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Donnerstag, 21. Juni 2001

Dialoge in einem kleinen Haus:M: “Der Schockwellenreiter ...

Dialoge in einem kleinen Haus:

M: “Der Schockwellenreiter hat dich gelinkt.”
O: Hmmm? (es ist noch so früh, warum redest du schon?)
M: Der Papa von Zebu.
O: Ach der. Ah ja. (es ist immer noch früh und ich hatte erst einen Kaffee)
M: Du hast da ein Apostroph’, wo es nicht hingehört.
O: Nein. (sie kapiert mal wieder gar nichts)
M: Doch.
O: Nein. (mehr werde ich dazu jetzt nicht sagen ohne meinen Anwalt)
M: Immer machst du sowas mit Absicht.
O: Steht doch dabei.
M: Was? (gleich will ich auch ‘nen Kaffee und ein Apostroph)
O: Dass er der Papa von Zebu ist.
M: ...
O: (trinkt Kaffee, küsst zum Abschied, küsst noch mal und fährt ins Büro)
M: (macht Morse-Signale aus Apostrophen und ApostrophInnen auf der Tastatur und gähnt.)
Nandi: Hab ich Mail? (kommt rein und klettert neben den Monitor.)
M: Nur eine Nachricht von Ariana.
Nandi: Danke. Grüß sie bitte.
M: Mach ich. (gähnt noch mal und überlegt, ob sie erst Kaffee holt oder erst zu Ende schreibt. Erst schreiben.)

Still und starr ruht das Web. Friedlich hoffentlich. Gut. Auf Sensationsgierer kann ich verzichten, da hab ich doch lieber ein Weblog? Diary? Spielzeug? Shotgun? mit 5 Lesern in der Woche, Nandi abgezogen. Neugier ist sicher menschlich, aber Leute, die dringend analytischen Tiefgang und abgeklärte Überlegenheit demonstrieren müssen und damit bei weiteren Menschen das Bedürfnis schüren, ebenfalls Senf in die Landschaft zu kloppen, sind ein wesentlicherer Motor eines Community Flush als die sich Zoffenden und ihre Musketiere - die könnten auch alleine.

Oder auch: Warum nur, oh warum habe ich wohl ausgerechnet heute wenig Lust, den dicken Artikel über Weblogs abzugeben und nehme mir erst den anderen mit demselben Termin vor? Es muss Gründe geben, doch die dürften mir spontan entfallen sein. Kommt noch dazu, dass ich eigentlich eine Handvoll Leute interviewen und zitieren wollte. Weiß noch nicht, ob ich das noch mache, irgendwie muss eine Sache ja auch Spass machen. Sogar wenn man sie u.a. tut, um sich zu finanzieren.

Gestern bin ich kurz zur Schneiderin gedüst und musste dort warten, bis sie ihren Sohn zum Sport gefahren hatte. So sass ich da in einer polnischen Änderungsschneiderei (zwei Näherinnen, drei Kinder und fünf sich im “italienischer Marktplatz” Stil unterhaltende Männer von 19 bis 78) und war eindeutig das aktuelle Thema. Auf polnisch. Spreche ich leider genau so fliessend wie Chinesisch. Die Damen strahlten mich an, die Kinder zeigten und erzählten mir was und die Männer quatschen, guckten mich dabei an und lächelten und zeigten auf die Bluse, die ich bestellt habe und einer kam rüber und klopfte mir auf die Schulter. Ähm. Kurzer Quality Check: Alle Blusenknöpfe zu, kein halterloser Strumpf ringelt sich um die Knöchel, keine Biss-Spuren am Hals ... kein Baby oder Kätzchen auf dem Arm ... keine Handtasche, die vor Bargeld sichtbar überquillt ... ich glaube ich war sogar mal gekämmt. Keine Ahnung, was sie hatten. Nicht die geringste. Einer der ältesten Männer verabschiedete sich von seiner Clique. Und ging an mir vorbei und knuddelte mich an der Schulter. So eine halbe Umarmung. Hä? Hää?

OK, das ist mir schon mal passiert, dass mich jemand komplett Fremdes einfach so umärmelte oder zum Abschied drückte. Einmal war es ein wunderschöner Fremder in einem Internetcafe und ich plumpste fast vom Stuhl, so überrumpelt war ich ;-) Bei Bahnfahrten muss ich aufpassen, niemanden freundlich anzusehen, sonst werde ich adoptiert. Und in Roma ist mal einfach jemand an einer Ampel aus seinem Auto gestiegen, küsste mich auf die Wange, stieg wieder ein und fuhr weiter. Irgendwas mache ich also falsch. Oder richtig. Wer will das schon sagen.

Das gestern war trotzdem noch ein bisschen surrealer. Ich war erst das zweite Mal da und kann mich an nichts erinnern, das ich verbrochen haben könnte. Mir ging’s ganz gut, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass eine heitere Laune solche Auswirkungen auf die Ausstrahlung hat. Mist, wenn ich nur wüsste, worüber sie geredet haben.

# 21. Juni 2001 um 10:00 PM
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Mittwoch, 20. Juni 2001

Sagt mir einfach Bescheid, wenn Ihr fertig ...

Sagt mir einfach Bescheid, wenn Ihr fertig seid. Schön, wenn sich jemand so viel Mühe macht, dazu hätte ich keine Lust gehabt. Zeit übrigens auch nicht. Wenn da nix dran ist, hätte Schulterzucken gereicht, Peter. Bestens ist jedenfalls, dass eindeutig feststeht: Es ist nicht OK, jemandem die Existenzberechtigung real oder virtuell abzusprechen. Bah bah. Tut man nicht. Das wäre nun geklärt.

Tja. So geht dann und wann ein Raunen durchs Web, ach, was isses doch wieder spannend. Und so herrlich kurzlebig. Mit Friedensangeboten ist das auch so eine seltsame Sache: Hat man erst mal eins brutal zurück ins Gesicht geprügelt bekommen, fehlt mir zumindest die andere Wange zum Hinhalten. Da, weg ist sie.

# 20. Juni 2001 um 10:00 PM
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Man kann aber auch mit einer Wange ...

Man kann aber auch mit einer Wange Frieden halten. Wenn man es ernst meint. Und nun geht schön hin und küsst euren liebsten Menschen und denkt mal an was netteres. Ich brauch hier meine Kraft für das echte Leben, oder applaudiert auch wer, wenn ich den Löffel frühzeitig abgebe? Ja, ich weiß. Mein Fan Michael mit den ständigen inzwischen ungelesenen Mails kann nichts sehnlicher erwarten. Aber ehrlich, auch für den hab ich heute echt keine Zeit.

# 20. Juni 2001 um 10:00 PM
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Es regnet, aber nur draussen - und ...


Es regnet, aber nur draussen - und das ist gemütlich so. Ich habe Vanille-Kaffee (hier gekauft) und er ist köstlich. Der wird auch nicht mehr kalt, denn ich habe bei Ebay für ein paar Groschen eine nagelneue kleine Kaffeewärmerplatte ersteigert. Hihi. Ein paar Suchmaschinen-Referer habe ich jetzt auch! Nicht viele, aber immerhin die richtigen. Neben mir hat sich ein Kätzchen auf einer Heizdecke verankert und wartet darauf, dass diese vielleicht doch noch mal eingeschaltet wird. Nur nie die Hoffnung aufgeben, vielleicht wird man ja doch noch geröstet. Ein Plüschklumpen mit rosa Pfotenballen hat sich neben dem Monitor mit dem Kinn fest auf dem DSL-Modem abgelegt. Im Briefkasten sind nette Mails und alles könnte so wunderbar sein. Irgendwann werde ich dann wohl doch mal im Lotto gewinnen müssen, um mir solche Tage nicht durch Arbeit entsaften zu müssen.

Die Coveransichten für meine beiden Jugendsachbücher sind gekommen und ich stelle mal wieder fest ... Nun gut. Man soll nicht meckern. Die richtige Reaktion ist “Juchhu ein Buch, heissa und Freude” und nicht “bäh, mag die Cover nicht”. Geb ich ja zu. Mochte noch nie ein Cover für ein Buch von mir sonderlich gerne. Mit einer Ausnahme, klar - hab ich ja selbst gemacht *g*

Please, don’t judge my books by the cover. Ich scann die jetzt auch nicht ein.

E. hat das schon ganz richtig bemerkt, und nicht nur er empfindet das so. Bitte beachten Sie mein Schulterzucken ;-) Wir haben halt alle unsere Methoden, mit dem übermenschlichen Druck des Alltags klarzukommen. Wahrscheinlich war ich auch nicht so gelassen wie heutzutage in meinem letzten Job. Aber in meinem Alter und meiner privaten Situation kann man natürlich auch immer noch Bereiche wechseln und sich komplett neue Dinge aufbauen. Das finde ich ganz spannend, übrigens: Diese Option, sich neue Horizonte zu erobern und einfach auch mal was ganz anderes zu arbeiten. Ich bin alleine diesen Monat schon mindestens dreimal ziemlich glücklich aufgewacht, einfach weil ich wusste, du wirst immer gesünder und bist beruflich so frei, wie du es sein magst. Vielleicht rede ich mir das mit dem gesund werden nur ein, aber andererseits ist auch das Lymphödem weg, das ich angeblich ein Leben lang haben würde.

Schau’n wir mal. Ist jedenfalls interessant, wer hier alles liest. Naja, meistens. Alle würd ich hier nicht brauchen, das steht fest. Andere weiß ich sehr zu schätzen. Sehr. Alles beim Alten hier. Bei der Alten *ggg* bald werde ich bröckeln und zerfallen, die große 35 naht. “Wer dann nicht froh ist, wird sehr lang so bleiben. Wird wachen, lesen, lange Logeinträge schreiben.” Frei nach Rilke. Oben ohne, sozusagen.

Irgendwie haben schwierige Lebensphasen auch was Gutes. Wenn sie überstanden sind, hat man viel Selbstfindungszeit gespart. Als ich letztes Jahr wochenlang schmerzgekrümmt stumpfsinnige *hüstel* Textarbeit überlebt habe, um nicht in Frührente gehen zu müssen, hätte ich nie geglaubt, dass ich mal einfach so hier sitzen würde ... zufrieden, mit zuviel netter Arbeit und durch HassNeid nicht zu verunsichern. Bin ganz froh, dass diese Art von schleichendem Nervengift inzwischen durch mein Immunsystem absorbiert und zu kristallklarer weißer Energie umgewandelt wird *gg* Nun denn. Genug Esoterik am Morgen, nachher merkt wieder jemand nicht, dass ich nur albern bin. Ausserdem sollte ich dringend duschen, damit der Tag offiziell losgeht!

# 20. Juni 2001 um 10:00 PM
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Dienstag, 19. Juni 2001

Sehr schöne und sehr viele Geschichten zur ...

Sehr schöne und sehr viele Geschichten zur Zeit. Das erinnert mich mal wieder daran, dass man Energie viel besser in positive Abläufe stecken kann als in negative. Kreativität. Wenn man will, kann man aus jedem Mist was Feines basteln. Schaut nur zum Beispiel Michael und seine Mail (schon die zweite in einem Jahr! Zwei Hassmails - das bedeutet, ich bin prominent, gell?) an:

Er, “mw[XXX]ch@firemail.de”, schreibt: “dein webtagebuch ist ultrapeinlich. seitenweise schreibts du über schuhe und übergewicht und son kram und bist permanent nur am jammern und nöhlen wie schlecht alles ist. das kann ja keiner lesen. du brauchst kein webtagebuch sondern nen psychiater. und bücher dann auch noch schreiben wollen, kein wunder das die schon auf ebay wieder verscheuert werden. was eine sinnlose verschwendung von zeit und webspace.”

Bester “Michael”, so wird das wohl nichts mit dem Literaturpreis. Das taugt ja nicht mal zur Hassmail und so habe ich mir erlaubt, mal für dich umzuformulieren. Wie wäre es mit “Ist es dir nicht peinlich, dein seichtes Innenleben online auszubreiten? Themen wie Schuhe und Übergewicht und ähnliche Seichtigkeiten können ein intelligentes Publikum doch wohl kaum unterhalten. Es ist auch keine Kunst, sich über alles und jeden negativ zu äussern, das können selbst alberne Satiremagazine besser. Mein Vorschlag: Statt dich selbst dermassen zu entblössen, solltest du einen Therapeuten aufsuchen und dir helfen lassen. Mich erstaunt es, dass du dich nicht auf das Web beschränkst, sondern auch noch Bücher schreibst. Kein Wunder, dass die auch online bereits in der Grabbelkiste zu finden sind. Du verschwendest deine Zeit und kostbaren Webspace.”

So liest es sich doch schon flüssiger. Inhaltlich ist da allerdings nicht viel zu reissen, denn die Argumentation steht und fällt mit der Tatsache, dass Michael ja nicht hier lesen müsste und dass sich jeder eine Blösse gibt, der sich so ein feindseliges und fadenscheiniges Gesülz nicht verkneift ;-)

Wenn es eins gibt, das ich gelernt habe, dann ist es das: Wenn dir jemand in dem Tonfall einen Therapeuten empfiehlt, braucht er selbst dringend irgendwas in seinem Leben - Zuneigung vermutlich und einen lieben besten Menschen. Aber das kann ja nicht mein Problem sein. Wenn jemand sich so über mich aufregen kann, finde ich das erstaunlich und irgendwie auch interessant. Allerdings behalte ich es mir trotz Netiquette ab jetzt vor, derartige feige freemailende Beleidiger zu outen, mit Mailadresse und demnächst auch mit komplettem Mailheader und IP. Das sollte die Lage ein bisschen vorsortieren *g*

Warum? Weil er schon wieder schreibt. Wieso, das weiß ich nicht. Er beleidigt mich ja nur, antworten wäre da Zeitverschwendung. Für eine Strafanzeige reicht es noch nicht ganz. Vielleicht möchte er ja auch, dass ich seine Mail@ veröffentliche, damit er hier “Gleichgesinnte” findet? :-) Wohl bekomm’s.

Persönlich denke ich, dass es nirgends im weiten Universum schlechtere Gründe für eine Freundschaft gibt als eine gemeinsame Feindschaft.

Die Frage “warum schreiben Menschen solche Mails”, die kann ich auch nicht beantworten. Andere schänden Kinder oder stehlen Geld, warum also erstaunen Hassmails euch so? Gestern waren über 300 Leute hier, da ist eben auch mal ein verdorbenes Byte die Leitung heruntergeflossen. Einen wunderschönen und entspannten Mittwoch wünsche ich euch. Und nur nette Mails ;-)

# 19. Juni 2001 um 10:00 PM
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