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Dienstag, 17. Juli 2001

second serving Weil Exhibitionismus in ist. So ...

second serving
Weil Exhibitionismus in ist. So kann man das “Warum, oh warum bloss tun sie dies nur” natürlich auch auf den Punkt bringen.

“Welche Frau hat schon Lust, sich immer noch an der angeblichen Lebensidentität “Mutter” abzuarbeiten, obwohl sie schon lange begriffen hat, dass Mama-Sein nur ein Job für ein paar Jahre ist? Und welcher Mann hat schon Lust, sich immer noch die Zuständigkeit für sein Kind zu erarbeiten, nur weil der Vater als liebende Aufsichtsperson immer noch als artifizielle Ausnahme dahingestellt wird?”
Genau. Quelle.

Ein lieber Mann schickte mir soeben ein Vorher-Nachher Bild. Nun glaube ich durchaus, dass sich manche Gefässe beim Lesen eines Onlinediarys ausdehnen können, mir sind die an den Schläfen aber immer noch lieber als die zwischen Bauchnabel und Oberschenkel. Lieber pochende Adern der Stirn als Erektionen, um es mal exakt zu formulieren. Der männliche Penis an sich ist ein Organ, das sich nur im Zustand der Erregung würdigen lässt - wenn das Weibchen erregt ist, wohlgemerkt. Wenn nicht, wirken die Kleinen an sich eher wie drollige Wichtigtuer.

Wie die politisch korrekte Ergänzung dieser meiner Bemerkung lauten müsste, das wage ich nur zu raten. Es mag ja Frauen geben, die beim Anblick eines stehenden und freundlich winkenden fremden Schwanzes spontan erfeuchten - bei mir könnt Ihr euch die Mühe sparen. Es wird sicherlich einige Männer geben, die sowas freudig interessiert und die dann zurückwinken. So wie es eine Menge Männer geben wird, denen das zu primitiv ist als Versuch der Kontaktaufnahme. Hoffe ich. B hat mich neulich mal mit einem seitenlangen Disclaimer darüber zugeschüttet, dass er mit seinem Vermieter keinen Sex habe “obwohl der auch schwul sei”. Kann mich nicht erinnern, sowas vermutet zu haben - vermute aber, dass ich weiss, wie solche Reaktionen zustande kommen.

Muss hinzufügen, dass ich so ein Bild nie von einer Frau erhalten habe. Aber Bilder kann man auch mit Worten zeichnen und Frauen sind nicht besser.

Sowas ist schnell gelöscht, klar. Aber es erschreckt, dass das Geschmuddel jetzt schon unter Realnamen und von Geschäfts@dressen kommt. Sinken wir weiter? Oder war das nur der Beweis dafür, dass man auch über 30 noch Sex hat? Das wusste ich schon.

# 17. Juli 2001 um 10:00 PM
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War gar kein übler Tag gestern. Trotz ...


War gar kein übler Tag gestern. Trotz Arztbesuchen.

Eine Schilddrüse von 7 ml kann angeblich genau so gut arbeiten wie eine mit den (“normalen”) 70 bis 90 ml. Mit ein bisschen Glück, klar. Hashimoto als Autoimmunerkrankung ist unheilbar, aber anscheinend gibt es Fälle, in denen es verschwand. Also muss es wohl doch nicht unheilbar sein. Ein Arzt sagt, es sei witzlos, wenn ich die Schilddrüsenhormone weiter nehme. Soso. Der andere sagt, es sei durchaus nicht witzlos, sondern wichtig.

Wie immer ist alles sehr verwirrend und wie immer ist es im Krankheitsfall von Vorteil, gesund zu sein - sonst schafft man es kaum, sich dagegen zu stemmen und hartnäckig auf Informationen zu bestehen. Ich bin froh, dass ich in den einschlägigen Foren im Web nicht viel gelesen oder gar mitgeschrieben habe, denn die Szene der “Schilddrüsenkranken” im deutschen Web hat im doppelten Sinne was Ungesundes. Da gibt es ein paar Leutchen, die gar keine Mediziner sind, aber rund um die Uhr alles mit Meinungen und Erfahrungsberichten zudonnern, es wird sich gezofft und Foren werden passwortgeschützt und Teilnehmer gelten als kompetent, nur weil sie präsent sind und so weiter. Steh ich nicht so drauf. Geht schliesslich um mein Leben. Links setze ich keine, denn wer sich interessiert, wird ganz schnell herausfinden können, was ich meine.

Ausserdem haben die meisten dieser Selbsthilfe-Foren so einen unerbittlichen Sog. Ich gehöre zu den Leuten, denen noch nach zwei Jahren die Kopfhaut juckt, wenn sie an eine ungewaschene Person nur denken!, die sie mal im Vorbeigehen gerochen haben, und wenn’s nur in der Fussgängerzone war. Beschreibungen von Zuständen will ich nicht, denn: Ab wann hat man Symptome, weil man sie wirklich hat - und ab wann, weil man gelesen hat, dass man sie haben SOLLTE? Unser Unterbewusstsein spielt uns ja doch so manchen Streich und so habe ich schon vor Monaten das Lesen in diesen Foren sofort wieder aufgegeben und nur gestern nach den Terminen mal wieder hineingeschaut. Ja, einige Leute suchen und finden dort Hilfe. Andere wiederum suchen und finden dort ihren Inhalt, aber nicht in der Heilung, wenn Ihr versteht, was ich meine. Auch krank sein kann eine angenehme Richtung vorgeben, und wenn man sich dann noch “nützlich” macht ...

Hmpf, nicht für mich. Dinge bessern sich mit einer positiven Grundhaltung oft eher als mit ständiger negativer Information. Ich schob mir gestern gereizt zum vierzehnten Mal ein Strähnchen aus der Stirn und stellte dann fest: Momentmal, wieso hab ich denn da eine Strähne? Meine Haare sind lang, glatt und schwer und unerbittlich vom Modell “Spaghetti”, da fallen (ob ich nun will oder nicht) keine kleinen Strähnchen, höchstens mal eine 50 cm lange Strähne. Dachte ich. Aber jetzt sind die Haare nachgewachsen, die ich letztes Jahr bei den Fieberschüben verloren habe
:-)

Ich fuchtelte mir also forschend im Haaransatz herum und schnitt prompt selbst in meine Stirn. Mit einem Fingernagel. Die Krallen sind wieder hart! Das muss ein Verjüngungsprozess sein, denn auch mein Kinn hat sich zu Wort gemeldet und schreit mit der Stimme einer 18jährigen nach kosmetischer Tiefenreinigung, sonst will es pickeln (argh!). Aber das kann es ja haben. Sich cremen, masken, massieren und kosmetisieren lassen klingt sowieso gerade ganz gut. Das mit der Behandlung jugendlicher Problemhaut konnte ich der Dame am Telefon dann auch wieder ausreden. Ehrlich, nur meine Stimme ist 18.

Der Rest ist in einer glücklichen Phase zwischen unbezwingbar und alterslos, forschendem Mädchen und forderndem Rasseweib, Lebensenergie und Gelassenheit. Home, sweet home inside.

# 17. Juli 2001 um 10:00 PM
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Montag, 16. Juli 2001

Nach einigen Tagen Pause ICQ einschalten und ...


Nach einigen Tagen Pause ICQ einschalten und von Nachrichten fast erschlagen werden ... Gnade!

Aber eigentlich will ich nicht klagen ;-) und muss es auch nicht. Irgendwie balanciert man immer alles aus und ich stelle fest, im Laufe der Zeit läuft das Jonglieren mit all diesen beruflichen und privaten Daten immer glatter und stressfreier. Private Projekte hätt’ ich mir ja nicht auf den Hals holen müssen. Wenn’s hier nun etwas ruhiger wird, so liegt das daran, dass ich Arzttermine habe - endlich die Kurve wieder gekriegt. Jetzt, wo es mir besser geht (klar, wann sonst? Hmpf). Besser noch: Ich habe jemanden gefunden, die Hashimoto hatte und geheilt ist. Es ist also möglich, obwohl man mir bisher das Gegenteil versicherte.

Heute vor 10 Jahren habe ich Nandi geholt, wenn ich mich richtig erinnere. Seit gestern mittag legt er sich immer so in meine Nähe, dass er eine Pfote auf meine Maushand legen kann. Das hat er noch nie gemacht. Ständig machen diese fetten kleinen Viecher was vollkommen Neues :-) und das hört auch noch 10 Jahren nicht auf. Ha, mir tun heute alle Leute so leid, die keine Katze haben oder mit ihnen nichts anfangen können!

# 16. Juli 2001 um 10:00 PM
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Sonntag, 15. Juli 2001

Was sagen Sie denn zu den Vorwürfen, ...


Was sagen Sie denn zu den Vorwürfen, man müsse exhibitionistisch und selbstdarstellerisch sein, um ein Weblog bzw. Diary zu haben, Frau Heine? Immer die selben fünf Interviewfragen, von jedem. Warum eigentlich?

Was ich dazu sage? Dieser Vorwurf böser Selbstdarstellung erinnert mich an vorwurfsvoll erhobene Zeigefinger, an hastiges Zurechtstutzen eines jeden, der aus der Menge ragt. Es schwingt ein selbsternannt-erziehungsberechtiges Gesabbel mit, die urdeutsche Gartenzwergmentalität der inneren Einmischung: Was Unserer Hoheit von der beschränkten Sichtweise missfällt, das darf nun mal nicht sein. Das könnte ich dazu sagen (und hab ich diesmal übrigens auch). Irgendwie hat es ja auch was mit Neid oder mit einer eigenen Betroffenheit zu tun, wenn andere es nicht ertragen, Leute einfach leben zu lassen, wie auch immer sie sind - sogar wenn das Auffälligkeiten beinhaltet (dazu sag ich weiter unten noch was).

Oder: Sich nach Spiessern zu richten, ist Zeitverschwendung. Oder: Mein aufrichtiges Beileid all denen, die zum Lesen gezwungen werden, mit vorgehaltener Waffe vermutlich
;-)

Mir ist am Wochenende wieder mal klargeworden, dass man in manchen Situationen am besten einen Disclaimer auf dem T-Shirt tragen sollte. In etwa mit dem Spruch “du fragst nach meiner Meinung, ich sage sie dir. aber das heisst nicht, dass ich dann von dir erwarte, sie kritiklos zu übernehmen”. Je nachdem, wie empfindlich jemand auf ein Thema anspricht, sollte man vielleicht die Frage nach der Meinung mit einem höflichen “Möchtest du nicht lieber stattdessen noch ein Glas Wasser?” beantworten. Dabei war es wieder mal ganz harmlos. Eine tolle und sehr kompetente und beruflich erfolgreiche Powerfrau meinte, wenn sie in so eine Lage käme (wie ich: Nicht mehr im Hauptjob arbeiten können und sich neu orientieren müssen), würde ihre Wohnung zwangsversteigert und ihr Leben sei hinüber. Ich habe widersprochen: Jemand mit soviel Wissen und Energie würde doch nicht untergehen, sondern sich neu orientieren, etwas Eigenes beginnen, weiterschwimmen! Nein nein, das sei nicht so, dann sei es vorbei.

Dummerle das ich bin, missverstand ich diese Aussage als mangelndes Selbstvertrauen und schlug potenzielle Wege und Möglichkeiten für Neuorientierungen in diesem gar nicht eingetretenen Fall vor, bekräftigte mehrmals meine Meinung, dass sie unwahrscheinlich viel auf dem Kasten habe in jeder Beziehung und solche Existenzängste nicht haben müsse. Nein. Es sei dann vorbei und man ginge dann in Rente.

Ein Teil von mir will einfach nicht begreifen, dass so ein Schicksal nicht als schlimm, sondern als geil erstrebenswert empfunden wird. Ein Teil von mir will beruhigen und stützen, wo es gar nicht erwünscht ist, weil gar keine Kraft nötig ist. Ein Teil von mir hat von mir kräftig eins auf die Fresse bekommen und wird sich nie mehr einmischen ;-) und glücklicher Weise habe ich das schon VOR Samstagabend beschlossen und so gab es nicht mal Zoff. Nur eine unangenehme kleine Gesprächspause, weil ich nicht zustimmte, sondern schwieg (denn ich weiß, das ‘berufliche’ Leben ist so schnell nicht vorbei - wenn man nicht will). Aber die war ganz ganz ganz kurz. Denn ganz ehrlich, für mich ist es nicht so wichtig, ob einer gesund in Rente geht oder nicht und das geht mich auch nichts an. Aber ich hatte da bisher immer ein Problem gesehen, wo es gar keins gab - und ich bin nun mal ein problemlösungsorientierter Mensch *g* Da kann ich nun wieder nicht aus meiner Haut, für mich sind Probleme etwas, das man konstruktiv angeht. Nur muss es dafür welche geben, und ich habe völlig übersehen, dass das nicht so war.

Das ganze letzte Jahr über war ich viel zu nah an dem Überlebensthema dran, nur dass es bei mir wirklich um die Existenz ging. Es wundert mich also im Nachhinein nicht, dass ich meine Sicht der Dinge nicht von diesem Thema lösen konnte: Man hat zwangsläufig eben manchmal das Gefühl, manche als eher unwürdig empfundene Leute “mitzuernähren” und ich schleppe wie einen Bleischuh auch immer so ein schwammig undefiniertes Verantwortungsgefühl (“wenn das alle machen, zerreisst das soziale Netz, also mache ICH es schon mal sowieso nicht”) mit mir herum. Aber jetzt kann ich dazu schweigen und muss mich nicht mal dazu zwingen. Sollen doch alle machen, was sie wollen. Tue ich ja auch.

So hat sich ein angeekeltes Würgegefühl aus meinem Hals gelöst und ich habe dadurch wieder ein großes Stück Freiheit dazu bekommen. Wenn sich das Älterwerden mit solch grandioser Gelassenheit paart, dann nehme ich noch eine Tasse davon. Mit Sahne, bitte.

# 15. Juli 2001 um 10:00 PM
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Samstag, 14. Juli 2001

04.30 Uhr - Ungefähr acht Stunden an ...


04.30 Uhr - Ungefähr acht Stunden an einem Wellen-
brecher-Projekt gearbeitet und endlich Land in Sicht.

Wenig Lust auf Web. Ganz bleibt es mir ja nicht erspart, aber wenn ich durch dieses Projekt bin, meine Urgent Nearly Exploding Liste durch bin, den Mailberg abgebaut habe, eine andere Sache fertig gestellt habe und dann noch Lust habe, hier hinein zu schreiben, dann ... tue ich das wahrscheinlich. Aber ich glaub’s nicht. Gute Nacht, einen schönen Sonntag.

Ach ja, und Harlequin hat Geburtstag. Happy Birthday! Ich werde es nienienie schaffen, mir alle Geburtstage zu merken ... diesmal hab ich Glück gehabt :-)

# 14. Juli 2001 um 10:00 PM
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