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Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

So viele von euch haben uns geholfen, das vergessen wir nicht.

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Sonntag, 30. Juni 2002

Vize

... ist doch auch ganz schön. Gestern habe ich eine nette Werbung im holländischen TV gesehen: Ein Mann mähte missmutig seinen Rasen. Hin und her. Darunter stand dann “Den Sommer 2002 hatten wir uns anders vorgestellt”. Dann nahm er seine Getränkedose, stellte sie auf und kickte sie schwungwoll in den Himmel. “Wir sehen uns in Portugal”. That’s my boy.

Schade um die köstlichen kleinen Walderdbeeren, die so missmutig beim Fußballerfrühstück mal eben nebenbei weggelöffelt wurden, ja sogar noch mit dem Löffel zerdrückt und unter Cornflakes verbuddelt. Dabei war jede einzelne eine winzige Genuss-Explosion. Tss. Man muss natürlich auch geniessen WOLLEN, das sehe ich schon ein. Wäre ja auch schöner, wenn morgen Freitag wäre und nicht Montag, das wird eine arbeitsreiche Woche. Aber noch ist sie ja nicht da.

Irgendwas an [diesen Fotos] sagt mir, Gaultier hat viel Spaß an und bei der Arbeit ... so möchte ich mich auch mal ausleben können und dann dafür noch gelobt und absurd hoch bezahlt werden, hmpf.

# 30. Juni 2002 um 02:51 PM
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Montag, 24. Juni 2002

Puh.

Noch mal puh. Ist der Montag endlich vorbei? Gut. Haken dran und weg damit. Warum ich im Webdiary in letzter Zeit so redselig bin, weiß ich genau genommen selbst nicht. Irgendwie muss das Online-Tagebuch ja auch dafür herhalten, dass so einige liebe Leute wissen, wie es mir geht. [Martin] ist so ein Fall. Wir kennen uns seit 1994 und sind ursprünglich mal in einem Onlineforum im BTX aufeinandergeprallt. Geprallt deswegen, weil ich ihn erst mal zusammenstampfte und ihm einen Flame um die Ohren krallte. Ich war nämlich auch mal neu ... und legte erst mal ein paar Foren in Schutt und Asche, mehr oder weniger - auch weil ich mir meiner rhetorischen Durchschlagkraft anfangs nicht im Geringsten bewusst war. Martin hat es allerdings von Anfang an nicht weiter gestört, dass ich ihn heftig anfauchte, er hat es einfach ignoriert. Ich mag souveräne Männer. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass ich nur souveräne Männer mag.
:-)

Jedenfalls kennen wir uns jetzt fast 8 Jahre und sehen und sprechen uns leider viel zu selten. Wie das halt so ist, wenn beide selbstständig sind und der eine Familie hat und die andere oft krank war. Aber immerhin, ich habe es wirklich geschafft, sein Geburtstagsgeschenk (nicht heute gratulieren! Das ist zu früh) rechtzeitig auf die Post zu bringen. Und ich werde auch nie vergessen, dass es Martin war, der mir eine große Kiste Delikatessen hier in dieses Häuschen schleppte, als ich alleine und ohne Möbel mit einer beginnenden Lungenentzündung hier sterbenskrank und verwahrlost in den Kissen rumschlappte und nichts mehr außer Katzenfutter im Haus hatte. Danke.

In diesen Kissen bzw. ihren historischen Nachfolgern liegt jetzt ein sonnenverbrannter Mann mit Laptop, der erst um 4 Uhr nachts von diesem Musikfestival nach Hause kam. Ich muss [Alyssa] recht geben, die dazu schon mal ein längeres Statement abgegeben hat, das sogar in die Zeitung kam *g* : Männer verrohen total, wenn sie mal ein paar Tage Auslauf haben. So viele Frechheiten muss ich mir den ganzen Tag schon anhören und dann ist auch noch [Vollmond]. Womit hab ich das verdient? Na, darauf antwortet mir besser niemand. Übrigens, mit einem Live-Stream auf ein [Meerschweinchen-Gehege] sind Katzen und Männer glücklich und beschäftigt.

Und jetzt gehe ich schlafen und der Dienstag wird einfach automatisch sehr viel besser als der Montag.

# 24. Juni 2002 um 10:19 PM
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Ich bin verflucht.

Auf dem Rückweg vom Postfach trödelt vor mir her ein altes rotes Auto, Marke sowasvonegal. Brücke hoch, um die Kurve, in dieselbe Einliegerstraße ... immer schön 10 Meter vor mir. Ich immer brav hinterher, denn spätestens in einem verkehrsberuhigten Bereich ist es eh egal und ich hab keine Überholwut. Der Knabe fährt also vor mir her bis ganz ans Ende unserer Straße, wo kein Haus mehr kommt (nur noch unsere versteckte Eingangstür) und fährt dann rechts ran und winkt so komisch, ich soll doch schleunigst vorbeifahren. Ähm. Er stand leider VOR meiner Garage. Ich winkte also auffordernd und verneinend und Zeichen gebend zurück und daraufhin steigt er aus, kommt zu meinem Auto und meint “Ich mache bei dem Aufkleberspiel gar nicht mehr mit.”

Ich war so verblüfft, dass ich nur geantwortet habe: “Sie stehen vor meiner Garage.”

Was auch immer das für ein Aufkleberspiel war, er war dann recht schnell weg und war ziemlich rot im Gesicht. Und was auch immer für einen Aufkleber er meinte ([so was] vielleicht? oder [so was]), an meinem Auto ist zwar ein Kleber, aber auf dem steht durchaus nicht “hasch mich, ich bin der späte Frühling”. Ich grübele jetzt, wie viele Jahre es her ist, dass man hormongeschwollen durch den Alltag stolperte und alles und jeden nur unter dem Aspekt “potenzieller Beziehungs- oder Sexpartner oder auch nicht oder doch oder auch nicht” betrachten konnte, einfach weil gewisse Hirnknospen oder whatever noch nicht weiter ausgereift waren als bis zu jenem Stadium. War das nicht größtenteils bevor man Auto fahren durfte?!

Ja. Bin verflucht. Ständig komplett schräge und abgedrehte und überflüssige Zwischenfälle auf diesem yellow bricked Lebensweg of mine.

# 24. Juni 2002 um 01:43 PM
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Shit happens

Stunden später ... na gut, es ist nicht nötig, gleich die ganze Woche abzuschreiben. Sehe ich ein. Ich hatte schon immer das Talent, mich in haarsträubende und eigentlich (für mich) auch technisch völlig nachvollziehbare, aber trotzdem komplett irrwitzige blöde Situationen zu verstricken, die jeder amerikanischen Comedy Ehre gemacht hätten. Ob ich da immer selbst schuld bin oder ob mein Schutzengel in Überlastungsphasen mit einem Kobold zusammen arbeitet, wer weiß das schon.

Ich muss nur an das eine Mal denken, als ich zu einer Konferenz fast zu spät kam und über einen Parkplatz-Zaun kletterte, wobei der schmale Rock von ganz unten ... bis ganz oben aufriss und ich im Freien stand, die Bekleidung hing nur noch an einem Reststückchen von zwei Zentimetern. Das war schon übel genug, und ich raste halbnackt durchs Gebäude und bis ins rettende Büro. Aber was sagt man einem Geschäftsführer, der ins Büro kommt, wenn man sich gerade mit einem Tacker wieder “unsichtbar” zusammenschneidert und abschliessend den oberen Rockrand an den Slip nagelt, damit der ramponierte Rock überhaupt oben bleibt?

So dass der betreffende Mann eigentlich nur folgende Szene erlebt: Kommt ins Büro und sieht, wie die Frau, die gleich seine Präsentation halten soll, sich den Rock an den Sliprand tackert. Noch Fragen? Ich hatte keine mehr ...

# 24. Juni 2002 um 12:05 PM
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Urlaubsreif

Ätzend ... wenn man sich eine Mailadresse einrichtet, die nur und ausschließlich für die Anmeldung bei Suchmaschinen gedacht ist, ein Spam-Mülleimer sozusagen - und der blöde Browser die in andere Formularfelder auch einfach ungefragt und völlig unerwartet (!) statt der Standard-Adresse einträgt. Und man sich dann noch vertippt hatte, weil man einen Buchstaben vergessen hat.

Was los ist? Ich habe letztes Jahr und vermutlich auch dieses Jahr (da hatte ich aber schon einen Mailfilter auf den Knaben gesetzt) anonyme Schmähmails von einem Knaben namens Dave erhalten, der die Mailadresse mxxxxer36@hotmail.com hat (das entscheidende Wort entfernt ... wer ebenfalls von hilfspädagogischem Sondermüll betroffen ist, weiß es genau, wer da gemeint ist). Ja, ich weiß: Diverse Bloggerinnen wurden von genau dem wiederholt belästigt. Mein aktueller Müllmaileimer oder auch SPAMsammler ist eine Hotmail-Adresse, die ich einzig und allein zu dem Zweck eingerichtet habe, Suchmaschinenanmeldungen aufzufrischen. Sie unterscheidet sich nur in einem einzigen Buchstaben von der “Dave”-Adresse, denn mit der Assoziation “Dreck zu Dreck” konnte ich sie mir wirklich leichter merken.

Sieht leider so aus, als hätte ich mir die “original” Adresse NOCH besser merken können. Ätzend. Das mache ich nie wieder, mir eine negative Angelegenheit oder einen widerlichen Menschen als Merkhilfe vorzunehmen: Schlechtes, schlechtes Karma!

Zu meinem Entsetzen stellte ich nämlich fest, dass die doppelt falsche Mailadresse bei einem Eintrag von mir in einem Gästebuch stand - DANKE, Microsoft-Welt!! :-(( - und musste den glücklicherweise online anwesenden Gästebuchbesitzer nun auch noch um Entfernung bitten. Und das Original gehört auch noch einem anonymen Pisser allerniedrigster Güteklasse! Noch mal zum Mitschreiben und für mich zum Merken, warum die Mailadresse doppelt falsch war: Erstens ist es nur eine ansonsten inaktive Müllsammeladresse, und dann fehlte bei meinen Formulareinträgen auch noch der eine einzige entscheidende Buchstabe, der sie zu MEINER macht.

Hätte ich sie einfach Sondermuelleimer123@hotmail.com oder sonst was genannt, müsste und würde ich mich jetzt nicht aufregen. Hmpf. Selbst schuld, ja ja. Wieder was gelernt.

Eine Woche, die so anfängt ... ist eigentlich schon gelaufen.

:-(
Grrrrrr.


P.S. Nein, das ist NICHT lustig, dass der Anonyme jetzt “meinen” Spam kriegt. Könnte sein, dass ein über ein passwortgeschütztes Webformular abonnierter Newsletter auch auf diesem Weg bei ihm landet - und ich pflege verständlicherweise nicht die Gewohnheit, anonym stänkernden Leuten solche geschäftlichen Kontakte quasi persönlich vorzustellen. Ist es jetzt verständlicher, warum ich mich aufrege?! Ich krieg das schon gecancelt, so ist es nicht, aber es nervt.
:-(

# 24. Juni 2002 um 10:02 AM
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