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Mittwoch, 31. Juli 2002

Böses Mädchen

Es geht einfach nicht. Ich sehe mich heute außerstande, ein dezentes Layout in abgedeckten Sand- und anderen Naturtönen zu erstellen. Das heißt, natürlich erstelle ich es. Und dann packe ich tief in den Farbtopf und setze einen herrlichen, fruchtigen, ja nahezu saftigen Brombeer-Ton hinein. Krawumm. Und das Brombeer geht einfach nicht wieder weg.
Oder Eierschalenfarbe. Eierschalenfarbe mit zarten Rändern marineblau schreit doch förmlich nach einem Klatsch blutig-kirschrot. Ton auf Ton, das ist zu trist! Pastelliges Zeugs ist zum Würgen. Doch. Ehrlich. Seufz.

Ich seh’ schon, heute mach ich höchstens mich glücklich :-)

Aber das ist doch auch was wert.

# 31. Juli 2002 um 11:16 AM
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Montag, 29. Juli 2002

Der Juli ist fast vorbei

Kaum zu glauben, wie die Zeit davonrennt. Ich lese momentan keine Weblogs oder Diarys und stecke in der kargen Freizeit bis zur Nase im Sommer. Hoffentlich bleibt es noch lange so brütend warm (ja ich weiß, ich kann gut reden, mein Office ist cool).

Sommersonnengrüße!

Mancher Besuch ist in Versuchung, seine Taschen hier zu lassen oder mit einer Menge Plüsch zu füllen. Aber wir passen auf :-)

# 29. Juli 2002 um 08:36 PM
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Freitag, 26. Juli 2002

Die Bahn kommt

Was gibt es erfrischenderes um 7 Uhr früh als eine vierfache Ausgabe des Newsletter der Deutschen Bahn. Zielsicher an den wenigen kalten und frösteligen Regentagen dieses «Hochsommers» platziert, beginnt dieses literarische Meisterwerk mit der Information:

«endlich ist der Sommer da und damit auch die Ferienzeit. Für alle, die noch keinen Urlaub gebucht haben und ins Ausland reisen wollen, warten jetzt die tollsten Last-Minute-Schnäppchen in unserem Reisebüro.»

Wir alle, die wir schon immer ausgerechnet mit der Bahn Last-Minute reisen wollten, können allerdings in diesem Punkt des Newsletters kein Reisebüro anklicken und so bleibt in meinem Kopf die vage Vermutung zurück, dass die bemerkenswert drögen und unkommunikativen Fahrkartenschalter mit Beamten und Ersatzbeamten gemeint sind, vor denen man im Schnitt 45 Minuten anstehen kann, weil die Fahrkartenautomaten Kreditkartenmörder sind (oder zumindest stark gewöhnungsbedürftig bis unzuverlässig).

Warum ich dieses Gesülze vierfach erhalten habe, weiß der Bundesadler. Ich werde durch den wahrhaft ansprechenden Absatz «Für die ganz Kleinen hat die Bahn mit dem Verein “Mehr Zeit für Kinder e.V.” einen Malwettbewerb ins Leben gerufen. So vergeht nicht nur die Bahnfahrt wie im Flug, sondern es wird vielleicht noch das eine oder andere Talent entdeckt.» dafür entschädigt. Was macht wohl eine Mutter, die mit Hilfe der kostenlosen Kinderfahrkarten der Deutschen Bahn («die in allen Zügen an die kleinen Fahrgäste unter sechs Jahren ausgegeben werden») entdeckt, dass sie Junior Picasso großzieht? Die Notbremse ziehen?

Ich weiß, das ist nicht nett von mir. Es muss eine grauenvolle Aufgabe sein, aus dem Nichts einen Newsletter zusammenzuklatschen, der wohl eher zwangsläufig Fahrplanänderungen und seit Jahrzehnten bekannte Infos mit dem Kleister von viel, viel Werbung und eigentlich eher ungünstigen Veränderungen samt seltsamer Gewinnspiele durchzieht. Ich sag nur: Gewinnspiel «Internationales Jahr des Öko-Tourismus».

Oder: «Willkommen in den Städten Niedersachsens». Wollten wir nicht alle schon mal ... Nein. Aber diese Info ist doch was, und auch noch fast aktuell: «Am 16. Juni 2002 war Fahrplanwechsel.» Wow. Irre. Und ich hätte es fast nicht gemerkt.

Nein, ich weiß nicht, warum ich diesen Newsletter viermal erhalte. Ich weiß, warum ich ihn bekomme, einmal (!) habe ich den abonniert, einfach um immer mal wieder die literarischsten Passagen einem Oliver im Halbschlaf vorzulesen, der eher verständnislos reagiert und glücklicherweise dieselben Textpassagen bizarr findet wie ich.

Diese gelungene Mischung aus «Ich bin eine Mischung aus mini Hochglanz-Magazin und Werbeprospekt» und Produktinfos mit «Schlagzeilen» könnte ich mir auch ganz gut auf einer dieser dreifach breit gefalteten Fotokopien vorstellen, auf denen Kleinstunternehmer so gerne (in zartgrün oder gelb) ihre Krabbelgruppen und neu eröffneten Poesie-Buchläden vorstellen. Obwohl es auch dann unvorteilhaft wäre, mit vier Zeilen auf eine Info hinzuweisen, die sich weiter hinten in vier Zeilen wiederholt.

Aber eins ist wirklich, wirklich gut, glaube ich: Man findet die «Streckenfahrpläne zum Download im Internet» bereitgestellt. Ergänzend zu dem langsamen und unflexiblen Fahrplanabfrage-Monstrum als Service, nehme ich an. Ist schon toll, so was. Ich zitiere mal, was ich hinter den Links auf Niedersachen, Landkarte, Düsseldorf fand.

Hier finden Sie Ihre Streckenfahrpläne für folgende Kursbuchstrecken zum Download:
Essen - Duisburg - Düsseldorf - Köln (347 KB)
Köln - Düsseldorf - Duisburg - Essen (358 KB)
Düsseldorf - Wesel - Bocholt (140 KB)
Bocholt - Wesel - Düsseldorf (140 KB)
Düsseldorf - Düsseldorf-Flughafen - Duisburg - Essen - Bochum - Dortmund (421 KB)
Dortmund - Bochum - Essen - Duisburg - Düsseldorf-Flughafen - Düsseldorf (454 KB)
Bergisch-Gladbach - Köln - Düsseldorf - Wuppertal (458 KB)
Wuppertal - Düsseldorf - Köln - Bergisch-Gladbach (445 KB)
Essen - Düsseldorf - Köln (484 KB)
Köln - Düsseldorf - Essen (513 KB)
Düsseldorf-Flughafen - Soligen (228 KB)
Solingen - Düsseldorf-Flughafen (240 KB)

Na, wenn das kein Service ist ... da kann das Wochenende ja kommen und mit ihm meine Mutter. Mit der Bahn.

Sie hat zwar einen PC und könnte ins Internet. Und es gibt die telefonische Bahnauskunft. Trotzdem besteht sie darauf, sich einen Tag vorher am Schalter im Bahnhof persönlich ihr Ticket nach den Angaben des Schaltermenschens und mit hartnäckigen Rückfragen ihrerseits auszusuchen und zu kaufen. Sie wird schon wissen, warum.

# 26. Juli 2002 um 06:22 AM
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Donnerstag, 25. Juli 2002

Großer Fehler ...

Neue Tüte Katzenleckerli geöffnet, als die Lieferung vom Online-Drogeriemarkt kam und trotz mangelnder Erfahrung mit dieser Sorte den beiden eine Knusperstange gegeben. Jetzt balanciert auf meinem Knie ein achtpfündiges Katzenmädchen in zärtlich erwartungsvoller Trotzhaltung - und im Wohnzimmer randaliert ein blonder Plüschkater, der voller Unverständnis darauf reagiert, dass er jetzt nicht die Tüte leer fressen darf. Kräftige Lungen, sag ich nur.

Das typische Geräusch eines Nandi, der eine Beschwerde einreicht, lautet so in etwa “Gwörännnnngggg! Gwörännnnngggg Gwörännnnngggg Gwörännnnngggg!” Und mal ehrlich, dabei kann man wohl nicht arbeiten und höchstens einen Diary-Eintrag schreiben, oder?

Mir fällt es zwar etwas schwer, mich auf ein anderes Thema als Katzen, Kater und deren Geräusche zu konzentrieren und ich wüsste auch nicht, was ich akut berichten soll, aber nichts und niemand und schon gar kein Plüschtier bringt mich jetzt dazu, dass ich aufstehe und denen die restliche Tüte gebe, also kann ich auch genau so gut schön laut “Lalalala” vor mich hinschnurren und irgendwas tippen.

Nur was? Ah ja. Ich bin clean, keinerlei Süßhunger-Attacken mehr nach den Mahlzeiten, und dazu reicht es aus, zwei Globuli Chocolate C30 alle zwei Tage oder noch seltener zu nehmen. Seltsam, sehr seltsam. Ich weiß nicht, ob es gegen wirklichen Appetit helfen würde, denn den hab ich ja gar nicht auf Schokozeugs. Aber gegen diesen Zwang nach dem Essen helfen sie wunderbar.

Vielleicht helfen sie ja auch gegen Katzenleckerli. Ich werde jetzt diesem schreienden und quäkenden Nandi Goreng eins vorwerfen. Wahrscheinlich frisst er es sofort und ohne hinzuschauen. Das hat er dann davon.

# 25. Juli 2002 um 01:56 PM
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Samstag, 20. Juli 2002

Ist der Samstag ...

... jetzt der einzige Tag, an dem ich noch in Ruhe posten kann? Mitnichten, er bietet sich halt nur sehr schön an, weil die Kommunikation mit den Kunden dann zu 95% :-) ruht. Die Sache mit dem “zu großen Zitat” hat sich erledigt, sie waren so nett und haben es zusammengeschrumpft auf Zitatlänge und dann verlinkt, damit können doch alle wunderbar leben.
:-)

Ich trinke Latte Macchiato aus dem schicken Glas mit Milchschäumer, das ein guter Freund mir geschenkt hat, der mich schon lange und sehr gut kennt *g* und in der Küche backt ein Bagelbäcker Bagels. Nicht auf meine Veranlassung hin, ich bin doch nicht so gierig und quängele nach dem fantastischen Käsekuchen letzte Woche immer noch weiter :-))) aber ich freue mich natürlich auf das späte Frühstück gleich.

Mein linkes Bein hat die Zehen weit von sich gestreckt und das bedeutet, es wird ein verdammt warmer Tag werden. Meine eigene Meteorologie-Station, oh wow. Wollte ich so was als Kind nicht immer haben? Nein, ich wollte das Sternensystem, das man sich als Lichtspiel selbst an die Wand werfen kann. Das magisch schöne blaue Mini-Planetarium. Von Wetterstation war nicht die Rede.

Als ich halb so alt war wie jetzt (18 für mathematische Genies), da habe ich übrigens auch Tagebuch geschrieben. Und wie ich vor ein paar Tagen recherchierte, hatte ich neben den üblichen er-liebt-mich-nicht-liebt-er-mich-doch und der-Falsche-liebt-mich-weia Geschichten auch noch Akne und eine ganz große Sorge. Damals. Es ging um Musik. Ich hatte beobachtet, dass alle “alten” Leute (30 und schlimmer) ganz furchtbar blöde Musik hörten und quälte mich mit dem Gedanken herum, dass ich irgendwann auf alle Songs und Stilrichtungen verzichten müsste, die ich doch so mochte.

Ha ha ha.

Sehr witzig. Dass die nachfolgende Teenie-Generation so unkreativ sein würde und diese Songs mich ein Leben lang als Cover-Versionen verfolgen würden, daran hätte ich natürlich nicht gedacht.

# 20. Juli 2002 um 11:23 AM
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