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Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

So viele von euch haben uns geholfen, das vergessen wir nicht.

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Freitag, 28. Oktober 2005

Einen Kater haben (Trouble in Paradise)

Nandi fehlt mir. Wenn ich die Augen schließe, kann ich ihn an den Stellen sehen, auf denen er besonders gerne herumlag. Immer noch schlechtes Gewissen, weil ich neben den Monitor einen DVD-Player gestellt habe, da die blonden Katerpfoten in Unterlagen und gegen Wassergläser mir irgendwann zu lästig wurden, wenn er seinen Hüftspeck auf dem Scanner herum schob. Ich bin froh, dass er noch eine Zeitlang bei uns war.

Miss Peppermint ist auch still und traurig, aber wohl nicht, weil Nandi weg ist.

Ich habe gestern mitbekommen: Das silbergraue Fräulein ist so stumm und verkriecht sich in ihrem Häuschen, weil der bildhübsche und superniedliche kleine Terrorkater sie feste beißt, bis sie richtig verzweifelt schreit. Sie kennt keine kleinen Katzen und hat nie lernen müssen, sich gegen Pubertätsrandale abzugrenzen … aber dass ich laut »Nein« gesagt habe, als sie ihm anfangs eine zimmern wollte, das hat sie sich leider gemerkt.

Sie ist nämlich ein besonders schlaues und außergewöhnlich liebes Katzenmädchen. Miss Peppermint hat auch wirklich nichts gegen ihn, schnuppert an ihm, frisst neben ihm und würde ihn nie ärgern. Das hält Kenzo aber nicht davon ab, zwischendurch recht wüst zu werden.

Wir lernen jetzt also mit ganz viel Trösten, Knuffeln, Schmusen und Einfühlungsvermögen, dass ein liebes weiches dickes Katzenmädchen auch ruhig kräftig mit der Pfote draufhauen darf, wenn sie gequält wird - und das aber auch unbedingt tun sollte, bevor sie noch mal so fest gebissen wird.

Sieht so aus, als könnte man das lernen. Ich bin froh, denn zu viele Veränderungen sind nicht gut, weder für die Tiere, noch für uns. Wir müssen jetzt miteinander auskommen, und Teenager brauchen nun mal Grenzen.

Das ist also zurzeit die Aussicht überm Bett:

image

Auf dem Katzentisch liegt links ein Puschelmädchen und rechts ein Miniterrorist. Sie sind beide liebevoll weichgeknetet und durchmassiert worden, bis die eine endlich wieder schnurrte und der andere wollüstig pupste und ein bisschen brömmte.

Beide sehe ich über die Webcam und einen Spiegel, und ich weiß warum. Wenn das kleine schwarze Ding sich aufrichtet, um mit aufgerichtetem Popo und ausgefahrenen Krallen in Sprungposition zu gehen und vergnügt in Richtung ehrwürdige Prinzessin lospreschen will, dann stehe ich auf und wuschele liebevoll das Mädchen, damit sie nicht nervös wird.

Fange ihn parellel mit der anderen Hand ab, lege ihn neben uns Damen auf die Heizdecke (mittig) und rubbele sanft das Trommelbäuchlein, bis er hintenüber fällt und vergessen hat, dass er gerade noch Großwildjäger und Feuerwehrmann und Rambo werden wollte und überhaupt.

Dann lege ich ihn wieder zurück auf das saftig dicke Samtkissen und kann noch minutenlang hören, wie das frohlockende Fryppen der Miss sich mit dem leisen Vibrieren der kleinen mobilen Terroreinheit mischt.

# 28. Oktober 2005 um 02:25 PM
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Electricity, Baby.

Die gute Nachricht ist: Der Elektriker ist da. Es ist 13 Uhr 29 und damit nur viereinhalb Stunden später als angekündigt. Ich habe wieder Strom (und so. /me tut jetzt mal so, als hätte ich kein bisschen unter kaltem Netzentzug gelitten.)

Die schlechte Nachricht: Er ist immer noch da. Und er macht »Uiuiui« in diesem sehr bedenklichen Tonfall, den man weder über sein Auto, Haushaltsgeräte noch Sicherungen hören möchte. Holt immer noch was Neues aus dem Auto. Zerrt absurd viele ziemlich verrottet aussehende Schläuce aus dem Sicherungskasten. Das dauert jetzt, ich seh das schon.

Gerade hat er mich sogar nach einem Schlüssel gefragt, um beliebig rein und rauszukommen. (Na gut, das lag am Babykater und seinem Interesse am offenen Türspalt.)

Erkenntnisse:

Wenn der Strom ausfällt, betrifft das auch die Klingel.

Die Nachbarn schlafen aus. Grundsätzlich immer dann, wenn ich mal online/telefonieren muss, weil sonst die Welt untergeht. Sorry.

Wenn ein Handwerker sagt, er komme um 9 Uhr, sollte man vorsichtshalber noch mal fragen, an welchem Tag.

Alles ist ganz anders ohne künstliches Licht und Computersurren. Weicher an den Kanten, gedämpfter.

Und: Ich frage mich, ob das mit den kaputten Sicherungen an diesem Wochenende etwa die Aktion »wir tauen alles in der Küche ab« wird. Dann will ich auf den Arm.

Update: Sieht so aus, als hätten wir ein zweites Date. Grmpf.

# 28. Oktober 2005 um 06:49 AM
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Dienstag, 25. Oktober 2005

Einarbeitungsphase.

Ob sie es zugeben mag oder nicht, der Neue arbeitet sich schnell ein. Er hat nur wenige Stunden gebraucht, um die wichtigsten Aufgaben zu begreifen und als seine eigenen anzunehmen: Liegt lässig auf der Fensterbank, trinkt von der Trinkwasserkuppel und rennt sofort begeistert los, wenn jemand eine Dose auch nur berührt. Sein Resonanzkörper ist (noch) ziemlich klein, aber er bemüht sich bereits um ein kräftiges Brömmen. Man muss nur eben näher dran sein, um es zu bemerken.

Seinen Namen hat er auch schon gelernt. Er ist sehr pfiffig, klug und schnell genug, um zupackenden Händen zu entkommen. Außerdem passt er unters Sofa.

Sie hat es zuerst mit Ignorieren versucht, doch es ist schwierig, jemanden nicht zu beachten, der laut schmatzt, laut schlürft, häufig äußerst würzig pupst, das Klo geräuschvoll umgräbt und an der Lieblingsfellmaus zerrt, jede Action am Kratzbaum sofort genauestens nachahmt und ständig unerschrocken seine kleine Stirn gegen die ältere Generation rammt.

Erst hat sie immer mal wieder ein bisschen halbherzig gefaucht. Er hat energisch zurückgefaucht und kam sofort wieder um die Ecke geschmust. Nun verfolgt er sie beharrlich. Sie schweigt dazu. Aber wenn er nicht hinguckt, guckt sie. Ganz aufmerksam.

Gestern lagen sie eher versehentlich Rücken an Rücken. Von ihm war es kein Versehen, er wünscht sich Zärtlichkeiten von ihr und er wird niemals aufgeben, das ist offensichtlich. Zack, klebte sein kleiner Hintern dicht an ihrem winterpuscheligen. Sie war eingeschlafen und wachte erschrocken auf, streckte sich und ging erst mal weg. Ich könnte schwören: Sie hat dabei kurz mal geschnurrt.

———————

Er liebt Oliver. Wartet auf seinem Stuhl. Hüpft aufgeregt, wenn der Schlüssel sich in der Tür dreht. Schläft in seinem Bett.

Mich mag er gern, aber Oliver liebt er.

Es muss wohl auch mal so herum sein. Ich bin froh darüber.

Kenzo:

Kenzo

Kenzo und seine Mama, als wir ihn ausgesucht haben:

Kenzos Mama

Kenzo, face

# 25. Oktober 2005 um 01:54 PM
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Montag, 24. Oktober 2005

Verteidigung

»Faxgeräte die hinter Geschäftstelefonnummern geschaltet sind, sind Verteidigungswaffen.« schreibt Martin Röll und bringt mich auf ganz neue Ideen. Wo es doch Leute gibt, die völlig hysterisch 28mal nacheinander den AB anrufen, während ich zufällig mal kurz im Bad weile.

Ich könnte dazu übergehen, das Fax einzustöpseln, wenn die Keramik ruft. Vielleicht hilft das ja. Mit einer anderen Art von Ungeduld - unterschwellig fordernden Mails - kann ich inzwischen gut umgehen: Sobald eine solche Mail kommt, wandert das Anliegen dieser Person einfach nach ganz unten unter den Stapel.

Und hey, ich freue mich schon an dem Tag, an dem ich alles schreddern werde, was dann noch auf dem Stapel liegt. Man muss mich nur genug nerven, dann wird man mich schon los und alles, was ich blöderweise freundlich angeboten habe zu erledigen.

# 24. Oktober 2005 um 02:10 PM
ranting • 0x FeedbackDrucken





Sonntag, 23. Oktober 2005

BusinessBlogs

Martin Röll schreibt über eine Liste Business Blogs. Da stehen dann auch Blogs drauf, die sich selbst nicht als Businessblogs sehen, aber irgendwie sind diese Listen ja offensichtlich meistens entweder merkwürdig, unbrauchbar oder gleich völlig albern, weil Äpfel mit Karotten verglichen werden. Ich werfe auch ein paar Businessblogs:

http://www.travelbaby.de/reiseblog/
http://www.txt94.de/jobblog
http://www.euro-focus-netnews.de
http://www.pontext.de
http://www.contentundco.de/tipps
http://www.akquiseblog.de
http://www.konfliktblog.de
http://www.telefonblog.de
http://www.das-manuskript.com/newsblog

# 23. Oktober 2005 um 07:26 PM
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