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Dienstag, 26. Juni 2001

Film auf arte. Im Original, danke dafür. ...


Film auf arte. Im Original, danke dafür. Eine Geschichte über eine Gruppe kleinwüchsiger Menschen, die so sind wie eigentlich alle. Und ich bleibe zurück mit einem harten dicken Klumpen Wut und Tränen im Hals, weil Liesbeth nicht mit auf die Schulfahrt durfte. Die junge Frau selbst hat es beinahe beiläufig erzählt in dem Film: Die Lehrerin hat zuhause angerufen und gemeint, das wäre alles mit zuviel Umständen verbunden. Wo Liesbeth doch kleinwüchsig ist. Sie ist weder geistig behindert und braucht Betreuung noch ist sie in der Bewegungsfähigkeit überdurchschnittlich eingeschränkt. Sie ist halt klein, unter ein Meter fünfzig. Und da kommt so eine alte Pissnelke von Lehrerin und macht es sich bequem. “Es passt nicht so gut, diese Schulfahrt mit Liesbeth. Wir nehmen sie nicht mit.” Weil ... sich auch noch um jemanden mit kurzen Beinen kümmern zu müssen, das nervt ja. Kein Drama, kein Mord, kein Verbrechen. Nur der ganz normale Wahnsinn.

Suchen. Als könnte man es im Nachhinein ändern, dass sie in 1999 nicht mit nach London durfte. Finden ... auf einer Homepage von Leuten, die wahrscheinlich um achtzehn Ecken mit mir verwandt sind, denn diesen holländischen Nachnamen habe ich auch auf unserem Stammbaum schon gesehen ;-) Das muss also ein Zeichen sein. Gut. Mailen. Niederländisch radebrechen. Schreiben von der Wut auf die Lehrerin, Stärke wünschen. Senden. Danke, Internet. Für diese Möglichkeit, das mit-Fühlen an den richtigen Menschen zu senden und nicht nur an eine desinteressierte Redaktion.

Gut. Da war noch was. Mein lieber Martin hat heute Geburtstag - und Silvia auch.

Happy Birthday!!! ;-)

Es war einmal vor langer, langer Zeit ein verwahrlostes Forum in einem BTX-Dialogsystem, in dem es wisperte und raunte. Piraten, verwunschene Prinzessinnen und herrschsüchtige Frösche trieben sich dort herum ... und die Beiträge warfen seltsame Blasen. Sieben Jahre ist es her, dass ich Calisto online traf, und nicht nur ihn. Schön, dass man im Leben immer auch Freundschaften findet, die den Gezeiten standhalten. Danke, Martin. Du weisst schon wofür.

(Und erinnerst du dich noch daran, wie wir alle zusammen heimlich in das Wohnungsvermittlungsforum gezogen sind und jeder nahm sich eine Wohnung im Osten? Und wir schrieben in die uralten Angebote in den Kommentaren, ungestört von jeder Redaktion? ;-)))

# 26. Juni 2001 um 10:00 PM
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Montag, 25. Juni 2001

Wenn ich meinen organisatorischen Krempel hier wieder ...


Wenn ich meinen organisatorischen Krempel hier wieder im Griff h´ätte ... Die Kontaktlinsen von Linsensuppe.de sind gekommen. Wenn ich daran denke, wie man früher mit den kleinen Dingern aufpassen musste! Halb blind bin ich durch Napoli gestolpert, weil mir die Brille hingefallen war und eine Linse im Abfluss verschwand. Nandi hat mal eine gefressen. Stets im ungünstigsten Moment verlor ich eine Kontaktlinse, und wenn nicht, dann vergass ich, sie regelmässig aufzufrischen. Das ist nun schon lange vorbei, jetzt nimmt man Einweglinsen und irgendwann gewöhne ich mich auch an das Gefühl, mir abends einfach ins Auge zu greifen und das Ding wegzuwerfen. Schöne neue Welt
:-)

Beim Tee habe ich heute morgen danebengegriffen und irgendwas zimtiges / winterliches erwischt. Ich werde nun erst mal Milch schäumen und Kaffee trinken.

# 25. Juni 2001 um 10:00 PM
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Sonntag, 24. Juni 2001

Blöder Montag. Durchfall, viel zu tun. Blärgh. ...


Blöder Montag. Durchfall, viel zu tun. Blärgh. Ich spucke bald auch noch, scheint ein Virus zu sein. Mist verflixter, oder war es zuviel Spargel?

Den Tag steh ich schon irgendwie durch, aber das hier kann ich auch morgen hochladen. Keine Lust auf Besserungswünsche, meinem Kopf geht’s schliesslich gut. Er gehört nur dummer Weise zu einem Körper, den es ständig ins Bad zieht.

Um kurz nach 18 Uhr kam mein liebster Krankenwärter und brachte mir “Imodium Akut”. Nu isses besser. Das Schlimmste ist immer die Furcht, es könnte ein Rückfall in die üblen Fieberschübe vom Winter werden. Noch eine Runde auf dem Karussell möchte ich nicht drehen (müssen). Scheint aber so, als wär es wirklich nur so ein Mini-Darmvirus gewesen. Huaaaah. Mag gar nicht daran denken und auch nicht darüber reden, das merke ich, wenn mich jemand nach Details fragt. So viele Dinge in Kombination darf ein einzelner Mensch nicht haben, das hält nur unnötig auf. Statt ständig eine Bestandsaufnahme zu fahren, denke ich gezielt an die Beschwerden, die wieder abgeheilt sind (obwohl es vorher hiess, die würden mir erhalten bleiben).

# 24. Juni 2001 um 10:00 PM
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Samstag, 23. Juni 2001

Vorgestern oder so wollte ich einen Eintrag ...


Vorgestern oder so wollte ich einen Eintrag aus einem alten Tagebuch fischen und hier einsetzen. Genommen habe ich dann einen aus dem Online-Diary, einen beliebigen Tag aus 2000, der dann auch noch prompt von EGM :-) verlinkt wurde. Nachdem ich ihn mit einem aktuellen überschrieben hatte. Soviel zum Thema Chaos und Zeitverschiebung.

Was ich eigentlich vorgehabt hatte, war ein cooler Griff zu einem der handbeschriebenen Hefte von 1982 bis 1992 (dann hatte ich eine Schreibmaschine *g*) und ein Abtippen eines Beitrags aus einer völlig anderen Zeit meines Lebens. Ich erinnerte mich dunkel an die wachsende Verzweiflung während der Mathe-Stunden und fortlaufende Einträge von 8 Uhr früh bis 13 Uhr früh, in denen jede Minute sich endlos zog und ich mich in ein Paralleluniversum flüchtete. Dort in der anderen Welt sassen personengroße Gummibären, das A-Team und Henriette von Oranjen (eine längst entfleuchte holländische Adelige) mit an den Tischen und zwinkerten mir verständnisvoll zu, wenn ich abwesend auf mathematische Formeln starrte und mich fragte, wie groß der Penis des Referendars wohl sein mochte. Ich war mir sicher, dass ich unglaublich viel geschrieben hatte. Hatte ich auch. Deutlich mehr, als ich noch wusste.

Lange Vorrede, kurzer Sinn: Ich sehe keine Möglichkeit, meine alten Tagebücher unzensiert abzutippen, nicht mal auszugsweise. Zuerst griff ich mir wahllos ein Heft und schlug es frohen Mutes mitten drin auf. Landete auf dem Bericht, wie ich einer mir nicht mehr bekannten Kirsten mit Hilfe eines Haushaltshammers anschaulich demonstriert hatte, wie man einen Penis nun wirklich ergebnisreich anfasst - sie hatte das erste ihre begegnende Exemplar höflich mit zwei Fingerspitzen hin und her geschwenkt und war vom Ergebnis dementsprechend irritiert. Da habe ich noch gelacht. Um zu unverfänglicheren Ergebnissen zu gelangen, öffnete ich dann ein noch älteres Buch und fand eine vierzehnseitige Abhandlung, die mit heisser Liebe zu einem Stefan begann, über Interesse an Alex, Dieter und Reinhard führte und damit endete, dass ich nichts dafür konnte, von Wilfried und Volker nichts zu wollen, da ich jetzt mit Rolf ausgehen würde und mich dabei vermutlich wieder neu in Bernhard verknallen würde. Leider begründete ich meine Vorlieben und Abneigungen sehr detailliert. (“P. sieht ja toll aus, ist aber leider nur 1,85m groß”.) Nichts und niemand auf der Welt wird mich dazu bringen, zuzugeben, wie alt ich bei dem Eintrag war.

Wenn ich mich ohne Hilfe der alten Bücher zurückerinnerte, war ich halt an den Samstagsabenden (und Freitagen, Sonntagen und Mittwochen) hinausgestolpert in die Nachtwelt, hatte mich vorher hübsch gemacht und kam frühmorgens nach Hause. Ich hatte erstens vergessen, dass ich gute 5 Jahre lang ergebnislos mein (damals nicht hohes!) Gewicht senken wollte, mein Körper aber hartnäckig da blieb, wo er war. Von der Schilddrüsensache hatte ich ja nichts gewusst. Zweitens fehlte mir einerseits das ausgeglichene Körpergefühl von heute - ich stakste auf meinen Endlosbeinen wie ein verwirrtes Fohlen durch die Landschaft. Andererseits ging ich zu dem mir vorher nicht persönlich bekannten Mann, für den ich schwärmte, verwirrte ihn gezielt und küsste ihn dann einfach leidenschaftlich drei Minuten lang - um anschliessend die Cinderella zu machen, kurz vor Mitternacht. Verwirrend. Auch für mich.

Von dem Kuss selbst und auch von seinem Gesicht oder ihm ist nichts geblieben ausser der Erinnerung, wie meine Fingernägel sich in sein Hemd gruben und dass ich auf Zehenspitzen stand. Ich erinnere mich noch an das Gefühl, zwischen großen Menschen zu sein. Viele Freundinnen zu haben, die alle über 1,80 m waren und in der Disco in einem Wald von Männerrücken unterzugehen. Von einem Riesen hochgenommen, über die Schulter geworfen und rausgetragen zu werden (während man ihm wütend ins Ohr biss, weil es ein Fremder war, wohlgemerkt). Die Arme um jemanden zu legen, zu dem man nur aufsehen konnte, wenn man den Kopf weit in den Nacken legte - es war nicht so schön. Fast gleich groß zu sein oder 5 cm kleiner ist sehr viel netter
;-)

Aber damals ging es mir leider oft darum, wer denn groß genug war, dass ich verdammt hohe Absätze tragen konnte. Zu meinem Trost und meiner Verteidigung kann ich nur sagen, dass es wirklich seeeeehr lange her ist. Eine furchtbare Handschrift hatte ich. Schrieb meistens in grün. Seufz. Nein. Den Plan, die alten Bücher nach und nach zu digitalisieren, werde ich aufgeben.

# 23. Juni 2001 um 10:00 PM
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Freitag, 22. Juni 2001

Softwareprobleme. Hier sitze ich und möchte das ...


Softwareprobleme. Hier sitze ich und möchte das Programm Morgenfrische starten: Ein Samstag, früh am Morgen. Frische Luft, gute Laune, ein Weidenkörbchen am Arm. Gewaschenes Gesicht, züchtig geflochtenes Haar. Hinaus in die ganz frühe Vielfalt des Wochenmarktes und freundlich aufgeschlossenen Blickes durch die reichhaltige Auswahl der Waren streunen. Rotgebackte Äpfel und frischen Schafskäse kaufen. Glücklich über den Reichtum unserer Welt hier eine Melone belästigen, dort eine Gurke auf Grifffestigkeit (ffff) prüfen und neckisch ein Kirschentomatchen zugesteckt bekommen. Am besten noch in einem blauweißkarierten Kleidchen und mit einer handgeschriebenen Einkaufsliste (nix Notepad). Mit steigender Sonne wachsende Laune und dann einen Korb ökologische Frische und knackiges Gemüse nach Hause tragen, um dann frisches Nussbrot zu durchschneiden und ...

OK, dann muss ich aber aufstehen und duschen und das kotzt mich an.

Die mediterrane Fröhlichkeit in dem Schneiderhäuschen (siehe gestern) ist mir aber auch schon beim ersten Mal aufgefallen, auch wenn mir jetzt schon mehrere Leute geschrieben haben “polnische Menschen sind aber eigentlich eher verschlossen”. Mir scheint, diesen Leuten da geht’s einfach gut. Die haben ihr eigenes Geschäft und obendrein einen netten Treffpunkt und nächstes Mal frag ich einfach, ob ich was verpasst habe ;-) Übrigens habe ich ein sehr nettes Übersetzungsangebot von June bekommen. Danke! (Auf die nächste Mail antworte ich noch! Ich hab mal wieder über 200 nicht bearbeitete.)

Ich werde jetzt diese Zunge schrubben und schälen und mich dann zur nächsten Möglichkeit schleifen, was Essbares einzukaufen. Und euch wünsch ich was. Besonders dem Ritter der Seelenfarben, der mich gestern ausgeschimpft hat, weil mein Telefon so alt ist und der Akku so urlaubsreif. Grmpf. Ehrlich, ich kümmere mich ... irgendwann ... drum. Ansonsten hast du recht, manchmal hakt man manche Sachen am besten telefonisch ab. Das ist nicht so bleibend wie Digidaten, die dann ewig archiviert werden. Hasta la vista und flutsch. Sollte man wahrscheinlich weit öfter machen als schreiben.

# 22. Juni 2001 um 10:00 PM
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