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Dienstag, 21. Juni 2005

Liebes Universum

Liebes Universum, die Idee, dass man bei dir Bestellungen aufgeben könne, hat mir ja noch nie so richtig zugesagt - an der Umsetzung von Wünschen muss man ein bisschen arbeiten, vom Denken allein kommt meist nichts geschenkt. Aber vielleicht kannst du mir ja die Frage beantworten, was die Firma Medpex mir mit dem Mail-Betreff »Denken Sie an Ihren Körper und Ihre Mutter« sagen möchte, wenn es im Kunden-Newsletter selbst dann um Reiseapotheken geht? Oder wer ‘Creative Web logging ltd’ ist, die auf Englisch anfragen, ob ich in ein kommerzielles Blog-Netzwork eintreten möchte? Oder wenigstens, warum ich angeboten habe, einen Artikel über Skype zu schreiben, obwohl ich Telefonieren eigentlich hasse wie die Pest?

# 21. Juni 2005 um 07:59 AM
diary style • 4x FeedbackDrucken





Montag, 20. Juni 2005

Gebrauchsanleitung für diesen heißen Montag

Anleitung, na ja. Empfehlungen eher. Zum Beispiel sollte man sich kein Cremafina-Zeugs kaufen, wenn man es dann sowieso nicht isst und die Erdbeeren am liebsten mit schlichtem Joghurt genießt. Wenn man es aber schon kauft, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es von Farben und Abmessungen wenigstens entfernt den Fläschchen für Whiskas Katzenmilch ähnelt und nicht jeder Tag sich im Halbschlaf bedienen lässt, manche haben so ihre kleinen Ecken und Kanten. Die Katzen waren hoch erfreut. Mehr sag ich dazu jetzt nicht.

Wenn ein Tag mit 34 Grad im Schatten angekündigt wird, kann man ihn gar nicht früh genug beginnen. Man startet ihn im Idealfall

mit dem Kauf von vier bis fünf Pfund frischer Erdbeeren und dem letzten oder vorletzten Spargel der Saison (den isst man natürlich abends, die Erdbeeren sind der Treibstoff für den Tag). Eine Siesta sollte eingeplant werden, viel Wasser bereitstehen und gutes Vanilleeis kann sicherlich nicht schaden. Dann heißt es nur noch, einen schattigen, luftigen Platz mit WLAN-Verbindung aufzusuchen. Wer den Luxus freier Zeiteinteilung genießt, mag die Arbeit vielleicht auf den Abend verlegen.

P.S. Etwa 40 Stunden bis zum nächsten Vollmond - und die Spacken fliegen tief.

# 20. Juni 2005 um 06:56 AM
daily dose • 2x FeedbackDrucken





Samstag, 18. Juni 2005

Will doch nur spiel’n

Ein Lieblingsthema, aufgegriffen von der Kaltmamsell: Frauen statt Mädchen mit Link auf den Artikel Schluss mit süß - »Heute bin ich 32 und glaube nicht mehr, das man irgendwann erwachsen ist.«

Vielleicht sollte man ‘erwachsen’ mal nachdefinieren. Wer meint, dass er nicht erwachsen werden will, weil er nicht in der gefühlten Spießigkeit seiner Ahnen versinkt, nicht aufs Eigenheimchen spart und in keinen Kegelclub eintreten würde, hat es wohl nicht wirklich verstanden. Wer denkt, niedliche Hilflosigkeit und flatternde Herzchen mit Zöpfchen und Röckchen würden verhindern, dass man

welkt

älter wird, irrt auch. Gewaltig sogar.

Für mich ist jemand erwachsen, der die Veranwortung für seine eigenen Entscheidungen übernimmt und das auch kann. Ob die dann alle vernünftig sind, ist ja nicht die Frage. Wer sich beim großen Date mit dem Leben anmutig das Knöchelchen ‘verknackst’, damit heldenhafter Support gewährleistet wird, muss nicht befürchten, erwachsen zu werden. Darf aber auch nicht annehmen, für standfest gehalten zu werden, und muss davon ausgehen, oft auch nur Ballast zu sein. Deko meinetwegen. Aber gerade die Frauen, die mit solchen Pipimädchentricks arbeiten, sind ja oft in gewisser Beziehung besonders ehrgeizig: Sie erwarten sich, dass das Leben sie für besonders hält.

Beim vorgeschobenen verknacksten Knöchel fällt mir die Geschichte mit Margot ein. Getroffen habe ich die Frau nur ein einziges Mal. Auf den ersten Blick eine sehr hübsche Frau. Margot war aber ein zeternder Besen, eines dieser mauligen und bitter vor sich hinmelancholisierenden Wesen, für die es nie einen guten Tisch im Café gibt, immer zu viel oder zu wenig Schatten und denen weder das Wetter noch die Mitmenschen es je recht machen können, weswegen sie am liebsten über sich und ihr Leben sprach. Natürlich in einem analysierenden Tonfall, denn da gab es einiges aufzuarbeiten, was sie sich vorher anders vorgestellt hatte. Wenn das Geplärre nicht zu hören war, sah Margot zwar aus wie einer nostalgischen Postkarte entstiegen in ihrem blauweiß getupften Kleid mit der brünetten Lockenmähne, den hochgeklebten Brüsten und dem kirschroten Schmollmund. Aber oft war das nicht.

Wir waren in Hamburg mit einer Gruppe von etwa 10 Leuten locker verabredet und hatten uns zum Frühstück getroffen, um den Tag zusammen zu verbringen, bevor die meisten wieder abreisten. So kam auch die Mischung mitgebrachter Bekannter zusammen, die sich nicht alle kannten und sich erst mal miteinander zurechtfinden mussten. Die liebe Margot brauchte sicher ein halbes Stündchen, bis sie mit dem Sitzplatz, der Geräuschkulisse und den Lichtverhältnissen einverstanden war, bzw. sie musste sich dann irgendwann damit abfinden, dass wir wegen ihr und ihrem Getue nicht schon wieder ein Restaurant weiter zogen. Da sass sie und zog eine Dauerfresse, eins ihrer größten Talente.

Wir kümmerten uns nicht weiter um sie. Ich fragte einen Freund, was denn sein Studium machen würde, er antwortetet und noch jemand stellte eine weitere Frage und irgendwann zu diesem Zeitpunkt muss Margot begriffen haben, dass dieser A., den sie vorher nicht mal ignoriert hatte, gerade auf dem Weg war, ein Arzt zu werden. Ein ARZT und Single. Wie interessant!

Wir durften ohne jeden Übergang eine erstaunliche Metamorphose miterleben, eine Margot, die sich in eine charmante, kichernde, leicht flirtende und unglaublich niedliche junge Frau verwandelte und ihr anmutiges Wesen dann auch für den Rest der gemeinsam verbrachten Zeit beibehielt. Statt wie ihre eigene Oma alle der Reihe nach überheblich anzuglotzen, legte sie das Köpfchen schief und konzentrierte sich nur noch auf A., warf die Locken hin und her ... mir kam es nicht nur so vor, als wären an dem Kleidchen bald unten und oben je zwei Knöpfe mehr offen, das war so - und es wurden noch mehr.

Sie brachte den abgelatschten “huch, ich glaube ich bin umgeknickt”-Trick, um sich bei A. einhakeln zu können. Sie fror in der brüllenden Hitze und erbat sich seinen Pullover und wollte getröstet und betüttelt werden - zu warm, zu kalt, durstig, umgeknickt, schau her wie süß ich bin in fliegendem Wechsel. Inbrünstige Fellatio am Softeis mit dem wiederholten Spruch, dass sie ja eigentlich auf ihr Gewicht achten müsse (sie wog geschätzte 18 kg und hatte sehr knochige Schultern und Schlüsselbeine). Zusammengefasst: Sie tat eigentlich alles, wovon bereits kleine Mädchen lernen sollten, dass eine Frau mit einem halbwegs funktionierden Hirn und einem Rest von Würde es unterlässt.

Funktioniert hätte es natürlich. Männer kämen von selbst wahrscheinlich eher selten auf den Gedanken, dass was anderes als ihre kostbaren inneren Werte für Frauen interessant sein könnte. A. war also sichtlich erfreut über so viel Weibchen und Aufmerksamkeit. Zumindest bis ich ihn fragte, ob ihm nicht aufgefallen war, dass das Gegurre ab der Sekunde einsetzte, als sie von seiner geplanten Praxis erfuhr.  Nachher hatte ich zuerst ein schlechtes Gewissen, weil ich mich eingemischt hatte, auch wenn nur mit einem einzigen Satz.
A. hat sich nach einiger Zeit dafür bei mir bedankt.

Um Margot mache ich mir keine Sorgen. Die ist so

zielstrebig niedlich, die wird schon ihren Doktor gemacht

erlegt haben.

# 18. Juni 2005 um 10:22 AM
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Mittwoch, 15. Juni 2005

Katzenhängematte

Rechts von meiner Stuhllehne hängt eine Plüschprinzessin, schiebt ihren kleinen Hintern hin und her und legt ab und zu eine Pfote auf meine Hand, auch wenn sie sich dafür weit strecken muss.

Miss Peppermint

Dort steht sowieso ein Wasserkasten, der genau unter die Katzenhängematte passt, und so ist der Platz optimal genutzt. Unbewohnt sieht das Ding allerdings ätzend aus. Aber das ist es selten.

# 15. Juni 2005 um 07:22 AM
cat content • 6x FeedbackDrucken





Dienstag, 14. Juni 2005

Darf ich auch mal was nicht können?

Hätte »früher« nie gedacht, dass ich je um mich dulden oder gar anschaffen würde:

Katzenhängematte (bitte keine Fragen)
Heizdecke (nur bei Schüttelfrost)
LAN-Party-Teilnehmer
Smartphone
Katzen

Gut. Es ist nur eine Auswahl, das gebe ich zu. Geduldet und dann wieder abgeschafft, um die Erfahrung garantiert nicht zu wiederholen:

Dauerwelle
Latin Lover
Sandwich-Toaster
Mehr als 25 Meerschweinchen
Buchhaltungsjob (aber nur ganz kurz)

Wie war das: Es ist besser, die Dinge zu bereuen, die man getan hat – als jene, die man nicht getan hat. Oder so. Ich geh mal in mich und schaue, wen ich da alles treffe.

(Die Frage aus dem Posting-Titel tut inhaltlich natürlich nichts zur Sache. Sie nervt mich nur und ich hätte jetzt gern Feierabend.)

# 14. Juni 2005 um 04:19 PM
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