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Sonntag, 22. August 2004

Meldung zum Wochenanfang: Notizblog.de erfolgreich von Moving Target abgekoppelt

http://www.notizblog.de
Das andere Weblog ist zwar noch lange nicht fertig, aber die Baustelle kann man schon mal ohne Einsturzgefahr betreten ;-)
Ich weiß nämlich mal wieder nicht, wann ich den Rest aufräume. Notizgeblogged wird also ab jetzt nebenan.
Einen schönen Wochenstart euch allen! 

Update: Der Notizblog läuft, Moving-Target.de ist ebenfalls umgebaut.

Und ich muss mal eben was testen, daher das Update für diesen Eintrag.

Noch ein Update: Test erfolgreich, ich konnte der pMachine die “more”-Seite für den zweiten Teil des Eintrags abgewöhnen und muss nun nur noch drei Templates ändern für ein Re-Design. Nicht, dass ich das schon wieder vorhätte. Es gibt noch eine Menge andere Projekte, die ich dringend aufräumen sollte.

Trackbacks und die Suche muss ich irgendwann später anpassen.

# 22. August 2004 um 11:30 PM
bloggish • 10x FeedbackDrucken





Freitag, 20. August 2004

Ratgeber für den Umgang mit Nervensägen (1)

Was tun, wenn man auf nervtötende Verhaltensweisen trifft und aus verschiedenen Gründen (“Wer sich mit einer Person des anderen Geschlecht im Körperflüssigkeitsaustausch betätigen will, muss freundlich sein”) den Ort des Zeitdiebstahls weder verlassen kann noch will? Oder, anders ausgedrückt:

Was sagt man als Mann, wenn eine schlanke Frau sich darüber beklagt, dass sie zu dick sei?

Wir sprechen jetzt bitte nicht von essgestörten Menschen, sondern von ganz normal veranlagten und ebenso gebauten, die sich mit Photoshop-Produkten vergleichen und sich in die Idee hineinsteigern, sie selbst könnten übergewichtig sein. Jeder kennt die, sie sind die Fruchtfliegen des neuen Jahrtausends.

Was sagt man also zu einer eher schlanken Frau, die bei jeder passenden und vor allem bei jeder unpassenden Gelegenheit in gemischter Gesellschaft und auch sonstwo darüber klagt, dass sie zu dick sei?

Auf keinen Fall die Wahrheit.

Sie möchte jetzt nicht hören: »Du bist doch nicht zu dick, du bist eben Durchschnitt – wenn ich eines dieser endgeilen perfekten Supermodels treffen könnte, wäre ich schließlich nicht hier.«  Zwar ist die Antwort vermutlich näher an der Wahrheit, als es irgendjemand aushalten kann und man könnte den zweiten Teil des Satzes auch jederzeit weglassen, um sie erträglicher zu gestalten. Aber sie wird es nicht wissen wollen, eben weil es die Wahrheit ist.

Noch eine Antwort, die nicht in Frage kommt: »Daran kann aber doch nun wirklich niemand außer dir selbst was ändern.« Nicht ausprobieren. Die Antwort wird mehr Zeit verschlingen als die Protagonistin der Szene an einem schlechten Abend Nahrungsmittel von der Tankstelle rüberschleppen könnte.

Sie möchte lieber über ihre nichtvorhandene Speckrollen wehklagen, aber nicht auf der Suche nach Verständnis oder Anregungen, denn es gibt wirklich nicht viele Dinge, die sie jetzt hören will.  Es versteht sich von selbst, dass sie vor, nach und ohne PMS die merkwürdigsten Nahrungsmittel zu sich nimmt und dafür als originell bis niedlich betrachtet und liebevoll belächelt werden möchte - und trotzdem ständig darüber klagt, dass sie sich zu dick fühlt. Darüber darf man aber nichts sagen, ohne in endlose heulige Streitgespräche verwickelt zu werden.

Man kriegt auch keine Frau ins Bett oder in eine funktionierende Beziehung, die man vorher als Durchschnitt bezeichnet hat.

Die Wahrheit fällt also als Antwort aus.

Mitleid und Zustimmung sind aber auch nicht angebracht. Wer das nicht glaubt, kann es ja gerne mal versuchen, damit bildet man höchstens die solide Basis für einen Amoklauf der Dame. Richtig gefährlich wird es, wenn sie scheinbar darauf eingeht und mühsame Scherze über den eigenen Hintern zu machen beginnt, die sie sich aus amerikanischen TV-Serien abgeschaut hat. Stellungswechsel beim Sex wird dann auch zunehmend unwahrscheinlicher.

Nein, sie möchte wirklich nicht wissen, ob die eingebildeten Polster inzwischen so fest sitzen, dass auch andere sie inzwischen zu sehen meinen. Sie will einfach nur hören, dass sie schlank und wunderschön ist. Ohne es wirklich zu glauben, versteht sich. Nur hören will sie das, am besten immer wieder. Sie weiß natürlich irgendwie, dass sie eigentlich schlank ist, aber das Abrufen kontinuierlicher Beteuerungen macht ja auch Spaß, entspannt und entschlackt.

Die Lösungsansätze: Was sagt man also?

Wenn man davon ausgeht, dass es sich nicht um eine Person mit Therapiebedarf handelt, sondern um eine rundherum gesunde Frau, die einfach nur wie ein trotziges Kleinkind eine bestimmte Bestätigung immer wieder hören will, kann man entweder gar nichts sagen und hoffen, dass der IQ der Dame bei entsprechendem ‘Leidensdruck’ für Besuche im Fitness-Studio und eine Ernährungsumstellung ausreicht.

Oder man übt sich im enthusiastisch klingenden routinierten Widerspruch. Am sichersten wird es sein, sich ein freundliches Abstreiten jeglicher Speckpolster an der Frau zurechtzulegen und mit kleinen Variationen und echt klingenden Komplimenten zuverlässig abzuspulen, ohne in längere Diskussionen abzudriften. Diese Methode wird übrigens instinktiv von den meisten mit imaginären Polstern konfrontierten Gesprächspartnern gewählt, verspricht sie doch langfristig größere Stressfreiheit als alle anderen.

In seltenen Fällen wurden auch schon Erfolge durch ein energisch, aber mit ruhiger Stimme ausgesprochenes “Ach, lass doch den Quatsch!” verzeichnet. Vielleicht bringe ich da aber auch etwas durcheinander, ich habe in letzter Zeit aufgrund einer Anfrage viele Webseiten von Hundeschulen durchgelesen. Wäre ja auch zu schön (und erholsam), um wahr zu sein.


Ende Glosse.


Disclaimer:

Es handelt sich bei diesem Text um eine Glosse, nicht um eine Kampfansage an bestimmte, irgendwelche oder alle Frauen, die gerne schlanker und schöner wären.

Ich habe Fotomodelle getroffen, die wahrscheinlich nicht mehr als 12 Kilo wogen und diese Frauen waren auf Diät, weil sie sich einbildeten, der Bauch würde über den Hosenrand hängen. Mein vorsichtiger Hinweis an die lautstark Klagende, es gäbe um den Bauchnabel herum nun mal eine kleine Hautfalte, wurde mit einem sehr nachdenklichen Blick quittiert. Vermutlich hat sie überlegt, wie sie mir schonend beibringt, dass mir die Einschätzung wesentlicher Probleme allmählich abhanden gekommen ist.

Essstörungen sind eine furchtbare Sache. Umso wichtiger ist es, dass normal gebaute schlanke Menschen begreifen und wieder neu lernen, dass sie normal gebaute schlanke Menschen sind und sich weder in eine solche Störung hineinsteigern noch wirklich kranken Personen suggerieren, Schlankheitswahn sei völlig normal.

Es ist weder Aufgabe noch Absicht meiner Glosse, dazu hilfreich beizutragen.

# 20. August 2004 um 07:51 AM
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Donnerstag, 19. August 2004

Anleitungen für die Männerjagd

Anleitungen für die Männerjagd gibt es scheinbar reichlich, auch solche von und durch die Exemplare der allgegenwärtigen Gattung der wohlmeinenden Freundin. Mir fällt dazu nur auf und ein, dass immer jene Damen die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben meinen, die kaum ihren eigenen Beziehungsmustern folgen können. Umso wohltuender muss es sein, andere zu beraten und ausführliche Gebrauchsanweisungen für den Umgang mit den unbekannten Wesen des anderen Geschlechts durchzukauen, ohne selbst ein Risiko einzugehen. Gespräche darüber, wie lange man als erfahrene sexy Jägerin damit warten muss, ihn wie zugesagt anzurufen, um sich nicht als die heulsusige verzweifelt suchende Sachbearbeiterin zu entpuppen, die man (Beispiel!!) wirklich ist, sind ein richtig schönes Muster direkt aus der Praxis. Wenn Männer solches Geplauder mithören müssten, könnten viele Menschen eine Menge Geld für Verhütungsmittel sparen und stattdessen in ihre Altersvorsorge stecken, denn die Natur hat es aus guten Gründen so eingerichtet, dass wir automatisch davor zurückschrecken, uns mit völlig gestörten Personen zu paaren. Da ist es dann auch völlig egal, ob es schlauer ist, jemanden nicht sofort nach dem Flirt mehrmals am Wochenende telefonisch zu bedrängen – für solche Entscheidungen braucht man halbwegs normalen Menschenverstand, keine Schritt-für-Schritt-Anweisung für künstliche Coolness von theoretisch unbeteiligten Dritten.

Je länger ich darüber nachdenke, desto überzeugter bin ich davon, dass die meisten dieser Anleitungsbücher und beratenden Freundinnen das exakte Gegenteil des Gewünschten bewirken. Die Annahme, dass man sich nur nach einem gewissen Muster verhalten muss, um einen möglichst maßgeschneiderten Traumprinzen zu ergattern, führt eigentlich nur dazu, dass Millionen verdammt netter Jungs jeden Alters von in ihre Wunschlisten vertieften Möchtegern-Diven nicht einmal wahrgenommen werden, weil sie zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn oder zu kahl sind, nicht oft genug ins Fitness-Studio gehen, kein schickes Hobby oder es versäumt haben, sich einen prestigeträchtigen Job zuzulegen. Wenn die Damen sich schon so viel Mühe geben, alle natürlichen Verhaltensmuster aus sich herauszuprügeln und taktisch zu agieren, wünschen sie sich selbstverständlich auch ein angemessenes Gegenstück. Jeder anwesende noch atmende Mann wird in Sekundenschnelle durch das Raster im Kopf geschoben. Da ist kein Spielraum für ein unbefangenes Kennenlernen, denn entweder kommt er in Frage oder nicht und wenn er in Frage kommt, setzt die große Taktikmaschinerie ein. Wir verdanken es vermutlich dem glücklicherweise rücksichtsloser durchgesetzten Fortpflanzungsdrang moderner Männchen, dass noch niemand ausgestorben ist.

Wie man es besser macht, weiß ich natürlich auch nicht. Die gute Nachricht ist: Wer sucht, hat heutzutage viel mehr Zeit. Laut der Frauenzeitschrift PETRA scheint die Midlife-Crisis nur ein Märchen zu sein und von ernsthaften Lebensphasen-Problemen sind die Mittelalten nicht öfter betroffen als andere. PETRA: »Früher läutete der 40. Geburtstag den Abschied vom Vergnügen ein. Heute weiß eine Frau, dass 40 werden nicht den Abgesang auf Schönheit und Kinderkriegen bedeutet und dass ein Mensch das ganze Leben wächst und lernt. In der Frauenzeitschrift PETRA vergleicht Entwicklungs-Psychologe Paul Baltes vom Berliner Max-Planck-Institut das Leben mit einer Hügellandschaft, in der sich Höhen und Tiefen abwechseln. Dass der Körper ein bisschen schlapper wird, heiße in keiner Weise, dass die innere Entwicklung welke und die Gefühle Falten würfen.«
(PETRA, 40 ist die neue 30, Pressemitteilung vom 18.08.2004)

»40 ist die neue 30.« Mal so als T-Shirt-Spruch angedacht … ich frage mich, wer den verstehen würde. Männer auch?

# 19. August 2004 um 09:00 AM
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Mittwoch, 18. August 2004

Alltagsrätsel: Jagdanleitungen für Singles von alleinstehenden Frauen

Warum, so fragt man sich doch gelegentlich beim Durchblättern aktueller Listen von Lebenshilfebüchern, warum schreiben eigentlich immer Single-Frauen die klassisch-berüchtigten Ratgeber über das Angeln eines Lebenspartners? Man sollte doch meinen, dass so ein Buch schon aus Gründen der Glaubwürdigkeit viel besser von einer Frau geschrieben werden könnte, die bereits erfolgreich Beute gemacht und an die Leine gelegt hat. 

Dieses moderne Rätsel der westlichen Kultur kann ich aufklären: Die verheiratete oder sonst wie langfristig verbandelte Frau von heute hat einfach KEINE ZEIT, Flirtanleitungen und Sextipps zu veröffentlichen. Sie ist nämlich durchgehend damit beschäftigt, alle Besitztümer des gemeinsamen Hausstandes immer wieder neu an Orten zu verstauen, an denen man sie auch wieder finden kann. Wieder finden trotz der Mächte der Finsternis.

In der Praxis sieht das beispielsweise so aus, dass sie wiederholt Anlauf nimmt, sämtliche Schränke zu entrümpeln, Klarheit in der Wohnumgebung zu schaffen und den Sperrmüll anzureichern. Nur um am Ende beim Öffnen des zuerst aufgeräumten Schranks festzustellen, dass ER in den letzten 48 Stunden dort seine Verpackungsmaterialvorräte und acht Jahrgänge PC-Zeitungen zwischen die Hemden gestapelt hat. Glücklich über den vielen Platz dort, den er ganz alleine gefunden hat, wird er nicht verstehen, warum sie nun den Rumpelstilzchen-Dance vollführt.

Es stört ihn aber auch nicht weiter, denn während sie sich zu IKEA aufmacht, um sein Leben durch Wandschränke, Ordnungselemente und neue Regale zu bereichern, hat er erfreut mehrere freie Flächen im Wohnbereich entdeckt und bezieht diese nun gleichmäßig mit einer Schicht aus getragenen und ungetragenen Socken, kaum gebrauchten Pizza-Kartons und einem widerspenstigen Brei aus Netzwerkkabeln, Hubs, Schrauben, CD-Rohlingen, diversen Handys, Funktelefonen, Akkus und Katzen-Leckerli.

OK, vielleicht war sie nicht nur bei IKEA, sondern auch zwei Wochen allein im Erholungsurlaub fern der häuslichen Wirkungsstätte - aber viel ändern an den Aussichten für alltagstaugliche Single-Ratgeber wird das nicht. Denn wenn sie, wie es Frauen gelegentlich ganz gerne tun,  überraschend einen Tag früher als angekündigt zurückkommt und ihm damit jede Chance nimmt, vor ihrer Rückkehr schnell noch sämtliche herumliegenden Gegenstände wahllos in den Wäsche-Schrank und zwischen die Wintermäntel zu stopfen … wird sie nur wenig Lust verspüren, eine Anleitung ausgerechnet dafür zu verfassen, wie man sich einen Mann als Lebensgefährten auf den Hals holt.

Kommt sie aber pünktlich und wie erwartet heim, öffnet keinen Schrank und sieht über das sie erwartende Stoppelkinn hinweg, wird sie auch nicht in der Stimmung sein, ein Buch über ein sie nicht betreffendes Problem zu schreiben. Sondern Besseres zu tun haben. So schlecht ist es nämlich trotz unvereinbarer Ordnungsansichten gar nicht, mit einem ausgewachsenen geschlechtsreifen Männchen zusammenzuleben.

Würde ja auch wahrscheinlich keine Frau tun, wenn das so schlecht wäre. 

# 18. August 2004 um 10:55 AM
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Montag, 16. August 2004

Joe’s Fluitgen

British Columbia

Ponton-Boote bauen ist besser, als vom Hubschrauber aus Waldbrände für die Medien zu knipsen. Die Flagge darf man sich allerdings nicht so genau anschauen: Mein Daddy ist ein Ponton Pirate? Ich zitiere: “Das Unterwasserschiff hat 3 Tanklines ( also ein Trimaran) aus je 3 Tanks. Die hab ich zusammengeschweisst und ich behaupte, mein Fluitgen ist mit 9 seperaten Tanks unsinkbar.”

Jedenfalls ist es ein schönes Bild, um mal ein Weilchen hier stehen zu bleiben. Ich würde ja nach British Columbia rübergrüßen, weiß aber, wie klein die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Verwandtschaft meine Webseiten liest.

# 16. August 2004 um 05:41 PM
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