Moving-Target.de

Dies ist ein privates Blog und dies istdie vermaledeite Datenschutzerklärung.

Navigation

Aktuell | Rubriken | Archiv seit 1996

Blogosphärisches | Blogroll | Über ...

Aktuellste Einträge:



Letzte Kommentare:

Linn in Von Arschlöchern lernen: War das auf Facebook? Als ich den Anfang des Artikels las, wollte ich auch auf jeden Fall ...

Britta in Norwegen in Der vierte Wunsch: Vielen lieben Dank für die letzten Einträge - und den Elfen. Hmpf, ich weiß nicht wie ich es ...

Graugrüngelb in Es gibt da einen Haken. Jetzt.: Das ist ja ‘ne nette Idee. Ich fahre ja in den urlaub immer mit diesen Handtuchhaken, die man über ...

Thomas Arbs in Mittwochs im Düsseldorf: Das ist phantastisch. Es ist schwer zu schlucken, aber es soll ja auch nicht leicht sein. ...

melody in Mittwochs im Düsseldorf: (Ich weiß, dass der liebe echte Löwenherz gegen Muslime in den Krieg gezogen ist, aber die ...

Kontakt

Impressum

Datenschutzerklärung

powered by ExpressionEngine








Donnerstag, 14. Juni 2001

(2)  Ich fürchte mich so vor ...

Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort.
Sie sprechen alles so deutlich aus:
Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus,
und hier ist Beginn und das Ende ist dort.
Das Gedicht meinte ich, Zirbel. Es wird gewiss keine Gewohnheit von mir werden, Rilke zu zitieren. Ich habe nur keine Lust, etwas irgendwo anders hinzuwerfen ins Web, wenn es meiner Stimmung entspricht. Obendrein meine ich nicht die Dummbatzmails von gestern, sondern ich bin einfach nur sehr müde und nehme mir frei von all diesen in Wahrheit so nutzlosen Dingen.

Viele nette und am Ende doch sehr einseitige Unterhaltungen zerfallen schnell zu virtuellem Staub. Wie unglaublich unbequem von mir, dass es mir auch mal schlecht geht. Wo ich doch für andere Menschen um so vieles praktischer bin, wenn ich schmerzfrei bin und eisern gute Laune habe. Aber gut. Ich bin nur Ascii und nicht mal ein Gedicht.

Und jetzt formatiere ich mein Kopfkissen neu.

# 14. Juni 2001 um 10:00 PM
heartbeat • 0x FeedbackDrucken





Mittwoch, 13. Juni 2001

Tribut zahlen an den StumpfsinnUm weder Neider ...

Tribut zahlen an den Stumpfsinn


Um weder Neider noch Vegetarier noch Neider noch selbstgerechte Empörer auf den Plan zu rufen, hätte mein Eintrag von gestern eher so aussehen bzw. mit folgenden Ergänzungen versehen sein müssen:



  1. Summer in the city and a little car full of music (and Melody)
    Muss das zugeben: Obwohl ich ein berufstätiger Mensch bin und Steuern zahle, war ich tagsüber unterwegs, als die Sonne schien. Ich kann mich nur untertänigst dafür entschuldigen, dass ich ein Auto habe und die Umwelt verpeste, doch ich kann nicht laufen bzw. nicht gut und so geniesse ich sogar die wenigen Momente, in denen ich ganz normal einkaufen kann. Hier kann ich nur eidesstattlich versichern, dass die von mir gewählte Musik keinesfalls andere Verkehrsteilnehmer oder meine eigene Aufmerksamkeit beeinträchtigte.


  2. “Journal für die Frau” mit kostenloser Buchwerbung
    Jeder kann ein Book on Demand herausgeben, wirklich jeder Idiot - auch ich. So ist es keine große Leistung, ein weiteres Buch auf der Publikationsliste zu haben, und die anderen sind sowieso fast alles bloss Fachbücher, keine Literatur. Es ist ein großes, überirdisches Glück und ich habe mindestens 3 Minuten gejubeljauchzt, wenn man mit einem Book on Demand in den Medien erwähnt wird. Jubeljauchz, hurra, hüpf, heissa. Keinesfalls wollte ich andeuten, dass das nur ein schöner Punkt von vielen an einem langen Tag war. Es war sicherlich der bedeutendste und größte Meilenstein meines jungen Lebens, unübertrefflich, und ich werde mir direkt hier vor dem Fenster ein Marmordenkmal errichten lassen, auf dem steht “Journal für die Frau, 13. Juni 2001”. Alles wird gut.


  3. keine Seide bei der Schneiderin und mich selbst losschicken in die größere Stadt, welche besorgen

    Schneiderinnen müssen auch Geld verdienen und wenn es Klamotten nicht im Laden/Katalog gibt, spricht nichts dagegen, sich etwas zu entwerfen und nähen zu lassen. Es ist preiswerter als ein Fertigkauf und kreativer ist es allemal und hey, wenn der nächste Knopf abgeht, dann wirf die Hose mal nicht weg. Sondern bring sie zur Änderungsschneiderei und *schwupps* hast du auch “eine Schneiderin” ....


  4. in die Stadt und drumherum, fünfmal die Hacken aneinandergeklappt, Läden und Lokalitäten gewechselt und doch immer einen Parkplatz
    Einen bezahlten Parkplatz, und meine Gebühren tragen brav zur Instanderhaltung von Parkmöglichkeiten bei. Was die Umweltverschmutzung mit dem Auto angeht: Die öffentlichen Verkehrsmittel fahren mindestens einen der Orte nicht an, zwischen denen ich gewechselt habe.


  5. dicke schwere Seide aussuchen dürfen, hach ...
    Schuldig. Polyester tut es halt nicht.


  6. Kluge Gespräche über Knöpfe führen. Knöpfe auch kaufen, wider besseres Wissen
    Von Menschen mit andersartigen Interessen lernen, kann nicht schaden. Erweitert auch den Horizont, völlig andere Lebenswege zu sehen: Ein Leben lang alle Klamotten selbst nähen, zum Beispiel. Die Knöpfe schon mal zu kaufen hat “meiner” Schneiderin übrigens Arbeit abgenommen.


  7. Zum zweiten Mal in diesem Jahr gefragt werden, wo ich meine Handtasche gekauft habe und dann sogar versuchen, sie mir abzukaufen (!!!)

    Und das mir, die Spaß daran hat, unteure und schräge Sachen an ungewöhnlichen Orten zu erwischen - während die besagten Modepüppchen ihr komplettes Leben dem perfekten Image widmen. So macht es dann gleich doppelt Fun. Die kaufen für 800 Mark Armani und ich für 12 Mark Flohmarkt und Co, und dann kommen sie an und wollen mir die Beute abjagen. Ist es so schwer verständlich, dass ich Spass dran hab? I don’t think so.


  8. Steakhouse for Lunch - jaja, selbstverständlich könnte ich mein Fleisch auch selbst töten, wenn nötig
    Siehe Eintrag von heute morgen


  9. zurück aus der Stadt und wieder in die andere Stadt und gelobt werden für die samtige blutrote Seidenauswahl und sogar für die Knöpfe
    Perfekte Zusammenarbeit zwischen mir und einer fleißigen Dame, die ihre Familie mit ihrer Hände Arbeit ernährt. Zufriedenstellend, als Handarbeitslaie vom Profi gelobt zu werden ;-)


  10. nach 5 Stunden nach Hause kommen und immer noch lebendige Füsse haben.
    Ein echtes Erfolgserlebnis für jemanden, dem man vor kurzem noch das rechte Bein amputieren wollte.

Es wird nicht passieren, dass ich quasi auf Zehenspitzen mein eigenes Webprojekt betrete und jeden Satz sorgfältig abwäge, bevor ich ihn dann mit der Pinzette platziere. Ich bin auch nicht daran interessiert, mit verkrampftem Schliessmuskel anhaltend zu vermeiden, auch nur den geringsten Anlass zu liefern, mich in eine Schublade zu verfrachten. Wer das möchte (an mich nur noch in dieser Schublade sitzend zu denken), der braucht diesen Schutz und diese Sortierung vermutlich. Und wer bin ich, jemandem etwas wegzunehmen, das er braucht?

Natürlich habe auch ich meine Schubladen. Einige sind verschlossen, weil der Inhalt es nicht wert ist, entnommen und neu sortiert zu werden. Die meisten aber ziehe ich ständig auf und zu und werfe die Dinge von einer Stelle auf die andere und geniesse es, neuen Input und frische Gedanken zu haben, umzusortieren, zu überdenken und überrascht zu werden.

Für mich ist das Thema “warum schreibe ich und wie wirkt das und oh weia, was könnten andere denken” gar nicht wirklich interessant. Aber ich komme dank gewisser Schmähmail langsam zu der Überzeugung, dass diejenigen, die was gehaltvolles (!) zu meckern haben, das gefälligst in ihrem eigenen Weblog / Diary / Tagebuch tun sollten. In derselben Öffentlichkeit, mit denselben Konsequenzmöglichkeiten, die der Ursprungsautor auf sich nimmt. Moralische, erzieherische und anklagende Mails (die ja nicht nur ich bekomme, hm!) scheinen mir mehr und mehr wie Fahrerflucht.

# 13. Juni 2001 um 10:00 PM
0x FeedbackDrucken





Mails von der Vegetarierfront, weil ich gestern ...


Mails von der Vegetarierfront, weil ich gestern geschrieben habe “selbstverständlich könnte ich mein Fleisch auch selbst töten, wenn nötig”. Ja, das stimmt. Wenn es nötig wäre, könnte ich. Der Satz bezog sich auf die weinerlichen selbstgerechten Statements im Stil von “wenn du der armen Kuh ins Auge sehen müsstest beim Essen, könntest du keinen Bissen mehr herunterbringen”. Diese Art von emotionsüberladener Diskussion mit fanatischen Vegetarieren kann ich mir sparen, aber mit so einem Satz kann ich manche Leute natürlich auch schnell überfordern, das sehe ich ein.

Also, damit alle wieder besser schlafen können, denen es nicht gereicht hat, sich ausgiebig in selbstgerechter Empörung zu wälzen: Wir essen nicht viel Fleisch, und wenn ich welches esse, dann das von Tieren, die auf großen argentinischen Weiden dafür gezüchtet werden und nicht in kleinen Drahtkäfigen oder auf Bodenrosten. Seit ich so schlimme Mangelerscheinungen hatte (nach Unfall 2), dass ich dunkelblaue Fingernägel hatte und durchgehend eisige Hände und dies praktisch auf Knopfdruck besser wurde nach dem ersten vom Arzt empfohlenen Steak, seitdem esse ich gelegentlich wieder Fleisch. Ich geniesse ein gutes Steak und offensichtlich brauche ich es auch hin und wieder. Ich stehe damit nicht alleine da. Ich gebe es nur zu ;-)

Übrigens finde ich es gut, wenn jemand eine andere Meinung hat und die auch mailt. Dann kann ich wenigstens auch meine Sicht der Dinge erwidern und ggf. geraderücken. Nicht sehr konstruktiv sind Hassmails, dieses Schmirgelpapier der Politically Correct People, das Freude und Schwung nehmen und eine Gedankenbehinderung verursachen soll. Jeder, der einem fremden Autor eine Gehässigkeit, eine Boshaftigkeit oder eine Gemeinheit in die Mail haut, hofft doch, ein langsam einsickerndes Gift verschickt zu haben. Eines, das lähmen und beengen soll. Die Unbefangenheit töten. Belehren und erziehen. Sich jemandem gegenüber persönlich vernichtend äussern ist ja auch eine Art der Abgrenzung. Ich bin besser, heisst das. “Ich tue dies nicht, ich bin mehr wert als du.” Am Schönsten wäre es doch, wenn es dem anderen nach dem Erhalt so einer Mail so richtig scheisse geht und er sich zukünftig lange, lange überlegt, ob und was er schreibt, hm?

Pech gehabt. Wenn man den Mechanismus einmal durchschaut hat, greift er nicht mehr. Man liest und zuckt zusammen und dann denkt man, ach ja, nur so einer. Da frag ich mich doch, ob ein ehrlicher kritischer Austausch nicht beiden Seiten mehr bringen würde? Aber Ok, das muss man auch erst mal können.

Und dann gibt es natürlich noch die, die sagen: Da gibt es gar nichts zu diskutieren, wer Fleisch verspeist, ist ein Mörder. Mit denen kann man ohnehin nicht reden. Fanatiker sind immer übel, immer. Egal um was es geht, sobald es hysterisch und fanatisch zugeht, ist der edle Gedanke dahinter Staub und Dreck. Was auch bedeutet, dass man es einer wichtigen Sache schuldig ist, nicht fanatisch zu werden, weil man sie sonst ent-wertet. Oder wer interessiert sich noch für Dinge, die von irren Spinnern vertreten werden?

Hmmm. Andere Fanatiker wahrscheinlich. Ich seh schon, das ist ein weites Feld.

P.S. Auch in 2001 ... kein Lesezwang hier! ;-)))

# 13. Juni 2001 um 10:00 PM
0x FeedbackDrucken





Dienstag, 12. Juni 2001

10 Ways to make my day:Summer in ...


10 Ways to make my day:


  1. Summer in the city and a little car full of music (and Melody)
  2. “Journal für die Frau” mit kostenloser Buchwerbung
  3. keine Seide bei der Schneiderin und mich selbst losschicken in die größere Stadt, welche besorgen
  4. in die Stadt und drumherum, fünfmal die Hacken aneinandergeklappt, Läden und Lokalitäten gewechselt und doch immer einen Parkplatz
  5. dicke schwere Seide aussuchen dürfen, hach ...
  6. Kluge Gespräche über Knöpfe führen. Knöpfe auch kaufen, wider besseres Wissen
  7. Zum zweiten Mal in diesem Jahr gefragt werden, wo ich meine Handtasche gekauft habe und dann sogar versuchen, sie mir abzukaufen (!!!)
  8. Steakhouse for Lunch - jaja, selbstverständlich könnte ich mein Fleisch auch selbst töten, wenn nötig
  9. zurück aus der Stadt und wieder in die andere Stadt und gelobt werden für die samtige blutrote Seidenauswahl und sogar für die Knöpfe
  10. nach 5 Stunden nach Hause kommen und immer noch lebendige Füsse haben.


;-)

# 12. Juni 2001 um 10:00 PM
0x FeedbackDrucken





Montag, 11. Juni 2001

Meine Mailbox läuft über zum Thema Schlankheitswahn ...


Meine Mailbox läuft über zum Thema Schlankheitswahn und ich müsste viele Antworten schreiben. Habe nicht die geringste Lust. Das Thema ist kristallklar gegliedert in

  1. Selbst-Akzeptanz und Körpergefühl, zwei innerdeutsche Raritäten
  2. Ungezügelte Abscheu und Diskriminierung gegenüber dicken Menschen

... aber natürlich, solange Frauen mit 5 Pfund Reiterhosen sich für schwerwiegende Problemfälle halten, solange kann ich kaum erwarten, dass jemand dermassen zwischen meinen Zeilen liest. Entschuldigung.

Ab wann eine Frau dick ist, kann ich nicht beantworten. Man kann aussehen wie ein Schwein auf Rädern mit einer Größe 40/42, wenn man nur klein und schlecht angezogen genug ist. Man kann hinreissend und verführerisch aussehen in einer Größe 48/50, wenn alles an der richtigen Stelle sitzt und gut getragen wird. Es ist sehr populär, verständnisvoll zu sein und zu sagen “Wir dürfen niemanden davon ausnehmen, sich zu dick zu finden. Wer unglücklich mit sich ist, darf sich so finden, auch wenn Leute mit echten Gewichtsproblemen über 10 Pfund Übergewicht nur lachen können.”

Bullshit. Wer bundesweit in jeden Autositz und jeden Bistrostuhl passt, in jedem einzelnen Klamottengeschäft der Republik mindestens 15 Teile anprobieren kann und ein Figurproblem vor allem daran festmacht, sich mit den Werbedamen in den Medien zu vergleichen und dabei Pölsterchen zu finden, hat wenig Anlass zu konstruiertem Unglück wegen “Übergewicht”. Man muss lernen, sich zu mögen und nicht herausfinden, wie man am schnellsten die meisten Teile von sich absaugen oder aufpolstern lassen kann.

Interessant ist übrigens, dass viele Frauen nach den Wechseljahren ausdrücklich Frieden mit ihrem Körper schliessen und man ihnen anmerkt, dass sie entspannt und gelassen mit sich umgehen. Die Erkenntnis dahinter, dieses “eigentlich bist du doch OK”, davon kann man sich durchaus auch vorher schon was abschauen.

Die Tatsache, dass die Gesellschaft versucht, ihre Schlankheitsnormen durchzusetzen, ist eine andere Geschichte. Da sitzt du im Büro oder in der Strassenbahn mit Tanten, die selbst mit der Geschäftsabwicklung auf dem Strassenstrich hoffnungslos überfordert wären und deren Intellekt haargenau am Rand dieser widerwärtigen künstlichen Krallen endet. Und sie möchten dich allen Ernstes unaufgefordert! beraten. In Sachen Ernährung. Dir mitteilen, wie sie ihr Gewicht halten. Als bräuchtest du Informationen von einem Menschen, der freiwillig einen Beruf ergriffen hat, mit dem er sich nicht alleine ernähren kann. Hallo?

Von den Talkshows und der “Imageförderung” dadurch muss ich kaum reden. Natürlich gibt es unter übergewichtigen Leuten genau so viele absolute Idioten, die ihre Mediengeilheit durch ein Bad in der Menge ausleben möchten, wie unter normalgewichtigen. Im Kopf des Zuschauerbreis bleiben dann bizarr angezogene Arbeitslose mit großem Maul pappen. Schönen Dank auch.

Oder die lieben Ärzte. Am besten beginnt man das Gespräch mit einem “Nein, dieses Problem hat nichts mit meinem Übergewicht zu tun, ich bin die Treppe heruntergestürzt”, sonst läuft man Gefahr, selbst mit angebrochenen Knochen bloss in einen Ernährungskurs der Krankenkasse geschickt zu werden (kein! Scherz). Da kommen Leute an, die allabendlich saufen und auch so stinken und die meinen, einem Mann mitteilen zu müssen, er hätte doch auch eine Schlanke kriegen können, warum er sich denn so eine Dicke antun würde. Das ist einer Frau passiert, die ich kenne - ich war dabei. Sie ist verdammt erfolgreich im Beruf, der besagte Trinker ist eigentlich gar nichts, wenn man es mal genau nimmt.

Und diese Diskriminierung ist es, die mich nervt. Die mich vielleicht gerade deswegen so beschäftigt, weil mich selbst sowas nicht besonders schlimm getroffen hat, andere in meinem Bekanntenkreis aber umso mehr. Ungerechtigkeiten haben mich immer schon wütend gemacht. Diese Diskriminierung gehört abgestellt. Das verschmilzt natürlich mit dem ersten Thema: du darfst so bleiben, wie du bist.

Wenn man mich wirklich rasend machen will, braucht man mir nur in klagendem Tonfall vorzuwerfen, ich sei ja auch keine typische Dicke und könne gar nicht mitreden. Es gibt keinen Typus. So wenig, wie jede dünne Frau Sexappeal hat. So wenig, wie jede Brünette studiert, so wenig wie jede Hausfrau ohne Beruf ist. So wenig, wie große Brüste automatisch schön sind, so wenig gibt es einen Typus. Grrrmpf.

Man merkt es vermutlich, ich habe von dem Thema fürs Erste genug. Nicht weil ich wirklich genug habe, sondern weil ich davon genug habe, mir hier die Mailbox noch parallel zu verstopfen ;-)

P.S. Ich spreche hier durchgehend nicht von krankhaften Essstörungen. In diesem Zusammenhang interessiert es auch nicht, ob jemand zu dünn ist und zunehmen sollte - das kann man nicht vergleichen, die zu mageren Leute entsprechen nun trotzdem eher dem gesellschaftlichen Ideal, treffen auf wenig materielle Schwierigkeiten und werden keinesfalls auf eine so primitive Weise diskriminiert. Keinesfalls. Natürlich ist extremes Dünnsein auch ein Problem, aber eben ein komplett anderes.

——

Spam mit der Betreffzeile “Diane Thought You Might Have Erectile Dysfunction” ist schon wieder beinahe kultig. “Hey Jochen, Silke meinte, vielleicht wärst du impotent - da mach dir mal nix draus, das geht dreissig Millionen Amerikanern auch so, und da gibt’s übrigens eine neue Wunderdroge!” Ah ja.

# 11. Juni 2001 um 10:00 PM
0x FeedbackDrucken





Seite 5 von 8 Seiten insgesamt. « Erste  <  3 4 5 6 7 >  Letzte »