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Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

So viele von euch haben uns geholfen, das vergessen wir nicht.

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Montag, 30. Juli 2001

“Those who dance appear insane to those ...

“Those who dance appear insane to those who cannot hear the music.”
Mark Kleiman

Ne, ich hab nicht gesagt, dass ich in Urlaub fahre. Keine Notwendigkeit, mich zu verabschieden :-) ich bin hier. Mir ist auch warm. Aber nicht sehr, es ist mehr so, dass es mich knatschig macht zu wissen: Draussen wäre es zu warm für Unternehmungen.

Aber ok, so schreib ich halt im Juli 2001 noch einen letzten Eintrag. Mails lese ich weiter, ich surfe auch herum ... Kein Urlaub, keine Krankheit, kein Durchhänger, nur der Entschluss, im August den Mut zur Lücke (hier, schriftlich) zu haben und hoffentlich besser und länger laufen zu können, indem ich bewusst mehr unterwegs bin. Also:

Sometimes a cigar is just a cigar.
Sigmund (Freud)
;-)

Der einzige Grund, warum ich das hier überhaupt geschrieben habe, ist die liebe süsse ZUSÄTZLICHE Mail-Lawine, die losrollt, sobald ich zwei Tage pausiere. Dann verbringe ich wesentlich mehr Zeit mit Declarations of Independence, Health and Survival als ich im Gegenzug einspare, wenn ich hier einfach tippsele.

In the year I was born they said: “By the year 2000, housewives will probably have a robot ‘maid’, shaped like a box with one large eye on the top, several arms and hands, and long narrow pads on the side for moving about. In a 1967 speech to the Women’s National Democratic Club, Nobel laureate Glenn Seaborg, then head of the U.S. Atomic Energy Commission, spoke of the box-shaped, multi-armed robot that would be programmed for the specific needs of the housewife. The mechanical maids of 2000 would be capable of simultaneously sweeping, vacuuming, dusting, washing “and picking up your husband’s clothing,” he said.” (New York Times, 1966)

# 30. Juli 2001 um 10:00 PM
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Sonntag, 29. Juli 2001

Wir hatten ein wunderbares Wochenende mit nettem ...


Wir hatten ein wunderbares Wochenende mit nettem Besuch und man ist doch immer ein bisschen traurig, wenn die Zeit so schnell verfliegt.

Es läuft auf einen Halburlaub vom Netz hinaus, dieses Wetter. Gut auszuhalten ist es eigentlich, wenn man ein kühles Häuschen mit Gartenblick hat, sogar bei der Arbeit. Aber: Die halbe Stunde morgens und die Stunde abends, die ich mit Schreiben oder Surfen verbringe, kann man besser in frische Luft investieren, weil man sich sonst bei der Hitze zu wenig bewegt. Pausieren oder Pausen ankündigen, naja, wozu. Ihr werdet es schon von selbst merken, wenn hier zwischendurch immer mal wieder ein paar Tage lang keine Updates zu finden sind :-) Der August bietet sich dafür an, das wird wohl niemand abstreiten, der in einem Büro zerfliesst oder in einem saunaähnlichen Raum vor sich hin schmilzt. Schön warm ist es ja doch angeblich auch noch ein paar Tage, also, Ihr wisst Bescheid. Nicht nötig, per Mail nachzufragen, wo ich stecke *g*

Arrogante Männer sind so unsexy wie konsequent ungewaschene Tennissocken mit hohem Polyesteranteil bei 38 Grad im Schatten und auch ebenso langweilig zu lesen (obwohl sie das zweifellos anders sehen, ist doch natürlich niemand da, der ihnen den Kopf zurechtschieben könnte). Ist es nicht wunderbar, dass wegklicken oder löschen reicht? :-)

Es war einmal vor langer, langer Netzzeit, da schwamm in einem alten grauen Forum ein Wal namens Tom. Tomderwal. Ist es schon 7 Jahre her? Nun hat Ingo Mack ein Blogg, obwohl ich es eher einen literarischen Notizblock nennen würde.

Aus einer Ebay-Auktion: “Als echter und wahrer Schuhfetischist, der eine absolute Vorliebe für chice und edle Damenschuhe und Stiefel und Schuhgröße 44/45 hat, habe ich sehr vieles und auch sehr viele Hilfsmittel ausprobiert (und genauso viele Schuhe und Stiefel aller Arten und Größen), bis ich auch in die schönsten - und auch kleinsten - Schuhe/Stiefel hineingekommen bin und diese dann auch öfters Anziehen und Tragen schön geweitet habe, so daß mir alle diese Modelle mittlerweile schon relativ gut passen. Jetzt gibt es auch kein Heruntertreten von Fersen oder ähnliche unansehnliche Dinge mehr, sondern ein sauberes, dafür aber auch anstrengendes - Anziehen, Tragen und Weiten der Schuhe/Stiefel. Mit meiner Größe 44/45 habe ich bequeme 38er Stiefel und Sportschuhe sowie Buffalos bis Größe 36 angezogen und diese nunmehr auch schon schön tragbar gemacht.” (noch lange nicht zu Ende, denn dieser Mann verkauft wohl Schuhpartys, auf denen man lernt, riesige Quadratlatschen in winzige Schuhe zu quetschen. Autsch.)

# 29. Juli 2001 um 10:00 PM
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Donnerstag, 26. Juli 2001

Böse starrt Word mich an, böse starre ...


Böse starrt Word mich an, böse starre ich zurück. Eben haben wir gestritten und ich habe 7.000 Zeichen einfach wieder gelöscht. Eigentlich ist es nicht lustig (und es kann wahrscheinlich auch nicht schaden, nachts mehr als eine Stunde zu schlafen), aber ich lache doch. Andere haben eine Schreibblockade, ich habe eine kleine originalgetreue Nachbildung der chinesischen Mauer im Kopf und die Buchstaben tanzen spöttelnd darauf herum.

Wenn ich mich vorbeuge, um sie einzufangen, sterben sie wie Schmetterlinge. Sehe ich ihnen nur zu, machen sie unanständige Dinge. Das Fachbuch ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden und ich sollte besorgt sein, aber ich bin froh. Zuviel Sommer für schon wieder soviel Fach im Buch. Man könnte mal wieder ein echtes schreiben. Irgendwann.

Das Finanzamt war gemein zu mir und wenn ich Publikum hätte, ich würde dekorativ schmollen. Das war mein Geld! Irgendwie. Ich wusste ja, dass die Steuern kommen, aber ich hätte lieber nicht mitgespielt. Wie sagte der Assistent meiner Steuerberaterin doch so verständnisvoll, alle Kreativen sind schlechte Buchhalter und umgekehrt.

Die Liebe meines Lebens hat meinen kleinen dicken Diesel ein bisschen angetrümmert. Eine Kuhtasse hat einen Sprung und ich bin froh, dass ich von dem Wahnwitz besessen war, ich müsste mehrere haben. Wenn Kätzchen rülpsen, so bringt das sicher Glück. Morgen kommt Besuch. Hamburg ruft - mit vielen Stimmen. Berlin auch. Und München erst. München kommt aber erst hier hin :-)

Irgendeinen Link sollte ich noch quer hier reinbloggern, hm? Schon aus Prinzip. Intimitätsprinzip. Kann man die klassischen Charaktere aus der ancient cyberculture auch auf Weblogger übertragen?

# 26. Juli 2001 um 10:00 PM
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Mittwoch, 25. Juli 2001

Gestern düste ich durch den dämlichen Walmart ...


Gestern düste ich durch den dämlichen Walmart (düdeldidedüüüü - listen to WALMART RADIO!) und grub mich quer durch einen Berg Salatköpfe und Paprika, um die frischesten zu ergattern, drückte zärtlich ein paar Melonen und freundete mich mit verschiedenen Sorten Nutella-Ersatz an, Snickers-Spread zum Beispiel.

Walmart Radio tönte so vor sich hin, die Gänge waren leer und ich sang leise mit
”... Four a.m. in the morning
Carried away by a moonlight shadow ...”

und hatte ein mittelschweres 80er Flashback. Bog um die Ecke und stellte fest, dass ich wohl doch nicht so ganz alleine im Walmart war. Hätte peinlich werden können, das Gesinge. Wenn der andere nicht in seinen 3TageBart gebrummt hätte
” ....I watched your vision forming
Carried away by a moonlight shadow ....”

Er hatte die Augen zu und hat mich nicht gesehen (aber gehört, denke ich ...) und ich bin froh, werde ich doch nicht alleine in freundlicher Betreuung in gekachelter Umgebung landen - wenn jemandem mal auffallen sollte, dass Generationen von Musikerblut meiner Familie sich bei mir etwas ungewöhnlich bemerkbar machen.

Ja. Wären die letzten Jahre gesundheitlich nicht so schwierig gewesen, ich hätte es gar nicht bemerkt, wie wunderschön ein brühheisser Tag doch ist. Der Mensch ist ein Tier, dem es erst so richtig dreckig gehen muss, damit er merkt, wie schön das Leben (danach) ist. Ich bin dankbar dafür, dass mein Leben so brockenweise schwierig verlaufen ist und verläuft, wie es ist. Nicht nur, weil ich beobachten kann, wie viele andere Leute mit Mitte 30 entsetzt um sich schauen und ein “war das schon alles” zu verhüten versuchen. Sondern weil es am Ende doch alles gut und richtig war und ist. Man lernt, man wächst. Nicht jeder, OK :-) manche bleiben stehen. Aber ich merke schon sehr an mir und für mich, dass viele Dinge sich verändert haben, gewachsen sind und jetzt passen wie ein Bademantel aus alter mitternachtsblauer Seide. Habe so meine Zweifel, ob das auch so wäre, wenn alles bilderbuch-ebenmässig, gesponsort und getätschelbehütet verlaufen wäre.

Und dann sind da noch die kleinen Dinge. Wenn ich feststelle, dass mein Laptopmodemkabel fürsorglich mit einer meiner Haarspangen aus dem Weg geklammert wurde. Wer kennt noch diese kleinen “Liebe ist ...” Comics?
Liebe ist ... einen Hub kaufen, wenn beide wissen, wovon sie reden. Auch Herr Rossi und Zirbella suchen das Glück. (Was mir zu Melonen des Lebens eingefallen ist, kann man sich eigentlich auch denken, obwohl weder Anna noch Zirbel diese vollbrüstige Assoziation hatten, das ist offensichtlich.) Und finden es, so wie man Glück immer findet: Hier und da und mit offenen Augen. Im Regal. Im Garten, in der rechten oder der linken Hand. Nicht als Zustand, aber als Geschenk.

Und da ist er wieder, der kleine Schelm, der über meine Finger huscht und mir durch die Haare wirbelt: Alles ist wunderbar zur Zeit, keine nennenswerten Probleme, Gesundheit wird besser ... um was kümmer ich mich denn nun? Was mag ich mir nun vornehmen, was erreichen? Stehenbleiben kann man nicht, das steht fest.

Ein paar Ideen hab ich schon. Allerdings finde ich es bei diesem Wetter sehr schwierig, auch sachliche Gedanken zu haben. Und verraten wird sowieso nichts, gell? :-)

Nachtrag aus der Rubrik “ich schmeiss mich in die Ecke”: Dass ich ganz oben im Text geschrieben habe, ich würde Melonen im Supermarkt befingern haben, entsprang bereits meinen Tasten, bevor ich die Melonen des Lebens Bei ZirbelAnna fand und entsprechende Assoziationen hatte. So kann man sich natürlich auch vergnügen (also mit haltlosem Kichern über geschriebene Zufälle, nicht mit Melonendrücken, obwohl auch das sicher nett sein kann).
Ts. LOL! :-)

# 25. Juli 2001 um 10:00 PM
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Dienstag, 24. Juli 2001

Morgens um 7 Uhr 8 Minuten. “Guten ...

Morgens um 7 Uhr 8 Minuten.

“Guten Morgen, möchtest Du Kaffee?”
“Hmmpf?” (Was will sie von mir - ich stehe doch erst um 7 Uhr 15 auf, was weckt sie mich Stunden früher???)
“Ob du KAFFEE möchtest. Im Bett.”
“Hmmmmpdf.” (Ja. Glaub schon.)
raschel klapper flopflopfloppp
“Da bitte sehr. Die Tasse ist nicht so voll.” (dann muss er nicht so aufpassen)
“Hnmfpdnke.”
“Alles in Ordnung bei dir?” (er sieht aus wie ein Unfallauto)
“Hmmpf.” (Hat sie was gesagt?)
” ...” (da sitzt er nun und hält den Kaffee fest.)
” ... ” (sucht seine Brille und fragt sich immer noch, warum man so früh am Tag mit ihm reden will).
Pah. Ich hab’s natürlich nur gut gemeint *g*

So unerquicklich das für die Morgenmuffel in meiner direkten Umlaufbahn auch sein mag (hallo Nandi, hallo Oliver), ich hätte nichts dagegen, wieder in den alten Energymodus umzusteigen. Nicht erschrecken, aber ich fahre seit anderthalb Jahren höchstens auf halber Kraft. Fuhr. Hehe.

* * *

Gefährliches Pflaster. Kann es nicht mehr ertragen, diese ganzen “literarischen” schwarzgrundigen Websites mit WortgewALTigen Literatortellini-verdrehenden monströs mutierten TÄXTge*bild’en. Sind ja auch unerträglich. Achtundvierzig Seiten lange Intros zum Durchklicken über HTML-Seiten, auf denen einzelne Textbröckchen in ihrer hilflos anmassenden Anordnung irgendwas ausdrücken sollen. Zusammengewurstete Wörter, denen man anmerkt, mit welcher Erbittertheit ihre Leichen zu KUNST zusammengequetscht wurden. Massive Drohung: Lyrik.

oh weh mir.
kopfangreifendesmagenstülpendwürgreizgebendes
Künstler-Inneres
nun weiche schnell.
von mir.
bah.
(und mailmichnicht)
nach Diktat verreist

Ksch ksch. Will ich nicht haben, kann ich nicht lesen, muss ich nicht auch noch loben. Und mehr als Lob dürfte man ohnehin nicht geben, richtig? Aber wenn ich sowas gemailt kriege und es geht Seiten um Seiten um Seiten obendrein auch noch um arme sexuell gequälte Kinderseelen (denn das ist bekanntlich ein echt dankbares und vom Publikum umjubeltes Thema), dann kann ich beim besten Willen nicht loben, sondern höchstens spucken. Und das will ja wieder keiner wissen.

Zum Thema Spucken dann noch einen Link: Die schönsten Kotzgefässe der Kate (Moss - hauptberufliches Dörrhuhn). Und noch’n Link, mit Donald Sutherland Rating System: “Regrettably, a weblog is not a small furry creature that inhabits brothels in the wintertime.” Von blogyou.com.

# 24. Juli 2001 um 10:00 PM
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