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Sonntag, 27. Mai 2001

I wonder where this house girl went. ...


I wonder where this house girl went. She must be on summer vacation.

Wer Shopping-Sender und ihren unbeholfen-unfreiwilligen Humor liebt, wird auch diese Seite als Werbung für die Alternative zu Viagra lieben. SPAM hat auch eine lustige Seite. Naja. Nicht oft. Andererseits, woher soll ich das wissen, ich lösche meistens ja doch ungelesen ... Dieses Produkt ist irgendwie so grunzdämlich. Haben Orgasmen nicht deutlich mehr mit Entspannungsfähigkeit zu tun als mit Aminosäuren oder ist das nur mein naiver Kleinmädchenstandpunkt?

Das erinnert mich an eine Unterhaltung vor langer, langer Zeit. Die eine anwesende junge Dame erklärte nachdrücklich, sie würde erst ‘kommen’, wenn sie klitoral stimuliert würde. Die zweite bestätigte, es sei allerdings auch ohne möglich. Die dritte schwieg und fragte dann “Wie kann ich eigentlich sicher sein, dass ich einen Orgasmus hatte?!” Höhnisches Gelächter allerseits. Das merkst du dann schon. Hahaha. Wie blöde kann man sein. Hahaha. Trotzig “Na dann beschreibt es mir!” Oh. Es ist toll, es ist geil, es ist ... Du kannst das wohl gar nicht beschreiben? Äh. Also ... es ist wie ein Niesen. Nur an der falschen Stelle und schöner. Es ist ein Kitzeln, nein mehr ein Druck, nein mehr ein Zucken. Ein Orgasmus eben, meine Güte. Die Gebärmutter zieht sich zwei-, dreimal zusammen und das ergibt ein Lustgefühl. So. Jetzt weisst du es. Das ist gar nicht einfach zu erreichen, da muss man entspannt sein, gut drauf sein, den richtigen Partner haben ... mach dir nichts draus, wenn das bei dir nicht klappt, das erfordert Übung und Zeit und überhaupt, erkennst du denn in der Beschreibung was wieder??? Klar. Ach DAS meint ihr. Was, das ist schon alles???? Ach du meine Güte, ich hatte irgendwie angenommen, Orgasmen seien mehr.

Never ever werde ich diesen Gesichtsausdruck vergessen, der mir kristallklar verriet, dass die beiden nur gewaltig angegeben hatten mit ihrer mühelosen Orgasmusfähigkeit. Da half auch kein eiliges Kaschieren. (Aus der Reihe “wie konnte man nur so jung sein und es nicht merken”)

# 27. Mai 2001 um 10:00 PM
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Samstag, 26. Mai 2001

You spoke about wings I just flew ...

Diese Zeile aus dem Song “The whole of The Moon” von den Waterboys (Album: This is the Sea) ist unsinkable für alle Zeiten: “I saw the rain dirty valley/You saw Brigadoon.” Listen!

# 26. Mai 2001 um 10:00 PM
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Freitag, 25. Mai 2001

Ist dies hier noch das, was ich ...


Ist dies hier noch das, was ich will? Wahrscheinlich nicht. Schon lange nicht mehr. Andererseits ist es genug von dem, was ich will, um dem Impuls nicht zu folgen. Dem Impuls, einfach mal alles zu löschen. Alles. Ich kenne mich: Mein Kopf ist so voller Pläne und anders als einige andere Leute bin ich nicht darauf angewiesen, alten Krempel zu umklammern. Es wäre weg für immer. Das macht so einfach keinen Sinn. Also habe ich es nicht getan. Aber die Versuchung bleibt immer ein wenig bestehen. Alternativ werde ich einfach mehr von dem tun, was ich will. Auch hier.

Die Antwort auf Versuche, mein Sexleben zu erforschen (Gruss an die Hobby-Psychologen, wie Anne treffend bemerkte, nur dass ich sie Psychopathen nenne), lautet lieb und brav schon seit 15 Jahren immer: Strictly vanilla, Darling. Und nur dienstags. Ansonsten weiß der Fragende ja vermutlich, wozu ein Mittelfinger alles taugt.

Sehr erstaunt bemerkte ich in meinem Eingangskörbchen sehr viele Antworten von Männern auf Mails von einer von mir nie benutzten Mailadresse, die aber nicht einfach so Reaktionen auf eine “gefakete” Kontaktanzeige oder so waren (gähn ... das ist ja auch öde), sondern sozusagen zweite oder dritte Bemerkungen zu einem vorherigen Kontakt. Sie bezogen sich auf ein Foto, auf ein Forum und viele Details und stammten von ungefähr 15 verschiedenen Typen in verschiedenen Stadien brünstiger Annäherung. Erst war ich nur verblüfft. Dann habe ich nach “Damen” sortiert und genauer hingeschaut. Bei einigen hing die ganze Korrespondenz mit dran. Die Mails gingen an zwei Mädchen, beide mit Freemailadressen. An einem bestimmten Punkt stand in diesem Rattenschwanz der Kommunikation immer MEINE Adresse als Reply.

Die Korrespondenz diente nicht gerade meiner Fortbildung als erwachsene Netzteilnehmerin. Um es mal freundlich auszudrücken. Diese beiden animierten Damen mussten ohnehin ein und dieselbe sein, da gab es zu viele Parallelen und zu wenig Unterschied im Niveau. Irgendwie.

Aber was war das? Wieso landete das bei mir?! Seltsamer IP-Fehler?? Schluckauf in der Leitung?! Es hat ein Weilchen gedauert, aber ich kam dann darauf. Eigentlich ganz einfach: Eine junge “freizügige” Dame, die zufällig Carola Heine heisst und eine Adresse beim selben Provider hat (nur mit einem anderen Sonderzeichen im Mailnamen), vergnügt sich unter verschiedenen Namen und mit geklauten Fotos in verschiedenen Foren. Dabei lässt sie ihre Post auf eine Sammelmail umleiten. Und irgendwie hat sie dann (nach einer Neuinstallation?) vergessen, ihr Mailprogramm jeweils umzustellen beim Antworten. Prost Mahlzeit. Dummerweise hatte sie sich nämlich vertippt, als sie ihre eigene Adresse ins Mailprogramm eingab. Jaja. So ist das mit den Sonderzeichen.

Das ist meine Theorie, wie dies zustande kam. Ich lasse mich auch gerne belehren. Aber nicht, wenn ich dafür die Mailadresse einer schizophrenen Brünftigen an die männliche Leserschaft weiterleiten soll. Um das mal vorab zu sagen. Ausserdem glaube ich, ich hab sie gefunden. Örtlich. Man darf gar nicht drüber nachdenken, wie viele Details manche Leute in solchen Mails angeben.

Tscha. Wahrscheinlich gibt es alleine in Deutschland so zwei Dutzend Leute, die Carola Heine heissen. Und trotzdem ist es kein Allerweltsname und trotzdem blieben mir Konstruktionen wie Wiebke (war in Planung) und Sophia und Agatha (jeweils eine Großtante) erspart. Ich kann damit also gut leben, zumal die [url=http://www.carola-heine.de]http://www.carola-heine.de[/url] mir gehört.

# 25. Mai 2001 um 10:00 PM
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Donnerstag, 24. Mai 2001

Die Frage an mich, in einem langen ...


Die Frage an mich, in einem langen anderen oder doch nicht anderen Zusammenhang: “Ist es nicht Betrug an meinem Partner, wenn ich über Wünsche und Fantasien schreibe und dabei Sexualität und Erotik nicht ausspare, sondern im Gegenteil auslebe? Fängt Betrug nicht im Kopf an??”

Autoren schreiben über Mord, Lust und Missbrauch. Über Krieg, Träume und silberne Wesen auf fremden Planeten, über die Hingabe an eine Schüssel Penne al dente und die Liebe zu einem kühlen Glas Wein. Sie schreiben über Lüsternheit, Geilheit, Sex und Experimente, über das Wachsen von Blumen und Gedanken. Das ist kein Betrug im Kopf, das ist Literatur. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass ein Schreiberling nicht mit jemandem leben kann, der auf Texte eifersüchtelt. Aber andererseits gehen alle diese Einzelfälle mich natürlich auch gar nichts an.

Erotica, erotische Literatur und was sich dafür hält, das ist ohnehin so eine Sache. Viele dieser Leute, die beim Schreiben eifrig im eigenen Höschen rubbeln und grauslige Texte über großwüchsige Gemächte, feuchte Grotten, abstruse Situationen und geiles Gestöhne verfassen, halten sich zweifellos für freizügige, aber wahre Künstler. Anders ist der allgemeine Übereifer beim Verfassen dieser ganzen Übeltaten kaum zu erklären. Wer es wagt, das zu kritisieren oder gar nicht zu mögen, ist halt doof, verklemmt und prüde. Jawohl. Mich ergreift dann immer fast der Neid: So ein simples Gemüt zu haben, wie erholsam muss das sein.

Das Tückische an den Onaniergeschichten ist leider, dass sämtliche erotischen Texte Gefahr laufen, daran beurteilt zu werden. Sie schreiben erotische Geschichten?! Oh.

Das Wohltuende wiederum: Du kannst, egal was du schreibst, nie der Schlechteste sein. Kleiner Scherz, wohlgemerkt. Mir wäre es nie in den Sinn gekommen, Geschichten zu schreiben, in denen es nicht um Menschen geht und was sie alles so treiben. Sexualität aussen vor lassen wäre nicht ehrlich gewesen, denn ich denke viel an Sex. So wie alle, die ich kenne. Wenn sie ehrlich sind. Und noch atmen ;-)

Wenn ich nun also gefragt werde “aber gehe ich nicht zu weit?” und “was ist, wenn das meine Eltern, mein Partner lesen?” und “wie sag ichs meinem Kunden?” ... dann kann ich nur antworten: Da musst du durch. Da müssen die durch. Meine Kunden schweigen übrigens dazu oder loben sehr angetan oder sagen neckisch “Nana, junge Dame, Sie schreiben aber anzügliches Zeugs” und dann sage ich, was ich immer sage: Ich finde, Erotik gehört zum Leben und sie sorgfältig auszusparen gibt ihr eine übertriebene Wichtigkeit. Ausserdem ist es schön so. Und ich kann damit gut leben. Back to business nun, bitte.

Das funktioniert sehr fein. Ich habe nicht viel nachgedacht, als ich mein Buch mit “Kurzgeschichten, Märchen und erotische Erzählungen.” untertitelte und bin sicher keine Expertin für das akribische Einsortieren von Texten. Ich mag es, auf einen Blick zu sehen, auf und in welche Richtung Buch ich mich einlasse und die eine oder andere Story soll kribbeln oder krabbeln oder wecken, also stimmt die Beschreibung dieses Taschenbuchs wohl so.

Ansonsten treffe ich die Entscheidung, wie weit ich mit einem Text gehe und wo und ob er veröffentlicht wird, mit den ersten Sätzen. Früher instinktiv, inzwischen bewusst. Da ich lieber für Leser schreibe als für geheime Schubladen, lasse ich zur Zeit mein eigenes ErLeben aussen vor und verschenke nur Fantasien. Habe ich nur gesagt? Ich habe “nur” gemeint. Es ist nicht mein Problem, ob andere das verkraften, akzeptieren oder mögen, was ich schreibe und wer sich in seinem Tun nach anderen richtet und nicht nach den eigenen Instinkten, wird sowieso nicht weit kommen.

Du kannst fünf verschiedenen Leuten eine Schreibübung mit einem sorgfältig festgezurrten Thema und einer Zeilenbegrenzung geben und wirst fünf völlig unterschiedliche Texte erhalten (zumindest, wenn du kreative Menschen erwischt hast, und das wollen wir doch mal hoffen). So soll es sein. Genau so. Deswegen ist es auch gar nicht so wichtig, ob ich oder jemand anderes einen Text mag. Ob ich oder jemand anderes das auch so geschrieben hätte. Ob ich oder jemand anderes sich das trauen würde, das veröffentlichen könnte oder auch nur anderen zeigen. Du musst das selbst entscheiden. Und es alleine tun.

Ich finde aber, dass es machbar und wünschenswert ist ;-) You, too, are an eagle waiting to happen. .... [... there are too many eagles pretending to be chickens. It’s unfortunate that when people begin to soar like eagles, the chickens feel a need to throw rocks.] Deutsche Hühner sind deutlich missgünstiger als anderes Federviech. Hühner werden immer mit Steinen nach den Adlern werfen. Es wird immer mehr Hühner als Adler geben. Und nicht in jedem Huhn steckt ein Adler, da muss ich Halcyon widersprechen ;-) aber es ist ein romantischer Gedanke, ich seh das schon ein.

Genug Theorie. Now go, spread your wings and fly.

# 24. Mai 2001 um 10:00 PM
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Mittwoch, 23. Mai 2001

Äusserst irritierende Begleiterscheinung zu Fieberschüben seit über ...


Äusserst irritierende Begleiterscheinung zu Fieberschüben seit über einem Jahr: Ein zarter Hauch von Rita Hayworth im Ohr, ständig. Pausenlos sozusagen. “Fever .... when you love me, fever when you hold me tight. Fever! In the morning, fever in the evening light ... ob baby, fever - give me fever ... fever all through the night.” Ich kann jetzt nicht mal sagen, ob das hunderprozentig der korrekte Text ist, aber den summt es. Ich. Da drin. Whatever. Fever halt. Virtueller Tinnitus. Halluzinationen. Was weiss ich. Wir sind nicht alleine im All. Eine reichhaltige Phantasie kann sich durchaus auch mal nachteilhaft auswirken.

Sommergrippe also. Bevor ich den Schädel in die Kissen schiebe, schicke ich Euch zu den amerikanischen Webloggern und an das Grab von Kaycee. Meine Güte, und ich hatte gedacht, ich hätte ein paar wahrhaft kranke Geister am Hals (gehabt und immer noch), aber die sind ja harmlos. Aber echt. Denn Kaycee, die hat jahrelang eine komplette Community um ihr leukämisches Krankenbett versammelt und ist elend verreckt, sammelte noch im Tod eine Welle von Mitgefühl und Trauer - und war am Ende dann nur die Ausgeburt der kranken Fantasie einer gelangweilten Hausfrau. Da und da der Mann, dessen Vertrauen sie missbrauchte, dessen Webspace sie nahm und dem gegenüber sie sich sogar am Telefon als sterbender Teenager ausgab. Es gibt Hunderte von Logs. Links. Beiträgen dazu. Aber die findet Ihr selbst, ist alles eine riesige Matsche.

Und ich war vor einigen Tagen noch über so ein pompös geschwollenes Trauerlog gestolpert und habe gedacht, da stinkt mal wieder eine falsche Mitmenschlichkeit, ein erhobener Zeigefinger, eine selbstgefällige Gutmenscherei zehntausend Meilen gegen den Webwind. Dass das von Blumen umkränzte Bild des toten Mädchens in Wirklichkeit eine quicklebendige Basketball-Dorfpomeranzenprominenz aus Kansas zeigte, konnte ich ja nicht ahnen.

# 23. Mai 2001 um 10:00 PM
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