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Donnerstag, 26. Januar 2006

Zum Mitnehmen

Geben ist seliger denn Nehmen, und so habe ich mich von den offenen Bücherkisten in WGs und ein paar Freunden mit ihrer Gemüsekiste zum Mitnehmen inspirieren lassen und bei uns auch eine Mitnehmkiste hingestellt, in die ich alles Kleinzeug einräume, das ich beim Entrümpeln rausfliegen lasse. Anfangs habe ich gedacht, dass ich die Überreste dann irgendwann doch in den Müll stecken würde, aber so langsam kristallisiert sich heraus, dass die Kiste sich doch immer wieder leert,  während ich weiter ausrümpele und sie nachfülle. Vielleicht knipse ich sie nachher noch mal fürs Blog, wenn ich sie wieder mal aufgefüllt habe. 

Psychologisch betrachtet ist es ein hochinteressantes Experiment. Anders als bei unseren Freunden mit ihrer Gemüsekiste gibt es ja keine Fremden, die an der Kiste vorbeikommen und sie steht auch nicht fern an einem Gartengatter, also nähern die Menschen sich ihr sehr vorsichtig. Einige Male habe ich schon still vor mich hin gegrinst, weil jemand fragte »darf ich mir das nehmen?« und dann nach meinen Beteuerungen, das sei alles einfach so zum Mitnehmen - schnell noch mehrere Teile einsackte, wenn er/sie dachte, ich würde nicht richtig hinsehen. Lustig.

Andere stellen sich vor die Kiste und beginnen zu argumentieren, warum das doch eigentlich Sachen sind, die ich noch gut brauchen könne. Mancher betont, er habe alles, was er so braucht und schielt dann doch mal an der Kiste vorbei, was so drin ist. Oder sie hinterfragen, wollen immer wieder genau wissen, was das soll. Wer dreimal da war seit Eröffnung der Kiste, geht auch schon mal einfach dran vorbei und sucht sich was raus. So ist das ja auch gedacht.  Bücher, selbst die allergruseligsten, verlassen die Kiste immer zuerst.

Die Mitnehmkiste macht Spaß, ich werde sie weiter beibehalten, wenn ich mit allen Schränken durch bin, dann landen dort jene Bücher, die ich nicht ins Regal stellen will. Es gibt auch einige Gäste, die sie einfach ganz normal so nutzen wie angedacht. Es funktioniert.

Nicht mitgenommen wurden drei Teddybären, die ich Verlaufe der Entseuchung aus irgendeiner Truhe zog, in welche sie aus gutem Grund versenkt worden waren. Ein weißer im Frack mit Zylinder war größer als beide Katzen zusammen. Familie Exilbär saß relativ lange oben auf dem Hausrat in der Mitnehmkiste, dann kam der Sperrmüll. Natürlich ‘darf’ man keine Teddybären in den Sperrmüll stecken, aber das muss man ja auch gar nicht. Man setzt sie ordentlich auf eine Plastiktüte direkt daneben und schon fahren Leute mit dem Kombi um die Ecke und stürzen sich wie Aasgeier darauf, noch bevor man die Tür hinter sich ins Schloss gezogen hat.

Das ist faszinierend und ein wenig abstoßend, aber besser als aufwändige Adoptionsverfahren für überzählige Stofftiere (und funktioniert auch mit Fußbadewannen).

# 26. Januar 2006 um 01:33 PM
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Mittwoch, 25. Januar 2006

Viel zu tun

Mit einem flotten »Five!« bringt man den Teenager-Kater dazu, eine Pfote und fünf Krallen auszustrecken und gegen einen ihm entgegengestreckten Finger zu legen. Na also. Geht doch - und hat nur drei Tage und circa siebentausend Wiederholungen erfordert. Er kommt auch sofort angerannt, wenn man nach Pepper ruft und hat heute seine Liebe zu Spargel entdeckt.

Das findet alles nicht in einer ruhigen Freizeitblase statt, sondern neben einem vor sich hin blubbernden und brodelnden Arbeitsplatz. Aber es findet statt.

Und zwischendrin brechen sich auch noch Blog-Einträge Bahn, wenn auch nicht unbedingt immer hier. Einer dort, der war gar nicht im Zeitplan und rutschte einfach raus.

Meine Mailbox ist eine genetische Verschmelzung mit einer Würgeschlange eingegangen und ich lese fast gar nichts mehr online, mir bleibt nichts anderes übrig, als mich bei allen zu entschuldigen, die noch auf Antworten warten. Ich hab auch immer wieder das Gefühl, mich dafür entschuldigen zu müssen, wenn ich nicht auf Comments eingehe, aber es passt einfach nicht immer. Natürlich freue ich mich, dass die Kommentare hier fast durchgehend so normal, freundlich, nett und interessiert sind, das ist ein gutes Zeichen :-) ich muss nur nicht immer alles zwangsbesenfen.

Einfach mal wieder den PC anlächeln reicht mir meistens völlig, bloss seht ihr das ja leider nicht.

# 25. Januar 2006 um 09:31 PM
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Montag, 23. Januar 2006

just another manic weekday

Ein Montag also. Bestellt hab ich den nicht, aber da müssen wir jetzt wohl durch.

Die Umsatzsteuerunterlagen möchten kopiert werden. Mir wäre es lieber, einfach ein bisschen draufzustarren stattdessen und darüber nachzuphilosophieren, warum ich phasenweise diesen Drang zu ordentlich in sich abgeschlossenen Blog-Postings habe und dann wieder nicht.

Spiegel des Innenlebens? Ganz sicher nicht. Chaos kommt und geht, mal kämpfe ich – mal fließe ich mit. Die Ordnung oder fehlende Struktur auf meinem Schreibtisch gibt das aufgeräumte Schreibverhalten auch nicht wieder. Ich habe ja auch gar keinen Schreibtisch, daran könnte das natürlich liegen. Mein Arbeitsplatz ist eher ein Cockpit, 99% papierfrei - doch mit diversen Kabeln, die ich nicht hergeben will, alle Möglichkeiten der Funkvernetzung hin oder her.

In letzter Zeit kristallisiert sich hier allerdings wohntechnisch die Erkenntnis heraus, dass mittelgroße Kater neue Denkanstösse über Kabelsalat liefern können. Und nicht nur über Kabel. Der Mann fragte mich völlig verblüfft, ob ich schon gesehen habe, dass der Kater den ganzen Gang im Badezimmer blockieren kann, wenn er sich mit den Vorderpfoten gegen die eine Wand und den Hinterpfoten gegen die Wanne drückt. Oh ja. Habe ich. Noch bin ich stärker, aber irgendwann wird er entscheiden können, wer das Bad verlässt.

Den letzten Donnerstag hat Kenzo fast durchgehend in der Gemüsekiste zwischen den kleinen gelben Runkelrübchen verbracht (neuer Kosename: Rübe), gestern entdeckte er das Längssitzen ganz oben auf Stuhllehnen für sich und momentan versucht er gerade, zuvorkommend schon mal ein paar Kisten Leergut raus zu tragen. Jedenfalls hört es sich so an.

Wissen will ich das gar nicht so genau. Viel interessanter wäre es zu erfahren, warum das Finanzamt mir ungefragt eine neue Steuernummer gibt, wenn sie danach bei jeder Steuerzahlung von Umsatz- bis Einkommenssteuer die Zahlung nicht finden und mich anmahnen. Unter Angabe der alten Nummer, versteht sich. Oder warum der Hausmeister seit Jahren auf seinem Balkon sitzt und alle 2 bis 8 Minuten brechkotzwürghustet. Dieses Geräusch des Aufrotzens bereichert unser Ambiente rund um die Uhr.

Wir könnten aber auch ganz gut ohne auskommen.

# 23. Januar 2006 um 12:21 PM
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Freitag, 20. Januar 2006

Kleine Männer mit Haarbüscheln in den Ohren

Glücklich sind alle, die ihr Käsebrot erst mal aufs oberste Bücherregal legen müssen, wenn es an der Tür klingelt.

(Geh mir mit der Webcam weg)

# 20. Januar 2006 um 02:10 PM
Saftnasen • 0x FeedbackDrucken





Donnerstag, 19. Januar 2006

Heul doch

»Was berechtigt eigentlich jeden Computerbesitzer, ungefragt seine Meinung abzusondern? Und die meisten Blogger sondern einfach nur ab.« Mail von Jean Remy von Matt, gefunden bei Jens Scholz via Andreas auf ap-project.

Sehr gelacht. Ja, was berechtigt uns denn?

Wir könnten natürlich auch allesamt schweigend dasitzen und bewundernd auf sülzige Kampagnen starren, in denen legendäre Aussagen fallen wie “du bist der Baum”, wenn es drei Satzkonstellationen vorher im selben Spot noch darum ging, wie man ihn denn gemeinsam fällt, den Baum. Ich hab den genauen Wortlaut gerade nicht parat, aber jedes Mal enorm gegrinst, wenn ich im Kino diesem grausam blöden Spot nicht entkommen konnte. Die Kampagne im WWW hab ich mir schon deswegen nicht angeschaut, weil ich keine Lust hatte, mich mit dieser Sülze zu beschäftigen, auch nicht auf einem Umweg.

Sollte ich nämlich in den Härten des Alltags mal Motivation einsammeln wollen, um besser durch den Tag zu kommen, orientiere ich mich lieber an meinen ganz persönlichen AlltagsheldInnen als an irgendwelchen Millionären, die Zeit für einen bevormundend klingenden Werbespot spenden.

Absondern ist ein witziges Wort. Es klingt hier so, als ob der Blogstoff aus den Poren sickert, so als ob man gar nicht mehr anders kann. Was ja auch irgendwie stimmt.

Abgesehen davon: Diese Art von Gezeter kommt mir sehr bekannt vor. Ja doch, diese dummen Blogger, denen man leider nicht den Mund verbieten und die man auch nicht wirklich ignorieren kann, sonst würde man ja nicht so ausfallend werden. Möchte jemand mit mir wetten: Die nächste Riege supergeiler Besserblogger mit Mission wird aus genau der Ecke kommen, die sich jetzt so aufspielt.

Das war doch immer so bisher.



Update: Wenn es stimmt, dass diese Kampagne niemand ‘beauftragt’ hat, handelt es sich streng genommen um ein Video-Blogposting. Dann darf sie natürlich so bräsig sein, wie sie nur will.

# 19. Januar 2006 um 01:35 PM
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