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Montag, 27. September 2004

Blogging down Memory Lane

Ein Telefonat und ein Trigger, die Überlegung, ob Kinder Computer brauchen … und da war ich wieder mit meiner sehr großen und noch schwereren elektrischen Schreibmaschine. Tippte Seite um Seite und heftete alles in einen großen DinA4-Ordner ab. Lyrik, Geschichten, gehässige Nachbarschaftsreports, Liebeskummer, Tagesbilanzen, Klagen über die Eltern und den blöden Bruder, seitenweise Überlegungen, was und wer man denn nun werden will und warum ausgerechnet meine Eltern das niemals von mir wissen wollten.

Als ich 12 war, sagte mein Vater im Scherz zu mir: »Du kannst hier wohnen, bis du 18 bist, danach musst du selbst schauen, wie du klarkommst.«

War es ein Scherz?

Er selbst hat schon im Alter von 6 Jahren eigenes Geld verdient. Nicht dass er eine Wahl gehabt hätte. Ich war 12, und ich bekam Angst. Nur noch sechs Jahre, und ich würde alleine klarkommen müssen. Was macht man da? Keine Ahnung, was andere machen. Ich jedenfalls begann, meinen Auszug systematisch vorzubereiten. Als erstes suchte und fand ich einen Job.

Vom Verkauf vollbusiger Krippenfiguren mag man eventuell irgendwo leben können, in einer emsländischen Kleinstadt sorgen sie für Aufruhr. Salzteigpuppen füllten mein Sparbuch schon eher, Tonfiguren (sehr gefragt war meine “kniende Geisha”), und später konnte und durfte ich auch babysitten. Ich sparte eisern. Noch vier Jahre.

Einmal wurde ich schwach und kaufte mir von einem Teil des Geldes einen Rattan-Schaukelstuhl. Das setzte eine verhängnisvolle Kopflawine in Gang, denn man konnte ja nicht nur Geld auf Vorrat stapeln, sondern auch Geschirr, Wäsche … und IKEA-Möbel.

Ich erkundigte mich unauffällig, was eine Dame im Alltag so an Glaswaren benötigen würde und erhielt zur Antwort, dass man 12 brauche. Zwölf? Zwölf Teile von allem für eine gedeckte Tafel. Das fand ich nicht weniger kryptisch als die Zahl allein stehend, aber es hielt mich nicht davon ab, erst mal 12 tiefe Teller zu kaufen. Ich hatte Erwachsene gefragt, und die mussten es wissen. Also auch noch 12 hohe Beilagenteller. Und 12 flache Teller. Und 12 kleine flache. Und 12 große flache. Und 12 flache Dessertschalen, und 12 tiefe Dessertschalen, und 12 kleine Salatschüsseln, 12 mittelgroße und leider auch 12 große (anfangs).

Immer, wenn ich Geld hatte, kaufte ich ein. 12 Tassen mit Untertasse, 12 große Wassergläser. Noch 3 Jahre. 4 mittelgroße Servierplatten, 4 große, 4 ganz große. Weingläser wollte ich nicht, Wein schmeckte mir fies.

Ich weiß, dass unsere Bekannten und Freunde jetzt lachend auf den Tasten liegen, denn sie werden unschwer erraten haben, dass wir immer noch mit und von dieser jugendlichen Anschaffung leben, der Vorrat an diesem schlichtschönen Glasgeschirr ist unerschöpflich und wird mich lebenslang daran erinnern, Erwachsenen nicht grundsätzlich zu glauben. (Ich besitze auch anderes Geschirr, aber das ist teils eingelagert, teils wegverstaut. Das Glas gefällt mir immer noch.)

Natürlich war die Hölle los, als ich kurz nach 18 dann pünktlich wie geplant und vorbereitet auszog. Wie es anderen Leuten geht, weiß ich nicht, aber wenn mein Kind sich freiwillig tonnenweise Haushaltswaren kauft, Zusatzmöbel in den Ecken stapelt und mit dem frischen Führerschein gleich am ersten Tag zu IKEA fährt, hätte mich das zumindest nicht mehr sehr überrascht. Meine Eltern aber waren völlig verblüfft und meine Mutter auch alles andere als erfreut.

Mindestens 20 vollgetippte DinA4-Seiten in diesem alten Ordner müssen davon gehandelt haben. Ich frage mich, wo der wohl ist.

Ach ja: Ob Kinder wirklich eigene Computer brauchen, kommt sehr auf das Kind an.

Was Kinder jedoch auf keinen Fall brauchen, sind dumme Scherze über wichtige Dinge, die sie nicht einschätzen können.

# 27. September 2004 um 04:48 PM
diary style • 13x FeedbackDrucken





Sonntag, 26. September 2004

Was ich kurz mal sagen wollte.

Unsere Katzen besitzen eine teppichgepolsterte Kratzrampe für den Weg zu ihrem Futterplatz oben auf einer separaten Küchenarbeitsplatte.

# 26. September 2004 um 04:21 PM
cat content • 4x FeedbackDrucken





Samstag, 25. September 2004

Einladung

Bitte klicken und lesen und am Dienstag mitwirken :-)

# 25. September 2004 um 05:57 PM
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Freitag, 24. September 2004

Catfish Blues

Es ist typisch für mich, erst zwei Tage später die Fleischwunde am schwächeren Bein zu bemerken, die anteilig verantwortlich dafür sein wird, dass Wien am Ende schmerzhaft ausfiel. Mein rechtes Bein wurde so oft gestoßen, angebrochen, gequetscht, über- oder angefahren, verbrüht oder der Fuß unfallend quer aufgeschnitten im letzten Vierteljahrhundert, dass es inzwischen kürzer ist und ich daran gewöhnt bin, den Schmerz zu ignorieren, der sich immer mal wieder aus diesem oder jenem Grund einstellt. Genau genommen vermute ich inzwischen, es war schon immer etwas kürzer und deswegen bei meinem Durchschnittstempo so vom “Pech” verfolgt - aber wirklich aufgehalten hat mich das nie. Der alte Spruch vom ‘Damals in den Ardennen’ bedeutet für mich “damals allein in den Ardennen, als ich mit dem linken Fuß aufs Gas treten und mit einem an der Bremse festgebundenen geklauten Golfschläger bremsen musste ”.

Aber das ist eine andere Geschichte. Und ich hatte den auch nicht selbst geklaut. Ich hatte ja nicht mal mitgekifft.

# 24. September 2004 um 10:18 PM
feeling feline • 5x FeedbackDrucken





Cats & Mice

Sie sitzen selten zusammen in der Gegend herum, respektieren sich zwar, würden aber niemals kuscheln. In der Nähe der IKEA-Mäuse allerdings kann es schon mal vorkommen, dass sie drauf oder drunter zusammenrücken. Es wird eben kälter.

Miss Peppermint und Nandi

# 24. September 2004 um 08:51 PM
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