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Sonntag, 10. Juni 2001

Zitat des Tages diesmal von den Lebenden: ...


Zitat des Tages diesmal von den Lebenden: Das Thema Schlankheitsideal ist abgekaut *g* Nein, ist es leider nicht. Es wird nur immer selbstverständlicher, dass Leute hungern, sporteln, verzichten, sich quälen und es als normal empfinden, sich verbessern zu müssen. Furchteinflössend. Die dummen Tussen, die sich klagend die Oberschenkel reiben und sagen “Meine Reiterhosen nehmen mir alle Lebensfreude!” sind leider auch als Fahrer von verkehrstauglichen Kraftfahrzeugen unterwegs. Typen, die bis zu 8 Stunden täglich im Fitnessraum verbringen, damit sie so aussehen, als könnten sie in freier Wildbahn Holz hacken, pflanzen sich fort. Mit besagten Tussen vermutlich. Kein Stück Kuchen auf einer Party ohne Erläuterungen: Eins darf ich ja, und gestern habe ich wegen heute kein Abendbrot gegessen und überhaupt, hat Marie nicht toll mit dieser Kohlsuppendiät abgenommen?

Versteht mich richtig, ich finde knackige, junge, schlanke durchtrainierte Körper auch schöner als schlaffe, ältere, dicke und unsportliche. Aber eben nicht akzeptabler, und da liegt der Unterschied. Wenn ein junges Mädchen während ihrer ganzen Jugend beobachten kann, wie ihre Mutter sich mit Diäten und Krampfsport quält - natürlich ohne am Ende als strahlend schönes Supermodel dazustehen, denn da ist ja noch die Friteuse im Schrank und es wird gutbürgerlich gekocht, wenn der Wahnsinn nicht gerade haushoch gequirlt wird - hat sie doch keine Chance darauf, einfach zu sein. Selbst herauszufinden, ob sie sich mag. Wer da eigentlich ist, wenn nicht ständig daran herumgeformt wird. So eine Mutter missbraucht ihre Verantwortung als Elternteil schwer und gibt eine lebenslange ungesunde Prägung vor.

Wiederholung: Versteht mich richtig. Fit und in Form bleiben ist klasse. Gute Sache. Nicht so schön sind Frauen, die fünf Tage lang nur jeweils einen halben Apfel essen, um sich wegen drei Nacho-Chips am Wochenende nicht wie eine Versagerin zu fühlen. Gar nicht klasse sind 8jährige Mädchen, die schon mal diäten, weil sie es nie anders erlebt haben. Keine gute Sache sind durchschnittlich zwei Jahrzehnte gezielte Mangelernährung, die einen Menschen klapprig, früh alternd und mit geschädigten Organen und Knochen zurücklassen. Aber genau darauf steuern wir zu: Auf schlanke Frühkrüppel als Standard. Von der inneren Verfassung und all dem Unglück mit sich selbst, dem nicht perfekten Menschen, mal ganz zu schweigen.

Und wo wir gerade dabei sind: Es ist UNGLAUBLICH nervtötend, dass ich meinen geliebten Salat mit gegrillter Putenbrust nicht essen kann, ohne dass angenommen wird, ich würde “drauf achten”. Wie diese menschengroßen Vögelchen, die mit langfristig trainierten Augenaufschlägen an den Salatblättchen nur zupfen und die es in der Altersriege von 17 bis ca 34 gibt und die dann schlagartig verschwinden, wer weiß wohin (verhungert?). Salat essen ist wie ein Stigma, als könne man nicht geniessen - dürfe aber stolz auf diese Tatsache sein. Dabei liebe ich Salat. Doch man ist praktisch gezwungen, zusätzlich noch ein Filetsteak zu nehmen und zum Nachtisch ein Carameltörtchen zu essen, verdammt.

# 10. Juni 2001 um 10:00 PM
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Samstag, 09. Juni 2001

Fluch für Feinde: Mögen deine Kinder vor ...


Fluch für Feinde: Mögen deine Kinder vor dir sterben und dein Lebenspartner dich durch die Augen der Nachbarn sehen. Autsch. Das Letztere käme sicherlich nicht bei allen gut. Die unerträgliche Seichtigkeit des Schweins oder “Wussten Sie schon, Frau Meier betrügt ihren Mann” und “das Kind von Klingemeyers muss ja nur Ballett lernen, weil die Alte selbst das nie gekonnt hätte” und so weiter, und so fort. Und irgendwann von der Rolle des unfreiwilligen Beobachters aus glasklar erkennen, dass man selbst nie so werden und nie so leben wird und ab dann für immer ein wenig glücklicher sein im Leben als zuvor.

Neue Leidenschaft: White Cappuccino von Krüger. Statt Kaffeeweißer oder Milch. Na gut, zusätzlich zu Milch, denn meine beiden Milchschäumer sind schon lange gekommen, dank Cafe17.de ohne Verzögerung. Und sie sind sehr fein. Werden heftig genutzt :-) Der Caramelkaffee ist auch nicht übel, allerdings muss man ihn stark brühen, damit er schön ist. Vanille und Cocos haben wir noch nicht probiert.
;-)

Why I blog. Dieser Drang, aufs Heftigste zu analysieren, warum man online schreibt, wird mir ewig so unbegreiflich bleiben wie die Hysterie, sich wenigstens dadurch wichtig zu machen, dass man sich von den anderen abzugrenzen versucht. Let it flow, mannomann. Natürlich sind die Begründungen nicht uninteressant. Aber es ist so überflüssig, sie einzusammeln und sozusagen auszuwerten, damit man nachher beruhigt sagen kann “aha, die anderen haben schlechtere oder dieselben Gründe, also darf ich auch ...” (oder so kommt es mir oft vor).

Schreibt doch einfach. Schreibt, wie euch der Schnabel gewachsen ist. Wenn es keinen anderen interessiert oder nur die engsten Freunde, aber euch gut tut und beim Gedankensortieren und Erinnern hilft, dann ist es doch schon OK. Wenn Ihr Leser habt, dann schaut mal gelegentlich nach, ob die Füsschen noch auf dem Boden sind und ob ihr wirklich noch das schreibt, was euch selbst wiedergibt oder ob ihr bereits größtenteils Effekthascherei treibt. OK, ab wann ein Diary/Log zu wichtig wird, das ist wohl eine persönliche Schmerzgrenze. Wenn ich mir die tägliche Leserschaft bildlich vorstelle und dabei an ein paar Hundert schweigende Menschen auf einem Fleck denke, wird mir höchstens mulmig und nicht freudig. Klar, wenn die Zahl dann unter eine bestimmte Grenze sinkt, bin ich auch wieder nicht zufrieden *g* es ist halt ein verlockendes Spielchen.

# 09. Juni 2001 um 10:00 PM
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Freitag, 08. Juni 2001

Happy Birthday, Mel! Und gute Besserung für ...


Happy Birthday, Mel! Und gute Besserung für Baby inside. Kleiner Trost: Man sagt, dass größere Übelkeit bei Mädchen auftritt. Das hilft dir beim Spucken nicht weiter, ok ....

Generationenkonflikt: Olivers Mutter, die während unserer Abwesenheit für ein paar Tage in diesem Häuschen wohnen will. Nur. Über. Meine. Große. Schwere. Leiche. Seufz.

Vielleicht stelle ich mich auch nur an, aber das tue ich mit Leidenschaft. Meine Ohren legen sich im Alien-Winkel an, wenn in einem Gespräch konsequent über mich drübergelabert wird und auch wenn mein höfliches Lächeln langsam und nur unmerklich anfriert, so möchte ich das doch nicht mit Sätzen wie “oh wie schön, wir wollten schon immer eine renovierte Küche / eine neue Organisation / andere Innenarchitektur” ausprobieren müssen und ich kenne meine Pappenheimer. Die es entsetzlich gut meinen. Immer.

Das hört sich jetzt an, als würde ich sie nicht mögen. So ist das aber nicht. Ich mag sie sogar sehr. Aber ich mag auch unsere Hardware und die Ordnung und sogar die fehlende Ordnung und meine Intimsphäre und ausserdem suchen wir selbst einige Dinge schon seit Monaten und ich möchte ... dabei sein, wenn sie auftauchen und ich möchte selbst bügeln und ja, ich habe schon ein Trauma. Und nein, es ist kein erdachtes. Sondern ein schon vor Jahren sorgfältig erworbenes. So. Ha! Neinein, ich werde mich nicht aufregen. Nicht mal ansatzweise und schon gar nicht jetzt. Oooommmmmmm.

# 08. Juni 2001 um 10:00 PM
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(2)Zirbel hat mich auf die Bloggerparty eingeladen ...

(2)
Zirbel hat mich auf die Bloggerparty eingeladen und wieder sass ich vor dem Puppenmacher und ärgerte mich über die mangelnde Vielfalt an Körperformen. Bitte schön, was soll ich mit einem Standardmännchen? Ich habe hart daran gearbeitet, gut damit klarzukommen, aufgrund von Höhe und Breite ständig aufzufallen. Mehr Platz einzunehmen. Zu modeln und dabei mehr als nur ein Freak auf dem Laufsteg zu sein. Keine Abstriche zu machen, gegen Diskriminierung anzugehen. Gewichtig zu sein, auch wenn mir zaghaft zumute wäre. Und nun soll ich ein Avatarchen nehmen, als wäre ich ein Einheitsmensch? Nein! Das ist wie mit den Toilettenschild-Figuren. Da musste ich mir die mollige Dame auch selbst erstellen.


Ich habe der virtuellen Minilady ein Speckbäuchlein, schwellende Ärmchen und anständige Titten (was es nicht alles gibt ... anständige Titten. Gefaellt mir. Ist die Domain noch frei?) gemacht. Auch wenn es nicht arg sichtbar ist, es musste doch sein.

Warum ich immer so darauf herumreite, dass ich viel wiege? Weil es in dieser diskriminierenden und vorurteilsbehafteten Welt verdammt wichtig ist, dass es auch Menschen gibt, die einfach schwer sind, ohne

Viele Leute werden immer schwerer und nicht jeder kann es ändern. Klar, ich könnte jeden Tag vier Stunden Sport treiben und dabei konsequent hungern und wäre schlanker (nie schlank, da sei meine Schilddrüse vor). Bloss dass ich aufgrund des Unfalls derzeit eben keinen Sport treiben kann und nicht vorhabe, meinem Körper auch noch einen künstlichen Mangel zuzuführen. Dauerdiätende Frauen sehen schon in jungen Jahren so dermassen scheisse aus in Großaufnahme ... ob das nun an der Haut liegt oder an der Einstellung, ich werd’s nicht testen, ok? ;-)

Ich esse auch gerne und koche teuflisch gut. Mal abgesehen davon hat es nicht nur Nachteile, zuviel zu wiegen. Im Gegensatz zu so manchem Stummel musste ich noch nie eine Show abziehen, um wahr genommen zu werden. Man erinnert sich an mich, selten vergisst jemand meinen Namen. Die allerblödesten Anmachen für Frauen kommen von Primaten, und Primaten leben in Ballermannwelt, wo Dumm-Jane sich von Tarzan anäffen lässt und innere Werte mit Silikonkissen gleichzusetzen sind. Also keine Primaten, was sehr erholsam ist. Wenn du gut angezogen bist, hast du gleich die vierfachen Pluspunkte dafür zu erwarten wie eine normal gebaute Frau, bei der das ja keine Kunst wäre (aber trotzdem selten vorkommt). Meine Haut ist sehr schön, sehr weich und weiß. Falten haben keine Chance, frühzeitig einzusinken. Und so weiter. Es gibt noch einige Vorteile, aber die gehören hier nicht hin und ich habe nicht vor, hier den Eindruck zu erwecken, ich würde mir hier krampfhaft etwas schönreden.

Alles, aber auch wirklich alles hat Vor- und Nachteile. Man muss sich nehmen, wie man ist. Und wenn man Dinge nicht ändern kann, sollte man nicht ständig mit der Nase in den Nachteilen stecken. Basta.

# 08. Juni 2001 um 10:00 PM
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Mittwoch, 06. Juni 2001

feeling feline

feeling feline

Die Nacht ist hell und fleissig. Der Mann im Nebenzimmer wach. Ich auch. Das ist gut, denn so werde ich es morgen / heute früh nicht hören, wenn er schnarcht. Wenn ich es hören sollte, werde ich ihm die Nase zuhalten oder ihn verlassen müssen. Es muss eine beginnende Sommererkältung sein, sonst schnorchschnabelt er nicht so ...

Wir sind nicht verrückt geworden oder so überlastet, dass nachts gearbeitet werden muss. Oliver hat Urlaub. Und fällt sofort in seinen natürlichen Rhythmus *g*

Ich bestehe darauf, dass man auch mit einer Kamera für 99 DM viel Spass haben und machen kann! Sogar mehr, weil man nicht so aufpassen muss und weil sie klein, schnell und leicht klickt. Peppermint findet das nicht, aber die wird nicht gefragt.

Den Film hat Oliver gemacht. Bin beschäftigt gewesen mit der Druckfahnenkorrektur für dieses Buch. Exklusives Hobby, diese Fachbuchschreiberei. Die niedlichen Cartoons im Layout haben mich wieder ein bisschen versöhnt, der gesamte Durchlauf mit Lektorat und Korrektur kann schon gut nerven. Ist aber nötig, jaja. Weiß ich.

Der Mond ist ganz versöhnlich, wenn man gar nicht erst zu schlafen versucht. Probeweise strecke ich die Krallen, der Blick auf die Uhr enthüllt, dass ich seit vier Stunden müde wäre. Wenn. Das Wörtchen. Wenn nicht wär.

Beim Durcharbeiten der Druckfahnen ist mir wieder eingefallen, wen ich alles interviewt habe für das Chatbuch. Hihi.

Um die Ecke kommt ein verstrubbelter Mann und verlangt, nun schlafen zu dürfen. Sowas. Vorher wird noch die Katze geknipst, die sich eine Hochsitzhöhle im Bett zurechtgezupft hat. Wenn ihm jetzt beim Zurücklaufen ins Wohnzimmer noch mal der Server ins Auge fällt, habe ich noch Aufschub ... Nein. Diesmal nicht. Einen schönen Morgen wünsch ich euch
;-))

I do not exaggerate the possibilities of this invention when I state my belief that there will be a telephone in every major town of America.
Alexander Graham Bell, 1875

# 06. Juni 2001 um 10:00 PM
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