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Dienstag, 22. Mai 2001

Wie Blasen in Sirup steigen Textfragmente auf ...


Wie Blasen in Sirup steigen Textfragmente auf und bahnen sich einen Weg durch die Dinge, die ich tun müsste. Ich tu sie dann ja doch, die Alltagsauftragsdinge, und das sogar pünktlich. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass ich einfach in diesen Whirlpool noch ungeschriebener Emotionen eintauchen dürfte, um zu weit hinauszuschwimmen. Ein dampfender Grippeschädel ist nur eine notdürftige Verankerung im Alltag. Aber bitte, nach meiner Meinung hat mal wieder niemand gefragt und so nehme ich noch einen Schluck von der Brandung.

Ist es wahr, was Sie hier schreiben? fragt jemand. Hmm. Lass mich überlegen, ich muss mich mal eben am USB-Port kratzen, wofür hat man denn Ein- und Ausgabegeräte. Das fragen immer wieder viele, ob online die Wahrheit steht und ich würde gerne wissen, ob das Fernsehprogramm oder die Auslage an jedem beliebigen Kiosk ebenso akribisch hinterfragt wird. Aber nein, die kosten ja Geld. Die nimmt man so an, wie man dafür zahlt. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber irgendwer muss diesen ganzen Mist ja unkritisch fressen, der überall veröffentlicht wird.

Es klingelt an der Tür und der Paketbote bringt Bücher. Nach etwa einem Jahr entdecke ich eine weitere angenehme Seite an Book on Demand: Während ein in einem Verlag erschienenes Buch in der Regel nur beworben wird, wenn es im aktuellen Programm steht, folgen für Frauen und andere Katzen immer noch Interviews, Anfragen und Rückmeldungen. Und manchmal gibt es ohne Umwege Feedback und Diskussionen mit jemandem, der es gelesen hat. Fein.

Noch etwas bringt der Paketbote: Einen Pürierstab. Den brauchte ich, damit das Raclette, der Grill, der Toaster, die Moulinette und die Eismaschine sich nicht so einsam fühlen. Quatsch nein, den wollte ich einfach haben. Haben haben haben. So ist das manchmal. Blaue Pürierstäbe können ungemein verführerisch sein. Nehme ich an. Ist noch nicht ausgepackt.

Ich möchte müde sein dürfen, wohlig erschöpft. Die Wuschelprinzessin von meiner Heizdecke scheuchen und das Zimmer verdunkeln. Noch nicht. Aber bald. Bis dahin noch Mails. Ausbeute:

Zwei unsittliche Anträge, leider langweilige. Viel Listiges. Dreimal “wollense nicht mit uns (für uns meinen die) zusammenarbeiten?”. Nicht genug Mails von den einen, zu viele von den anderen und manche, die ich erst beantworten kann, wenn ich weitergearbeitet habe.

Einem netten wichtigen Menschen von einem der größten PC-Magazine anhand der Schockwellenreiter-Site das Prinzip Weblog erklärt und die erste Reaktion war “Mein Gott… Die Menschheit scheint extrem Zeit über zu haben!” Die zweite “Da glaubte ich eine Menge gesehen zu haben, und wieder tun sich neue Weiten auf.” Genau. Muss ich wohl nix hinzufügen.

# 22. Mai 2001 um 10:00 PM
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Montag, 21. Mai 2001

Was meine Laune in den Keller kloppen ...


Was meine Laune in den Keller kloppen kann: Wenn sich eine Ex-Kollegin meldet, mit der man sich früher oft unterhalten und der man auch einige Male konkret und ausführlich Hilfe angeboten hat, und diese ohne nennenswerten Umweg verlauten lässt “... [blabla] ... Ich arbeite ab 1.6. als Fachberaterin für Finanzen für XX ... Finanzplanung ist eine ganz tolle Sache, wo man einfach lernt, welche Möglichkeiten gibt es, insbesondere als Selbständige, das eigene Geld zu verwalten und zusammenzuhalten, und letztendlich sinnvoll aufzubauen. Da ich über das Wissen bereits verfüge, würde ich dir das ganze einmal vorstellen. Einverstanden, wenn ja, melde dich, wenn nein, melde dich auch, denn wir wollten ja eh in Verbindung bleiben. Wenn du irgendjemand kennst, der interessiert ist, an Vermögens- und Finanzplanung, dann empfehle mich an diesen netten Menschen oder Menschin.”

Aber gewiss doch. Wenn die Wüste Gobi zufällig mal überfriert, bist du die Erste, bei der ich mich melde :-(

Zwei Legenden der 80er auf einen Schlag entwerten: Ex Spice-Girl singt “It’s raining men”. Das Video ist eine schmerzhafte Parodie auf Fame. I’m gonna live forever ... fame will remember my name ... Seufz. Ich tröste mich jetzt mit der historischen Ausgabe von CAPTAIN FUTURE, die Oliver mir geschenkt hat. Obwohl er weiss, dass ich den ganz schnuckelig finde. Das nenn ich souverän. Jawoll.

Laune ist auch wieder gut. Frühstückschat, Schnupfennase (aber gebändigt), Arbeit flutscht und bei Amazon findet man jetzt 6 Bücher von mir, wenn man “Carola Heine” in die Suchmaske eingibt. Yeah. So mag ich das. OK, eins ist nur eine Großdruckausgabe. Aber genau die hat schon einigen Menschen Freude bereitet, wie ich erfuhr. Schön.

Etwas verblüfft sah ich die Titel CHATTEN und DAS INTERNET neben meinem Namen (die Arbeitstitel waren anders *hüstel*) und finde, das sieht schon angemessen größenwahnsinnig aus. DAS INTERNET. Höhö. Dass Ihr Euch bloss alle dieses Buch kauft. Na gut. Es ist ein Jugendbuch. Dann kauft es halt für euer inneres Kind. Womit ich jetzt zu ganz schrecklichen Schwangerschaftskalauern kommen könnte. Aber ich verkneif es mir. Irgendwie.

# 21. Mai 2001 um 10:00 PM
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Sonntag, 20. Mai 2001

Miep


[08:41 Uhr ] - Mein Hals tut weh. Ich fühle mich verraten und verkauft: Nach zwei Jahren, in denen ich ALLES hatte, aber keine Erkältung, keine verstopfte Nase und keinen Husten, ist Snupfen zurückgekehrt und ich hätte gut drauf verzichten können. Mühsam sammele ich die Informationen zusammen, was nun zu tun ist. Warmes Zeugs in Massen trinken, fällt mir dazu ein. Den Anrufbeantworter mit der sexy heiseren Stimme neu aufsetzen vielleicht?

[11:01 Uhr] - Ähm ... wo sind doch gleich die letzten zweieinhalb Stunden geblieben? Irgendwo im virtuellen Nirgendwo, aber gut investiert. Nein, mit dem Thema Erotik sind wir noch lange nicht durch. Wie man drüber schreibt, dass man es treibt. Immer eine Übung wert. Würde ich nicht gerade grünen Schleim röcheln, würde es mir übrigens leichter fallen, jetzt spontan zu stimulieren. Simulieren. Erkältungstee macht albern.

[11:40 Uhr] - Eltern und Sex. Wie schreibt man frei Schnauze, obwohl man keine Vollwaise ist? Ganz einfach: Übung. Sehr hilfreich ist auch eine kleine, aber angemessene Portion menschliche Enttäuschung. Zum Beispiel, wenn es aufgrund erotischer Einschläge mit missbilligendem Misstrauen betrachtet wirst, dass du beim allerersten Anlauf einen Verlag für deinen ersten Roman findest oder sogar mit einem selbstverlegten Buch nicht untergehst. Dafür aber sämtliche Leute und Verwandte, auch die ohne Internet, ganz eifrig mit einem Fachbuch beschenkt werden, nur weil du zufällig auch mal was Anständiges zustande gebracht hast. Kein Kommentar.

[17:05 Uhr] - Gerade wollte ich etwas ungemein Schlaues sagen. Dann lief es höhnisch lachend raus.

[23:20 Uhr) - Ein lustiger Abschluss für diesen Tag: Ich wühlte gerade so in meinen Links herum und fand einen netten kleinen 3D-Chat, um darüber einen Surftipper zu schreiben (für Print). Sich richtig unterhalten kann man da wohl kaum, aber es ist sehr drollig gemacht: [url=http://www.habbohotel.com]http://www.habbohotel.com.
[/url]

# 20. Mai 2001 um 10:00 PM
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Es war ein schöner, wilder, sinnlicher Tag.

[23:38 Uhr] - Es war ein schöner, wilder, sinnlicher Tag. Die Erkältung hat sich demütig zusammengekauert und wartet darauf, mich heute nacht anzufallen, wenn sie mich für geschwächt hält. Irgendwie habe ich gleichzeitig viel gearbeitet und durchgehangen, relaxed und gechattet, gelacht und getrauert um Dinge, die anders hätten sein können. Nicht bei mir, aber das ist doch nur ein Zufall.

Überall ist Umbruch.

# 20. Mai 2001 um 10:00 PM
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Samstag, 19. Mai 2001

Aufwachen und nach einem Klick ins Web ...


Aufwachen und nach einem Klick ins Web schon topp genervt sein ist eigentlich besser als Frühsport. Funktioniert jedenfalls ebenfalls ausgezeichnet als Weckmechanismus. Die Gereiztheit verfliegt glücklicher Weise schnell wieder und ich schüttele mich innerlich wie ein frisch gewaschener Berglöwe. Nein. Werde mich nicht ärgern über Regen, Spam und Pubertät anderer Leute. Basta.

Meine Gehirnlandschaften sind, spätestens seit den neurologischen Störungen, crystal black and white. Ich hasse diffuse Andeutungen. Klartext, du Mensch gegenüber. Sprich Klartext mit mir. Und lasst diese pubertäre Scheisse über Sex. Wenn ich eine Erfahrung gemacht habe, dann ist es die: Wenn eine Frau schön oft anzügliche Witze macht und jeweils knallrot gackernd kichernd zusammenbricht ob einer doofen Schlüpfrigkeit, dann ist dies eindeutiges Indiz für staubtrockene Verklemmtheit. Wenn ein Typ nicht eine einzige normale Unterhaltung führen kann ohne einen verbalen Griff zwischen seine und fremde Beine, so juckt es dort wegen anhaltender unfreiwilliger Untätigkeit und nicht wegen großer Potenz.

Es ist doch nicht so schwer. Sex hat man, und nur wer ihn nicht hat, spricht überhaupt in der Öffentlichkeit viel darüber. Erotik dagegen ist allgegenwärtig und kann - surprise, surprise - auch angesprochen werden, ohne andere zu nerven. Ist aber nur interessant, wenn sie weder rumbrüllt noch den Holzhammer schwingt noch sich aufdringt noch Details plattwalzt. Sollte auch auf Gegenseitigkeit beruhen, das Interesse. Was ist daran erotisch, andere wiederholt zu fragen, ob sie nicht bald mal Poppen gehen wollen, wo es doch schon so spät ist? Nichts. Das ist nur dumm. Ermüdend sind öde Provokationen, und die Ballermann-Variante von “wer es abstreitet, ist ganz bestimmt lesbisch” kann mich heute morgen auch nicht erheitern. Wenn ich lesbisch wäre, würde ich dieses Tagebuch nutzen, um die richtige Frau zu finden, kapiert? Nee, wahrscheinlich nicht. Ich hasse es, derart unterschätzt und auf das Witze-für-Kegelclubs-Niveau herabgezerrt zu werden. Aber ha! Mit einem Webdiary kann man die Geschichte ändern, zumindest die von gestern. Weg damit.

Ich wiederhole: Die Gereiztheit verfliegt glücklicher Weise schnell wieder und ich schüttele mich innerlich wie ein frisch gewaschener Berglöwe. Es war nicht persönlich gemeint, ich sollte gar nicht beleidigt und unterschätzt werden. Ich weiß das. Eigentlich weiß ich das. Harmloses Geblubber von Jungs. Hat man mich bereits drauf hingewiesen, akzeptiere ich auch (ohne jetzt den schönen Dampf wieder zu löschen, den ich abgelassen habe und der hier malerische Schwaden über meinen virtuellen Hochsitz wirft). Mir ist auch völlig klar, dass viele Menschen überhaupt nicht kapieren, was der Unterschied zwischen Gerede über Sex und Erotik im Gespräch ist. Vielen scheint ersteres ohnehin völlig zu reichen. Schlimm genug eigentlich.

Nun weiß ich auch, dass dies der falsche Ansatz ist. Statt zu schreiben, dass plumpes Gescherze und vorhersehbare Schulterklopfer anöden, sollte ich aufzeigen, was wirklich funktioniert. Das wäre pädagogisch viel wertvoller. Nicht wahr. Hab aber keine Lust.

Das Leben ist ein Lernprozess
nicht dein privater Eil-Express.

So. Und jetzt bin ich wieder lieb und nett und ganz entspannt und verkneife mir sogar sämtliche Andeutungen auf das, was ich als nächstes mit diesem Sonntag zu tun gedenke.

# 19. Mai 2001 um 10:00 PM
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