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Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

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Mittwoch, 30. November 2005

Naturgesetze beugen? Keine Chance.

Diesmal und meinetwegen für immer lautet die Ansage: Nur kleine Geschenke zu Weihnachten. Kleinigkeiten. Aufmerksamkeiten, keine Lawine an Hin und Her. Mit der Kommunikation dieser Absprache für Weihnachten 2005 habe ich wohlweislich bereits im Sommer (2004) begonnen:

Nieder mit den Konsumbergen - eine nette Kleinigkeit oder eine wohlwollende Lücke tun es doch auch, oder welchem Haushalt fehlt schon der Geschenkeberg? Warme Gedanken, ernst gemeint - darauf kommt es an. Das Beiwerk kann reduziert werden.

Alle haben genickt, alle haben zugestimmt, einige empfingen diese Information auch elektronisch und ich erntete Zustimmungen verschiedener Größenordnungen, vom ‘OK’ bis zur Tirade. Doch es gab keine Widerworte, dafür den einen oder anderen Erleichterungsausbruch. Keine Planverweigerung. Auch von meiner Mutter nicht.

Sie macht das einfach anders. Und schickt schon mal hier und da ein Geschenk vorab. Weil wir doch für Weihnachten nur ‘Kleinigkeiten’ vereinbart haben.

(Gut Ding will Weile haben? Starrsinn ist erblich bedingt. Oder meinetwegen auch ein »Ommmm« tief unten aus dem Bauchraum. Whatever.)

# 30. November 2005 um 04:44 PM
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Montag, 28. November 2005

Kater junior.

»Wir müssen ihm seinen Namen beibringen. Bis jetzt hat er sicher nicht begriffen, dass mit ‘Kenzo’ er gemeint ist.«
...
»Wahrscheinlich denkt er, sein Name ist Nein!

(Das könnte gut sein.)

# 28. November 2005 um 08:56 AM
cat content • 9x FeedbackDrucken





Sonntag, 27. November 2005

Computer sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.

Meiner jedenfalls war mal einer, der ziemlich gut funktionierte, jetzt ist er definitiv hirntot. Der Verdacht, dass eine neue Grafikkarte ihn heilen würde, hat sich nicht bestätigt. Milde gelaunt schaue ich vom PC des Hausherrn aus in die Schneelandschaft vor dem Fenster und überlege, ob es sich lohnt, die externen Festplatten abzukoppeln und an den Zweitarbeitsplatz umzuziehen oder ob das Ding sich noch wiederbeleben lässt.

Alles könnte so friedlich sein, würde nicht der pubertierende Kater im Hinterhalt liegen und jeden Zeh angreifen, der sich regt. Er wächst täglich einen gefühlten Zentimeter und nimmt sicherlich auch jeweils 100g zu. Die Waage behauptet, es sind 2.800 Gramm, aber es fühlt sich wie das Doppelte an, wenn Kenzo quer an einem hochläuft. Denn das tut er.

Kenzo frisst Blumenkohl, Kartoffel, Ananas und Nudeln und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das Brot neulich mit Käse belegt hatte, auch wenn ich danach plötzlich mit “Schnitte pur” am Tisch sass und nur noch einen schwarzen Kater eilig um die Ecke galoppieren sah.

Eine gute Möglichkeit, sich eine Weile frei zu nehmen: Man gebe Kenzo ein halbes Bockwürstchen am Stück. Das dauert dann. Noch. Anfangs hatte er auch an den Katzenkäsebällchen schwer zu knacken, jetzt muss er sie vorher nicht mal mehr durchbeissen.

Abgesehen davon, dass er ein nimmermüder Einzelkämpfer gegen alle Zehen der Welt ist und eifersüchtig schreit, wenn man die Miss knuddelt, ist er natürlich ein ganz reizendes und niedliches Tier. Eltern von echten Teenagern haben bei miir nun aufrechtes Mitgefühl gut: Wenn das Ding auch noch diskutieren könnte, müsste einer von uns umziehen. Oliver würde das sicherlich schwerfallen, aber ich weiß, wie er sich entscheiden würde.

Ich käme dann eben am Wochenende zu Besuch.

Update: Der PC weilt wieder unter den Lebenden, gekostet hat es mehr als einen halben Tag ohne den Liebsten, der schraubenziehend unter dem Arbeitstisch herumlag und der blöden Kiste wieder ein Betriebssystem und eine Grafikkarte beibrachte. Wie gut, dass er das kann, ich hätte nach Versagen des Standardprogramms höchstens dagegentreten können.

# 27. November 2005 um 06:02 PM
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Freitag, 25. November 2005

Zappa Zitat gesucht gefunden.

Edit: Dank Boris hab ich’s. Puh, vielen Dank :-) the magic of blog funktioniert noch immer, wenn auch anders als in den guten alten Zeiten, bevor die Wichtigwichtel kamen und dachten, dass es ums besser sein als andere geht. Was ein Irrtum ist. Darum dreht es sich nie.

Hier ist das Zitat, das ich suchte:

»Frank Zappa: Try to imagine what the opposite of loneliness is. Think of it. Everyone in the world loves you? What is that? Realize you are in isolation. Live it! Enjoy it! Just be glad that there aren’t a bunch of people who want to use up your time. Because along with all the love and admiration that’s going to come from the people that would keep you from being lonely, there is the emotional freight you have to bear from people who are wasting your time, and you can’t get that back. So when you’re lonely and all by yourself, guess what you have? You have all your own time. That’s a pretty good fucking deal. Something you couldn’t buy any place else. And every time you’re out being sociable and having other people be “nice” to you so you don’t feel “lonely,” they are wasting your time. What do you get for it? Because after they’re done being nice to you they want something from you. And they’ve already taken your time! Loneliness, once you’ve come to deal with it so it is not an uncomfortable sensation, so it doesn’t feel like drowning or something, is not a bad deal. It’s a good deal. It’s the next best thing to solitude. I’m not talking solitary confinement. Solitude. If you’re sensitive to loneliness, you’re going to be in trouble, because then the loneliness turns into something really painful, a horrible depression and then you die. One way or another, you just die. So who needs that shit?«

-
Edit

Ich geb’s auf:

Vor zwei Tagen (drei Tagen?) bin ich einem Link in den Comments gefolgt und muss dann noch mal irgendwohin geklickt haben, denn die Commentlinks habe ich natürlich schon durchprobiert. In dem Blog, das ich jetzt nicht mehr wiederfinde, stand ein längeres Zitat von Zappa: Genauer gesagt sollte erst gerätselt werden, von wem es ist und im nächsten Beitrag stand die Auflösung. Dieses Zitat würde (jetzt) so verdammt gut auf eine Unterhaltung passen, die ich gerade per Mail mit einem Freund führe, aber ich find es nicht mehr.

Also falls jetzt jemand ein »Ah! Ich weiß, wo« verspürt, nur her damit bitte ...

# 25. November 2005 um 09:48 AM
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Dienstag, 22. November 2005

Erklär das mal jemandem, der nicht weiß, was ein Blog ist:

Bloggen wir täglich, haben wir kein Sozialleben.
Bloggen wir selten, ist das Blog nicht interessant.
Bloggen wir kurze Einträge, fehlt das Talent für längere Texte.
Bloggen wir lange Einträge, haben wir nichts besseres zu tun.
Ist das Design zu schlicht, hat das Blog kein authentisches Gesicht.
Ist das Design bunt, ist das Blog nicht cool genug.
Ist das Design selbstgemacht, ist man einer dieser Nerds/Geeks.
Ist das Design nicht selbstgemacht, ist es billigste Massenware.
Schreibt man anspruchsvoll, will man sich nur wichtig machen.
Schreibt man einfach nur so, verfasst man überflüssige Banalitäten.
Schreibt man Unterhaltung, will man bloss um Besucher buhlen.
Schreibt man Nachdenkliches, ist man peinlicher Befindlichkeitsblogger.
Wird man nicht von Ehrgeiz getrieben, ist man anspruchslos.
Wird man von Ehrgeiz getrieben, fühlt man sich über andere erhaben.
Wird man von Gefühlen geleitet, ist man heulsusig bis weinerlich.
Wird man nicht von Gefühlen geleitet, ist man gefühlskalt.
Ist man hilfsbereit, wird man ausgenutzt.
Ist man nicht hilfsbereit, wird man beschimpft.
Ist man offen für Kommunikation in den Comments, ist man wahllos und manipulierbar.
Ist man zurückhaltend in den eigenen Comments, ist man arrogant und unhöflich.
Interessiert man sich für Toplisten und die eigene Position darin, ist man eine arme Wurst.
Interessiert man sich nicht für Toplisten und die eigene Position, dann deswegen, weil man sowieso nicht mithalten könnte.
Läuft das Blog auf der eigenen Website, nimmt man das Bloggen zu wichtig.
Läuft das Blog bei einem Bloghosting-Provider, ist Bloggen einem kein echtes Blog wert.
Kümmert man sich um seine eigenen Angelegenheiten, ist man nicht vernetzt genug.
Kümmert man sich um das, was andernblogs geschieht, ist man nur auf Backlinks aus.
Kümmert man sich um das Blogosphärengeschehen, hat man wohl kein echtes Leben.
Kümmert man sich nicht um die Blogosphäre, ist man ignorant und sowieso von vorgestern.
Bloggt man als Frau Fotos von sich, will man nur den Mädchenbonus ausspielen.
Bloggt man als Frau keine Fotos von sich, ist man zu hässlich dafür.
Bloggt man friedlich, fehlt die Durchschlagkraft.
Bloggt man nicht friedlich, hat man Defizite.
Hat man eine Blogroll, bewegt man sich im Sumpf verfilzter Kreise.
Hat man keine Blogroll, ist man unbeliebt.
Hat man ein Impressum, hält man sich für zu wichtig.
Hat man kein Impressum, ist man eine anonyme Lachnummer.
Erzählt man, wenn man Probleme hat, ist man ein exhibitionistischer Jammerlappen.
Erzählt man es nicht, wenn man Probleme hat, ist man oberflächlich, wahlweise verkorkst.
Erzählt man, wenn man andere Blogger trifft, ist man ein Angeber.
Erzählt man nicht, wenn man andere Blogger trifft, hat man was zu verbergen.
Reagiert man auf Memes, Stöckchen, Trackbacks und Co, schleimt man rum.
Reagiert man nicht auf Memes, Stöckchen und Co, ist man arrogant.
Schreibt man Einträge übers Bloggen, will man nur Reaktionen fischen.
Schreibt man keine Einträge übers Bloggen ...

Und so weiter.

Vermutlich könnte man auch gleich in Reihenhaussiedlungen ziehen oder neben Menschen wohnen, die sich für besonders originell halten. Was immer im Einzelfall schlimmer ist.

Update: Hier geht es ein bisschen weiter, wobei ich es unterhaltsam finde, dass jetzt schon wieder die Interpretationen kreuz und quer gehen. Ich finde das nicht traurig und ich sehe kein Problem darin, dass es so ist, wie es ist. Man muss ja nicht so sein. Man darf viel besser sein als solche Sprücheklopfer.

Mich amüsierte einfach diese transparente Unerbittlichkeit, mit der jeder niedergehackt wird, gleichgemacht und kleingehalten werden soll - niemals habe ich gesagt oder bin ich davon ausgegangen, dass man die Missgünstlinge für voll nehmen oder sich an ihnen orientieren soll.

# 22. November 2005 um 01:42 PM
bloggish • 30x FeedbackDrucken





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