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Sonntag, 23. Juni 2002

Highly amused

Im Terrassenbereich der hübschen Nebenvilla - denn es handelt sich hier nicht um eine Reihenhaus- oder andere Siedlung, wie von einigen von euch fälschlicherweise angenommen, sondern um eine schöne Wohngegend mit gemischten, eher individuellen Häusern - quieken Kinder in den höchsten Tönen, weil sie Fangen spielen oder einfach, weil sie Kinder sind.

Wobei ich nicht so genau weiß, was ein dreijähriges Kind dazu bringt, einfach nur selig kreischend immer mal wieder hingebungsvoll acht Minuten am Stück «Aaaah! Aaaah! Aaaah! Aaaah!» zu schreien und sich vergnügt an den Reaktionen zu ergötzen. Aber mir soll’s recht sein. Ich bin ja schon wach und meine Nerven sind ganz gut. Wird es mir zu viel, mach ich halt die Fenster zu.

Es ist 12 Uhr mittags, übrigens. Und gerade hat jemand quer durch 2 Gärten “Ruuuuuchheeee!” gebrüllt. Ach ne. Sieh mal einer an. Erst saufen und singen und bis vier Uhr nachts alle und jeden stören und dann ausschlafen, hm?

LOL! :-) Pech gehabt. Ich hoffe, das Gequieke geht noch richtig schön ein paar Stündchen weiter.

# 23. Juni 2002 um 10:26 AM
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Samstag, 22. Juni 2002

Quengelig

In weniger als 2 Stunden kann Oliver NEW ORDER live sehen. Grummelwäh! Ich will da auch hin! Die Katzen sind sauer auf mich, weil Oliver nicht da ist, und trotzdem sehr anhänglich - was bedeutet, ich kann nicht in Ruhe schlafen, weil kleine Persönlichkeiten ihre puscheligen Hintern in mein Gesicht hängen oder unbedingt in meinem Arm liegen wollen wie mutierte Plüschtiere.

Zu dem Spruch aus dem vorhergehenden Eintrag (die «Mein F. mit den schwedischen Zwillingen»-Schiene) muss ich sagen, dass einzelne Herren offenbar spontan an vollbusige leichtgeschürzte Schwestern ohne Hirn und in einer Position als gefügige sexuelle Dienstleisterinnen gedacht haben? Typisch. Ich selbst habe da mehr an zwei Herren gedacht, sehr platonisch für mich und nur als Beispiel, versteht sich :-)

Zum ersten Mal seit vier oder fünf Monaten hätte ich lieber ein Weblog als ein Diary, denn ich könnte jetzt noch Stunden damit verbringen, einzelne Fetzen einzuwerfen und würde mich dabei prima weiter von allen wichtigen und unwichtigen zu erledigenden Dingen ablenken. Auch eine blöde Methode, den Samstagabend zu verbringen, aber ich hatte mir stundenlanges ungestörtes Ausschlafen vorgenommen und bin leider schon wieder hellwach.

Jetzt lese ich gleich erst mal ENDLICH weiter in diesem Buch von Markus, das bei Amazon für genau 20 Euro portofrei zu bestellen ist.

# 22. Juni 2002 um 08:01 PM
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Und dann wurde es doch fast eine Glosse

«Was schreibst du denn für Erotik?» begehrt B. herrisch zu wissen und schlug dann vor, sich über «unsere» Texte zu unterhalten, warf mir auch gleich einen der ihren hin. B. schreibt Fickgeschichten, in denen saftig glühende Rohre sich in feuchte leuchtendrote Schlitze schieben und die Protagonisten stöhnen, sich und einzelne Körperöffnungen dehnen und in denen alberne Accessoires bedeutsame Rollen spielen. Das findet B. wohl schön, so was zu schreiben. Mir war unbehaglich bei der kurzen und nun beendeten Kommunikation mit B., denn ich habe irgendwie den Verdacht, dass sie sich schon vor meiner Antwort erwartungsvoll am Stuhl rubbelt, wenn sie über die Inhalte ihrer Fickgeschichten reden will. B. ist nur eine von vielen Fickgeschichten-Autoren und Autorinnen, die sich erwartungsvoll aufrichten und wohl nicht nur die Lippen befeuchten, wenn sie lesen, dass ich erotische Kurzgeschichten schreibe. Sie sind nicht wirklich in der Lage, zwischen dem Lesen eines Textes und dem Austausch von Körperflüssigkeiten zu unterscheiden. Ich wohl. Und ich erkenne eine Onaniervorlage, die mir als Kurzgeschichte vorgelegt wird.

Bleibt die Frage, was ich von einem erotischen Text und also auch von mir erwarte. Das bukowskaeske Schildern animalischer Vorgänge sicherlich genau so wenig wie das andeutungsvolle Säuseln, mit dem ein gewisses Kribbeln und die männliche Erregung vorsichtig umschrieben werden. Weil ... so mancher will ja wirklich absolut bitte keine «Fickgeschichte» schreiben, gelle? Also drückt sich die pralle Männlichkeit fast schamhaft geschwollen durch die erschriebene Gegend, meistens von innen gegen einen strapazierten Hosenbund. Immerharte Brustwarzen schauen aufgeregt hinterher und ansonsten wandert der Sex größtenteils in die Hirnregion ab. Dann kann man so schön schwülstig und literarisch beschreiben wie die rollige Wallung sich anfühlt, ohne Organe und Flüssigkeiten zu erwähnen. Ich weiß nicht, ob ich es hoffen oder fürchten soll, dass auch solche durchgeistigten Beschreibungen als Masturbationshilfe dienen können, aber ich finde sie nicht lustvoll und lustig genug. Sex ist sehr humorvoll, auch wenn man’s schon kann.

Ich schwanke also zwischen der medizinischen Variante, da es eine literarische Herausforderung sein dürfte, Begriffe wie Vagina und Penis, Klitoris und Schamlippe in einen anregenden Text zu integrieren ... und dem Herauspicken einer «alltäglichen» Szene in ihrer alltäglichen Erotik und dem Zurechtschleifen in Worte. Zu einer Kurzgeschichte gehört auch Handlung, die hätte ich allerdings schon. Gestoppt bin ich beim Schreiben wirklich an jenem Punkt, als mir diese Fickgeschichte unter die Nase gehalten wurde mit einer Selbstverständlichkeit, als würde jede erotische Erzählung ohne Vorspiel auf die Fortpflanzungsorgane rubbeln ... statt im Kopf zu kitzeln, dort wo Sex wirklich stattfindet. Schwellende Schwänze und neckisch gelüpfte Röckchen, wahlloser Verkehr mit allen, die sich zufällig begegnen ... da fehlte wirklich nur noch ein einzelner Schritt zum Abstieg auf die «Mein Fick mit den schwedischen Zwillingen»-Schiene.

Wer das jetzt nicht verstanden hat, muss sich weiter keine Gedanken machen. Ich bin sicher, dass es einen großen und erfolgreichen Markt für die Befriedigung primitiv strukturierter männlicher Sexfantasien gibt. Es gibt bestimmt auch viele Leute, die saftig pumpende Fickgeschichten simplen Aufbaus sehr erotisch finden. Denen wird man nur schwerlich erklären können, was der Unterschied zwischen plumper direkter Stimulation und einem Kitzel zwischen den Hirnlappen ist. Dann gibt es noch die Fantasien mit sexuell aktiven Tieren, Gestalten aus Mythen, Gewaltfantasien, Fetischgeschlabber. Kennst du eine, kennst du alle. Langweiliges Zeugs, viele Übergänge zu den Fickgeschichten, die sich ohnehin nicht Erotik, sondern Porno nennen sollten. Eigentlich gibt es ja doch viele «Regeln», wie man Erotik nicht schreiben sollte, auch wenn gelegentliche Regelbrüche eine Geschichte erst würzen.

Was schreibe ich also für «Erotik»? Gute Frage. so etwas, sehr sanft. Andere Dinge, nicht sehr sanft, die aber nicht online stehen (werden). Eine Geschichte, die sanft, aber gewaltig in meinem Kopf angeschwollen ist in den letzten Tagen und vor dem Erguss in die Tasten abrupt gestoppt wurde durch die Lektüre einer banalen blöden Lochstopf-Story (manche Leute wären mit den Steckmechanismen von Lego-Steinen besser bedient). Ich muss mich erst mal neu sortieren und schauen, was es überhaupt ist, das ich schreiben will und ob ich das leisten kann. Man ist ja ohnehin nie wirklich zufrieden mit eigenen Texten, aber wenn man dann schon vorher ins Grübeln kommt, ist das nicht wirklich hilfreich
;-)


P.S. der große Zeilenabstand zur Überschrift liegt daran, dass ich den Suchmaschinen-Metabefehl
META NAME=“ROBOTS” CONTENT=“NOINDEX, NOFOLLOW”
in diesen Eintrag reingewürgt habe und später noch einmal zusätzlich an die richtige Stelle setzen werde… obwohl ich eigentlich allen Einträgen zum Trotz so gut wie nie Sex-Referrer habe und es mir im Normalfall völlig egal ist, ob irgendwelche fehlgeleiteten Perversen hier landen, ist dieser Text sogar für mich ein bisschen zu gepfeffert mit «Ausdrücken».

# 22. Juni 2002 um 12:45 PM
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Samstag, 22. Juni

Was passiert, wenn man sich an einem Samstagmorgen gemütlich eine grüngraue Peelingmaske ins Gesicht schmiert, um tatkräftig an unwiderstehlicher Schönheit zu arbeiten? Richtig: Der Briefträger klingelt. Der Mann ist nicht zu erschüttern, so viel steht fest.

Der russischsingende Teil der werten Nachbarschaft hat gestern wieder kräftig an der Senkung des durchschnittlichen Mietpegels in dieser Ecke gearbeitet - mal schauen, wer schneller ist: Die Anwohner mit ihren Beschwerden oder diese Bande mit einer Schanklizenz. Normal ist das Singen und Saufen bis ins Morgengrauen hinein jedenfalls nicht, und irgendwann hört das auch mal auf, dass man halbwegs tolerant die Zähne zusammenbeisst, wenn noch ‘ne laute Party auf noch eine und noch eine folgt. Aber das kennen wir ja schon, genau diese Ballermann-Zweigstelle hatten wir vor zwei Jahren schon mal. Inzwischen plädieren die ersten Nachbarn dafür, den Hausmeister nicht zu verwarnen, sondern zu entsorgen. Also kündigen lassen, nicht was Ihr schon wieder denkt :-)

Wir haben uns übrigens noch nicht beschwert. Aber das schaffen die schon auch noch, da bin ich mir leider ziemlich sicher.

Heute morgen im Halbschlaf entdeckte ich entsetzt einen großen, in schwarzes Leder und ein seltsames T-Shirt gekleidetes Mann in meinem Schlafzimmer, der irgendwie im Schrank rumwühlte und musste erkennen: Ach ja, ich bin ja verheiratet - und das ist mein [Mann], der vielleicht einen kleinen Rückfall in eine mir bis dato unbekannte Hardrocker-Phase hat - ach nein, er fährt aufs [Hurricane-Festival] und die Karte hab ich ihm sogar selbst geschenkt ...

Also genussvolles und komplett ungestörtes Rumschlumpfen, bis er endlich wiederkommt. Ich könnte mal wieder eine Kurzgeschichte schreiben ... zu Ende schreiben vielmehr, denn angefangen habe ich schon mit dem Schreiben. An einem dieser heißen Tage, an dem alle Körpersäfte zusammenfließen und man sich am Liebsten gar nicht bewegen möchte. Außer rhythmisch.

# 22. Juni 2002 um 11:12 AM
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Donnerstag, 20. Juni 2002

Back from the Planet of Pain

Vor ein paar Wochen hatte ich in einem Kurs eine Psychologin als Teilnehmerin, die mich fragte, wieso mein Weblog «Growing Pains» heißen würde: Sie würde sich beruflich viel mit Schmerzforschung beschäftigen und sei etwas irritiert gewesen :-)

Bei dieser Gelegenheit erfuhr ich, dass es sogar hier in der Nähe eine Schmerzambulanz gibt: [http://www.schmerz.uni-duesseldorf.de] Genau genommen war ich vorher gar nicht auf den Gedanken gekommen, dass man mit einem heftigen unerklärlichen Schmerz auch mal für voll genommen werden könnte.

Natürlich meine ich nicht Menstruationsbeschwerden, die waren nur das Sahnehäubchen auf drei wirklich finsteren Tagen, gekrönt von dem fantastischen Wetter, örks. Ein solcher schlimmer Tag erwischt mich aber auch einfach so ohne Vorwarnung. Nicht oft. Aber wenn, dann fühlt es sich an, als ob man von einer Riesenfaust zerquetscht wird und nichts tun kann, als sich zu einem wimmernden Fleischballen zusammenzurollen und alle Kraft in die Maske abzugeben, die sich am Telefon vorbildlich verhält, Aufträge erledigt und freundlich-unverbindliche Weblogeinträge schreibt (während die schlechte Tagesform jene Einträge schreibt, die ich danach versiegele und für mich konserviere).

Vielleicht ist die Schmerzambulanz - die es sicherlich in vielen Städten gibt - auch eine interessante Adresse für Leute mit Migräne oder anderen Problemen. Ich werde jetzt mal ein halbes Jahr oder so ein Schmerztagebuch führen und mich in 2003 auf den Weg dorthin begeben – vielleicht kann man ja doch was tun. Ich tendiere dazu, mich gegen den Schmerz (in dem von einem früheren Unfall verletzten und angeblich ausgeheilten Fuß) zu stemmen und durchzuhalten, bis er vergeht, um ihn dann sofort wieder zu vergessen. Ich bin keine Heulsuse und würde die Schmerzbehandlung auch dann nicht kultivieren, wenn ich eine wäre, das steht fest. Aber wer weiß, ob ich das in 10 oder 20 Jahren noch so «locker» packe. Besser, man kümmert sich drum. Schmerzambulanz ist eine neue Idee für mich.
Schau’n wir mal :-)

Mit Beschwerden kann man leben. Man darf nur nicht für sie leben, dann wird’s unfroh.

# 20. Juni 2002 um 02:31 PM
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