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Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

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Samstag, 31. Dezember 2005

Zeit der Rückblicke, Zeit der guten Vorsätze

Sogar wenn man sich nichts vornimmt, weiß man doch genau, wie die guten Vorsätze lauten sollten, wenn man denn welche hätte. Ich auch. Zum Beispiel finde ich, dass man sich nichts vornehmen sollte ab einem bestimmten Datum oder zu einem bestimmten Zeitpunkt, sondern es jederzeit sofort umsetzen sollte, wenn man etwas Bestimmtes erreichen will. Ein Vorsatz gegen gute Vorsätze, sozusagen.

Das ist natürlich nur Theorie, die Praxis wird von der Realität überlagert. Wenn man sich beispielsweise vornimmt, jeden Tag eine Stunde zu lernen oder zu schreiben, Sport zu treiben oder zu lesen, so kann man damit zwar ohne jede Verzögerung beginnen - doch der Alltag wird sich täglich dagegenstemmen und wenn aus dem Vorsatz keine lieb gewonnene Gewohnheit wird, zerbröselt er sich ganz von selbst wieder.

Wir müssen gar nicht so viel darüber reden, um wie vieles aufwändiger es ist, eine Gewohnheit zu haben im Vergleich zu einem Vorsatz, es ist etwa derselbe Unterschied wie anderen beim Küssen zuzusehen oder selbst eine hingebungsvolle Zunge im Hals zu haben. Nur dass man sich nicht vornehmen muss, lange und gut zu küssen, das passiert eben einfach immer dann, wenn man Lust darauf hat.

Lust auf etwas zu haben ist sowieso ein Faktor, den man nicht unterschätzen sollte. Hat man keine oder wird sie einem gründlich ausgetrieben, ist die Motivation recht groß, grundsätzliche Veränderungen herbei zu führen.

Wer bis hierhin gelesen hat, ist übrigens zum eigentlichen Beitrag vorgestossen.

Irgendwann im Sommer (2005) stellte ich zähneknirschend fest, dass inzwischen immer – aber auch wirklich immer – eine drängende unbezahlte Aufgabe auf mich wartete, wenn ich gerade gerne etwas Zeit für mich gehabt hätte.

Und zwar waren das durchgehend Aufgaben, die nichts mit meiner Entscheidung zu tun hatten, meine Zeit in sinnvollen Projekten einzusetzen, statt online nur herumzudümpeln.

Im Gegensatz zur aktiven Beteiligung am Netz waren das ganz andere und bei weitem nicht so sinnvolle Baustellen, Altlasten nämlich. Im Laufe der fast 10 Jahre mit eigener Homepage habe ich diverse nichtzahlende Gäste auf meine Webserver genommen, vielen Sites den entscheidenden Schwung verpasst, bin im Bekannten- und Verwandtenkreis zur Beraterin mutiert und schon seit langer Zeit zur Anlaufstelle für die kleine Website nebenbei geworden. Im letzten Sommer hat man sehr schön merken können, dass jetzt wirklich alle im Internet sind und dort auch irgendwas erreichen möchten, denn nun wollte ständig irgendjemand irgendwas, und zwar hartnäckig. Außerordentlich hartnäckig sogar.

Bedrängen funktioniert ja sowieso ziemlich gut bei mir: Nichts macht es mir einfacher, einen Kontakt zu beenden, als wenn ich massiv unter Druck gesetzt werde, damit sich das Leben in seinen mich betreffenden Details geschmeidig den Vorstellungen anderer Menschen anpasst. Das ganze bescheuerte Jahr 2004 bestand online praktisch nur aus Personen, die irgendwas von mir erwarteten - meistens eine Reaktion, die sie dringend für ihr schwächelndes virtuelles Ego brauchten (und genau so reagierten die allesamt dann auch, wenn ich nicht entsprechend handelte). Diesen Filz zurückzulassen war wohltuend, befreiend und half obendrein gegen alle fünf typischen Erkältungsbeschwerden, Verschleimung inklusive.

Den Berg scheinbarer Verpflichtungen hatte ich allerdings eigenhändig erbaut und ihn abzutragen war wesentlich aufwändiger. Es ist erstaunlich, wie manche Menschen reagieren, denen man einen Gefallen getan hat, wenn man ihnen danach aber keinen weiteren mehr tun möchte. Einige (nicht alle) reagieren mit völligem Unverständnis, ähnlich einem kleinen Kind, dem man unerwartet einen Schnuller wegnimmt. Man kann doch nicht einfach aufhören, was soll das denn? Besonders gefallen hat mir in mehreren Fällen das Argument, man habe doch keine Zeit, sich selbst mit diesen Dingen zu beschäftigen.

Noch erstaunlicher ist, wie schwer es mir fällt, einfach Nein zu sagen. Es wird aber mit jedem Mal einfacher.

Das waren zwei von meinen fünf großen Verschiebungen in 2005: Sinnvolle Projekte umsetzen. Virtuelle Altlasten abbauen.

Eine weitere Änderung ergab sich von selbst, größere Sorgfalt in Bezug auf Bekanntschaften nämlich (endlich) und damit verbunden eine richtig schöne lange Phase mit alten und neuen Kontakten on- und offline.  Lohnend, persönlich bereichernd, spannend, interessant und einfach nur sehr nett.

Ein guter Nebeneffekt von Stressabbau und Entschlackung der to-do-Liste besteht darin, dass man Menschen wieder richtig wahrnehmen kann und die Ruhe hat, sich auf einzelne ‘einzulassen’. Vielleicht gibt es überhaupt gar nichts anderes, das sich tatsächlich lohnt. Der allgegenwärtige dumpfe Hype, besser als irgendwer anderes sein zu wollen oder zu sollen, kann das jedenfalls ganz klar nicht. Wenn man mal bewusst einen Schritt davon zurücktritt, lässt sich das gut erkennen.

War es also ein gutes Jahr?

Jawoll. Das war es. Viel erreicht, viel getan, vieles bewegt und nicht nur im eigenen Saft geschmort. Menschen, die zu vermissen sich lohnt, Projekte mit Nährwert, Raum für Experimente und vor allem und immer wieder ausgesprochen nette Kontakte. Es war richtig schön. So kann’s bleiben. Besser werden darf es natürlich auch.

# 31. Dezember 2005 um 11:40 AM
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Samstag, 24. Dezember 2005

Ein Weihnachtsgruß

Im Grunde steht im letzten Satz des vorherigen Eintrags schon alles, was ich zu sagen habe: Danke.

Da ich beschlossen habe, ein stress- und druckstellenfreies Weihnachten zu durchleben, verschiebe ich den restlichen Weihnachtsgruß auf gehäuftere Schreiblaune und wünsche euch allen ein erträgliches bis wunderbares Fest. Je nachdem, was ihr gerade braucht und euch wünscht!

# 24. Dezember 2005 um 10:29 AM
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Freitag, 23. Dezember 2005

Legen Sie dieses Weihnachtsdufttuch auf die Heizung

Steht auf dem Weihnachtsdufttuch für die Heizung. Der Mann hat vorgeschlagen, es mit in die Firma zu nehmen und hinter dem Lüfter zu verstecken, damit die Kollegen der Feiertagsschicht was zu rätseln haben, aber dann hab ich es doch behalten, um es garantiert niemals aufzumachen. Wie Weihnachten duftet, das wissen wir doch. Vielleicht back ich noch mal Lebkuchen, nur so, weil die Nachbarn gestern um mehr Plätzchen gebeten haben und sie auch bekamen und bekommen sollen.

So langsam entweicht der Stress und die Umgebung entspannt sich. Es gibt noch viel zu tun, aber der Druck ist weg und überhaupt sitze ich hier gerade und freue mich ausgedehnt darüber, dass ich dieses Jahr so verdammt viel Glück hatte mit netten Menschen, mit denen ich arbeiten und netzwerken und mailen und bekannt sein durfte.

# 23. Dezember 2005 um 10:27 AM
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Mittwoch, 21. Dezember 2005

Bzzzt

Termin - Bank und Einkommenssteuer 04 zahlen - Post, Postidentverfahren und Postfach - andere Bank in anderer Stadt - Arzt - Warten - Blut weg - Apotheke - Bestellung für Samstag aufgegeben (Supermarktfleisch gibts hier nie wieder) - Quickie bei Nanunana - Ökogemüse aus und in freier Wildbahn ergattert - noch mehr Termin, Mittags eine Stunde nette Entspannung in handgreiflicher Gesellschaft - Termin und jetzt noch mal auf die Post und den Nightmare-before-Christmas-Einkauf absolvieren. Bzzzt.

Vor dem ersten Termin den Mann zur S-Bahn gefahren, nach dem letzten werde ich ihn wieder einsammeln. Was essen sollte ich eventuell auch mal. Mir geht’s prächtig.

Die guten Nachrichten sind: Es hat sich gelohnt, das Bein zu trainieren und ich habe ein paar Schuhe gefunden, in denen ich unbesiegbaren Duracellhasen-Modus habe, ohne zu ermüden oder auch nur Schmerzen zu haben.

Die schlechten: Es sind Skistiefel.

Spätestens ab naja sagen wir März oder Mai wird das merkwürdig aussehen.

Andererseits ... who cares.

Update:

image

Das sind die Klumpen. Man ist doch ziemlich reduziert in der modischen Ausdrucksfähigkeit, hm. Dicke Wollstrümpfe und überknöchellanger Jeansrock geht halbwegs, und ansonsten entweder Jeans oder Jeans oder Jeans. Jeans gehen auch.

# 21. Dezember 2005 um 03:27 PM
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Dienstag, 20. Dezember 2005

Endspurt-Gefühle, entspannt.

Die Zeit glitscht mir in atemberaubender Geschwindigkeit durch die Finger, ich verbringe meine Tage tief und glücklich konzentriert in wundernetten Projekten und bin nebenbei damit beschäftigt, die Dinge loszuwerden und zu erledigen, die sonst zu guten Vorsätzen mutieren würden.

Das Blog wird schlimm vernachlässigt, dann ist das eben mal so – allerdings tut es mir leid, dass ich da irgendeinen Murks mit den Comments und den Archiven gebaut habe. Das hätte ich vor drei, vier oder fünf Jahren auch nicht gedacht, wie egal es mir doch sein kann, ob die private Site reibungslos läuft, aber tatsächlich habe ich eben viel anderes zu tun zurzeit und verbringe dann die freie Zeit doch lieber mit dem Liebsten und den Katzen. Repariert wird irgendwann. Nicht jetzt.

Der Waldkatz wiegt zwar erst knapp über 3 kg, benimmt sich aber bereits wie ein ausgewachsenes Rindvieh. Zärtlich ist er ja (besonders wenn man gerade Käse isst) und ich nehme an, man könnte ihn als Geschirrspülmaschine einsetzen, wenn er noch ein bisschen trainiert. Ein charmanter bis aufdringlicher und bildhübscher Kerl, der keine Gelegenheit ungenutzt verstreichen lässt, das dicke kleine Katzenmädchen in den Hintern zu zwacken.

Gefaucht wird also viel, aber geschnurrt noch mehr. Wenn die kleine Quäke angeschmust kommt, lege ich ihn mir glatt und weich in die Armbeuge und erzähle ihm Geschichten von goldenen kleinen Hauslöwen, die mit ihrem Brömmen ein ganzes sonnendurchflutetes Zimmer füllen konnten. Er hört aufmerksam zu und probiert zwischendurch aus, ob man mit der Pfote zuschlagen kann oder ob es netter ist, sich so lang auszustrecken, dass der Bauch eine pralle Kugel bildet.

Wenn man vergisst, abends eine gute Stunde mit ihm zu spielen bis er hechelt, steht er nachts um vier Uhr zwischen den Kopfkissen (wo kein Platz ist, denn wir schlafen in einem Knäuel irgendwie) und gräbt und quietscht und will diskutieren. Außerdem hat er schnell herausgefunden, dass ich aufstehe, wenn er hinter dem PC am Hub herumrutschelt und am Kabel für den Drucker zieht. Er macht das auch eindeutig nur, wenn er abgeholt werden will.

Fotos gibt es auch mal wieder,

fast fest versprochen.

action shot

hö?

30 cm

# 20. Dezember 2005 um 12:24 AM
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