Moving-Target.de

Dies ist ein privates Blog und dies istdie vermaledeite Datenschutzerklärung.

Navigation

Aktuell | Rubriken | Archiv seit 1996

Blogosphärisches | Blogroll | Über ...

Aktuellste Einträge:



Letzte Kommentare:

Linn in Von Arschlöchern lernen: War das auf Facebook? Als ich den Anfang des Artikels las, wollte ich auch auf jeden Fall ...

Britta in Norwegen in Der vierte Wunsch: Vielen lieben Dank für die letzten Einträge - und den Elfen. Hmpf, ich weiß nicht wie ich es ...

Graugrüngelb in Es gibt da einen Haken. Jetzt.: Das ist ja ‘ne nette Idee. Ich fahre ja in den urlaub immer mit diesen Handtuchhaken, die man über ...

Thomas Arbs in Mittwochs im Düsseldorf: Das ist phantastisch. Es ist schwer zu schlucken, aber es soll ja auch nicht leicht sein. ...

melody in Mittwochs im Düsseldorf: (Ich weiß, dass der liebe echte Löwenherz gegen Muslime in den Krieg gezogen ist, aber die ...

Kontakt

Impressum

Datenschutzerklärung

powered by ExpressionEngine








Freitag, 11. November 2005

Was für ein Kind du kriegst, das weißt du vorher nicht.

Das sagte eine ehemalige Nachbarin und danach noch eine Zeitlang Briefbekannte immer, wenn ihr cholerischer 8jähriger mal wieder davor bewahrt werden musste, mit puterroter Birne Hamster zu rösten oder seine kleine Schwester aus dem Fenster zu werfen. Die ganze Familie gelassene, freundliche und entspannte Kaltblüter - zwischendrin der kleine Kotz- und Wutknubbel mit seinen spontanen Aussetzern: Ein schauriges Kind.

Was für ein Katzenkind man kriegt, weiß man auch nicht. Kenzo ist drollig, wunderschön und überhaupt nicht schaurig. Doch fordernd und anstrengend ist er sicherlich. Nicht nur, weil man ihn rund um die Uhr aus irgendwelchen Winkeln, Plastiktüten und Computerkabeln ausbauen muss, von Kartons, Klebestreifen und Kühlschränken gar nicht erst zu reden.

Sondern auch,

weil er einen sehr starken kleinen Charakter hat, und das ist schön, aber auch verblüffend. Man kann zwar hingehen und sich mit viel Sorgfalt einen strammen kleinen Kerl aussuchen, der vorher mit 4 Geschwistern und einem halben Dutzend älterer Verwandter klarkommen musste und trotz dieser Herdenknubbelaufzucht kann es geschehen, dass der Juniorkater sein Faible dafür entdeckt, im absoluten Mittelpunkt zu stehen, wenn die Konkurrenz so übersichtlich ist.

Genauer gesagt, aus einer einzigen sehr lieben dicken kleinen Katzenpüff besteht, die daran gewöhnt ist, das einzige Tier im Haus zu sein, das richtig gerne schmust.

Im Mittelpunkt stehen ist ganz toll, wenn man klein ist und sonst nicht so richtig viel zu tun und bieten hat. Er schreit folgerichtig auch aus nichtigen Anlässen vor Frustration und Wut, wenn er nicht beachtet wird und hopst vor allem drängelnd dazwischen, wenn wir Miss Peppermint knuffeln. Das sieht zwar niedlich aus bei einem so kleinen Tier, aber ich will doch schwer hoffen, dass er sich dieses Benehmen wieder abgewöhnt, bevor er ein ausgewachsenes Mähnentier wird. Er quäkt auch fordernd und möchte im Mittelpunkt stehen, wenn Oliver und ich uns küssen. Also oft. Der Kuschelneid geht so weit, dass ich nur nach Miss Peppermint rufen muss, damit Kenzo eilig angaloppiert kommt.

Andererseits kommt die Miss damit offensichtlich ganz gut klar.

Wenn sie mal zufällig aus einem Napf fressen oder nebeneinander liegen, ist das auch OK – wenn er richtig rumnervt, verhaut sie ihn. Was ihn nicht die Bohne interessiert, aber das war ja eh klar. Sie sieht, abgesehen von der Nerverei durch den Kleinen, ziemlich gut durchblutet und sehr wach aus: Der Teenager im Haus bekommt ihr nicht schlecht.

Er schreit auch jetzt vor mir herum, weil er gerne spielen möchte und angelt mit spitzen Krallen nach meinen Füßen. Nandi war nicht so, denke ich. Meine Nachbarin spricht es aus: Nandi war ganz anders. Dann spielt sie wieder mit Kenzo, denn er ist so niedlich und wächst schnell an Herzen an. Auch an meins, die Nervensäge ist reizend.

Es fühlt sich trotzdem manchmal so an, als wäre man im Bett mit jemandem, obwohl die Liebe davor noch das Herz ausfüllt. Man macht alles richtig, der Platz war frei und das Ergebnis stimmt, und doch.

Und doch.

# 11. November 2005 um 12:50 PM
cat content • 4x FeedbackDrucken





Szenen einer Ehe

Der Mann zappt und jemand im Fernsehen spricht von Hardware für Mars-Missionen oder so ähnlich und nennt die Bezeichnungen der bereits gebauten Module.

Ich, spontan und ohne hinzuschauen, aber sehr erfreut über die lustigen amerikanischen Wissenschaftler: »Das sind die Namen aller Teenage Mutant Ninja Turtles!«

Der feindliche Sprecher im viereckigen Kasten: »…wurden alle Module nach italienischen Renaissance-Künstlern benannt …«

Ich: … »Pah!«

Der Mann: Fällt um und lacht.

Er hat mir dann auch nicht mehr geglaubt, dass ich die Ninja Turtles nur von den Nachbarskindern kenne und nicht mal genau weiß, ob das nun ein Comic war oder ein Film.

# 11. November 2005 um 07:37 AM
das leben • 5x FeedbackDrucken





Mittwoch, 09. November 2005

Das üben wir aber noch mal.

»De‮ra‬ web.de Me‮bm‬er,

We m‮su‬t che‮kc‬ t‮tah‬ y‮ruo‬ web.de ID was r‮deretsige‬ by re‮la‬ peo‮lp‬e. So, to he‮pl‬ web.de pr‮eve‬nt automat‮de‬
registr‮oita‬ns, p‮sael‬e c‮il‬ck on t‮sih‬ li‮kn‬ and comple‮et‬ c‮edo‬ verif‮ci‬ation pr‮co‬ess:

http://lange-url-die-nur-scheinbar-mit-web.de-beginnt

Th‮kna‬ youu«

(Muss schon irgendwie anstrengend sein, einerseits authentisch wirken zu wollen und andererseits nicht im Spam landen zu wollen und obendrein die Landessprache nicht zu beherrschen. Moderne Raubritter, Anfänger-Level. Der Grund für das Kauderwelsch: Der Text ist komplett codiert, und das erfordert scheinbar mehr Konzentration, als man da aufbringen konnte.)

# 09. November 2005 um 05:04 PM
das leben • 5x FeedbackDrucken





Samstag, 05. November 2005

Darf mitgenommen werden

Freunde von uns haben einen Garten zwischen mehreren Äckern in der Nähe des Rheins. Sie haben sich angewöhnt, in der Erntezeit eine Holzkiste mit Obst und Gemüse an den Zaun zu stellen, damit Spaziergänger zwischen den Feldern sich bedienen können. Eigentlich nicht als psychologisches Rate- und Zuschau-Spielchen, sondern durchaus mit einem aussagekräftigen Hinweisschild: Darf mitgenommen werden.

Einige bleiben staunend davor stehen. Trauen sich kaum, eine Handvoll Äpfel herauszunehmen und freuen sich sichtlich darüber, etwas geschenkt zu bekommen. Andere wagen es nicht, schauen aber immer wieder zurück zur Kiste, wenn sie dann weiterschlendern. Manche bedanken sich für die nette Idee, obwohl sie nur eine einzelne Frucht für unterwegs mitnehmen möchten, andere machen sich schnell stumm davon, wenn sie merken: Da guckt jemand zu.

Ist die Kiste leer, tauchen Leute auf, die darauf warten, sich wieder bedienen zu können und denen man förmlich anmerkt, dass sie eine Erwartungshaltung haben - fast schon eine Forderung. Natürlich gibt es auch welche, die den ganzen Inhalt mitnehmen, egal wie viel gerade da ist. Manchmal sogar alles und die schwere Holzkiste gleich mit.

Ich habe unsere Freunde nicht gefragt, was sie dann davon halten. Sie finden es einerseits ganz normal, den Überschuss aus dem Garten zu verschenken und andererseits spannend, wie ‘Großstadtmenschen’ auf ihre Mitnehmkiste reagieren.

Aber auch ohne zu fragen gehe ich davon aus, dass sie den Spaß daran verlieren würden, wenn jeden Tag jemand käme und alles Obst samt Kiste kommentar- und danklos einsacken würde.

# 05. November 2005 um 09:00 PM
das leben • 4x FeedbackDrucken





Unsere kleine Farm hat sich beruhigt.

Miss Peppermint und der Teenager leben harmonisch miteinander bis auf das Übliche, wenn ein Katerkind im Haus ist: Er drängelt sich dazwischen und bekommt von der Miss eins auf den Kopf gepappt, wenn sie genervt ist. Das stört ihn aber nicht weiter. Kenzo liebt Oliver, klettert an ihm hoch, schubst ihn mit der Pfote und wartet auf seinem Stuhl auf ihn. Ich darf kraulen und schmusen und knuddeln und knuffeln, weiß aber trotzdem genau, wer die Bezugsperson vom Junior ist. Macht nichts. Miss Peppermint ist zwar noch viel in ihrem Häuschen, stiefelt aber auch wieder durch die Gegend, kommt schmusen und vor allem frisst sie wieder richtig.

Gestern wurde mir berichtet, dass sie aus dem Trinkwasser-“Dom” trank, weil Kenzo das wohl tut. Ich weiß, dass manche Familien viele Monate brauchen, bis sich neue und alte Katzen zusammenraufen und bin froh, dass es bei uns tatsächlich so abläuft wie gehofft.

Unsere silbergraue Prinzessin, die immer die Kleinste und Jüngste im Haus war, ist nun eine Matrone – einfach durch die Anwesenheit puscheliger Jugend.

Ich verstehe jetzt eine ehemalige Kollegin besser, die sich furchtbar darüber aufregen konnte, wenn 20jährige Frauen auf eine “Party ab 30” gingen oder wie auch immer diese Veranstaltungen heißen, inzwischen vermutlich einfach 80er-Jahre-Partys. Obwohl Miss Peppermint so knackig und flauschig wie vor drei Wochen ist, wirkt sie älter, vernünftig und gesetzt neben der egoistischen und völlig idiotischen Energie von Kenzo und er wird von Besuchern viel mehr beachtet, obwohl er vieles noch lange nicht kann, das sie schon lässig beherrscht. Alle kleinen Katzen sind nun mal unglaublich niedlich (auch wenn es sicherlich eine reife Leistung ist, so ein Kampfpupsen wie Kenzo abzusondern).

So was ist nicht fair.

Aber auch hier trennt sich die Spreu vom Weizen, wie im echten Leben zeigt sich:  Oberflächlichkeit verfliegt mit ihren Trägern und die wahren Fans der Plüschprinzessin bleiben ihr treu, fragen nur nach ihr, richten ihr Grüße aus und knuffeln immer zuerst Peppermint zur Begrüßung. Das wiederum versteht der Kleine nicht, er will immer dazwischen und mehr beachtet werden als sie. 

Ich sagte ja schon, ich verstehe die Exkollegin nun besser. Wenn es nach der gegangen wäre, hätte man die Discountmädchen alle mit der Pinzette aus der “ab-30-Party” zupfen müssen, um erwachsenen Menschen

ungestörte Anbahnung

gepflegte Unterhaltung zu ermöglichen. Pepper guckt so ähnlich.

# 05. November 2005 um 10:49 AM
cat content • 1x FeedbackDrucken





Seite 3 von 4 Seiten insgesamt.  <  1 2 3 4 >