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Dienstag, 04. Oktober 2005

Rache ist Süßstoff

Das Internet ist so toll. Wenn man zum Beispiel allwöchentlich mehrmals gezwungen wird, sich mit den Persönlichkeiten von »Bold and Beautiful«, besser bekannt als die ZDF-Soap »Reich und schön« auseinanderzusetzen und das teilweise sogar mitgucken muss, nur weil man sich ein bisschen um Nachbarn kümmert, dann ist das irgendwie nicht immer wirklich leicht auszuhalten.

Aber mit Internet und Englischkenntnissen kann man hingehen und in Minuten recherchieren, dass bei uns gerade Folgen laufen, die in den Staaten vor drei Jahren aktuell waren und so blitzschnell ermitteln, dass die zu Grabe getragene Taylor (die letzte Woche fünf Folgen lang in malerischer Großaufnahme verstarb, aufgebahrt und schließlich beerdigt wurde!) nach zwei Jahren wiederkommt, weil dann ihr Streit mit dem Produzenten bereinigt wurde.

Sogar Frau Ich-bin-ein-Hardcore-Fan musste zugeben: »So ein Scheiss.«

Na also. Geht doch.

(Übrigens ist mein DSL-Modem mit einem satten Ploffen verstorben. Aber das war nicht die Strafe. Sondern nur das Netzteil.)

# 04. Oktober 2005 um 01:58 PM
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Montag, 03. Oktober 2005

Love is all around him

Es war die richtige Entscheidung, Nandi nicht einschläfern zu lassen, als der Tierarzt es letzten Dienstag vorschlug. Tagsüber sitzt er in seiner kleinen Papphütte, er schläft sehr viel und inzwischen liegt er auch meistens richtig bequem dabei, statt sich aufrecht zusammenzukauern. Wenn man an ihm vorbeikommt und seinen Namen sagt, fängt er an zu schnurren und dann hört man ihn noch lange nachbrömmen. Miss Peppermint lungert in seiner Nähe herum, lässt ihn aber in Ruhe. Futter ist immer noch sehr interessant und das Medikament wird in Sauerrahm oder in Katzenfutter gemengt eifrig weggeschlabbert. Für Thunfischpizza mit frischem Fisch, die neuerdings auffällig oft hier auftaucht, wird sogar aus der Hütte gehopst und auf dem Sofa geschnurrt.

Gestern Abend war er so elend und klapperig, dass es kaum auszuhalten war und uns der Mut richtig tief sank. Ich habe ihn gebeten, sich nicht wegen uns zu quälen, er darf gehen, wenn er nicht mehr kann. Wie man so ein Tierchen eben bittet - richtig losweinen geht ja nicht, wenn dann so ein kleiner tapferer blonder Kerl denkt, er muss mich trösten. Lässt sich aber doch nicht immer vermeiden. Als ich mich von ihm verabschiedete, ging ich davon aus, dass er morgens auch schon eingeschlafen sein kann. So schlimm war sein Tag.

Heute Morgen kam er dann neben mein Kopfkissen, um mich wachzuschnurren und rannte anschließend quäkschreiend und erstaunlich munter zur Badewanne, um sich das gewünschte Nass herbeitropfen zu lassen (das Getränk muss schon frisch sein und menschgezapft, das verstehe ich). Dann hat es ihm wohl auch wieder gereicht – also bis zur Pizza abends – aber immerhin, heute war wohl ein guter Tag.

Ich bin froh über all das hier und jetzt, denn ich habe dadurch gelernt, was es heißt, wenn jemand sagt, ein Tier sei »dankbar«. Das hatte ich anhand meiner bisher strunzgesunden plüschigen Mitbewohner nicht erfahren können, auch wenn sie sich stets sehr vertrauensvoll verhielten. Nun liegt dort ein Häufchen goldenbepelzter Knochen mit großen bernsteinfarbenen Augen und lässt sehr deutlich erkennen, wie schön er es findet, dass er jetzt hier bei uns sein darf. Er weiß es. Er weiß ganz genau, was geschehen wird.

Und er ist dankbar.

# 03. Oktober 2005 um 08:37 PM
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Sonntag, 02. Oktober 2005

Golden Eyes: From Nandi with love

Als ich mit der Schere ankam, um die Pfoten von den Bandagen zu befreien, schnurrte er los und hielt ganz still. Lassie ist ein Dreck dagegen.

# 02. Oktober 2005 um 05:05 PM
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Seine Pflegeversicherung sind wir.

Der Nandi und seine Menschen plus Mitkatze gewöhnen sich gerade ein bisschen an die neue Situation. Er ist sehr schwach, praktisch über Nacht ein kleiner Katergreis geworden, sieht etwas klapprig aus und möchte am liebsten herumliegen und schlafen. Trotzdem ist er noch ganz gut zu Fuß, hüpft immer in das obere Katzenklo und trinkt immer noch ausschließlich Handgetropftes in der Badewanne.

Mit etwas Hin und Her und Durchprobieren verschiedener Möglichkeiten haben wir einen Liegeplatz gebaut, der aus einem heiß geliebten Saunatuch, einem innig verehrten Karton und einer lose aufgelegten Pappe als Deckel besteht, so dass er nicht mehr ungeschützt in der Gegend herumliegt, wir ihn aber immer im Auge behalten können. Katzenzelte (kein Kommentar bitte *g*) hat er abgelehnt, früher gewünschte Schuhkartons und Salatschüsseln sind nicht mehr gefragt, da man sich in ihnen nur zusammenknödeln kann. Die Zeiten der wonnevoll in kleinste Behälter gequetschten Goldbärchikugel sind vorbei.

Nandi frisst mit Appetit, trinkt gerne und geht vorher immer aufs Klo. Aufs obere. Die ersten drei oder vier Male hopste er hinein – und pieselte in hohem Bogen aus der Tür hinaus. Ich war zuerst geschockt, beim dritten Mal habe ich ihn vorsichtig weiter reingeschubst und seitdem klettert er wieder ganz ins Klo hinein. Aber immer in das im »ersten Stock«. Das Futter haben wir vom Katzentisch auf den Erdboden verlegt. Nachdem dann klar war, dass Nandi immer oben auf dem Kratzbaum oder zumindest auf mindestens dieser Höhe herumliegen wollte, haben wir die kleine Papphütte oben auf einer Kommode gebaut und einen gepolsterten Stuhl so hingeschoben, dass er ihn als Treppenstufe nutzen kann. Klappt gut.

Da liegt er nun und schläft, manchmal ganz entspannt – manchmal wackelig im Sitzen. Ab und zu träumt er schlecht und schreit. Miss Peppermint bleibt in seiner Nähe. Wir auch.

# 02. Oktober 2005 um 02:18 PM
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