Petersilienwurzeln.

Fest bestellen für jede Woche würde ich gerne Karotten, Tomaten, Zwiebeln, Champignons, Paprika, Kartoffeln und Eier.

Mal schauen, ob das klappt.

# 09. Februar 2006 um 11:29 AM
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