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Samstag, 04. September 2004

Unerwarteter Befreiungsschlag

Es gibt Dinge, die erledigen sich ganz von selbst. Wenn man nämlich beispielsweise einen begeisterten Anruf erhält, dass ein Organisationsproblem seine Lösung gefunden hat: Man gründet einfach einen Verein!

Juhuuu. Ich geh dann mal. Was am Ende dabei rauskommt, weiß ich schon und das tue ich mir und meiner Motivation nicht noch mal an.

# 04. September 2004 um 09:31 AM
lifestyle • 0x FeedbackDrucken





Donnerstag, 02. September 2004

Bei mir auch bitte: Trackback

Der Schockwellenreiter schreibt: “Ich nämlich möchte zum Beispiel gerne auch dann einen Trackback, nur um informiert zu werden, daß auf den Schockwellenreiter gelinkt wurde (Verstoß gegen Trackback-Etikette Nummer 1). Halte ich für eine wichtige Information (für mich und für meine Leser — im Sinne von »Wer zitiert wen?«) — und Logfiles auswerten ist mir zu aufwendig, mache ich schon lange nicht mehr.”

Die Trackbackikette von Martin finde ich zwar auch nachvollziehbar, bevorzuge es selbst aber wie der Schockwellenreiter, unbefangen getrackbackt zu werden. Ohne dass vorsichtig nachgefragt oder über das eigenwerbende Erhaschen von Backlinks auch nur nachgedacht werden müsste ;-)

Grund: Links bemerke ich nur selten, Trackbacks erzeugen (bei mir) Mails.

(ACH MIST!)
Update Warum Trackback

# 02. September 2004 um 03:53 PM
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Mittwoch, 01. September 2004

P.S.

Nachtrag: Gegoogelt und sofort gefunden.

# 01. September 2004 um 07:06 PM
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Mittwoch II

[13:48] Noch steht der Zug, und schon bin ich in die nächste Freundlichkeitssituation verwickelt: Ein dunkelhäutiger Herr versucht mich und sein Kind mit Bananen zu füttern. Ich muss gleich mal nachschauen gehen, ob „jetzt bitte dichtquäken“ auf meiner Stirn steht, aber ich glaube es eigentlich nicht. Ich habe einfach mal wieder richtig Pech oder das Glück, interessante Menschen kennen zu lernen, ob ich will oder nicht. Schön ist es auch, in einem Sechserabteil zu sitzen, das sich gerade mit einer Welle von Furzgeruch füllt.

Also ich war’s nicht.

Ist das jetzt besser oder schlechter als eine pensionierte Sozialpädagogin, die detailliert die Karrieren ihrer Enkel über mir ausbreitet? Ich muss an das niedliche ältere Pärchen von der Hinfahrt denken, die in Leer eingestiegen und bis Norden mitgefahren sind, um ihre inselreisende Tochter inklusive Enkelin zu begleiten und vor Stolz über ihre gelungene Überraschung förmlich glühten und die ganze Fahrt damit verbrachten zu erzählen, was sie dazu bewogen hatte, diese Kurzstrecke zu lösen.

Bis dahin schrieb ich und dann stieg Gabi aus Wuppertal ein. Blond, schwarze Lederjacke, schicke Krempeljeans, großen schwarzen Lederbeutel, tief gebräunt und mit einer Schraubstirn ließ sie eine Klischeewelle durchs Abteil waschen und wir vertieften uns quasi übergangslos in ein vermutlich nicht nur meinerseits wonnevolles Gespräch über 1-Euro-Jobs, Sozialschmarotzer, alleinerziehende Mütter, kinderfreie Frauen ab 35, das Wetter, die Schuhmode und das Rauchen. Gerade als wir kräftig ausholten, um zu Nahrungszusatzstoffen und dem seltsamen Verhalten wohnungsvermietender Insulaner in Saisonzeiten überzugehen, wurde unser 6-sitziges Raucherabteil von drei energischen Damen um die 80 gestürmt, die angeblich eine Reservierung hatten, auch wenn keine angeschlagen war. Das bedurfte der Klärung oder auch nicht, jedenfalls sorgte es für dahingluckernden Sabbelstoff.

Die drei Baltrum-Besucherinnen im maritimen Landhaus-Look und frischen Erfahrungen über das DB-Buchungssystem stiegen also ruckelfrei in das Gabi-Gespräch ein und ich nutzte die verbleibenden zweieinhalb Stunden, um mindestens eine ernsthaft gegen ihre Verwandtschaft aufzuwiegeln: Indem ich ihr nämlich erklärte, dass es keine milde Tat, sondern an der falschen Stelle gespart war, wenn man Oma aus Sicherheitsgründen ein altes klumpiges Handy vererbte, mit dem diese dann aber nicht zurechtkam, weil es eben doch ein bisschen arg alt war. Aufgeklärt darüber, dass Enkeltöchterchen sowieso alle 2 Jahre ein neues Handy für ihren Vertrag kriegt und auch, wie einfach mal schon ab 0,0 Euro einen eigenen abschließen kann, sah ich einen gewissen Kampfgeist aufblitzen und freute mich darüber, dass zumindest eine Dame sich selbst ein vernünftiges Mobiltelefon für ihre langen einsamen Waldspaziergänge wert sein wird.

Die zweite Dame nahm mit Interesse zur Kenntnis, dass ich aus dem Internet wusste, warum Heidi Klum ihren Kindsvater noch nicht geheiratet hatte und war hin und weg von dem Gedanken, künftig “low fat”-Kuchenrezepte online beziehen zu können. Ich stärkte sie mit ein paar Notebook-Bezugsadressen und schärfte ihr ein, sich keinesfalls das urolle PC-Möhrchen ihres Enkels aufschwatzen zu lassen, wenn sie Spaß am WWW haben wolle. Die Dritte saß mir mit frisch geschärftem Blick gegenüber und murmelte leise und ziemlich renitent: “Das wollte ich ja sowieso schon so lange! Das mach ich jetzt aber wirklich, wofür soll ich schließlich noch sparen!” Gerne bestätigte ich ihr, dass ich 83 Jahre keinesfalls für eine Grenze halten würde – wer auf Baltrum wandern kann, kann auch im Internet surfen.

Wir sprachen dann noch ein bisschen darüber, dass man sich im Falle von Boris Beckers unehelicher Tochter den Test ja hätte sparen können, da das arme Ding ihm ja so ähnlich sehen würde, philosophierten gehässig über Camilla von England (wobei ich den passiv zuhörenden und nicht den gehässig kichernden Part übernahm), diskutierten die unrealistischen Fotografien von Nahrungsmitteln im Goldenen Blatt und einigten uns darauf, dass man schon von Fettgedrucktem zunehmen könnte, wenn man denn Pech hätte.

Mitmachen ist viel besser als verzweifelt schweigen. Ehrlich. Einfach mal ausprobieren, wenn es sowieso kein Entkommen gibt.


In der anderen Welt wurden Mails versandt, Fragen gestellt, Geiseln genommen, während ich ans Meer und zurück reiste. Jetzt sitze ich vor dem heimatlichen PC; der ganz leicht auf und ab schwankt und schnurrt. Meine Schädelwände bewegen sich wellenförmig aufeinander zu und ich kann noch nicht entscheiden, ob ich noch Post öffne, schlafe oder noch vierzigmal wie in Trance dem Goblin einen Cookie droppe.

# 01. September 2004 um 06:33 PM
diary style • 3x FeedbackDrucken





Mittwoch I

Merken: Wenn man sich auf einer Fähre mit dem Schrittmacher an eine Steckdose hinten oben im Innenraum hängt und alle anderen gucken die ganze Zeit so komisch rüber, so sitzt man vermutlich direkt unter einem TV-Großbildschirm und die MTV-Generation kann trotz Stummschaltung gar nicht anders, als ständig hinzuglotzen. Ich bleibe jetzt trotzdem hier sitzen, mir doch egal.

Das Meeting war sehr gut, ergiebig und genau wie erhofft. Auch für einen Tag lohnt der Trip auf die Insel, wenn dabei so viel herauskommt (diesmal sogar noch mehr). Die Insel ist immer wieder schön, das Klima tut mir gut. Trotzdem habe ich mich übergangslos auf den Rückweg gemacht, ich möchte heute Abend wieder bei Oliver sein, wir waren am letzten Wochenende schon getrennt unterwegs und ich vermisse ihn - was hilft mir die Insel, wenn ich Sehnsucht hab, am Meer bin ich noch oft genug.

Die Fähre schwankt heute sehr und ich sehe immer mal wieder eine stahlgraue Welle auf Augenhöhe zum Fenster hineinschauen. Die vorhin vernichtete Apfelschorle bemüht sich redlich um ein Wiedersehen, aber ich bin nicht so interessiert und konzentriere mich lieber auf das sich wellenförmige bewegende Notebook. Ich werde diese Strecke noch oft zurücklegen und freue mich schon darauf.

# 01. September 2004 um 11:13 AM
Norderney • 0x FeedbackDrucken





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