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Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

So viele von euch haben uns geholfen, das vergessen wir nicht.

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Donnerstag, 30. Mai 2002

Doch doch, ich bin noch da ...

Wir hatten Besuch, Oliver hat Urlaub, ich gebe an der (Sommer-)Uni einen Kurs Webdesign und das ist es, was ich zur Zeit allmorgendlich beim Frühstück sehe:

we are family

Nach so vielen ziemlich anstrengenden und gesundheitlich ziemlich belasteten Jahren finde ich es einfach klasse, dass ich nicht wirklich was zu berichten habe. Klar, ich könnte. Themen gibt es immer, wenn man nur will. Philosophieren über schwierige Kunden (und warum es gut ist, sie zu haben - wer keine Kunden hat, ist arbeitslos ... und das gilt auch für interne Kunden ... außerdem ist gerade das Bewältigen, äh Management überhaupt erst interessant) und über die Komposition von Teilnehmern in Computerkursen, bei denen laut Kursbeschreibung Grundkenntnisse vorausgesetzt werden - von verwandtschaftlichen Heimbesuchungen ganz zu schweigen. Wir kochen lachen leben lesen lieben schlafen spielen surfen, wie alle anderen auch. Mir fehlt die Bereitschaft, davon zu berichten. Vielleicht kommt sie ja wieder.

Schöner ist es momentan, einfach nur entspannt und zufrieden zu sein und sich gemütlich «durchzubeissen» durch das, was man so Alltag nennt.

Damit es nicht zu entspannt wird, habe ich meine “To do” Liste jetzt einfach mal andersrum angeordnet und zwar das Projekt nach oben genommen, das AM LÄNGSTEN auf Überarbeitung wartet. Uuuuh: Die Bücherkiste. Ist noch lange nicht fertig, ich hatte die Pfoten erst auf einem Bruchteil der Templates und habe noch gar nicht richtig angefangen, die vorhandenen Literaturempfehlungen einzupflegen. Zwischendrin fiel mir ein, dass es auch für andere Autoren interessant sein könnte, eine eigene Kategorie zu haben und nun wird’s natürlich noch länger dauern. Macht nix.

 

30-05-2002 noch nicht fertig

# 30. Mai 2002 um 04:57 PM
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Dienstag, 21. Mai 2002

So küsst der Sommer :-)

Es ist sonnig und die Arbeit verschiebt sich, die verbleibenden Termine sind angenehm bis spannend und die Katzen ansteckend entspannt. Wenn es immer so bleiben könnte ... würde man es wohl nicht so geniessen. Stimmt schon. Geniessen wir es eben jetzt.

Bestandsaufnahme: Zufrieden und mit viel Salat und Obst versorgt. Gesundheit aufsteigend und: Meine Nebenhöhlen sind frei (ganz so furchtbar können Ohrenkerzen also wohl nicht sein), die Muffins wurden auf Verwandte und Nachbarn mitverteilt und wir hatten mehrere Wochenenden lang netten Besuch und freuen uns jetzt trotzdem oder deswegen bewusst auf zweisame Freizeit *g* Meine Mutter kriegt - verständlicherweise - Heiratsanträge von 20 Jahre jüngeren Männern, ich interessiere mich unglaublicherweise für die Themen, für die ich mich interessieren soll, im Nebenhaus sind endlich nette Nachbarn eingezogen, es gibt anspruchsvolle Aufgaben - aber auch Zeit zum Ausschlafen - und so befindet sich alles in einem herrlich gelassenen, aber kraftvollen Fluss der Dinge. Nichts, das wirklich ausführlich erzählt hierhin gehört.

Nandi und Miss Peppermint

Online wird alles ständig langweiliger, draussen vor der Türe immer schöner. Eine offizielle Sommerpause brauche ich nicht, aber es wird ganz sicherlich keinen Grund zur Sorge geben, wenn hier mal drei Tage, drei Wochen oder drei Monate kein Eintrag erfolgt :-)

# 21. Mai 2002 um 08:49 PM
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Freitag, 17. Mai 2002

Sunny Weekend

Uns geht es gut. Es ist wunderbar hier drinnen, egal wie warm es draussen wird. Auch bei offenen Fenstern, die ja sowieso alle in den Garten zeigen. Herrlich, zuhause zu arbeiten. Abends dann gemeinsam kochen, Frischkost natürlich. Der Sommer kann kommen. Der Besuch morgen und übermorgen natürlich auch.

Summertime 2002

Ein wunderbares sonniges Pfingstwochenende wünsche ich euch :-)

Ich muss doch noch etwas schreiben. Es ist ein Uhr nachts und das Haus riecht nach Muffins. Schokoladen-Bounty und Apfel-Amaretto. Für den Besuch. Nachdem das erste Rezept sich als äusserst ergiebig erwies, habe ich vorgeschlagen, das zweite zu halbieren und habe mich wieder getrollt, denn manchmal wollen hier halt auch andere Leute alleine in der Küche werkeln.

Als ich dann eben fragte “Hast du das vorhin nicht gehört, als ich meinte, wir sollten lieber nicht noch mal so viel Muffins machen?” bekam ich doch glatt zur Antwort: “Doch. Aber ich hab es ignoriert.” Ts.
:-)

Und so lebten sie glücklich und zufrieden mit 2 Katzen, mehreren Computern und circa 200 Muffins bis an das Ende dieser Sonnentage.

# 17. Mai 2002 um 10:22 PM
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Donnerstag, 16. Mai 2002

Ganz in Gilb

Die Türen und Rahmen sind gilb. Ich sag das schon sehr lange, aber ich werde ignoriert. Denn Renovieren ist nicht lustig und gerade erst vor 2 Monaten habe ich einen Rundumschlag im Badezimmer erwirkt. Trotzdem, gerade deswegen sieht man die gilbenden Türen ja so deutlich, zumindest im Bad. Aber auch sonst. Ich wohne seit 5 Jahren hier, wir wohnen seit zweieinhalb Jahren hier, die Türen sind sicherlich vor 7 Jahren oder so ganz frisch gewesen, denn es gab nur eine Vormieterin. Sieben Jahre sind ziemlich lang und absolut angemessen ... Also heißt es jetzt: Frischen Anlauf nehmen und alle Argumente vorkramen.

Das Wichtigste: Wir müssen beim Auszug nächstes (oder übernächstes ...) Jahr sowieso renovieren. Warum also sollen wir dann gutes Geld für Schleifen und Lackieren ausgeben, wenn wir es jetzt tun können und selbst noch ein Jährchen (oder zwei) von frisch gelackten Türen profitieren können?

Antwort 1: Nur fünfzig Prozent der menschlichen Einwohner dieses Häuschens SEHEN den Gilb überhaupt. Die andere Hälfte betrachtet ihn relativ desinteressiert.

Antwort 2: Wenn man in einem 2-Zimmer-Häuschen lebt, dann hilft es rein gar nichts, gut durchorganisiert zu sein - sobald es um Malerarbeiten geht. Die Katzen können hier nämlich an den beiden aktiven Tagen nicht wohnen, das steht fest.

Also erweitert sich das Projekt Malerarbeiten, Stufe 1, um die Herausforderung, zwei Langhaarplüschkatzen für zwei Nächte in einer Katzenpension unterzubringen. Was bedeutet, dass sie mal wieder eine Auffrischung aller Impfungen brauchen. Was bedeutet, dass man sich um die Sommerferien in NRW drum herum organisieren muss.

Am Schlimmsten aber ist dieser leidende Gesichtsausdruck. Völliges Unverständnis für die Notwendigkeit steht im Raum, wenn die Katzen alle Jubeljahre mal transportiert werden müssen und ein schlechtes Gewissen soll man obendrein noch kriegen, weil die dicken kleinen Monster zwei (!) Tage und Nächte lang fremdbetreut werden. Diese großen Augen, die dich anschauen, als sei es das Herzloseste auf der Welt, eine fette Katze für zwei Tage auszulagern.

Wie bringen andere Frauen bloss ihre Männer dazu?!

# 16. Mai 2002 um 07:25 PM
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Mittwoch, 15. Mai 2002

Give me the future with a modern girl

Eigentlich finde ich es ja superblöde, wie die aktuelle Generation sich verkümmerte Handys ans Ohr schraubt und noch blöder ist eindeutig die SMS-Kultur, die obendrein noch unauffällig in Cent aufgeteilt ein Vermögen kostet. Die Frage ist nur, ob jemand es sich leisten kann, über Los Mobilos abzulästern, der sich selbst Erinnerungsmails und dem Mann die digitale Einkaufsliste ins Büro schickt. Vermutlich nicht.

Und doch. Und doch möchte ich ein Störgerät haben, das mir in 50 Metern Umkreis Zwangsruhe verschafft. Ich will nicht, dass es im Restaurant bimmelt. Ich mag nicht im Zug sitzen, wenn neben mir ein Anzugäffchen seine Aktionkurse in den Hörer brüllt, um einem anderen Anzugäffchen und allen Bahnfahrenden zu imponieren. Ich kann es nicht ertragen, mithören zu müssen, wenn Teenies Liebeskummermonologe führen und dieses ewige Getippere mit spitzen Fingern auf lachhaft kleinen Mobiltelefonen müsste für mich nicht mit quietschigen Geräuschen begleitet werden. Wirklich nicht.

Am Schlimmsten aber finde ich, dass es inzwischen ganz normal ist, neben jemandem zu sitzen und ungeniert und ohne Hemmungen ganz ganz lange über eine Beziehung zu sprechen, bei der jeder Unbeteiligte nach dreissig Sekunden trotz angestrengten Weghörens die Erkenntnis gewinnt, dass Hopfen und Malz nicht nur verloren sind, sondern dort noch niemals wuchsen. Himmel und Hölle noch mal, was tun sich manche Leute eigentlich für Beziehungskisten an?! Das hat nichts mit Liebe zu tun. Wahrhaftig nicht. Und Ohren zuhalten ist auch nicht angemessen, obwohl man möchte:

Da sitzt auf einer öffentlichen Bank an einem öffentlichen Platz ein fremdes bildhübsches und eigentlich auch ziemlich clever wirkendes Mädel aufrecht und gelassen ... und rutscht dann übergangslos in einen verkrampften Knochenhaufen zusammen, bevor sie ihren Mut (!) zusammennimmt und ihren Freund anruft. Der sie dann offensichtlich eiskalt abserviert, nebenbei noch einen gemeinsamen Termin platzen lässt und einen anderen für ein romantisches Treffen verschiebt, sie ungnädig anzumotzen scheint und obendrein noch dazu bringt, sich zu entschuldigen. Wofür auch immer, fürs Atmen vermutlich.

Sie wiederum ruft anschliessend eine Freundin an und erzählt, dass er wieder bei der Ex ist, weil das Kind doch krank ist, dass die Ex ihn aber ganz bestimmt nicht zurückwill und dass deswegen noch nicht alles verloren ist und dass er vielleicht am Wochenende kommt, vielleicht muss sie ihn aber auch abholen, er überlegt sich das noch. Und ihre Augen leuchten wieder, denn das ist ihre Hoffnung: Dass die Andere ihn sowieso nicht will. Würde, Stolz und Normalität sind derzeit ausverkauft. Nur Leidensbereitschaft und wahnsinnige Hoffnung sind im Angebot und werden durch ständige kurze Mobiltelefonate und SMS genährt. 

So verliert der Tag ein wenig von seinem Schimmer. Ob dieser fremde digital übertragene Paarungstanz so gnadenlos und verletzend wäre, wenn die Kommunikation nicht so ständig und so mobil wäre? Menschen auf kühler Distanz halten ist mit einem Handy genau so einfach wie Verfügbarkeit garantieren.

# 15. Mai 2002 um 04:28 PM
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