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Freitag, 02. August 2002

Darf’s noch etwas weniger sein ...

Gar nicht lang ist’s her, so etwa 20 Minuten nämlich, da ereilte mich ein Anruf eines Buchhalters. Es ging darum, dass ich eine Rechnung für ein Bildungsinstitut geschrieben habe, und zwar inklusive Mehrwertsteuer - das ist dort aber nicht üblich (was ich nicht wusste) und man hat nun nur noch Geld im “Topf” für den Endbetrag und ich muss nun wohl oder übel den Beleg so umschreiben, dass die Endsumme inkl. Mehrwertsteuer ist (und ich also etwas Geld verliere).

Das sagte er aber nicht so wunderbar komprimiert und verständlich. Sondern er fragte mich zunächst einmal, ob ich denn umsatzsteuerpflichtig sei. Ja, sagte ich und wartete schweigend, was nun wohl kommen möge. Aber haben Sie denn auch mal geprüft, ob Sie mit Ihren Umsätzen überhaupt umsatzsteuerpflichtig sind, fragte er mich besorgt. Ja klar, sagte ich leicht amüsiert und machte mir einen Spaß daraus, weiter abwartend zu schweigen.

Also das ist so, es ist nämlich kein Geld mehr da und ... Er stockte und erzählte mir dann erst einmal, welche Rechnung für was ich geschrieben hatte dass man ja immer nur Rechnungen bekommen würde, die auf Honorarnoten basieren würden, in denen die Mehrwertsteuer enthalten sei.

Ich erinnerte mich zwar noch verdammt genug an mein Angebot und auch an das Gespräch über das Honorar, bei dem ich genau das gefragt und anders beantwortet bekommen hatte. Aber wozu soll man darüber mit einem Buchhalter diskutieren, der nur den Abschluss bearbeitet? Und je größer eine Institution ist, das weiß ich nach einem Jahrzehnt Konzern, desto zäher und dickflüssiger sind die Flexibilitätsströme. Bei öffentlichen Einrichtungen sind sie quasi nicht vorhanden.

Nachdem der Mann sich also schön langsam und gründlich vergewissert hatte, dass ich Mädchen auch wirklich weiß, was ich tue, wenn ich Rechnungen schreibe und umsatzsteuerpflichtig bin und die Honorarnote über einen anderen Endbetrag lautet als die Rechnung ... stimmte ich zu und hatte still und leise bereits den korrigierten Vorgang auf dem Monitor vor mir und druckte die neue Rechnung aus, sobald er auflegte. Es war mir einfach zu anstrengend, da jetzt lange und witzlos zu diskutieren. Aus Erfahrung weiß ich, dass so ein Vorgang sich buchstäblich über Jahre ziehen kann, wenn nur genug schusselige Leute involviert sind, ausreichend Urlaube in der Buchhaltung dazu kommen und so weiter. Nee danke.

Das also ist das Gegenstück zu den mauligen Hotline-Hausfrauen, die jeden Anruf als Zumutung betrachten und dir erst mal erklären, warum du sowieso keine Ahnung hast und dein Anliegen am besten gleich vergisst: Der erzieherische Pedant. Wow. Jeder sollte einen kennen.

# 02. August 2002 um 08:40 AM
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