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Dienstag, 11. Oktober 2005

Wie es Nandi geht …

... fragt Ihr. Dann will ich das doch mal eben aufschreiben, auch für mich für später.

Es ist kalt geworden und Betten, Kissen und Heizdecken stehen hier hoch im Kurs. Nandi füllt seine Salatschüssel noch knapp zur Hälfte - dieselbe Schüssel, über deren Rand er immer so plüschig hinüberknödelte. Das tut weh, wenn man ihn streichelt und alle Rippchen fühlt.

Aber für jemanden, der vor ziemlich kurzer Zeit noch eingeschläfert werden sollte, geht es ihm trotzdem ganz gut. Er hat zwischendurch immer mal wieder einen ganz ruhigen Tag, an dem er nur herumliegt - vorgestern hatte er ihn auf meiner Brust, als ich mich kurz hingelegt hatte und ich bin dann dreieinhalb Stunden so liegen geblieben, weil er das noch nie vorher gemacht hat und weil er so schön sanft brummte. Dann aber sind auch Tage dabei, an denen er voller Neugier in den Garten raus will (auch ganz neues Verhalten) oder sich begeistert auf einen Karton schmeißt, viel herumläuft und alle halbe Stunde den Liegeplatz wechselt.

Anfangs dachte ich, dass es irgendwann einfach sein würde, die Entscheidung zu treffen: Wenn das Tierchen schlimme Schmerzen leidet. Dann habe ich allmählich begriffen, dass er sich nie vor Pein krümmen wird, denn eine Nierenkrankheit ist (gefühlt von mir jetzt mal) hier wohl eher ein vergiftendes, alles durchziehendes Unwohlsein ... Der Tierarzt sprach von Lebensqualität: So lange er die hat, müsse man noch nicht überlegen.

Lebensqualität.

Schnurren, schmusen. Dankbar sein. Mit dreieinhalb Pfoten in der Thunfischpizza stehen, vier Stunden lang passende Schüsseln ausprobieren, unerwartet den halben Tag auf Frauchen herumliegen und sich stets in der Badewanne frisch tränken lassen und erwachsenen Mitbewohnern das Gyros förmlich aus dem Gesicht kratzen … Ekstase wenn Magerquark und Neugier auf Neues ... einen Mangel an Katerlebensqualität kann ich zurzeit noch nicht feststellen.

Wir haben noch ein Weilchen. Eine Scheibe goldenen Herbst zusammen. Hoffe ich.

# 11. Oktober 2005 um 10:14 PM
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Montag, 10. Oktober 2005

Kann ich Ihnen helfen oder kann man Ihnen nicht mehr helfen oder so

Heute Morgen fragte mich über das Kontaktformular jemand nach einem Akne-Mittel und ob es stimmt, dass man davon schwere Depressionen bekommt. Ein Irrläufer. Wie der Mann gestern Nacht, der sich in einem Café verabreden wollte um über sein geplantes Blog zu sprechen, oder die Mutter letzte Woche, die nach glutenfreien Rezepten fragte und bei der sich nachher herausstellte, dass sie sich überlegt hatte, ich könnte ihr einige Dutzend besorgen und für sie probekochen und abfotografieren, wenn ich eh schon Rezepte online stelle. Das sei dann ja auch Werbung für mich, erklärte sie mir. Und verstummte, als ich ihr erklärte, dass die Kuechenzeilen.de mir kein Geld einbringt.

Und das waren nur zwei Beispiele, ich hätte genau genommen fünf. Fünf seit Freitag.

Ist das Web jetzt wohl nur noch voller mündiger Leute, die jemanden für die Vollbetreuung und zum Popoabwischen brauchen und es ganz normal finden, das per Knöpfchendruck mal eben lässig anzufordern ... die Antwort lautet vermutlich ja.

Und der war auch schon da: http://ohase.untergrund.net

# 10. Oktober 2005 um 10:16 AM
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Samstag, 08. Oktober 2005

Die Geister der Vergangenheit

Als ich gerade nach einer bestimmten Tasche suchte, habe ich im Schrank eine E-Gitarre gefunden. Äh ... Sieht rot aus und irgendwie sehr laut. Mehr kann ich nicht dazu sagen, denn ich habe schleunigst den Taschenstapel wieder drübergeräumt.

Das bestärkt mich in meinem Plan, hier immer mal weiter zu entrümpeln: Ganz so, als würden wir bald umziehen. Was wir hoffentlich noch sehr lange nicht tun, denn das Häuschen ist so fein und grüner als im Garten, gegenüber vom Park, fast im Wald und um die Ecke vom See kann man fast nicht wohnen. Ist auch sehr schön ruhig hier. Das bleibt es auch, selbst wenn die Bongo wieder auftauchen sollte.

Was ich nicht glaube. Ich würde es doch wissen, wenn in einem meiner Schränke Trommeln wären, oder? Aber das hätte ich bis vor 10 Minuten auch über rote E-Gitarren gedacht.

# 08. Oktober 2005 um 08:43 AM
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Freitag, 07. Oktober 2005

Mobilfotoblog aus der Philipshalle: Dream Theater

# 07. Oktober 2005 um 06:05 PM
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Erhitzt: Das 5-Minuten-Glück

Von Anfang an war mein großer klitzekleiner unwichtiger Kummer, dass Nandi sich eine Ecke im Wohnzimmer ausgesucht hatte, um dort herumzuliegen. Ich habe eine Vielzahl verlockender Plätze in der Nähe meines Arbeitsplatzes angeboten (na gut, sorgfältig erbaut – Hobby-Psychologen sollen sich um ihre eigenen Defizite

Blog-Inhalte kümmern bitte). Keine Chance. Er wechselte stattdessen auf den Wäschetrockner.

Während ich noch überlegte, ob ich eine Webcam ins Bad lege (meine “alte” hat sowieso immer entweder viel zu dunkle oder viel zu helle Bilder, ich könnte die Investition also auch fast rechtfertigen), kam er dann gestern morgen in meine Nähe.

Und begehrte Einlass. In den Schrank.

Natürlich habe ich ihn reingelassen. Alles in diesem Stauschrank ist kochfest (wir sprechen jetzt von Gästebetten und –bettwäsche in Aufbewahrungshüllen) und wenn er es sich wünscht … warum nicht. Selbst wenn er einen kleinen Harn-Unfall da drin hat, was soll’s, dann räume ich eben diese monströsen Wäscheberge da raus und wasche alles, ich hab eh zuviel Freizeit und kaum Interessen - ich hätte einfach nichts Besseres zu tun, basta.

Er saß dann eine Weile und ließ den Schwanz heraushängen – ich kenne kein weiteres männliches Wesen, der sich das so lässig leisten und dabei noch so nett aussehen kann.

Sehen konnte ich ihn zwar auch nicht, aber immerhin war er (kurz) in der Nähe.

Heute dann wieder: Erst Wohnzimmer, dann Wäschetrockner, dann Schrank. Während er sich im Wäscheschrank umschaute, räumte ich eiligst ein Saunatuch auf die Heizdecke und schaltete sie ein und legte mich dann so halb drauf und tat so, als wollte ich eine Zeitung lesen. (Auf dem Saunatuch mit der Heizdecke drunter – ist doch ganz gut, dass kleine Kater nicht so richtig schlau sind).

Wie das so ist mit Katzen: Sie liegen gerne da, wo sie ein bisschen stören.

Und wenn der Hintern erst mal durchgewärmt wird, und das auch noch auf einem geschätzten Saunatuch, dann geht man auch nicht wieder weg. Hoffe ich.

Denn es ist einfach wunderbar, dass der kleine alte Kater nun anderthalb Meter entfernt liegt statt zwei Räume weiter im Bad. Nun kann ich seinen Namen sagen und sehen, wie die goldenen Augen sich wonnevoll deswegen schließen.



p.s.
heute Morgen kam ein Päckchen für Nandi an, in einem Kratzkarton und mit einer Dose Sprühsahne, die richtig für leuchtende Augen gesorgt hat :-)
Danke, Liisa.


UPDATE: Er drehte eine Runde - und kehrte auf das erwärmte Saunatuch zurück
:)

# 07. Oktober 2005 um 10:00 AM
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