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Montag, 19. Februar 2001

5.23 UhrGestern war ein verdammt schlimmer Tag, ...


5.23 Uhr
Gestern war ein verdammt schlimmer Tag, heute eine üble Nacht. Wahrscheinlich sollte ich dringend schlafen, weil ich um 12 Uhr wieder in dem Kurmittelhaus sein muss, aber ich kann nicht. Es ist nicht so, dass ich nicht müde wäre ;-) aber ich finde die Schmerztabletten nicht. Liegt natürlich daran, dass ich sonst nie welche nehme und die nur im Vorbeigehen eingesteckt habe, um bei monatlichen Beschwerden gegenzusteuern, falls nötig. Klar, dass ich sie jetzt nicht auftreiben kann.
Zwölf Mails sind zu dem Eintrag von gestern eingetroffen, die mir Lebenshilfe zum Thema “neurodermitische Finger” geben. Ich weiß, dass ich mich darüber freuen sollte, dass Leute sich Gedanken um und über mich machen. Leider schaffe ich das heute nicht. Ich will jetzt keinen guten Rat und ich will auch nicht, dass sich jemand Gedanken um mich macht, jedenfalls nicht solche. Denkt lieber an was Schönes, das ist auch eine dankbarere Aufgabe *g*

Morgen habe ich einen Arzttermin. Dann werde ich zur Hautklinik überwiesen (das sagt mir ein Blick auf das Innere meines rechten Mittelfingers *grins*) und habe anschließend noch mehr Termine :-(

Da ich ab jetzt sowieso nur rumquengeln würde, gehe ich jetzt doch lieber ins Bett. Eigentlich wollte ich noch was aufschreiben, aber das kann warten. Wenn Ihr auf Mails wartet, rechnet heute besser nicht mit einer Antwort, ich werde mich auf meinen schmerzenden Rücken legen wie ein Käfer und da liegenbleiben.

# 19. Februar 2001 um 11:00 PM
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Sonntag, 18. Februar 2001

Ich glaube, es war die Pizza “Frutti ...


Ich glaube, es war die Pizza “Frutti del Mare”, die meine Finger gestern wie krustige umschalte Meeresfrüchte aussehen liess. Bisher hab ich mich mit der dämlichen Neurodermitis nie so richtig auseinandergesetzt, weil

(a) ein Arzt sie selbstverständlich mal wieder fälschlicherweise als Katzenallergie identifiziert hatte, ich
(b) immer nur an den Fingern Probleme habe und das lässt sich prima ignorieren, und
(c) ich dann irgendwann auch weniger Probleme hatte bzw anderes zu tun.

Ehrlich gesagt habe ich auch jetzt nicht vor, mich damit zu beschäftigen, was sich als verhältnismässig schwierig erweist: Hier gibt es eine Allergie- und Hautklinik mit Spezialgebiet Neurodermitis, die Freundin meines Vermieters ist dort Ärztin und überhaupt bin ich nur wegen einem Hautarzt jemals überhaupt auf Norderney gelandet. Entweder Käse oder Meeresfrüchte haben diesen akuten Schub ausgelöst, das ist allerdings zumindest interessant. Grmpf. Ich erinnere mich ganz vage, diesen Verdacht schon mal gehabt zu haben, aber die extra großen frischen portugiesischen Shrimps haben dann gewonnen ;-)

Ambulante Behandlung in der Hautklinik, ja oder nein? Sie ist am anderen Inselende und es ist irgendwie so dämlich, auf einer so kleinen Insel Taxi zu fahren. Ach, warte ich noch ein bisschen :-)

# 18. Februar 2001 um 11:00 PM
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Samstag, 17. Februar 2001

Klapse 19


Die Klapse 19 ist online!!! :-)

Und die Werbung für die Klapse.de scheint auch langsam anzuschlagen, nachdem ich mich neulich mal ein paar Nächte reingekniet habe: Fast 61.000 Besucher *freu* :-)

Dieser Sonntag läuft sehr langsam an. Vielleicht bin das auch bloss ich. Meine Finger haben die volle Packung Neurodermitis zurückerworben, die Füsse sind patschedick und mir ist elend. Aber ich bin sicher, dass ein erneutes Aufblühen zum Heilungsprozess gehört. Ein ruhiger Tag kann nicht schaden. Ein fast ruhiger. Bisschen Surfen ist ja ganz gesund.

Aktuelles Lieblingswort: Contentgrab, oder auch Content-Grab.
Steht für “Projekte” (naja, sind ja eigentlich nur Webseiten), bei denen der Eindruck bestimmt wird durch gieriges Zusammenraufen von Fremd- und Eigeninhalten, die hastig aufeinandergehäuft werden, um den Eindruck einer möglichst umfassenden Site mit dem “charmanten” Eindruck fehlender Professionalität zu vermitteln. Fehlende Strukturen und schlechte Navigation, oh je, es gibt mindestens ein altes Projekt von mir, das ich dringend noch aus der Grabeskälte heben sollte *ggg*

# 17. Februar 2001 um 11:00 PM
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Freitag, 16. Februar 2001

Per Mail bist du genauso wie im ...

“Per Mail bist du genauso wie im Diary und doch ganz anders.” schreibt mir K. und scheint gleichzeitig erfreut und ein bisschen enttäuscht. Im real Life bin ich übrigens ebenso - und völlig verschieden. Mehr kann ich dazu nicht sagen, denn wer ein bisschen hinsieht, der merkt: Der Eindruck absoluter Intimität in diesem Tagebuch ist eine Illusion. Mich hält nicht die Muse der Exhibitionisten in einem Zungenkuss gefangen, sondern ich schreibe eine Mischung aus Notiz und Essay, die meine Grenzen nie überschreitet. Ich kann nicht dafür, wenn das nicht auch deine Grenzen sind (und es interessiert mich auch nicht wirklich). Jeder, der mir schreibt ‘also ich könnte das nicht’ meint genau das: Er/sie könnte nicht - es würde langfristig oder auch gar nicht ausreichen, was dabei herauskommen würde. Dann lässt man es auch lieber, das stimmt allerdings.

Mein Vater liest hier mit, wahrscheinlich auch mein Bruder. Ich gehe davon aus, dass auch Olivers Mutter hier gelegentlich zum Publikum gehört. Wenn ich ehrlich bin: Natürlich finde ich es nicht immer sehr toll, dass diese Menschen alle hier lesen (können). Ich wäre online lieber komplett frei und unbelastet, so, wie es bei Verwandten sowieso niemals machbar ist, denn die loben nicht, meckern nur, haben immer Bedenken und ein “was sollen die Nachbarn denken” parat. Aber dann hätte ich mir schon vor 5 Jahren ein anonymes Pseudonym zulegen müssen und das ist es mir dann auch wieder nicht wert. Sollen sie also lesen oder auch nicht, das Gelesene mögen oder auch nicht. Es wird nichts an dem ändern, was ich tue. Kein Thema geben, das ich mir wegen ihnen verkneife. Genaugenommen sollten sie es ohnehin als Geschenk von mir sehen, dass sie hier zusätzlich lesen dürfen, nicht wahr? ;-)

* * *

Back to basics, das heißt nicht, mit vielen Kameras in ein Haus eingesperrt zu werden und als Pseudo-Prominenz wieder herauszumarschieren. Oh nein, back to basics heißt, eine Dose Erbensuppe mit Todesverachtung und einem Milchdosenpiekser zu öffnen, weil der ferienwohnungsinterne Dosenöffner natürlich komplett verrostet ist. Wenn man zu faul ist, sich anzuziehen und einzukaufen, gibt es eben Futter aus Blechgefässen. Netter Kontrast zum Essen in Restaurants. Einen richtigen Einkauf kann ich sowieso nicht tragen (die Dose war in meiner Frachtkiste *ggg*), aber vielleicht sollte ich mal anfangen, mehrmals mit einzelnen Tomaten, Paprikas und Äpfeln etc. hin und her zu laufen. Salat in Restaurants ist irgendwie so enttäuschend. Das Dressing ist zu fett, zu ölig, zu sauer oder zu viel, zu wenig ... es sind immer zu viele Tomaten oder zu viel Käse darin und zu wenig Grün oder nur Grün ... man kann zum Essen ausgehen, um sich etwas zu gönnen, nicht aber, um sich wirklich zu ernähren. Ich kann nicht.

Ganz oder gar nicht. Ich kann in Stresszeiten mühelos auf Fertig-Griessbrei für Babies durchhalten, weil der alle wichtigen Mineralstoffe und Spurenelemente enthält, in drei Sekunden angerührt ist und schnell runtergewürgt werden kann, ohne mich von der Arbeit abzuhalten. Wenn ich nicht aufpasse, esse ich nämlich gar nichts, bis mir flau wird - und das kann schon mal drei Tage dauern. Sobald ich Zeit zum Kochen habe, gibt es Frisches aus dem Wok, mit und über Salat, Pasta mit selbstgemachten Saucen, Fisch vom Grill etc. Aber nicht hier auf der Insel. Hier ist mir alles egal, ich schaue einfach, dass ich mir mindestens einmal am Tag eine Mahlzeit greife.

Sobald ich die Erbensuppe irgendwie aus der Dose rausbekommen habe, verbrachte ich natürlich eine gute halbe Stunde damit, alle fragwürdigen fettigen und fleischigen Schnipsel mit einer Gabel rauszuholen. Wirklich gelohnt hat sich das Experiment also nicht. Was mich angeht, ich würde lieber heilfasten. Ich soll aber nicht. Vorsichtshalber habe ich jeden Arzt gefragt, dem ich begegnet bin - die Antwort ist immer gleich: Nicht während dieser Kur, nicht in diesem Zustand, nicht, wenn die Schilddrüse nicht eingestellt ist. Na gut.

* * *

Oliver hatte heute eine lustige Überraschung aus der Reihe “Spiel und Spaß mit Data Becker” für mich: Das Homepagebuch ist jetzt auch ins Niederländische übersetzt worden, die Belegexemplare sind in Düsseldorf eingetroffen ;-)

Mijn eigen website
Snel en eenvoudig beginnen
Easy Computing B.v.
Copyright DATA BECKER
Auteur Carola Heine
ISBN 90-5167-362-0
360 Seiten
17 x 24 cm, 1,7 cm dick
32,5 Gulden

Ähm ... jetzt werde ich das konsequenter Weise wohl in die bunte Reihe Abbildungen einbauen, das niederländische Buchcover. Langsam wird es aber doch ein bisschen voll da unten. Das nächste Taschenbuch werde ich da nur unterbringen können, wenn ich mir die Übersetzungen verkneife, dabei find ich gerade die so lustig. Ich wäre nie im Leben jemals darauf gekommen, dass ausgerechnet dieses Fachbuch übersetzt wird. Das gefällt mir.

# 16. Februar 2001 um 11:00 PM
Norderney • 0x FeedbackDrucken





Ich hasse DJ Bobo. Wie konnte ...

Ich hasse DJ Bobo. Wie konnte er es WAGEN, “What a Feeling” (aus dem Film Flashdance) zu covern??? Nichtsahnend schaltet man die Glotze ein und sieht ein Stück der 80er sterben, ohne jede Vorwarnung. Burn in hell, Bobo.

Minutenlang habe ich mit geschlossenen Augen hier gesessen und mir die leere, aber von Hunderten Menschen umrandete Tanzfläche einer schon lange geschlossenen Großraumdisco zurück ins Gedächtnis gerufen, nicht einmal der Name fällt mir noch ein. Die Tanzfläche ist umgeben von einem Podest oder in den Boden eingelassen, wie man will. Niemand tanzt, nur Bernhard und ich, aber es ist jetzt nicht mehr “what a feeling”, es ist “Borderline” von Madonna. Mit Bernhard habe ich noch nie ein Wort gesprochen, aber wir verbringen die Abende damit, uns anzustarren. Oder gegeneinander zu tanzen. (Das war, bevor ich wusste, dass Bernhard zwar so unglaublich gut tanzte und schön wie James Dean, aber so dumm wie sein Presslufthammer war und wie eine offene Dose Thunfisch küsste. Einmal hat gereicht.) Ich finde meine Schuhe nicht mehr. Die Musik lässt mich fliegen, ich könnte im Rhythmus schmelzen. Es ist mir völlig egal, ob wir als einzige tanzen, das ist es nicht, was mich stört. Aber ich spüre, gleich wird ein kotzhässliches Balg mit Strähnhaaren und widerlichen Klamotten “joh hey, it’s Borderline Hip Hop Time” genau am Takt vorbei rülpsen und Madonnas Stimme töten. Es ist zwecklos. Ich öffne die Augen wieder. Es ist 2001 und wieder ist ein Teil der 80er gestorben.

Aber was reg ich mich auf, schliesslich haben wir jetzt die ehemaligen Insassen der Big Brother Container, große Minnesänger der Gegenwart, und die laufen absolut gar keine Gefahr, jemals gecovert zu werden. So schaffen die ersten Jahre des neuen Jahrtausends sich ihre eigenen Originale. Ein kulturelles Erbe, das sich selbst recycelt und jedermensch die Mühe erspart, es zu archivieren oder auch nur in der Erinnerung zu speichern. An die Einwohner der dritten BB-Staffel werden wir uns nächstes Jahr nur noch erinnern, wenn einer von denen alle anderen in der kamerafreien Stunde mit einem stumpfen Dosenöffner massakriert. Nicht, dass ich mir das wünschen würde. Aber es würde dieser Sendung eher zu der fehlenden Tiefe verhelfen als die Hitparadenkonserven.

# 16. Februar 2001 um 11:00 PM
Norderney • 0x FeedbackDrucken





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