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Mittwoch, 06. Oktober 2004

I’m just a soul whose intentions are good.

Ab und zu habe ich Glück und mir läuft wieder eines dieser unsäglichen Gespräche zu, in dem mir jemand mitzuteilen wünscht, dass er sich über Blogs, Online-Tagebücher und sowieso die ganze Internet-Freizeitkultur unglaublich erhaben fühlt. Da ich inzwischen weiß, dass dieses Genöle mit einer 50%igen Chance das Vorsondieren für die eigenen Möglichkeiten ist und sowieso ein langweiliger kleiner Exhibitionist in jedem dieser Zweifler schlummert, spare ich mir die Mühe der Überzeugungsarbeit.

Früher, ja letzte Woche vielleicht noch hätte ich gesagt: »Erst mal umschauen, dann urteilen. Es gibt literarische Blogs und solche, die es gerne wären. Linksammler und Fotografen und Webdesigner und Reisende zwischen den Welten und so viel Lesenswertes und Nichtlesenswertes wie überall, wo geschrieben wird, nur sollte man vorher wenigstens mal wirklich hinschauen. Schau doch nur, wie fein sie da drüben gemeinsam Socken stricken, sogar mit Webring! Da vorne ist ein Mann, der sein Weblog jeden Morgen mit 50 Einträgen voll pumpt, da könnte ich es ja noch verstehen, wenn dir das zu viel ist – aber hier versucht sich jemand in Literatur und da vorne sogar einer gleichzeitig als Frau und Pornograf, an dieser Web-Stelle da wird gemeinsam gekocht und jener dort hat die gleichen Hobbys wie du und da vorne diese Frau erzählt vom Fotografieren im Urlaub, von der kann man viel lernen, schau doch wenigstens mal, nicht alles ist banal und was dir zu hohl ist, musst du ja nicht lesen. Ein Weblog, das keiner liest, stört doch nicht …«

Aber dank einem unschätzbaren Schubser vor ein paar Tagen von Frau Kaltmamsell kann ich jetzt sagen: »Macht nichts, das können andere sowieso besser.«

Und dann sage ich für den nächsten Weblog-Vortrag zu.

# 06. Oktober 2004 um 04:24 PM
bloggish • 7x FeedbackDrucken





Dienstag, 05. Oktober 2004

Verdomme

Jetzt reicht’s mir aber auch bald. Speisekartenitalienisch, Balladenfranzösisch und jetzt auch noch die totale Demütigung auf Dutch, eine ganze Handvoll Fehler in einem spontan geschriebenen Comment auf Holländisch und da hilft es dann auch nix mehr, dass ich die 30 Sekunden später selbst gesehen habe. Bäääähääh.

Jetzt wird der Bücherstapel umsortiert und alle deutschen Werke bis auf zwei (die muss ich rezensieren) wandern nach ganz unten.

*installing Dutch Training Feature in ICQ*

# 05. Oktober 2004 um 11:37 AM
selbstgespräche • 2x FeedbackDrucken





Samstag, 02. Oktober 2004

Test

Test


Update 22:45 Uhr - ein schöner Tag

Ausgeschlafen, rumgesurft, mit Ute Smart gefahren, Smalltalk, Biggi getroffen (und viele andere nette Leute), erfolgreichen Weblog-Vortrag gehalten (ich glaube, das kann ich mal guten Gewissens so sagen), noch mehr Talk und viel Austausch, neue Pläne für weitere Vorträge und Workshops, Smart gefahren, schöne Gespräche unterwegs, zuhause nettes Telefonat, dann Steakhouse, der Tag ist noch nicht um und der Mann holt gerade eine DVD aus dem Automaten, so dass auch der Rest gemütlich verlaufen wird - außerdem ist heute das neue Internet Magazin rausgekommen und es steht ein Artikel über Weblogs drin.

# 02. Oktober 2004 um 12:59 PM
notizblogging • 7x FeedbackDrucken





Looking back smiling

In etwa 35 Minuten werde ich abgeholt, werde später am Nachmittag einen Vortrag über Weblogs halten. Mir fallen dann immer die Geschichten über Blogs ein, die man nicht erzählen kann, weil dazu viel zu viel Erfahrung mit der nichtvorhandenen und doch allgegenwärtigen Szene vorausgesetzt werden müsste - er einfach, weil man sie nicht erzähle, nur lesen könnte. Eine Frage, die mir jetzt schon zweimal gestellt worden ist, hat eine solche Nichtgeschichte zur Antwort: Warum habe ich das Notizblog eingerichtet, Ende 2001 dann wieder eingestampft und jetzt wieder herausgeholt? Es lief doch wunderbar, ich hatte sehr hohe Besucherzahlen und jetzt wird es vermutlich immer nur ein kleines Blog unter vielen sein.

Stimmt, aber das ist nicht schlimm. Alles andere wäre viel zu stressig. Als das Notizblog zum ersten Mal zu großer Form auflief, waren die Abrufzahlen wirklich ziemlich beeindruckend und ich bloggte mit Begeisterung alles, was mir vor die Flinte lief. War ja alles neu, keine Grenzen abgesteckt, man hatte wenig Erfahrungen und die amerikanischen ‘Vorbilder’ habe ich mir in all den Jahren sowieso nie angeschaut (wozu auch). Die Besucherzahlen stiegen und stiegen und zu meiner Verblüffung schickten mir ‘die Leute’ dann auch noch ihre Pressemitteilungen zu. Die meisten löschte ich, aber wenn andere Blogger mich auf ihre eigenen Artikel und Projekte hinwiesen, setzte ich das eben auch ins Notizblog, um die Vernetzung untereinander zu unterstützen. Einige Personen schickten sogar ganz regelmäßig ihre Links und Hinweise und ich wusste schon, dass ich früher oder später würde selektieren müssen.

An einem Abend dann las ich mich zufällig durch ein Forum oder einen Comment-Thread und fand einen schmierigen gehässigen Kommentar einer Frau, die meine Bereitwilligkeit der Veröffentlichung ihrer diversen Links bisher regelmäßig (aus)genutzt hatte. Sie rotzte giftig in die Gesprächsecke, wie sehr ich mir doch etwas darauf einbilden würde, ein so großes Blog zu haben - die Wortwahl war absolut niederträchtiger als diese höfliche Umschreibung - und ich saß an jenem Abend einfach nur fassungslos vor dem Monitor. Nachlesen der Korrespondenz zwischen uns ergab, dass ich immer höflich gewesen war und sie schön freundlich getan hatte, aber sie hasste mich ganz offensichtlich. Theoretisch wusste ich natürlich, dass es Menschen gab, die nach vorne buckelten und nach hinten Gift kotzten und einen noch obendrein auszunutzen versuchten. Aber praktisch war mir noch niemand mit dieser Schwäche begegnet.

Das war damals. Jetzt muss ich darüber lachen, dass solches Gezischel mich überhaupt erreichte, denn inzwischen habe ich mich daran gewöhnt, dass es solche Menschen gibt und auch schon einige mehr getroffen, meistens Frauen. Damals aber war die Begegnung mit dieser Niedertracht einer der zwei Gründe, das Blog wieder zu schließen und lieber meine Ruhe zu haben als den Neid der latent Erfolglosen. Der andere war Zeitnot.

Mit zunehmendem Alter brauche ich übrigens weniger Ruhe in diesen Dingen. Nur falls sich das jemand gefragt haben sollte.

# 02. Oktober 2004 um 10:01 AM
das leben • 2x FeedbackDrucken





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