Moving-Target.de

Dies ist ein privates Blog und dies istdie vermaledeite Datenschutzerklärung.

Navigation

Aktuell | Rubriken | Archiv seit 1996

Blogosphärisches | Blogroll | Über ...

Aktuellste Einträge:



Letzte Kommentare:

Linn in Von Arschlöchern lernen: War das auf Facebook? Als ich den Anfang des Artikels las, wollte ich auch auf jeden Fall ...

Britta in Norwegen in Der vierte Wunsch: Vielen lieben Dank für die letzten Einträge - und den Elfen. Hmpf, ich weiß nicht wie ich es ...

Graugrüngelb in Es gibt da einen Haken. Jetzt.: Das ist ja ‘ne nette Idee. Ich fahre ja in den urlaub immer mit diesen Handtuchhaken, die man über ...

Thomas Arbs in Mittwochs im Düsseldorf: Das ist phantastisch. Es ist schwer zu schlucken, aber es soll ja auch nicht leicht sein. ...

melody in Mittwochs im Düsseldorf: (Ich weiß, dass der liebe echte Löwenherz gegen Muslime in den Krieg gezogen ist, aber die ...

Kontakt

Impressum

Datenschutzerklärung

powered by ExpressionEngine








Dienstag, 23. Januar 2001

Hinter meinem linken Ohr, leicht nach oben ...

Hinter meinem linken Ohr, leicht nach oben verschoben, sitzt ein 6 mm großes Wisperwichtelmännchen im korrekten Business Dress (sieht aus wie Armani) und suggeriert mir geflissentlich: Das Leben ist kurz, deines wahrscheinlich besonders, also mach was draus! Ich füge mich und mache. Erstaunlicherweise gleiten all die unterschiedlichen Fäden und Termine mühelos durch meine Finger wie Zügel an einem seltsamen Gefährt, das ich gleichzeitig lenke und ziehe. Mir ist es nicht so wichtig, jede Idee selbst zu verwirklichen, die der kleine Mind Manager mir einflüstert, aber wenn ich finde, dass sie Sinn macht, gebe ich ihr trotzdem einen Schubs. Früher war das anders. Da habe ich eine große Schublade langsam verstaubender Ideen gehabt und mir eingebildet, das müsse ich alles selbst machen, oder schlimmer noch, alleine machen. Inzwischen weiß ich: Einzelkämpfen kann jeder, die Peitsche schwingen oder in mühsamer Administrationstätigkeit Content einpflegen, das ist nichts besonderes - man muss es sich nicht auch noch exklusiv vorbehalten, und Ideen wachsen sowieso nach. Ob der kleine Schwachkopf in Armani mir dabei geholfen hat? Wohl kaum. Wenn ich so drüber nachdenke, vielleicht ist es auch ein Hirntumor, der da ständig auf den Aktivitätenregler drückt. Weiß man’s? Ich glaube, ich war schon immer so, nur manage ich mein Knowledge jetzt besser *g*
Noch was: Irgendwas hat die Telefonanlage lahmgelegt und ich kann aufgrund des entzündeten Beins nicht nach unten krabbeln, um die Kabel zu checken, denn dann müsste ich wahrscheinlich dort sitzen bleiben. So sehr liebe ich den neuen Laptop dann auch wieder nicht, dass ich den Tag mit ihm auf dem Boden verbringen will.

Liebe Auftraggeber, Verwandte und Geliebter, mailt mir also bitte, wenn ich euch anrufen soll: Das andere Telefon tut’s, aber die noch funktionierende Nummer hat ja keiner *LOL* und wenn ich keiner sage, meine ich keiner. Ich bin nicht mal sicher, ob ich sie habe. Warum drei ISDN-Nummern nutzen, wenn zwei für jeweils Telefon und Fax es auch tun? Warum zu jeder Domain eine Mailadresse, wenn eine schon überläuft? Gebündelt ist es übersichtlicher. Hab ich schon erwähnt, dass ich mich langsam, aber sicher meinem fast papierlosen Büro wieder annähere? ;-)

# 23. Januar 2001 um 11:00 PM
0x FeedbackDrucken





Montag, 22. Januar 2001

Sechs Stunden hat es gedauert, aus jedem ...

Sechs Stunden hat es gedauert, aus jedem Winkel dieser Wohnung alle PC-Zeitungen herauszuholen (nein, deine nicht, Olli - relax *g*) und nach Name und Datum zu sortieren, jeden Online- und Internetartikel herauszufischen (es sei denn, es war eine reine Inet-Zeitung, klar) und diese dann abzuheften und den anderthalb Meter hohen Berg Altpapier zu entsorgen. Uffz. Bin ich froh, dass ich das nicht selbst gemacht habe! Ich wäre ausgerastet.
Eigentlich habe ich mir ja vorgenommen, für den Rest meines Lebens sorgfältig zu vermeiden, dass jemand mir auf irgendeine Art und Weise beruflich “assistiert”. Nur keine Wiederholungstäter - bloss niemand, an den man sich gewöhnt oder der sich an das Geld gewöhnt und es als regelmässig und sicher voraussetzt. Schuld an dieser schroffen Abwehr ist ... nennen wir sie mal Hulda ... eine Dame, von der ich fälschlicherweise annahm, sie könne ein Teamsekretariat führen. Ein Märchen, das versteht sich von selbst, reine Fiktion.

Es war einmal vor einer Million von Jahren in einem fernen fremden Land, da bat ich Zauberer um Hilfe, mir einen guten Geist bereit zu stellen. Ich rieb an der Lampe, der Flaschengeist erschien ... und mein Wunsch wurde erfüllt, noch bevor in Bagdad die Sonne aufging. Wie das so ist mit den Wünschen, sie haben immer einen Haken. Devot in der Bewerbungsphase, verwandelte Hulda sich in einen hysterischen Klumpen Frustration und Missgunst, noch bevor (!) sie den Job auch nur angetreten hatte und teilte mir per E-Mail mit, sie wisse ja genau, dass ich zukünftig die “Drecksarbeit” auf sie abwälzen würde.

Zu diesem Zeitpunkt war ich noch milde überrascht und zu gestresst, um wahrzunehmen, dass man die Wechseljahre anderer Leute keinesfalls unterschätzen darf. Ich antwortete leicht gereizt, dass ich es unglaublich freundlich finden würde, wenn sie zumindest erst mal eine einzige, klitzekleine Erfahrung mit mir gesammelt hätte, bevor sie sich so dämlich äussert. Wie es zu erwarten gewesen war, brach sie heulend zusammen und entschuldigte sich unterwürfig - um ohne jeden Übergang mitzuteilen, sie müsse leider bereits am zweiten Tag ihres Anstellungsverhältnisses einen Anwaltstermin mit ihrem Exmann wahrnehmen, bei dem es um das Sorgerecht ginge. Nur ein Unmensch kann es einer alleinerziehenden und nach 15 Jahren Erziehungsurlaub in den Beruf zurückkehrenden Mutter verwehren, so einen Termin wahrzunehmen. Richtig? Leider bin ich kein Unmensch.

Ihr habt es schon erraten, Hulda hatte in den folgenden Wochen nicht nur diesen einen Termin. Mal kam sie später, mal ging sie früher, mal brach ihr Wagen zusammen, mal ihre Mutter. Mittagspausen dehnten sich ins Unermessliche, zumindest für mich, die ihre unverschämten Gören im Drei-Minuten-Takt am Telefon hatte: “Mama ist nicht da? Kann nicht sein. Ich hol einmal tief Luft und versuchs noch mal.”

Mein Hinweis, dass es nicht als normal zu bezeichnen ist, wenn jemand im ersten Monat in einem neuen Job 14 private Termine wahrnimmt, die zum größten Teil während der Arbeitszeit stattfinden, endete mit einer dauerschmollenden stummen Hulda. Eine Erlösung, denn mein eines Ohr hatte bereits begonnen, sich abzulösen. Leider mussten wir dann doch wieder reden, nämlich als die klebrige Dreckschicht auf ihrem Schreibtisch begann, eine eigenen Lebensform zu entwickeln. Die gerissene Taktikerin Hulda erstickte die behutsam geäusserte Kritik mit einem schluchzend und unerträglich devot vorgebrachten “Der Chef hat gesagt, ich kann so viel von dir lernen, das weiß ich echt zu schätzen”, räumte einmal den Dreck von rechts nach links und warf drei von 7 gebrauchten Plastikbechern weg.

Ein Ablenklungsmanöver, schon klar. Die wahre Rache bestand darin, dass Hulda fortan demonstrativ und sehr wirksam fror. Niemand kann sich in einem gnadenlos überheizten Büro konzentrieren. Ich zerfloss in Kopfschmerzen und künstlich erzeugten Hitzewallungen - und Hulda entschwand permanent aus der von ihr raffiniert angelegten Sauna, um zu schwatzen, zu rauchen und auf dem Flur zu plappern. Pünktlich in der Sekunde, in der ich das Fenster aufriss, kehrte sie jeweils zurück, um in lautes Wehklagen auszubrechen - so konnte sie nicht arbeiten. Wer merkte schon bei der Müllhalde, die sie um sich aufhäufte, dass ohnehin sehr vieles liegenblieb? Nur ich, aber das merkte sie wiederum nicht.

Wir steuerten auf einen grandiosen Showdown zu, aber nicht vor meinem einmonatigen Urlaub aus angesammelten Überstunden, bitte schön. Als ich wiederkam, fand ich dreckige und zerklebte (vorher neue) Briefumschläge unter ihrem Schreibtisch und der Heizung vor, die - vom Eingang aus deutlich sichtbar - dort schon Wochen zwischen heruntergefallenen Stiften und einzelnen gebrauchten Haftzetteln klebten. Nichts, also auch wirklich nichts von dem war erledigt, was ich kurz vor knapp noch übergeben hatte, dafür maulte sie mit Schaum vor dem Mund, weil die EDV-Abteilung den Zugriff auf ihre private Mailadresse im Web gesperrt hatte. Ihr Schreibtisch war so dermassen überkrustet, dass es kaum noch auffiel, dass sie wochenlang kaum irgendwas ausgepackt hatte, das angeliefert worden war. So hatte sie natürlich auch keinen Überblick und es gingen schon mal wertvolle RAM-Chips verloren oder eine schweineteure Tonerkartusche wurde doppelt bestellt.

Mit ausgefahrenen Krallen und bösartigem Schielen huschte sie um mich herum und wurde ständig nervöser, weil ich nur milde lächelte. Das Hulda-Problem hatte sich für mich nämlich von selbst erledigt: Ich hatte mich entschlossen, die Stadt auf einem fliegenden Teppich zu verlassen. Nicht wegen ihr, aber ihre Person half doch sehr dabei, es nicht eine Sekunde lang zu bereuen.

Und so ergab es sich, dass ich mich davon fern halte, dienstbare Geister für längere Verpflichtungen zu rufen und mich auf kurze Gastspiele beschränke. Auch diese Zwischenerlebnisse wären Stoff für viele, viele orientalische Märchen, oh ja. Aber lassen wir das. Diesmal hat alles gut geklappt, ich kann wirklich nicht meckern.

# 22. Januar 2001 um 11:00 PM
0x FeedbackDrucken





Sonntag, 21. Januar 2001

22.01.2001"Der Heine-Clan war dafür bekannt, dass sie ...

22.01.2001

“Der Heine-Clan war dafür bekannt, dass sie hart arbeiteten, einem guten Schluck nicht abgeneigt waren, als jähzornig und schnell aufbrausend galten und keinem Streit aus dem Wege gingen. Dein Großvater war ein harter Mann, der seine Rechtsvorstellungen noch selber durchsetzte. Der Bürgermeister nannte ihn seinerzeit ‘den Admiral der Landstraße’. Aber er war auch ein ehrlicher und gutmütiger Mann, der sich im Kreise Gleichgesinnter wohlfühlte.”
Mein Großvater fiel 1945, einundzwanzig Jahre vor meiner Geburt. Aber ich musste ihn nicht kennen lernen, um zu wissen, wie er war. Mein Vater ist sein Abbild, ich bin davon überzeugt. Ebenso hatte ich ein seltsames Erlebnis an dem Tag damals, als Daddy Oliver kennen lernte. Obwohl ich sicher bin, dass Oliver an großgewachsene temperamentvolle sprachgewaltige honigblonde Menschen gewöhnt ist, war mir nicht klar gewesen, wie sehr ich meinem Vater in Ausdrucksweise und Benehmen ähnlich bin. Es war ein bisschen, als beobachtete ich mich selbst, nur dass ich einige Dinge bereits abgelegt habe, die ich von früher an mir kannte. Wie seltsam muss das für Oliver gewesen sein.


Heine / Heyne:
Beliebte Kurzform zu Heinrich, Koseform zum Rufnamen althochdeutsch hagan-rihhi = umfriedeter Ort und Herrschaft, Herrscher, Macht, Gewalt, Reich

Mein Vater beschäftigt sich also nun mit Ahnenforschung. Wie hat er das Bild gescannt bekommen? Na, ich weiß schon, dass er ab jetzt am PC alles verwirklich wird, das ihn interessiert. Das Künstlerische und Kreative von der Mutter, den Forscherdrang und das Durchsetzungsvermögen vom Vater. Der Heine-Clan auf der Datenautobahn, nicht auf der Landstraße ;-)

Persönlich wäre es mir lieber, ich würde die lebenden Ahnen besser kennen. Aber bitte, vielleicht kommt das noch. Mit dem Internetzugang ist Kanada deutlich näher gerückt.

Und jetzt möchte ich einen tosenden Applaus hören: Ich habe die Unterlagen für die Steuererklärung 2000 fertig, ätsch! Etwa zwei Wochen später als ich sonst dran bin, aber meine liebe Massagetherapeutin hatte sich in die Wüste geschickt (buchstäblich) und ich kann die Ganzkörpermassagen doch aufgrund des Lymphödems absetzen und brauchte eine Quittung von ihr. Juchhu. Das lag alles schon so ätzend lange dort herum. Heute nachmittag wird die Jahresablage gemacht, ich habe eine nette Hilfe dafür gefunden und bin schon jetzt ganz erleichtert. Irgendwann werde ich alles aufgeräumt haben, und irgendwann sogar alles gleichzeitig. Seufz.

# 21. Januar 2001 um 11:00 PM
0x FeedbackDrucken





Sind echt schon wieder drei Wochen von ...


Sind echt schon wieder drei Wochen von dem neuen Jahr um? Wie stelle ich denn hier in den dritten Gang zurück?!
Das Jahr ist bis etwa einschließlich Ostern verplant. Es ist auch nur deswegen schon bis zu diesem Termin eingeteilt, weil die Wellen-
brecher im April noch vor Ostern ein Treffen haben. Hier ist die Mailingliste für Mitglieder. Nicht irritieren lassen von der “Beschriftung”, das ist natürlich nicht das erste Treffen und im Herbst wäre das dann schon das übernächste. Also: Listenbeschriftung vom letzten Treffen, Liste plant gerade das nächste und das übernächste ergibt sich sicher auch, woraufhin die Beschriftung dann wieder stimmt *g*

Bisher stehen zwei Termine zur Auswahl, wobei ich bei dem ersten nicht sagen kann, ob ich da Zeit habe bzw. in Düsseldorf bin, aber es kann ja durchaus auch ein Treffen ohne mich stattfinden, auch wenn es in Düsseldorf ist :-) ich such dann auch Hotels raus für die Leute, die sonst wahrscheinlich hier gepennt hätten. Lieber wäre ich natürlich dabei, aber das habe ich gelernt im letzten Jahr: Immer locker lassen, erzwingen kann man sowieso nichts.

Nicht mal einen angenehmen Montag. Seufz. Ich hab Oliver schon so oft vorgeschlagen zu kündigen, damit er nicht immer aus dem Haus und mich alleine lassen muss! Tsss, er will nicht. Diese neumodischen Männer verdienen halt gerne ihr eigenes Geld. Ich respektiere das, was bleibt mir sonst übrig? ;-)

# 21. Januar 2001 um 11:00 PM
0x FeedbackDrucken





Samstag, 20. Januar 2001

Mein Diary-Eintrag “Oh Baby” ist im Glossen-Magazin ...


Mein Diary-Eintrag “Oh Baby” ist im Glossen-Magazin erschienen ;-) das ist doch mal wieder sehr nett. Interview hab ich auch gleich gegeben, sehr spontan und schnell per Mail, sicher ziehen ein paar Leute wieder die neidischgelben Lefzen hoch *g* aber zu spät ist zu spät, was virtuell versandt wurde, lebt immer weiter - wanderte über viele Mailserver, in Kopien auf Festplatten und in Proxy-Servern und in den Cache eines jeden Lesers. Nicht, dass ich etwas bereuen würde. Ich habe mir nur vorgenommen, beim nächsten Interview wenigstens Korrektur zu lesen. Oh. Das nächste Interview ist Radio. Na dann.
In meinen Bookmarks sind (waren, ich hab sie gelöscht. Absichtlich) fast vierzig Online-Diaries. Schlimmer noch, es gibt noch diverse mehr, deren URLs ich immer einfach so aus dem Gedächtnis eintippe. Wenn du also ein Webdiary schreibst und bei der Liste da unten fehlst, don’t worry: Ich habe hier nur die URLs rauskopiert, die Bookmarks geleert. Kein Anspruch auf Vollständigkeit. Das sind Diarys, die ich mindestens einmal im Jahr lese. Ja, so kann man das wohl sagen. Die mit den Sternchen allerdings, da schaue ich - im Regelfall und wenn es nicht zu stressig ist - mindestens einmal in der Woche nach *g* die ohne Sternchen mal so, mal so. Wenn jemand wenig schreibt, hört man natürlich irgendwann auf nachzusehen. Ebenso, wenn es den eigenen Geschmack nicht so anspricht. Muss ja auch nicht - wäre schade, wenn alles ein Einheitsbrei wäre.

Just for the record: Zwei Tagebücher habe ich entfernt, weil ich nicht dafür sorgen möchte, dass sie mehr Besucher bekommen. Drei andere habe ich herausgenommen, weil sie “erwachsene” Inhalte haben. Eines, von dem die Besitzerin das denkt, war nie auf der Liste *g* Und dann gibt es noch ein Tagebuch, das ich hier gelöscht habe, weil die dazugehörige Homepage-Eingangsseite eine Kopie meiner eigenen ist und für sowas muss ich ja nicht auch noch werben.

Bevor Ihr Euch da reinsteigert, dass Ihr mit dem “Entfernen” gemeint seid, fragt lieber nach, denn ehrlich, viele kurze und/oder einprägsame URLs waren von vornherein nie in den Bookmarks ... und wenn ich eine Seite gefunden habe, die zwischenzeitlich umgezogen war, bin ich nur dann hinterhergesurft, wenn ich wusste, dass sich das auch lohnte.

[Liste entfernt]

Warum ich die Bookmarks gelöscht habe? Ganz einfach. Ich will sehen, welche Tagebücher ich vermisse und auch ohne wiederfinde (dieser Tagebucheintrag ist sozusagen die Sicherungskopie, denn ich lese meine vergangenen Einträge so gut wie nie und diesen werde ich sicherlich nicht bewusst aufsuchen). Es reicht mir nicht mehr, Webseiten abzuklappern, weil es sie gibt. Tagebücher im Internet haben sich verändert, seit ich damit in 1996 (!) begonnen habe. Es gibt nun Blogger, Weblogs, Kolumnen, Fetisch- und Porno-Diaries, Schwangerschaftstagebücher, Sucht-und Depri-Tagebücher, Alltagserzählungen, Geblähe, Berichte, Newsticker-Imitate, Glossen, Müllhalden, Schutzschilde und und und. Sagen wir mal so: Aus einer netten Randidee mit vielen Möglichkeiten ist etwas mutiert, das den Fernsehsendern im Kabelfernsehen ähnelt. Fehlt nur noch der Ballermann-Bikini-Report ;-) und auch das Surfen wird langsam wie Zappen. Hauptsache Neueintrag reicht mir aber als Leser nicht mehr. Zu oft habe ich in letzter Zeit einen Link angesteuert und schon beim Seitenaufbau gedacht “egal was dort geschrieben steht, was solls eigentlich?”

Als Neujahrsvorsatz würde ich es nicht bezeichnen, obwohl man sich die sicherlich im Januar noch greifen darf. Es ist wohl eher ein Frühjahrsputz. Ich lese jetzt erst mal vor allem die Webtagebücher, deren URL sich eingeprägt hat und deren Lektüre ich vermisse, weil der Mensch zum Tagebuch mir vertraut ist und/oder ich die Inhalte mag. Ab heute. Während der Arbeit habe ich zwar galoppierenden Alzheimer, was Namen, Berufe und Autokennzeichen angeht - aber auf das Web und seine Seiten bezogen sind merkwürdiger Weise immer noch alle Zellen intakt *g*

Und Ihr, Ihr findet ganz sicherlich wenigstens ein Tagebuch (wahrscheinlich aber einige mehr *g*) in der Liste, die Ihr noch nicht kanntet. Das ist doch sicher auch fein.
;-)

# 20. Januar 2001 um 11:00 PM
0x FeedbackDrucken





Seite 2 von 6 Seiten insgesamt.  <  1 2 3 4 >  Letzte »