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Montag, 08. Juli 2002

Schokoladensucht

Eine Komödie oder Tragödie in drei Akten (nicht meine).

(1) ARZNEIMITTELPRÜFUNG
0,6 g (1 Gran) reiner belgischer Schokolade von höchster Qualität (ohne Aromastoffe) wurde mit 5,94 g (99 Gran) Milchzucker verrieben unter Einhaltung der in den Fußnoten von § 270 des Organon, 6. Aufl., ausgeführten Richtlinien.
0,6 g des C 3 Pulvers wurden anschließend in 3ml Wasser und 3 ml Alkohol aufgelöst und 45 Mal verschüttelt, um die C 4 zu erhalten. Die Potenzierung wurde in flüssiger Form mit separaten Glasröhrchen fortgesetzt, als Verdünnungsmittel wurde 90 prozentiger Alkohol verwendet, jeder Potenzschritt bekam 45 Schüttelschläge, entsprechend den Anweisungen Hahnemanns, bis die 200. Centesimalpotenz erreicht war.
[Quelle]


(2) PATIENTINNENTAGEBUCH CHOCOLATE C200
«Tiefsitzender Schmerz über dem rechten Auge.
Geruchssinn sehr empfindsam. Gehör schärfer, vor allem für tiefere Töne, die eine größere Resonanz haben.
Hatte das Bedürfnis, zugedeckt zu sein.
Mir fiel das Haar eines Mannes auf, und ich hatte intensives Verlangen, es zu berühren, Kontakt damit herzustellen.
Hörte ein Gespräch über Babies, bekam dabei Schmerzen in der Brust, mit dem Gefühl von einschießender Milch - schmerzhaftes Völlegefühl. Mir erschien ein Bild, in dem ich kleine, haarige Babies, manchmal Tiere, säugte, vor allem Igel.
Fühlte mich von dem Bart eines Mannes angezogen. Konnte sein Haar um den Mund spüren.
Kribbeln im Hals. Keine Lust zu schlucken, aber sehr hungrig.
Traum: Als ich aus dem Bahnhof komme, ist dort ein riesiger schwarzer Vogel von der Größe eines Hundes mit schwarzen, langen, weichen Federn, wie Straußenfedern, und einem sehr großen Schnabel. Er nahm meine linke Hand in den Schnabel. Zwei Zigeuner waren da, sie standen vor mir, öffneten ihre Hände, und ich sah, daß sie einen flachen Fisch aus goldenem Metall hielten, den ich als Figur zur Wahrsagerei ansah.»
Quelle


(2a) PATIENTINNENTAGEBUCH FAZIT
«Geheilte Symptome nach zwei Wochen:

Kopfhaut warm und juckend.
Juckreiz im Nacken.
Juckreiz in den Achselhöhlen.
Haut rauh und trocken.
Zahnfleischbluten beim Zähneputzen.
Schwaches Gedächtnis.
Schmerzen in den Gelenken der großen Zehen.
Lebhafte und lange Träume.
Verstand rast und springt von einem Thema zum andern.
Unwohlsein und Unbehagen mit Männern.
Katarrhalische Stauung im Kopf.
Katarrhalische Taubheit, gebessert, wenn die Ohren aufspringen.
Zusammenzucken durch plötzliche
Geräusche.
Denke, ich sei hungrig, wenn ich Durst habe.
Träume von Feuer.
Haut verbrennt leicht.
Reizbarkeit.
Verlangen nach Schokolade und Speiseeis.
Ängstlich vor der Begegnung mit Menschen.»


(3) CHOCOLATE C30, HOMÖOPATHISCHE GLOBULI

Gefunden, bestellt, erhalten. Achter Juli 2002. Es war gar nicht so einfach, dieses Mittelchen in dieser Potenz aufzutreiben, in Deutschland gab’s das nicht. Angeblich hilft es wunderbar gegen den Heißhunger auf Schokolade, korrigiere: Den unkontrollierten oder unkontrollierbaren Heißhunger auf Süßwaren, insbesondere Schokolade. PMS, sag ich nur.

Aber ... ob man es wirklich einnehmen sollte? Ich zitiere: «Verhalten, Gesicht und Ausdruck der Prüferin haben sich während der Prüfung radikal verändert. Ihre Nase zuckte und fühlte sich kalt an, der Haaransatz wirkte höher und breiter, und sie hielt die Hände wie ein kleines Tier, wenn es eine Nuß zwischen den Vorderpfoten hält.» Irgendwas ist sehr seltsam an dieser Arzneimittelprüfung.

Buchtipp des Tages: Complete Idiot’s Guide to Homeopathy. Kein weiterer Kommentar :-)

# 08. Juli 2002 um 02:46 PM
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The Heat is back in Town

Für heute sind 30 Grad angesagt, für morgen 35. Gut so, und das sage ich nicht nur, weil ich ja im Kühlen sitze. Sondern weil ich es liebe, wie der Sommer durch alle Abläufe sickert und die Hitze alles glättet und dämpft und jede Hektik verschwinden lässt. Gute Laune ist wie Wärme auf der Haut, warme Haut macht gute Laune. Unangenehme Leute schrumpfen noch weiter ein, ihre Aggressionen wirken lächerlich. Das Wetter ist einfach größer als alles - Überleben ist angesagt, sich umstellen auf die Hitze. Siesta of the mind. Ich liebe den Sommer :-)

Aber ich würde auch einen Eis- und Hagelsturm lieben, heute sowieso, denn ich bin eben zum Postfach, zur Apotheke und zum Supermarkt gewesen und habe nicht nur alle diese Wege geschafft, ohne anhalten oder verschnaufen zu müssen ... sondern ich habe auch alle Erledigungen auf diesen Wegen geschafft und nicht nur eine, wie letztes Jahr meistens. Und es ist ein voller Einkauf gewesen, so richtig mit drei schweren großen Transportbehältern voller Frischkost, die ich allesamt ohne Pause und ohne Atemnot vom Auto ins Haus geschafft habe. Das Beste aber ist, ich bin jetzt nicht mal ein bisschen erschöpft und das lädierte Bein hat nicht mit einem einzigen nichtvorhandenen Härchen gezuckt. Ha! Die Woche kann kommen.

Ehrlich gesagt finde ich es klasse, diese kleinen Selbstverständlichkeiten so bewusst genießen zu können. Ich würde nicht so weit gehen zu sagen, dass ein Unfall oder eine Krankheit auch immer etwas Gutes an sich haben, das wäre dann doch ein bisschen arg platt, aber das Überwinden von Schwierigkeiten öffnet auf alle Fälle die Augen für Wesentliches.

Und dann wäre da noch die kleine «Quizfrage» der Woche, rein hypothetisch natürlich und üüüüüüüüüberhaupt nicht an einem echten Fall festgemacht. Bin mal gespannt, was Ihr antwortet würde. Also: Wenn man schon längere Zeit (wirklich lange Zeit) arbeitslos und finanziell sehr stark angeschlagen ist, welche dieser drei Entscheidungen mag dann wohl die richtige sein:

a) beim Arbeitsamt eine Umschulung beantragen, um endlich den Traumjob zu lernen, von dem man immerzu spricht?

b) überlegen in eine bestimmte Region zu ziehen, wo Leute mit den eigenen Qualitäten gerade für ein Projekt gesucht werden und wo man gute Chancen auf einen längerfristigen Job hätte?

c) einen teuren Schäferhund mit teurem Futter kaufen und diesen so verziehen, dass man ihn nicht mal eine halbe Stunde allein lassen darf, so dass man sich eigentlich gar keine Stelle mehr suchen KANN?

Ja genau. Den Schäferhund hätte ich dann wohl auch genommen, vor allem in einem Innenstadt-Appartment. Gaaaaah! Wie-gut-dass-ich-mich-nicht-einmische. Aber die Zungenspitze hätte ich beinahe eingebüsst. 

# 08. Juli 2002 um 09:38 AM
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Donnerstag, 04. Juli 2002

E-Business

Unsere Apotheke - die deswegen unsere ist, weil sie wenige Meter von Postfach, Bank und Gemüseladen entfernt liegt - hat das Internet für sich entdeckt, eine Homepage installiert und zur Verkündung dieser Tatsache im ganzen Stadtteil Flugzettel verteilt. Man kann eine Kundenkarte bekommen, und mit dieser Nummer zukünftig virtuell vorbestellen und muss dann nur noch vorbeitraben, um das Rezept gegen schussbereite Ware zu tauschen oder die gelieferten Produkte abzuholen. Gute Idee, also. Für mich ja sowieso, ich bin ein Online-Shopaholic.

Ich beantragte diese Kundenkarte und schickte am nächsten Tag den Gatten vorbei, sie abzuholen, weil er sowieso zur Post wollte. Oliver grinste sich eins und meinte, der Apotheker hätte sich ja sehr gefreut. Ziemlich auffällig gefreut.

Und ich habe jetzt den Verdacht, dass das vielleicht die erste Kundenkarte war. Nicht die einzige, hoffe ich. Oder doch?

Der freundliche Apotheker und ich haben gemailt, ich habe was gefragt, wurde prompt mit Auskunft beliefert und habe dann bestellt. Klappt alles wunderbar. Das ulkige Gefühl, ich könnte eventuell eine (seine) ziemlich vereinzelte virtuelle Kundin sein, bleibt.

E-Business halt. Eins zu eins.


P.S. Um das Virtuelle real abzurunden, habe ich heute morgen kurz bei WDR5 angerufen, als die Moderatorin mit Zuschauern über Internet-Apotheken sprechen wollte - um klarzustellen, dass es durchaus einen Mittelweg zwischen veralteten Bestellwegen und illegaler Medikamentenbeschaffung online gibt. Dem netten Apotheker habe ich parallel gefaxt und ihn natürlich auch in dem Radiogeblubber erwähnt.

Was soll ich sagen? Das hat den E-Business erst ganz auf die Spitze getrieben, denn prompt rief ein anderer (!) Kunde an und gratulierte mir zu meiner gesunden Einstellung und Kundenorientierung.

Waaaa! Ich werde alt - ich habe Kunden, die regulär WDR5 hören und nicht nur zufällig!! Was ist nur geschehen? Wo ist EinsLive? Wann kommen Falten und graue Haare???
:-))))

# 04. Juli 2002 um 06:42 PM
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Sehr geil

Ich sitze gemütlich (und wie immer pünktlich *g*) im Schulungsraum und warte bei einem Gläschen Mineralwasser auf den Kursbeginn. Dabei werfe ich alle 45 Sekunden Studenten aus dem Raum, die verfügbare Computer wittern, jetzt, wo die Tür zum Raum doch offen ist.

Klassischer Dialog: «Stop - bitte nicht setzen, hier findet gleich ein Kurs statt.» Grummelndes OK und Abzug.

Bis auf einen, der war besonders schlau. «Hier findet gleich ein neuer Kurs statt.» - «Und woher wissen Sie, dass ich nicht daran teilnehme?» - «Das ist ein Kurs der Gleichstellungsbeauftragten.» - «Und??» - «Das ist ein FRAUENseminar.»

Ooops. Kann ja mal passieren ...

Wo bekommt man diese Attitüde «weg da, mir gehört die Welt» eigentlich? Gibt’s die käuflich? Offensichtlich gar pfundweise? Verstehen diese angry young ambitious men eigentlich, wie lächerlich sie wirken, oder wächst sich das sowieso noch aus? Nee, das kann nicht sein. Dass es sich generell auswächst.

Gerade jene, die sich rücksichtslos überall durchdrängeln und lautstark jedes Gespräch kaputtdominieren und regulären Unterricht unmöglich machen ... sind übrigens auch immer diejenigen, die sich dann förmlich kaputtlachen über die blöden Frauen, die getrennte Kurse brauchen.

Wie gut, dass ich denen die Notwendigkeit für ungestörten (nicht geschützten) Unterricht für Mädchen und Frauen nicht erklären muss. Da würde ich nämlich lieber einen großen Stein immer schön bergauf rollen, egal ob der wieder runterknallt - das hat mehr Aussicht auf Erfolg.

# 04. Juli 2002 um 11:53 AM
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Mittwoch, 03. Juli 2002

Es ist noch nicht Freitag

Aber es fühlt sich so an. Ziemlich viel zu tun zu haben flutschte eindeutig besser, als es sonnig war da draußen. Aber das geht wohl allen so, mal abgesehen davon, dass die wenigsten einen kühlen Arbeitsplatz haben, ich schweige also besser dankbar still über das Wetter.

Der Domainname Notizblog.de wäre in zwei Wochen ausgelaufen. Tut er aber nicht, denn ich habe ihn verlängert. Was Blödsinn trotz der nur 10 Euro im Jahr ist, zugegeben: Das Weblog in der Form werde ich sicherlich nicht weiterführen, das war einfach viel zu stressig. Andererseits braucht man nicht viele Fingerchen, um sich auszurechnen, dass er im Nullkommanix von irgendwem abgegrabbt würde: Viele virtuelle Mitbürger von heute haben einfach keinen Anstand mehr, manche rein gar nicht. Das sieht man ja daran, wie viele engagierte private Projekte ständig gegen den Bilder- und Traffic-Diebstahl kämpfen und dagegen, dass sogar individuelle Kurzvorstellungen und ähnliches inzwischen hemmungslos abgekupfert werden. Und das Rotzpack wird konsequent dann auch noch kackdreist, wenn man sich das verbittet.

Durch den von manchen Blödbacken so hämisch geschmähten Copyright-Vermerk habe ich es zwar erreicht, dass so gut wie keine Texte mehr geklaut werden - anderthalb Seiten “Zitat” werde ich in einem gewissen hoffnungslosen Einzelfall mal genervt übersehen ... Aber der Domainname würde sicherlich von irgendeinem auf hohe Abrufzahlen hoffenden Trittbrettfahrer weggegrabscht (der/die sich dann auch noch ganz doll originell vorkommen würde) und das seh ich nun mal nicht ein.

Vielleicht kann ich auch einfach nicht loslassen und habe eine mütterlich-emotionale Bindung an Domain-Namen. Oder es liegt an dem ausgesprochen netten Wertgutachten für eine meiner Domains. Kann natürlich auch sein.

Ach übrigens, für diejenigen, die sich nach dem Nährmittelpräparat erkundigt haben, das bei mir als 4-Wochen-Kur so gut angeschlagen hat: Das gibt’s auch ganz normal über Apotheken und ohne esoterisch-ganzheitliches Handauflegen zu bestellen! :-) Yeah.

 

 

# 03. Juli 2002 um 07:23 AM
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