Moving-Target.de

Dies ist ein privates Blog und dies istdie vermaledeite Datenschutzerklärung.

Navigation

Aktuell | Rubriken | Archiv seit 1996

Blogosphärisches | Blogroll | Über ...

Aktuellste Einträge:



Letzte Kommentare:

Linn in Von Arschlöchern lernen: War das auf Facebook? Als ich den Anfang des Artikels las, wollte ich auch auf jeden Fall ...

Britta in Norwegen in Der vierte Wunsch: Vielen lieben Dank für die letzten Einträge - und den Elfen. Hmpf, ich weiß nicht wie ich es ...

Graugrüngelb in Es gibt da einen Haken. Jetzt.: Das ist ja ‘ne nette Idee. Ich fahre ja in den urlaub immer mit diesen Handtuchhaken, die man über ...

Thomas Arbs in Mittwochs im Düsseldorf: Das ist phantastisch. Es ist schwer zu schlucken, aber es soll ja auch nicht leicht sein. ...

melody in Mittwochs im Düsseldorf: (Ich weiß, dass der liebe echte Löwenherz gegen Muslime in den Krieg gezogen ist, aber die ...

Kontakt

Impressum

Datenschutzerklärung

powered by ExpressionEngine








Sonntag, 23. Oktober 2005

Ich gestehe: Die [url=http://www.businessblogger.de]www.businessblogger.de[/url] gehört mir.

Ich gestehe außerdem, dass ich allmählich anfange, mich dafür zwischendurch immer mal kurz zu schämen. Obwohl die Anschaffung ein Scherz war, entstanden aus einem Mail-Geplänkel »Wollen Sie für uns bloggen? - Oh, Sie bloggen etwa gar nicht für umgerechnet 3 Euro Stundenlohn und tonnenweise Ruhm? Wie schade ....« oder so ähnlich, ich sag jetzt nichts weiter dazu, bin aber wirklich den meisten Blog-Business-Modellen gegenüber nicht wirklich aufgeschlossen. Aus Gründen. Man kann das sicherlich ändern mit dem richtigen Angebot. Muss aber nicht so dringend sein.

Die Domain behalte ich trotzdem.

# 23. Oktober 2005 um 12:40 AM
lifestyle • 0x FeedbackDrucken





Freitag, 21. Oktober 2005

21:58 Uhr | Bisschen spät ...

... aber trotzdem: Wenn ich mir das nicht falsch notiert habe, bin ich gleich nach 22 Uhr mal kurz auf Radio Eins (Berlin) zu hören. Es geht im Gespräch mit mir um Frauen und Katzen.

Shame on me .. man kann es mithören, auch das hab ich verpennt. Sorry Chronistin.

Die Selbstvermarktungsmaschinerie ist bei mir wohl im Winterschlaf (ich hab aber nicht das Gefühl, irgendwas zu verpassen. Andersrum hektische Bemühung wär schlimmer).

22 Uhr 04
»Sex nach Neun« also. Auch wenn die SV-Maschine schläft, mit etwas mehr Eigeninitiative bei der Information wäre ich vermutlich doch besser bedient.

Ich hör jetzt mal mit.

Sie spielen ‘Three Cool Cats’ und das gefällt mir gut. Von null auf sexy Stimmung in weniger als 90 Sekunden, ich glaube, das verlernt man eventuell doch nicht. Stimmentechnisch.

»Wir reden gleich noch mit einer Katzenfrau«, sagte die Moderatorin eben. Ich hoffe, sie kann Gegenwind vertragen. Auf der http://www.katzenfrau.de steht schön leserlich: »Katzenfrau.de nenne ich diese Site, weil meine Kurzgeschichtensammlung Frauen und andere Katzen heißt und mir das als Domain zu lang war.«

Ich finde das eigentlich ganz gut und unmissverständlich erklärt.

22 Uhr 10
Ob Ivo, der Gorilla, schwul ist - weil er die vorhandenen Weibchen im Zoo nicht begattet. Die Antwort klingt aber ganz normal: Ivo ist noch neu und hat vermutlich noch ein wenig Ladehemmung. Das gefällt mir, keine wüsten Spekulationen auf Kosten von irgendwem, egal ob metrosexueller Gorilla oder affiges Männchen.

Dann starb die Leitung ab, so um 22 Uhr 13. Für das Interview ist das natürlich egal, ich würde mich nur gerne noch ein bisschen einhören.


Es war OK. Also die Sendung, man findet sich selbst ja immer furchtbar bei Interviews, Lesungen, Fernsehauftritten. Julie hatte Recht, der Sender ist wirklich OK, ich hab mich bei ihr nämlich vorher erkundigt, damit ich nicht auf das Radiowellenäquivalent von RTLII reinfalle oder so.

# 21. Oktober 2005 um 07:04 PM
feeling feline • 10x FeedbackDrucken





Donnerstag, 20. Oktober 2005

Missverständnis: Keine “Grabstelle”

Es wird keine Grabstelle auf dem Tierfriedhof geben, dort wird nur die Einäscherung vorgenommen. Was Privatbegräbnisse im eigenen Garten angeht: Es ist nun mal nicht unser eigener Garten und ich bin da in städtischen Gegenden eher auf Seiten des Grundwassers, seitdem ich mitbekomme, dass selbst bernhardinergroße Hunde mal eben in Stadtgärten untergebuddelt werden.

Außerdem gehe ich davon aus, dass viele dieser Begräbnisse stattfinden, weil die Besitzer verständlicherweise das Tier nicht in den Restmüll werfen lassen wollen, aber die (hohen) Kosten für die Einäscherung scheuen – und eben nicht nur, weil Lassie für immer unter Mamas Himbeerstrauch schlafen soll. Selbst beerdigen ist dann wohl die Lösung, die Herrchen oder Frauchen am besten aushält. Dann ist das eben so.

Wenn jemand ‘richtige’ Tierfriedhöfe mag und sie ihm/ihr bei der Verarbeitung helfen, ich habe bestimmt nichts dagegen zu sagen - es ist nur nichts für mich. Exakt das gilt auch für selbst veranstaltete Haustierbegräbnisse auf eigenem Grund und Boden:

Macht doch alle, was Ihr wollt.

# 20. Oktober 2005 um 07:53 AM
cat content • 0x FeedbackDrucken





Mittwoch, 19. Oktober 2005

Wachen, lesen, lange Blog-Einträge schreiben

Der schwarze Keramikspringbrunnen ist gekommen, aufgebaut und sofort der Nachbarin geschenkt worden, die uns bei einem netten Abendessen im Restaurant erzählt hat, dass sie Zimmerbrunnen ja so sehr liebt und bei sich leider nicht ans Laufen gekriegt hat (natürlich prompt, nachdem ich mich im Verlauf des Smalltalks dafür entschuldigt hatte, bald so eine absolute Scheußlichkeit aufstellen zu wollen).

Sie freut sich sehr darüber und bei uns könnte er sowieso nicht stehen, nicht mal wenn wir so was toll finden würden: Vielleicht hätte ein würdevoller Goldkater noch einen halbwegs normalen Plansch-Umgang damit gehabt, von einem Kater-Teenie kann man das nicht erwarten. Außerdem brauchen wir keine sprudelnde Trinkquelle mehr. Vielleicht mag der Teenie ja auch den Trinkwasser-Kuppeldom.

Miss Peppermint liegt mit trübem Blick in dunklen Ecken und fühlt sich offensichtlich einfach nur sehr alleine. Das tut mir zwar weh … aber einfach übergangslos einen neuen Kater in unser Leben pappen, das habe ich nicht geschafft. Ich brauche diese Tage, um zu trauern und zu vermissen und die Trennung von Nandi zu verarbeiten, der ja immer und überall um mich war. Auch der neue kleine Kater hat ein ernst gemeintes Willkommen verdient, und dazu ist einfach etwas Abstand nötig. Klar, ich komme mir trotzdem völlig herzlos vor und so, als würde ich Nandi verraten - andererseits hatten wir schon vor langer Zeit darüber gesprochen, wie wir vorgehen, wenn eine unserer Katzen stirbt und wussten eigentlich auch ohne Vereinbarungen, dass wir eine Zwei-Katzen-Familie sind und sein wollen und dass keine unserer Katzen alleine sein soll. Wir taten wie unter Betäubung, worauf wir uns lange vorher geeinigt hatten und das ist gut so. Der Neue sieht übrigens völlig anders aus als Nandi oder Pepper, und auch das ist richtig so. Miss Peppermint muss jetzt auch nicht mehr lange unter Einsamkeit leiden.

Eure vielen lieben Mails, Comments, Anrufe und Karten haben mir sehr geholfen, weil ich wusste, dass mich jemand versteht und nachfühlen kann, wie es uns jetzt geht. Nandi hat ja sogar Sprühsahne geschickt bekommen, von Liisa, ein paar Tage vor seinem Tod.

Natürlich war auch die obligatorische »Es ist doch nur ein Tier«-Zurechtweisungsmail unter den Zuwendungen, ohne hätte mir auch glatt was gefehlt. Solche Kackfratzen aus der Blogosphäre helfen ja meist dabei, eine Ansicht richtig zurechtzurücken, auch wenn sie sicherlich das Gegenteil beabsichtigen und nicht begreifen, wie transparent sie sind.

Ja, er war nur ein Tier. Aber für mich war er wichtig und das muss ich nicht rechtfertigen.

Ich bedanke mich für die vielen lieben Nachrichten und Grüße, die uns erreicht haben und auch für die Hinweise auf homöopathische Heilmittel und Behandlungsmethoden.

Es ist schön, dass sich so viele Menschen an Nandi erinnern, die ihn mal getroffen haben, er war ja wirklich ein ausgesprochen feiner kleiner Kerl. Wie viel Lebenszeit ich hätte sparen können, wenn ich auf seinen Männergeschmack geachtet und jeden direkt entsorgt hätte, den er angepinkelt hat … nun ja. Jetzt ist alles gut so, wie es ist.

# 19. Oktober 2005 um 10:37 AM
cat content • 2x FeedbackDrucken





Dienstag, 18. Oktober 2005

Taking the long road home

Wir haben Nandi gestern aus der Tierklinik geholt und zum Tierfriedhof gebracht, um ihn zur Einäscherung abzugeben. In der Klinik und dort hat man sicherlich gedacht, dass ich ihn in irgendeinen alten Lappen eingewickelt habe und ich verspürte die ganze Zeit den unsinnigen Drang, darauf hinzuweisen, dass es sich um mein orangesonnenrotes Lieblingshandtuch handelte, das zugegebenermaßen zwei Jahrzehnte auf dem Buckel hat, aber trotzdem nicht nur irgendein Lumpen ist. Wahrscheinlich habe ich es auch getan (darauf hingewiesen), ich weiß es nicht mehr. Gestern war ein schlimmer und seltsamer Tag.

Ein toter kleiner Kater ist sehr hart und schwer und ich habe es nicht geschafft, ihn aus dem Handtuch zu rupfen, um ihn noch einmal anzuschauen, denn es war um seine Pfoten gewickelt und dann sollte das wohl auch alles so sein. Aber die Ohren habe ich noch streicheln können, die zarten golden getupften Dinger mit dem rosa Schimmer und den Puscheln daran. Sie fühlten sich an wie immer und ich musste mich irgendwann zwingen, damit aufzuhören.

Dann half ich dabei, ihn in eine dunkelrote Plastiktüte zu stecken, ein Etikett daran zu heften und in einer Tiefkühltruhe zu versenken. Was ich jetzt unendlich schlimm finde, auch wenn es nicht zu ändern ist. Er hatte es so gerne warm, er liebte Fußbodenheizungen und Heizdecken und Sonnenstrahlen, und jetzt liegt sein harter kalter kleiner Körper in einer Tiefkühltruhe in Volmerswerth und wartet darauf, am Mittwoch eingeäschert und dann in unserem Garten verstreut zu werden. Und seine Ohren fühlen sich noch an wie immer. Ich weiß es genau.

Vor der Treppe wächst ein großer Rosenstrauch, der muss ganz neu vom Gärtner gesetzt worden sein, er blüht jetzt gerade (?) trotz der Jahreszeit. Seine Blüten sind sahnefarben mit einem goldenroten Kern, das scheint mir der richtige Platz.

Es tut weh. Wir vermissen ihn schmerzlich.

Miss Peppermint ist sehr unglücklich. Völlig verstört. Sie schreit nicht mehr so viel, aber sie liegt zu einem traurigen kleinen Klops zusammengerollt in den Ecken herum und man muss sie lange kneten und knuddeln, um ihr das Schnurren zu entlocken, das sonst ganz von selbst durch den Raum rollte. Sie sieht auch irgendwie ein bisschen platt und ziemlich elend aus und entspannt sich nur noch, wenn sie auf dem Arm gehalten wird.

Dieser Eintrag entsteht einhändig, weil mein linker Arm ein verzweifeltes dickes Katzenmädchen festhält und sie ein bisschen beruhigend zwackelt, während ich tippe, aber gleich werde ich sie weglegen (auf die Heizdecke) und meinen Weg zurück in die Arbeit finden müssen, und zwar sehr dringend.

—————————

Was Miss Peppermint nicht weiß: Ich habe eine Möglichkeit gefunden, mein Herz noch ein Stück tiefer zu brechen. Für unsere kleine Miss, der ich auch etwas versprochen habe, weil sie noch nie ohne Katzenkumpel war und das auch nicht sein soll und weil keine Zeit der Welt ändern kann, was geschehen ist und was nun organisiert werden muss.

(Und damit ich die

entsetzlichen

wohlmeinenden Menschen loswerde, die mir jetzt alle quälend ins Gesicht predigen müssen, wie es ihren Vorstellungen nach weiterzugehen hat und wo wir eine ihren Erwartungshaltungen entsprechende neue politisch korrekte Katze herbekommen und die mich mit ihren eigenen detaillierten Trauer- und Horrorgeschichten quälen, die offenbar unbedingt genau jetzt und unbedingt mal wieder ausgerechnet mir erzählt werden müssen, warum auch immer.)

Es ist schon entschieden.

Mir reißt es das verräterische Herz mitten durch, aber ich freue mich für Oliver und Miss Peppermint und die Freude und Zärtlichkeit, die sie mit dem neuen Kater haben werden. Wenn der schwarzflauschige Teenager mit den weißen Füßen und den großen Puschelohren hier einzieht, wird das dicke alte Mädchen ganz schön blöd aus der frisch getrocknerten Bettwäsche schauen und dann erst mal alle Pfoten voll zu tun haben mit der Erziehung.

Wir auch, nehme ich an.

Und dass ich nicht aufhören kann zu flennen, weil mein goldenes Glücksbärchen tot ist und es hier nie wieder einen sahnefarbenen Kater geben wird, das ist eine andere Geschichte. Eine ganz andere.

# 18. Oktober 2005 um 08:24 AM
cat content • 5x FeedbackDrucken





Seite 2 von 5 Seiten insgesamt.  <  1 2 3 4 >  Letzte »