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Donnerstag, 19. Januar 2006

Essen, was auf den Tisch kommt

Heute gelernt: Eine Kiste voll Grünkohl macht mich nicht glücklich.

Das liegt nicht am Kohl, der sieht toll aus – wie Porree, Möhren, Rüben, Zucchini, Wirsing, Chicoree und Salat auch. Wunderbares, frisches Gemüse. Sehr lecker alles, man muss aufpassen, dass man nicht in den Salat beißt wie in einen Apfel, das duftet alles schon so gut.

Nur ist ausgerechnet vom Grünkohl ein riesiger Berg dabei bzw. ein Kilo Grünkohl ist eine verdammte Menge. Der Mann mag keinen, ich bin kein wirklicher Fan von dem Zeugs und mich ekelt obendrein vor 98% aller klassischen Grünkohlgerichte – vor allem, wo Mettwurst, Schwein, Kassler, Speck oder Wurstabfälle etc. drin oder dabei sind, bäh.

Der Kater wiederum findet Grünkohl ganz toll, hat ihn bereits zweimal aus der Kiste gekippt und quer durch den Flur gepflanzt. Gute Gründe, es schnell hinter sich zu bringen.

Denn der kleine Kenzo möchte jetzt sehr bald aus dem Grünkohlparadies abgeholt werden. Er weiß es nur noch nicht.

# 19. Januar 2006 um 10:20 AM
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Mittwoch, 18. Januar 2006

Donnerstag ist Biokisten-Tag.

Diese wöchentliche Gemüselieferung ist für mich so was wie eine unvermeidbare Geschicklichkeitsaufgabe: All das Grünzeugs muss bis zum Termin biologisch abgebaut werden, denn die Kiste muss leer sein – bevor sie ausgetauscht wird. Mit Spitzfindigkeiten wie dem Umräumen in meine eigene Kiste halte ich mich nicht auf, dieses Wochenabo muss innerhalb einer Woche verbraucht werden oder ich kann die Badewanne zum Kompost umbasteln. Es muss weg.

So finde ich mich am Vorvortag mit nachdenklichem Gesichtsausdruck und einem kleinen feinen Kohlkopf in jeder Hand wieder, einen Sellerie vor der Nase und die letzten Schwarzwurzeln im Topf. Von den sehr leckeren Kartoffeln mit dem denkwürdigen Namen ‘Forelle’ ganz zu schweigen.

Vielleicht sollte man sich Restaurantbesuche und Extreme Brunching verkneifen, wenn daheim eine Biokiste wartet. Vielleicht auch nicht. Natürlich habe ich aus dem ganzen Zeugs so zügig wie möglich einen großen Wintereintopf gekocht, ich hab hier nämlich noch was anderes zu tun, als mir stundenlang am Gemüse zu spielen.

Der Eintopf mit Forelle war dann so verdammt lecker, dass ich spontan einen kalten Teller davon verfrühstückt habe. Der war sogar so reichlich, dass er trotzdem heute und gestern fürs Abendessen reichte. Die Verdauung regt er auch gut an, ebenso die Abgasproduktion. Das ist also alles ganz fein so.

Jetzt sind von der Biokiste nur noch

alle

sechs Eier und eine Packung Öko-Sauerkraut sowie ein paar Zwiebeln übrig. Das Sauerkraut hält laut Beschriftung ungefähr bis Sommer 2007, Zwiebeln gehen hier tonnenweise weg. Die Eier kann ich verdrängen.

Morgen ist also Biokisten-Tag.

Ich werde mich der Herausforderung stellen. Aber erst morgen. Heute zitiere ich die kleine Trotzpocke Scarlett: I can’t think about that right now. If I do, I’ll go crazy. I’ll think about that tomorrow.

# 18. Januar 2006 um 11:00 PM
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Dienstag, 17. Januar 2006

Frisch vom Arbeitsplatz

Wer die Seitenleiste rechts liest, weiß es schon: Meine pMachine-Workshops der Weblog-Werkstatt habe ich an Akademie.de verkauft, wobei Teilnehmerinnen des rootGrrls-Netzwerks weiterhin Zugriff auf die Anleitungen haben. Siehe auch die eine von zwei Leseproben online, mit einer kleinen Linkliste von pMachine-Sites.

Nachdem ich fast ein Jahrzehnt lang kostenlos Texte online gestellt habe, war es ein merkwürdiges Gefühl, nun diesen Packen Workshops zu verkaufen. Ein gutes.

Es wurde mit steigenden User-Zahlen zunehmend unerfreulicher, Anleitungen einfach zu verschenken, zum Beispiel auch weil sich im Schnitt nur einer von dreitausend Nutzern bedankte und das auch nur, weil er weitere Fragen hatte und kostenlosen Support anforderte (es gab auch Zeiten, in denen das ganz anders war). Vom wiederkehrenden Textklau und seinen unerfreulichen Begleiterscheinungen ganz zu schweigen. Irgendwann hat man von der Nehmermentalität und dem geilen Geiz einfach genug.

Ich wollte aber trotzdem sehr gerne weiter schreiben, vor allem für die teils sehr interessierten rootGrrls und auch für mich, weil diese Anleitungen für Einsteiger mir nun mal Spaß machen und mich entspannen und ich mich freue, wenn ich weiß: Da arbeitet jemand mit dem Internet, Schritt für Schritt … mit meiner Hilfe. Einfach aufhören kam also schon mal nicht in Frage.

Jetzt erscheinen die Workshops bei Akademie.de, die rootGrrls können trotzdem dran und alle sind zufrieden, besonders ich natürlich :)

Verzichten muss übrigens trotzdem kein interessierter Blogger: Mit wenigen Klicks kann man kostenlos für 14 Tage Probemitglied werden und als solches Vollzugriff auf alle Kapitel und sämtliche weiteren Kurse und Tipp-Artikel bei akademie.de erhalten.

# 17. Januar 2006 um 10:07 PM
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Das Fleisch war billig, und der Geist, hm ... schwach?

Es gibt eine ferne kleine Mailingliste, die dem Austausch dient, was auch sonst, und von denen hier wahrscheinlich niemand mitliest. Doch selbst wenn, was soll’s. Dort draußen tummelt sich ein bunt gemischtes Völkchen, von denen ein jeder sich die ungeteilte Aufmerksamkeit der anderen erwartet, wenn sich eine wichtige Frage für das Überleben im Alltag auftut. Besonders beliebt aus für mich nicht wirklich nachvollziehbaren Gründen: Öffentliche Krisensitzungen rund um das Thema »Was koche ich, wenn …«

Zum Beispiel: Was koche ich, wenn eine Schwiegermutter und drei Bulimiker zum Essen kommen sowie der mäkelige Cousin Erwin, der obendrein glutenfrei essen muss? Oder es werden authentische Grillrezepte für die anderen fünfzig Teilnehmer der vegetarischen Wikinger-Volkstanzgruppe aus dem örtlichen Karnevalsverein gesucht. Oft werden die möglichen Antworten noch beschränkt durch besondere Umstände, ob es nun ein fehlender Backofen, wenig Zeit oder eventuell sogar von vornherein abwesende Kochkenntnisse sind. Es darf (wie immer) absolut nichts kosten, muss sich praktisch von selbst kochen und eine absolute Delikatesse sein, mit der man originell dasteht.

Nun wird also die Mailingliste gefragt, ganz so als wäre Google kaputt, und daraufhin passieren genau zwei verschiedene Dinge. (1) Zunächst geben mindestens 80% aller Mitlesenden äußerst ausführliche, hilfreiche und detaillierte Tipps und auf Rückfrage auch genaue Rezepte ab, die alle Anforderungen erfüllen und richtig lecker klingen.

Dann vergeht erst eine geraume Weile, manchmal verstreichen auch mehrere Monate - plötzlich meldet sich dann (2) der Fragensteller oder die Fragenstellerin locker-flockig zurück in der virtuellen Runde, bedankt sich bei den bis zu 48 Hobbyköchen für die tollen Mails und erklärt, er hätte sich dann kurzfristig doch noch für Fischstäbchen aus der Mikrowelle entschieden. Oder mal eben Kohl zerschnippelt und ganz rustikal mit Essigmayonnaise übergossen, das wäre dann auch sehr fein irgendwie gegangen, ja, doch.

Diese Menschen fragen nicht, um das passende Rezept oder Inspiration für ein Büffet zu finden. Sie sind vielmehr daran interessiert, möglichst viele Personen wissen zu lassen, dass sie ein Sozialleben haben, in dem gelegentliche Festivitäten stattfinden. Dass hilfreiche Personen lange Texte tippen und tolle Familienrezepte heraussuchen, ist nur ein netter Nebeneffekt. So ähnlich, als ob einem jemand den Rücken krabbelt.

Wenn man dieses »Ich habe mich dann doch für [hier beliebigen widerlichen Pamp einsetzen] entschieden, aber trotzdem danke für die tollen Rezepte« mehrmals miterlebt hat, dann fragt man sich ja doch ein wenig, welchen Zweck es wohl hat, online andere um Rat zu fragen.

Und kommt unweigerlich mal wieder zu dem Ergebnis, dass es wohl irgendwelche Neuronen stimulieren muss, gegen wohlwollende Empfehlungen aufzubegehren und das genaue Gegenteil zu tun, auch wenn das deutlich schlechtere Ergebnisse bringt.

Diesmal falle ich also nicht drauf rein. Kocht doch, was Ihr wollt.

# 17. Januar 2006 um 12:07 AM
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Montag, 16. Januar 2006

Alles ist prima

Nach all den Jahren kann ich immer noch sehr schön zusammenzucken, wenn in einen meiner Einträge irgendwas hineininterpretiert wird, das dort nichts zu suchen hat. Ich schreibe »es wird schon gut ausgehen« und ernte praktisch sofort eine besorgte, ja nahezu beruhigende bis aufmunternde Mail. Die mich völlig verwirrt, denn ich meinte den Kuchen. Und nur den.

Geheimnisvolle Parallelandeutungen würde ich gegebenenfalls als solche kennzeichnen. Ich würde dann also so etwas schreiben wie:

»Es wird schon gut ausgehen für den Kuchen. Auch ein anderer Vorfall, der mich beschäftigt und mir eine schwammige Andeutung wert ist, obwohl ich mir lieber die Fingerspitzen abhacken als ihn vernünftig ins Blog schreiben würde, wird sich gewiss zu einem guten Ergebnis bringen lassen. Diese Zuversicht – wenn auch nicht die Sachlage - möchte ich mit euch teilen, auch wenn ihr damit gar nichts anfangen könnt. Gerne nehme ich im Kommentarformular mitfühlende und einfühlsame Äußerungen entgegen, vielleicht errät ja doch noch einer, worum es geht.«

So würde ich das handhaben. Versprochen.

Update: Der Kuchen ist ein dummes Beispiel, wenn auch aktuell. Viel mehr Eindruck hat es damals auf mich gemacht, als ich im Blog schrieb, ich würde mich “von Ballast befreien” und daraufhin gleich drei eifrige Herren mailten, sie hätten sich ebenfalls neulich getrennt und man könne sich ja mal zusammenraufen. Öh ... das war nicht wirklich das, was ich gemeint hatte. Ich hatte den Keller entseucht.

# 16. Januar 2006 um 09:36 AM
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